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Bitte mit Track Precision App Porsche GTS - Treffen auf dem Rundkurs

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Wer mit seinem Porsche auf der Rennstrecke immer besser werden will, sollte die Track Precision App nutzen.

(Foto: Daniel Wollstein)

Das Kürzel GTS hat bei Porsche eigentlich schon 60 Jahre auf dem Buckel. Zur ganz eigenen Marke wurde es aber erst deutlich später. Heute steht es für Fahrzeuge, die ganz bewusst auf der Rennstrecke gefahren werden können. Am besten mit Unterstützung einer App.

Es war vor knapp 60 Jahren, als der 904 Carrera GTS in Daytona und Le Mans ein Rennen nach dem anderen gewann und somit den Grundstein für das legte, was man inzwischen gemeinhin als Gran Turismo Sport kennt. Heute siedeln sich Fahrzeuge, die mit dem Kürzel geadelt werden, zwischen einem S und einem Turbo an. Und so ist es nur folgerichtig, dass inzwischen jede Baureihe aus Zuffenhausen einen GTS hat. Der markiert die leistungsstärkste Ausführung, ist also irgendwie lauter, stärker, schneller.

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Der 904 Carrera GTS war der erste GTS. Inzwischen hat er ebenbürtige Nachfolger wie den 718 Cayman GTS 4.0.

(Foto: Porsche)

Betrachtet man die GTS-Historie des neuen Jahrtausends, dann hat der Cayenne 2007 den Reigen eröffnet. Seit dieser Zeit gilt auch, dass ein GTS auf den ersten Blick zu erkennen sein muss. Das macht sich an Bug und Heck ebenso bemerkbar wie an den immer in Schwarz gehaltenen Fensterleisten. Zudem unterscheiden sich die Schweller und jeder GTS trägt rote Bremssättel, hat eine Sport-Abgasanlage und Räder mit maximaler Größe in den Radhäusern.

Der Kleine ist der Ehrlichste

Das Entscheidende ist, dass ein GTS mit der jeweils für die Modellreihe vorgesehenen stärksten Motorisierung an den Start geht. Kurz, unter 400 PS läuft hier nichts. Und dabei ist der 718 Cayman GTS mit exakt dieser Herde auf der Koppel unterwegs. Bereitgestellt wird sie von einem Vierliter-Sechszylinder-Saugmotor, der mit Doppelkupplungsgetriebe (PDK) ein maximales Drehmoment von 430 Newtonmeter auf die Hinterachse wirft und 288 km/h schnell wird. Eigentlich geht der Cayman als GTS in der Grundausstattung ganz puristisch mit Handschaltung an den Start und wird dann sogar 293 km/h schnell.

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Ein 911 GTS ist auf der Rennstrecke ohne Fehl und Tadel.

(Foto: Daniel Wollstein)

Ja, damit ist der Cayman der Schwächste und der Langsamste in der GTS-Gilde, aber auch der Ehrlichste. Und zwar insofern, als er die direkteste Verbindung zwischen Fahrer und Maschine ist. Auf der 4,085 Kilometer langen Rennstrecke des Autodromo Vallelunga, ganz in der Nähe von Rom, war der Autor jedenfalls mit dem 718 Cayman GTS gut fünf Sekunden schneller als mit dem Porsche 911 Carrera 4 GTS Coupé, der mit einem Sechszylinder-Boxermotor mit 480 PS antritt und ein maximales Drehmoment von 570 Newtonmeter auf die Antriebsräder feuert. Und ja, er ist mit 309 km/h auch schneller als der 718.

Der 911er ist unfehlbar

Doch während so ein 911 eine ganz feine Maschine ist und man an ihm weder auf dem Rundkurs noch auf der Straße den kleinsten Fehler finden kann, entkoppelt er durch sein eigenes Vermögen den Fahrer förmlich von seinen eigentlichen Aufgaben. Während ein 718 GTS, am Kurvenausgang zu schnell ans Gas gelegt, einfach nur quergeht, zieht sich ein 911 GTS nach kurzem Schwänzeln einfach wieder gerade. Ergo wird der aufmerksame Leser jetzt denken, das sind doch beste Voraussetzungen, um schneller als der Kleine zu sein. Ja, aber nur, wenn der Fahrer eines 718 GTS Fehler macht.

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Die Track Precision App läuft natürlich auch in einem Porsche Taycan GTS, der rein elektrisch über den Rundkurs geht.

(Foto: Daniel Wollstein)

So, und wie vermeidet man Fehler? Durch Training! Und wer hilft dabei? Auf Wunsch die Track-Precision-App von Porsche. Die gibt es kostenlos im App Store für iOS-Nutzer oder bei Google Play für die andere Fraktion. Die Idee der App ist einfach: Zum einen sind alle einschlägige Rennstrecken dieser Welt hinterlegt, was heißt, egal wo ich mein Training starten will, die Aufzeichnung aller Fahrdaten samt Start- und Zielzeiten ist garantiert. Zum anderen kann sich der Nutzer auch auf öffentlichen Straßen selbst Strecken zusammenstellen und hier entsprechende Daten aufzeichnen.

Analyse bis ins Detail

Aber ganz ehrlich? Es empfiehlt sich der Rundkurs, denn nur hier kann der Fahrer unbehelligt von anderen Verkehrsteilnehmern mit seinem GTS an die Grenze gehen und sich nach den Fahrten in die Analyse seiner Runden vertiefen. Nun liegt die Frage nah, warum ich das unbedingt mit einem GTS machen soll. Ganz einfach: Weil der in seiner Grundidee nicht nur für die Straße, sondern auch für den Track optimiert ist und weil er das Chrono-Paket als Serienausstattung hat.

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Am Ende gibt es wirklich keine Daten über die Fahrt auf dem Rundkurs, die die Track Precision App nicht verrät.

(Foto: Screenshot)

Genau das braucht es, damit alle Daten an die App übermittelt werden. Dazu gehören nach einmaliger Registrierung nicht nur der eigene Name, sondern auch das Fahrzeug, die beste Rundenzeit, wie weit der Fahrer in Prozent an seinem Limit war, die maximale Quer- und Längsbeschleunigung und natürlich die maximale Geschwindigkeit. Doch der Fahrer kann noch tiefer ins Detail seiner Fahrt gehen. Neben Geschwindigkeit, Drehzahl und Gang sind auch die Gaspedalstellung, der Radschlupf, das Über- oder Untersteuern, der Reifendruck, PASM, Sport, Getriebe und die Temperatur als Graphen exakt für jeden Abschnitt der Strecke einsehbar. Und wem das nicht reicht, der kann das alles noch als Benutzer definieren.

Für eine echte Analyse bedarf es natürlich einiger Runden, um den Vergleich zu haben. Auch um sich in die Details einzufuchsen, braucht es etwas Zeit. Unterhaltsamer sind da schon die Features, die es ermöglichen, das Video, das über das Smartphone an der Frontscheibe aufgezeichnet wurde, seine beste Rundenzeit oder einfach nur eine mit den entsprechenden Daten versehene Visitenkarte zu posten. Den sozialen Netzwerken sind hier keine Schranken gesetzt, das funktioniert problemlos und flächendeckend. In Summe gibt es also nicht nur einen großen Lerneffekt für den Piloten, es macht auch richtig Spaß.

Der Spaß hat seinen Preis

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Für die sozialen Netzwerke und als persönliche Referenz gibt es auch noch eine Art Urkunde für die beste Runde.

(Foto: Screenshot)

Aber, und das ist ein offenes Geheimnis: Auch Porsche fahren macht Spaß, doch dieses Vergnügen hat seinen Preis. Und der ist gerade bei den GTS-Modellen nicht niedrig. Am günstigsten fährt man immer noch mit dem 718 Cayman GTS 4.0. Hier werden lediglich 85.051 Euro aufgerufen. Ja, das ist ein Haufen Geld, aber ein 911 Carrera GTS bringt es locker auf 144.075 Euro. Natürlich kann man auch mit einem Macan GTS für 90.049 Euro oder einem Panamera GTS für 141.933 Euro auf dem Track fahren. Und das gar nicht schlecht, vorausgesetzt der Pilot hat sich mit dem Gewicht des Wagens und den sich daraus ändernden physikalischen Gegebenheiten arrangiert.

Oder wer es ökologisch einwandfrei mag, kann das auch mit dem Taycan GTS für 131.834 Euro machen. Hier dürfte aber vor allem das veränderte Bremsverhalten für etwas Gewöhnungszeit sorgen. Denn bevor die hydraulische Bremse einsteigt, wird rekuperiert. Ergo muss, wer wirklich halten will, etwas mehr Fußarbeit leisten, bevor es spürbar langsamer wird. Zudem spielt auch hier das Gewicht eine größere Rolle. Wie man es also auch dreht und wendet: Wer auf der Rennstrecke richtig angasen will, der ist mit dem 718 Cayman GTS 4.0 am besten bedient. Hier ist das Verhältnis aus Preis, Performance und Spaß einfach das stimmigste.

Quelle: ntv.de

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