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Rückrufaktionen der HerstellerDie meisten Autos holt VW zurück

25.03.2026, 13:22 Uhr
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Der Volkswagen-Konzern ruft derzeit weltweit mehr als 90.000 E-Autos der Marken VW und Cupra in die Werkstatt. (Foto: picture alliance/dpa)

Von Zeit zu Zeit sorgen große Pkw-Rückrufe für Aufmerksamkeit - wie zuletzt die von VW. Eigentlich sind die Nachbesserungsaktionen aber an der Tagesordnung. Spitzenreiter bei der Zahl der Rückrufaktionen ist Ford, bei der Zahl der Autos führt der Volkswagen-Konzern.

Der Volkswagen-Konzern ruft wegen defekter Hochvoltbatterien aktuell zigtausende Autos der Marken VW und Cupra zurück. Die sicherheitsrelevanten Probleme sind längst keine Einzelfälle: Wie ein Blick in die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zeigt, wurden allein in den Jahren 2025 und 2026 fast 500 Rückrufe für Pkw veröffentlicht.

Spitzenreiter bei der Zahl der Rückrufaktionen ist Ford: Die Kölner Marke verzeichnet 61 behördlich registrierte Maßnahmen, gefolgt von Mercedes-Benz (54) und Opel (47). Volkswagen liegt mit 27 Rückrufaktionen auf Rang fünf.

Bei den potenziell betroffenen Fahrzeugen führt dagegen der VW-Konzern: Summiert über alle aktuellen Aktionen sind weltweit mehr als zehn Millionen Fahrzeuge der Wolfsburger in der KBA-Statistik gelistet. Ford folgt mit rund sieben Millionen betroffenen Fahrzeugen, Kia mit gut 4,5 Millionen.

In Deutschland sind vor allem Ford-Fahrer betroffen (knapp 532.000 Fahrzeuge), dahinter folgen BMW (rund 289.000) und Opel (rund 184.000).

Häufigste Rückruf-Gründe

Am häufigsten sorgt Brandgefahr durch elektrische Kurzschlüsse oder defekte Hochvoltbatterien für einen Rückruf. Insgesamt 119 Fälle führt die Behörde aktuell auf.

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Die Autoindustrie hat in den vergangenen anderthalb Jahren Millionen Pkw zurückgerufen (Foto: sp-x)

An zweiter Stelle folgen Probleme mit Airbags und Gasgeneratoren, an dritter Stelle Motor- und Antriebsprobleme. Andere Kategorien wie Brems- und Lenkungsdefekte, fehlerhafte Assistenzsysteme oder Sicherheitsgurte machen jeweils kleinere Anteile aus.

Die Rückrufdatenbank des KBA ist online öffentlich zugänglich. Fahrzeughalter können anhand der KBA-Referenznummer oder ihrer Fahrgestellnummer prüfen, ob ihr Fahrzeug von einer der bekannten Aktionen betroffen ist.

Quelle: ntv.de, Holger Holzer, sp-x

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