Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-KlasseSparsamer Luxus der Platzhirsche

Wer sparsam reisen will, muss auf Komfort nicht verzichten. Trotz leistungsstarker Dieselmotoren um 180 PS konsumieren die Business-Limousinen Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse nicht mehr als ein Golfklasse-Pkw, wie der Test zeigt.
Limousinen der oberen Mittelklasse gelten als klassische Business-Autos. Den Markt teilen sich im Wesentlichen die deutschen Platzhirsche Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse. Zwar kann man alle drei auch als potente Sportlimousinen ordern, doch das Gros der Bestellungen von Flotten und Dienstwagenfahrern dürfte auf die Basisdiesel entfallen. Diese sind auf Einhaltung der 130 Gramm-CO2-Grenze ausgelegt und deshalb besonders flottenfreundlich. Im Test bestätigen die Motoren von 170 PS bis 184 PS die günstigen Werksangaben mit Verbräuchen um sechs Liter, Werte, die auch in der Golf-Klasse nicht unüblich sind.
Nutzt man die Optionen der Ausstattungsliste, wird der Basispreis von rund 40.000 Euro bei allen dreien schnell deutlich überschritten. Wer sich nicht zurückhält oder halten muss, zahlt zusätzlich mehr als die Hälfte des Grundpreises für angenehme und hilfreiche Sonderausstattungen.
Die Wahl der Dieselmotoren in den Testwagen ist zügigem und umweltverträglichem Reisen angemessen. Alle Testfahrzeuge sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet und erreichen Höchstgeschwindigkeiten um 230 km/h. Der BMW 520d Efficient Dynamics Edition (184 PS; 380 Newtonmeter) zeugt von der Klasse der Motoreningenieuren des Unternehmens: Mit 5,8 l Diesel je 100 km konsumierte der Münchner 0,4 Liter weniger als der Audi A6 2.0 TDI (177 PS, 380 Newtonmeter) und 0,5 Liter weniger als der Mercedes E 220 CDI BlueEfficiency (170 PS; 400 Newtonmeter).
Mit Schick überzeugen
Zur angenehmen Fahrt auf langen Strecken gehört ein Tempomat, der die gewählte Geschwindigkeit hält, oder ein Abstandsregeltempomat (ACC), der den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sichert, das Auto bis zum Stillstand bremst oder auf das eingestellte Tempo beschleunigt, wenn der Verkehr es wieder ermöglicht. Die Bedienung des ACC ist bei den Marken unterschiedlich eingerichtet: Audi und Mercedes über Hebel links an der Lenksäule, BMW mit Tasten auf dem Lenkrad. ACC ist mit Hebeln eindeutig besser zu bedienen als die mit Lenkradtastatur, wobei insgesamt die Bedienung von Mercedes als vorzüglich hervorzuheben ist. Seitdem die Marken eine zentrale Bedieneinheit verwenden, geschieht dies einfach und ohne Aufmerksamkeitsverlust.
Beim Innenraumdesign überzeugen die Marken mit Schick und vielfältigen, optionalen Erweiterungen; die überzeugende Verarbeitungsqualität und exzellente Sitze runden den sehr guten Eindruck ab. Nicht viel fehlt den Testkandidaten am 5-Meter-Längenmaß. Kein Wunder, dass alle über großzügige Platzverhältnisse für die erste und zweite Sitzreihe bieten. Dementsprechend groß ist auch das Kofferraum: Der BMW 520d hat mit 520 Liter ein Volumen, dass gegenüber Audi A6 und Mercedes E-Klasse um 10 Liter bzw. 20 Liter geringer ausfällt.
Die Entscheidung zwischen den einzelnen Fabrikaten dürfte von der Markenpräferenz des jeweiligen Fahrers oder Fuhrparkleiters abhängen. Falsch liegt man mit keinem der Angebote. Wer umweltfreundlich unterwegs sein will, hat mit dem BMW 520d Efficient Dynamics Edition den geringsten Verbrauch. Und das empfehlenswerte, farbige Head-Up-Display (1390 Euro) ist in seiner Brillanz maßstabsetzend und entlastet beim Fahren.