Auto

Dachboxen im Test Teuer ist besser als billig

11.11.2010, 09:55 Uhr

Übertriebene Sparsamkeit lohnt sich bei Dachboxen nicht. Billige Modelle zeigten sich nun in einem Crashtest als Sicherheitsrisiko.

Billige Dachboxen fürs Auto können zur Gefahr werden. Bei einem Crashtest des Magazins "Auto Straßenverkehr" und der Prüforganisation Dekra fielen zwei von acht geprüften Produkte durch.

Beim mit 229 Euro billigste Modell, dem A.T.U. Jetbag Sprint 450, brach schon beim einem Aufprall mit Tempo 30 eine Halterung und das vordere Scharnier wurde aus der Halterung gedrückt. Die geladenen Skier schossen nach vorne heraus und hätten im Ernstfall zu tödlichen Verletzungen bei den Passagieren eines vorausfahrenden Autos führen können. Auch die ebenfalls 229 Euro teure Dachbox Xtreme von Rameder zeigte den gleichen Mangel. Laut der Tester ist besonders bedenklich, dass dies schon bei einem Crash mit Tempo 30 passiert.

Ladeungssicherheit eine Schwachstelle

Das beste Testergebnis erzielte die teuerste Dachbox, das Modell Dynamic 800 von Thule. Sie lässt sich sicher montieren, einfach handhaben und bietet mit 75 Kilogramm eine der höchsten Zuladungen. Noch sicherer zeigte sich im Test das Modell Thule Ranger 500 für 296 Euro, allerdings konnte sie bei Bedienbarkeit und Verarbeitung nicht mit dem teureren Produkt aus gleichem Hause mithalten. Ebenfalls als empfehlenswert schnitten die Modelle Kamei 390 K Duo Lift, Atera Certo 410 und Mont Blanc Triton 350.

Generell ist die Ladungssicherheit bei fast allen Boxen jedoch eine Schwachstelle. Sperrige Gegenstände können den Kunststoff durchschlagen und zu gefährlichen Geschossen werden. Lösen ließe sich das Problem den Testern zufolge etwa durch zusätzliche Spanngurte oder Fangnetze. Auch bessere Gebrauchsanleitungen seien häufig nötig.

Quelle: sp-x