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Noch ein GrundWeniger Geld für Raucherauto

24.09.2007, 11:45 Uhr

Raucherautos erzielen beim Verkauf an einen Händler schlechtere Preise als Nichtraucherautos.

Raucherautos erzielen beim Verkauf an einen Händler schlechtere Preise als Nichtraucherautos. Ein Wertverlust durch Rauchen sei ein Argument von Händlern, den Preis zu drücken. "Dabei erfährt der nächste Kunde häufig gar nicht, dass das angebotene Auto ein Raucherauto ist. Das ist heute in den meisten Fällen nur für Experten erkennbar", sagte Roland Stach vom dem Marktbeobachtungsunternehmen Eurotax Schwacke.

Eine Studie des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt hatte ergeben, dass die meisten Autofahrer für den Werterhalt auf das Rauchen im Auto verzichten. Gesundheitliche Erwägungen - etwa die Rücksichtnahme auf Mitfahrer - wurden weniger häufig als Grund genannt.

Ozon durch den Innenraum blasen

Dass Käufer Gebrauchtwagen kaum noch als Raucherautos erkennen können, habe mit den heutigen Möglichkeiten der Aufbereitung zu tun. "Man kann ein Fahrzeug heute sehr gut reinigen. Neben dem Lack bereiten Profis auch den Innenraum auf und entfernen Verfärbungen an Dachhimmel oder Polstern", sagte Siegfried Trede von der Deutschen Automobil Treuhand (DAT). Auch der Geruch sei heute kein Problem mehr: "Da wird einen ganzen Tag Ozon durch den Innenraum geblasen", sagte Stach.

Beim Verkauf eines Autos an einen anderen Privatmann sei das Rauchen für viele Käufer ein Ausschlusskriterium, heißt es bei der DAT. Konkrete Vergleichsdaten über einen möglichen Wertunterschied von Raucherautos und Nichtraucherautos sowie sein Ausmaß liegen aber weder DAT noch Eurotax Schwacke vor.