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GebrauchtwagencheckSmart Fortwo macht einen ordentlichen Eindruck beim Tüv

13.04.2026, 17:27 Uhr
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Die dritte Generation des Smart Fortwo war zwischen 2014 und 2024 am Start. (Foto: Smart)

Kurze Zweisitzer waren lange die Kernkompetenz der Markt Smart. Die praktischen Stadtflitzer gibt es aktuell aber nur gebraucht. Wie schlägt sich die dritte Generation - Typ 453 - bei der Hauptuntersuchung beim Tüv? Gar nicht schlecht.

Sehr kurz, wendig und Platz für zwei Personen: Der Smart Fortwo war das ideale Auto für Metropolen. Auch die dritte Generation (Typ 453, 2014 bis 2024) blieb der Ursprungsidee verbunden, wenn auch deutlich gereifter als noch Generation I (1998 bis 2007) und II (2007 bis 2014). Ganz ohne Schwachstellen ist sie aber auch nicht.

Qualität

Bei den Tüv-Hauptuntersuchungen (HU) hinterlässt der Smart Fortwo (253) grundsätzlich einen ordentlichen Eindruck. Bis auf die ältesten Jahrgänge absolviert der Zweisitzer die HU besser als der Durchschnitt der geprüften Fahrzeuge. Bei den ältesten Modellen liegt die Quote "ohne Mängel" mit 71,2 Prozent nur leicht schlechter als der Schnitt (71,7 Prozent).

Interessenten sollten jedoch die Achsaufhängungen und die Abgasanlage vor Vertragsabschluss genau inspizieren lassen. Die TÜV-Experten kritisieren zudem die Beleuchtungsanlage und Funktionsweise der Bremsen.

Karosserie und Innenraum

Den Smart Fortwo gab es in zwei Karosserievarianten: als Coupé und seit Anfang 2016 als Cabrio mit elektrischem Schiebedach. Optisch war der Zweisitzer unschwer als Smart-Abkömmling zu erkennen. Mit 2,69 Metern von Stoßstange zu Stoßstange blieb der Smart der dritten Generation auf dem Längenniveau des Vorgängers, legte aber in der Breite um 10 Zentimeter zugunsten von mehr Raumgefühl für die Insassen zu.

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Erstkäufer konnten ihren Smart farbenfroh individualisieren. (Foto: Smart)

Die Sitze sind gut. Luft nach oben zeigte jedoch die Materialauswahl des Innenraums. Der Kofferraum fasst zwischen 260 und 350 Liter, das Ladevolumen der Cabrio-Version fällt etwas kleiner aus. Mit einem Wendekreis von 7,30 Metern punktete der Smart in den klassischen Stadtverkehrsdisziplinen Parken, Wenden und durch den Verkehr wuseln.

Motoren und Antrieb

Von verhalten bis rasant: Für den Smart der dritten Generation stand ein breites Motorenangebot, darunter Dreizylinder-Benziner und ein E-Antrieb, bereit. Diesel gab es keine mehr.

Basismotor war ein 1,0-Liter-Sauger mit 52 kW/71 PS, dieser war auch in einer leistungsreduzierten Version mit 45 kW/61 PS erhältlich. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfganggetriebe. Wer nach einer Version mit Automatik sucht, muss nach dem 0,9-Liter-Turbo mit 66 kW/90 PS Ausschau halten. Erstkäufer konnten statt des Handschalters ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ordern. Die Brabus-Versionen (80 kW/109 PS oder 92 kW/125 PS) verwandelte den Zweisitzer zu einem flotten Gefährt. Spitzengeschwindigkeiten bis zu 175 km/h sind bei der Topvariante möglich, der Spurt auf Landstraßentempo gelingt in 9,2 Sekunden.

Ab Werk wurden die Brabus-Smart mit einem Sechsgang-DSG ausgeliefert. Als Normverbräuche für den Zweisitzer gab Smart Werte zwischen 4,2 und 5 Liter an. Die Verbrenner waren bis Ende 2019 verfügbar. Einzig verfügbare Motorisierung war seitdem das seit 2017 erhältliche E-Triebwerk mit 60 kW/82 PS. Die 16,7 kWh-Batterie ermöglicht Reichweiten von bis zu 160 Kilometern.

Ausstattung und Sicherheit

Interessenten, denen der Sinn nach Farbe und Komfort steht, ignorieren die namenlose Basisversion. Stattdessen suchen sie nach den Komfortniveaus "passion", "prime" und "proxy". Diese brachten Farbe ans und ins Fahrzeug etwa mit farbigen Instrumententafelverkleidungen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Pakete, die Erstkäufer mit Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik, Konnektivitätsangebote, Navigation, LED-Leuchten, eine höhenverstellbare Lenksäule oder ein abschließbares Handschuhfach lockten.

Den-Smart-Fortwo-gab-es-in-zwei-Karosserievarianten-als-Coupe-und-seit-Anfang-2016-als-Cabrio-mit-elektrischem-Schiebedach
Den Smart Fortwo gab es in zwei Karosserievarianten: als Coupé und seit Anfang 2016 als Cabrio mit elektrischem Schiebedach. (Foto: Smart)

Fazit

Der Smart Fortwo war und ist besonders als praktisches Fahrzeug für die Stadt beliebt. Zwar funktioniert anders als bei der ersten Generation aufgrund des Längenwachstums das "quer zur Parklücke parken" nicht mehr, der kleine Smart benötigt aber immer noch wenig Parkfläche. Nach Auswertung von mobile.de werden aktuell knapp 3.700 gebrauchte Smart Fortwo (Typ 453) auf dieser Plattform zum Kauf angeboten. Los geht es ab rund 4.500 Euro. Stromer aus Vorbesitz sind ab rund 6.000 Euro zu haben. Ein Check vor Vertragsabschluss schadet nicht und hilft, teure Überraschungen zu vermeiden.

Quelle: ntv.de, Elfriede Munsch, sp-x

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