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Der schlichte Japaner Mitsubishi ASX - nach Jahren zuverlässig

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Im Laufe er Jahre hat der Mitsubishi ASX mehrere Wandlungen erfahren.

(Foto: Mitsubishi)

Der Mitsubishi ASX ist seit 2010 auf dem Markt. Die Hochzeit für den schlichten Japaner ist allerdings vorbei. Dennoch gehört das SUV, auch mit hohen Laufleistungen, zu den zuverlässigen Fahrzeugen beim TÜV.

Der Mitsubishi ASX fährt und fährt und fährt: Seit 2010 ist das kompakte SUV am Start. Mehrere Facelifts haben den Japanern fit gehalten, das vorerst letzte hat der Crossover Ende 2019 erhalten. Die weitgehend baugleichen Schwestermodelle Citroen C4 Aircross (2012 bis 2015) und Peugeot 4008 (2012 bis 2017) hat der ASX locker überlebt.

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Mit 4,30 Meter ist der Mitsubishi ASX ein sehr kompaktes SUV.

(Foto: Mitsubishi)

Der ASX ist ein typischer Vertreter der Kompakt-SUV-Klasse. Zu Beginn seiner Karriere streckte er sich noch auf eine Länge von 4,30 Metern, mittlerweile sind es sieben Zentimeter mehr. Zudem hat sich der Kühlergrill gewandelt. Vom seinerzeit markentypischen Düsenjet-Design über ein eher Allerwelts-Gesicht (2013) mit kleinen Retuschen über die Jahre bis hin zu wieder einem prägnant gezeichneten Kühlergrill (2019) spiegelt sich in der Frontansicht Mut oder Zurückhaltung der japanischen Formgeber.

Ansonsten gibt es klassische SUV-Style-Zutaten wie betonte Radläufe und kurze Überhänge. Das Platzangebot ist ordentlich, die Verarbeitung ebenfalls. Kaufinteressenten sollten jedoch kein hippes Interieur erwarten. Hier geht es eher robust als edel zu. Pluspunkte sammelt der Japaner bei der Gestaltung des Kofferraums. Rund 400 Liter passen hinein, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf bis 1200 Liter.

Etwas schwächlich für die Masse

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Auch der Innenraum des Mitsubishi ASX hat sich über die Jahre verändert und wurde mit jedem Facelift angereichert.

(Foto: Mitsubishi)

Das Motorenangebot ist über die Jahre sehr übersichtlich geblieben. Zum Start gab es einen Benziner mit 117 PS, der ausschließlich in Kombination mit Frontantrieb zu haben war. Der 1,6-Liter-Motor hatte allerdings ein wenig Mühe mit der gewichtigen Karosserie und genehmigte sich gerne einen Extraschluck. Alternativ stand ein 1,8-Liter-Diesel mit 150 PS zur Wahl, diesen gab es mit Front- oder Allradantrieb.

2013 zog ein weiterer Selbstzünder ins Motorenprogramm ein, ein 2,2-Liter mit ebenfalls 150 PS. Dieser fuhr serienmäßig mit Allrad vor, optional war eine Automatik erhältlich. In den anderen Versionen kamen Sechsgang-Schaltgetriebe zum Einsatz, beim Einstiegsbenziner muss man sogar mit nur fünf Gängen Vorlieb nehmen. Zwischen 2015 und 2017 gab es noch einen 1,6-Liter-Benziner mit 116 PS.

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400 Liter fasst der Kofferraum des Mitsubishi ASX.

(Foto: Mitsubishi)

Die Diesel sind seit Ende 2018 Geschichte, seit Ende 2019 steht für den Vortrieb einzig ein Zweiliter-Benziner mit 150 PS zur Verfügung. Dieser lässt sich optimal mit Allradantrieb kombinieren. Die Kraftübertragung übernimmt standardmäßig ein Fünfgang-Schaltgetriebe, alternativ ist ein stufenloses CVT-Getriebe zu haben.

Lückenhafte Ausstattung

Bei Marktstart war der ASX noch eher lückenhaft ausgestattet. Die Klimaanlage etwa gab es erst ab der zweiten Ausstattungsline, optisch schick war der Japaner erst ab den höheren Komfortstufen, wo Leichtmetallräder, Nebelscheinwerfer und ein Lederlenkrad zum Lieferumfang zählten.

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Üppig war die Serienausstattung des Mitsubishi ASX noch nie.

(Foto: Mitsubishi)

Die Ausstattungsdefinitionen sowie ihre Anzahl haben sich über die Jahre geändert, sodass man genau hinschauen muss, welche Komfortfeatures an Bord sind. Beim Thema Sicherheit hat der Kompakte über die Jahre zugelegt. Gab es zu Beginn seiner Karriere noch keine Assistenten, sind sie mittlerweile Bestandteil des Angebots. Die robuste Karosserie erreichte beim EuroNCAP-Crashtest fünf Sterne.

Guter Eindruck beim TÜV

Bei den Hauptuntersuchungen, die der TÜV durchführt, hinterlässt der ASX einen guten Eindruck. Für den TÜV-Prüfer ist er meist ein Kandidat zum Durchwinken. Das SUV absolviert die einzelnen Prüfungskategorien besser als der Durchschnitts-Wettbewerber. Kleinere Schwächen zeigt er hinsichtlich der Bremsscheiben und der Dichtigkeit von Motor und Getriebe.

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Bei dauerhaften Kurzstreckenfahrten leiden vor allem die Dieseltriebwerke des Mitsubishi ASX.

(Foto: MItsubischi)

Probleme macht allerdings gelegentlich der Rußfilter bei den Dieselmodellen. Wenn er sich zusetzt, gelangt Kraftstoff in den Ölkreislauf. Betroffen sind vor allem Kurzstreckenautos. Interessenten sollten in diesen Fällen besonders auf den Ölstand achten, der Pegel sollte die Max-Anzeige nicht übersteigen. Wer sich für ein älteres ASX-Modell (bis März 2011) mit Panoramaglasdach entscheidet, sollte darauf achten, dass ein Rückruf zur Behebung fehlerhafter Verklebung durchgeführt wurde. Im Serviceheft steht in diesem Falle das Kürzel "R30218".

Fazit: Der ASX ist ein nicht mehr taufrisches, dafür aber solides Kompakt-SUV. Wer nicht auf Beschleunigungswerte oder topmodisches Design Wert legt, findet mit ihm einen zuverlässigen Begleiter für den Alltag. Für Modelle aus den Anfangszeiten werden in den Online-Gebrauchtwagenbörsen mindestens 5000 Euro aufgerufen, oft mit hoher Laufleistung.

Quelle: ntv.de, hpr/sp-x