Das war Dienstag, der 10. August 2021
Liebe Leserinnen und Leser,
ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Die Lokführergewerkschaft GDL stimmte mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf. Ein zweistufiger Streik wird nun Bahnreisenden bis Freitagmorgen das Leben schwer machen. Außerdem hat die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Merkel über den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie beraten. Im Kampf um eine höhere Impfquote wurden als erste Schritte eine Testpflicht ab einer 35er Inzidenz und das Ende der kostenlosen Corona-Tests beschlossen.
Aber auch diese Themen waren heute wichtig:
Ich verabschiede mich für heute in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund!
Zehn Kilometer lange Flammenfront auf der Peloponnes
Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind die Waldbrände außer Kontrolle geraten. Am Abend war die Feuerfront in der Gemeinde Gortynia im Westen rund zehn Kilometer lang, berichten griechischen Medien. Per Not-SMS wurden bisher 19 Dörfer evakuiert, im Ort Pirris brannten Häuser. Die Einsatzkräfte wurden noch in der Nacht ständig verstärkt, um Richtung Norden eine Barriere zu bilden, damit die Flammen sich nicht weiter in Richtung der Präfektur Ilia vorarbeiten können, wo auch das antike Olympia liegt. Winde erschwerten die Löscharbeiten.
Altkanzler Schröder verärgert über Ende der VW-Currywurst
Da macht aber jemand seinem Unmut deutlich Luft - und zwar Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Der ärgert sich nämlich über die Abschaffung der berühmten VW-Currywurst in einer der Werkskantinen des Wolfsburger Autobauers. "Wenn ich noch im Aufsichtsrat von #VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben", schreibt Schröder in einem Beitrag auf der sozialen Plattform Linkedin. "Vegetarische Ernährung ist gut, ich selbst mache das phasenweise auch. Aber grundsätzlich keine Currywurst? Nein!", macht er klar und fragte, ob die Beschäftigten das wirklich wollten. "Currywurst mit Pommes ist einer der Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion. Das soll so bleiben." Dazu setzte er den Hashtag "#rettetdieCurrywurst".
Das Betriebsrestaurant im Markenhochhaus von VW soll nach dem Werksurlaub fleischfrei sein. Die rund 150 Rezepte sollen dann ohne Fleisch auskommen. In der Kantine wenige Meter entfernt auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird es die berühmte Wurst aber weiterhin geben.
Mehrere Tornados bahnen sich ihren Weg durch Illinois
Der US-Bundesstaat Illinois wird von mehreren Wirbelstürmen zugleich heimgesucht. Die Tornados zerstören Häuser und entwurzeln Bäume. Viele Anwohner sind stundenlang ohne Strom. Augenzeugenvideos zeigen die Naturgewalt aus nächster Nähe.
Polizist fängt Drogen-Drohne ab
Alles Gute kommt von oben - vielleicht nicht immer. In Tschechien hat nämlich ein Polizist einen kuriosen Drogentransport aufgedeckt. Als der Beamte auf einem Parkplatz in der Stadt Doksy Strafzettel verteilte, ist eine Drohne knapp an seinem Kopf vorbeigeflogen. Reflexartig hat er das Flugobjekt mit seinen Händen abgefangen. Bei näherer Untersuchung hat sich gezeigt, dass ein Beutel mit einem weißen Pulver an der Drohne befestigt gewesen war.
Ein erster Test ergab, dass es sich um Crystal handelte. Die gefährliche Droge ist in Tschechien auch als Pervitin bekannt. Sie macht schnell abhängig und führt zu schweren Gesundheitsschäden. Der mutmaßliche Besitzer der Drohne wurde gestellt und polizeilich vernommen. Gegen ihn laufen strafrechtliche Ermittlungen wegen eines Drogendelikts.
"Coronasutra": Thailands Regierung gibt Sex-Tipps in Pandemie
Hilfestellung von Thailands Regierung: Um zur Eindämmung des Coronavirus beizutragen, werden Tipps für Safer Sex gegeben. Dazu bringt das Gesundheitsministerium neun Empfehlungen heraus, die Paaren, frisch Verliebten und Zufallsbekanntschaften als Leitlinien beim Geschlechtsverkehr dienen sollen. Küsse sowie Oral- oder Analsex sollen demnach gänzlich vermieden werden. Auch Gruppensex ist tabu. Die Paare werden zudem aufgefordert Stellungen zu wählen, bei denen sie sich nicht ins Gesicht blicken. Und - ganz wichtig - der Körperkontakt sollte nur so lang wie eben nötig dauern. Das Ministerium rät auch zur gründlichen Reinigung durch Händewaschen und Duschen vor und nach dem Sex sowie zur Desinfektion der benutzten Oberflächen.
Die Nachrichtenseite "The Thaiger" veröffentlichte prompt ein "Coronasutra" - und präsentierte in einer Grafik alle Stellungen, die in Corona-Zeiten laut Ministerium erlaubt sein müssten. Dazu hieß es: "Diese Infografik stammt NICHT vom thailändischen Gesundheitsamt, aber die Positionen entsprechen dessen Richtlinien."
Brände in Süditalien: Nationalpark warnt vor Katastrophe
Die Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen die Flammen, Wind und Hitze erschweren die Arbeiten. So können sich vor allem in Teilen Süditaliens immer neue Waldbrände ausbreiten. In Zomaro im kalabrischen Nationalpark Aspromonte werden beispielsweise weitere Feuer gemeldet. Die Flammen seien bis auf einen Kilometer vor einen der wichtigsten Schätze der Artenvielfalt im Park vorgerückt, teilt der Präsident des Parco Nazionale Aspromonte, Leo Autelitano, mit. "Wir brauchen dringend Flugzeuge an allen Fronten, sonst wird der ganze Park in einer beispiellosen Katastrophe verbrannt sein." Der Park ist wegen seiner Landschaft und Lage unter den Global Geoparks der UN-Kulturbehörde UNESCO gelistet.
Der Ätna auf Sizilien wächst
Mit jeder Eruption verändert sich das Bild, und so ist der Vulkan Ätna auf der italienischen Insel Sizilien nach Dutzenden Ausbrüchen in diesem Jahr gewachsen. Über Jahrzehnte galt der Krater auf der Nordost-Seite als Gipfel des Vulkans, nun liegt der Südost-Krater höher, wie das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilt. Die Experten hatten Satellitenaufnahmen vom 13. und 25. Juli ausgewertet. Den höchsten Punkt des Ätna maßen sie bei 3357 Meter über dem Meeresspiegel. Es gebe jedoch eine Toleranz von plus oder minus drei Metern.
Seit Mitte Februar spukt der Ätna immer wieder glühend heiße Lava und Asche. Ungefähr 50 Ausbrüche verzeichnete das INGV nach eigenen Angaben seitdem. Am Südost-Krater hätten sich dadurch Lava und Gesteinsmaterial abgelagert und den Berg wachsen lassen. Der "große Bruder" auf der Nordost-Seite sei dagegen am Rand über die Jahre eingestürzt und deshalb kleiner geworden.
Lastwagen blockiert Spur auf Autobahn - Fahrer holt Sprit
Kaum zu glauben, aber das ereignete sich heute auf der Mittelspur der Autobahn 4 in Nordrhein-Westfalen. Ein Lastwagen mit leer gefahrenem Tank verursacht einen kilometerlangen Stau. Der Fahrer habe bei Eschweiler den Lastwagen verlassen, um Sprit zu holen, berichtet die Kölner Polizei. Doch als der Lastwagen wieder betankt war, sprang er trotzdem nicht an. Ein Abschleppwagen sei gerufen worden, um das Gefährt fortzubringen, teilt die Polizei weiter mit.
Der Fahrer muss sich auf ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einstellen. Weshalb dem Mann auf der A4 der Treibstoff ausgegangen war - ob der Tank trocken gefahren wurde oder der Lastwagen eine Panne hatte - konnte die Polizei nicht sagen.
Kunstwerke sind unter freiem Himmel zu sehen
Kunst an der frischen Luft, daran können sich Bewohner und Besucher der britischen Hauptstadt in den kommenden Wochen erfreuen. Die National Gallery stellt Nachbildungen einiger ihrer berühmtesten Ausstellungsstücke auf dem Londoner Trafalgar Square aus. Seit heute sind etwa die Sonnenblumen von Vincent van Gogh oder "Venus und Mars" von Sandro Botticelli auf großen Stellwänden auf dem belebten Treffpunkt zu sehen. Die Repliken der Gemälde sind Teil des "Inside Out"-Festivals und werden noch bis Anfang September den Trafalgar Square zieren.
Ein möglichst barrierefreier Zugang zu Kunst und Kultur hat im Vereinigten Königreich Tradition. So gilt in den meisten Museen für die Dauerausstellungen freier Eintritt.
Luftaufnahmen zeigen Brand-Folgen in der Türkei
Die bisherige Bilanz der Waldbrände in der Türkei ist verheerend: Mindestens acht Menschen sind tot, über 100.000 Hektar Wald vernichtet. Auch in der Region Mugla haben die Flammen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, wie Luftaufnahmen vor und nach den Bränden eindrucksvoll zeigen.
Die Toten Hosen spielen Überraschungskonzert
Manche lieben Überraschungen, manche nicht. Doch in diesem Fall dürfte es alle Anwesenden erfreut haben: Die Toten Hosen haben Fans in ihrer Heimatstadt Düsseldorf mit einem kurzen Livekonzert überrascht. Die Band spielte am Montagabend im Anschluss an eine Lesung von Sänger Campino, der zurzeit mit seinem Buch "Hope Street" tourt. "Als Zugabe und besonderes Geschenk zum ersten Mal seit 2019 live mit den Jungs! Danke an alle, die diesen Abend ermöglicht haben", schreibt die Band bei Facebook zu einem Foto des Auftritts.
Laut "Rheinischer Post" spielten die Toten Hosen eine Dreiviertelstunde lang "Klassiker der Band-Geschichte", darunter "Hier kommt Alex", "Auswärtsspiel" oder "Opel-Gang". 900 Fans, die eigentlich wegen der Lesung ins Düsseldorfer Open Air-Kino gekommen waren, seien trotz vorigen Dauerregens begeistert gewesen.
Chinas wandernde Elefanten zurück in geeignetem Lebensraum
Eine Herde wilder Elefanten wandert in China über Hunderte Kilometer durch besiedelte Gebiete. Wie gebannt wird der Treck der Herde verfolgt. Nun haben die 14 Tiere nach mehr als einem Jahr auf Wanderschaft wieder ein "angemessenes Habitat" erreicht. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, überquerten die weltweit bekannt gewordenen Dickhäuter in der südwestchinesischen Provinz Yunnan eine Brücke über den Fluss Yuanjiang, wo sich den Angaben nach ein geeigneter Lebensraum für sie befindet.
Die Elefanten hatten ihr Reservat aus unbekannten Gründen im vergangenen Jahr verlassen und waren mehr als 500 Kilometer nach Norden gezogen. Mit Futter wurden die Tiere teilweise von zu dicht besiedelten Gebieten umgelenkt. Drohnen und Helfer überwachten die Route der Elefanten. Auch wurden immer wieder Straßen abgesperrt. Nachdem sie den Stadtrand der Millionenmetropole Kunming erreichten, wanderten die Tiere wieder nach Süden, sind aber nun noch immer mehrere Hundert Kilometer vom Ursprungsort ihrer Reise entfernt.
Tausende Lachse verenden nach Chlor-Leck
Zwischenfall in Norwegen: Wegen eines Lecks in einem Tank sind in einer Lachsfarm etwa 96.000 Fische verendet. 15.000 Liter Chlor seien bei dem Zwischenfall nahe dem Ort Alta in den Altafjord geflossen, der schließlich in den Atlantik mündet, berichtet der norwegische Rundfunk.
Ein Unternehmenssprecher sagte, mit dem Chlor werde das Wasser gereinigt, in dem die Lachse gezüchtet werden. Es bestehe keine Gefahr für Anwohner. Wie es zu dem Unfall kam, sei bisher nicht bekannt. Bürgermeisterin Monica Nielsen forderte Aufklärung darüber, welche Umweltschäden nun drohten.
Elfjähriger schläft seit 500 Nächten im Zelt
Ein elfjähriger Junge in England scheint es zu lieben, draußen unter freiem Himmel zu sein, denn bereits seit 500 Nächten in Folge schläft er im Zelt - und er hat nicht die Absicht, bald damit aufzuhören. "Es fühlt sich gar nicht so lang an, weil so viel passiert ist, seit ich angefangen habe zu campen", sagt Max Woosey aus dem englischen Braunton dem "Guardian". "Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange durchhalte, aber ich liebe es."
Im März 2020, als in England der erste Corona-Lockdown begann, fing Max an, im Zelt zu schlafen und Spenden für das North Devon Hospiz in der Nähe zu sammeln. 100 Pfund waren das Ziel - inzwischen sind mehr als 540.000 Pfund (umgerechnet rund 638.555 Euro) zusammengekommen. Die Familie Woosey hatte erlebt, wie ihr krebskranker Nachbar in dem Hospiz betreut wurde. Vor seinem Tod schenkte der Nachbar Max ein Zelt - mit der Aufforderung, damit ein Abenteuer zu erleben. Das Zelt ist nach Hunderten von Nächten mittlerweile nicht mehr dasselbe, doch die Mission ist die gleiche geblieben. Noch immer laufen auf der Internetseite "JustGiving" weitere Spenden ein.
Impfgegner marschieren zu falschem BBC-Gebäude
Britische Impfgegner werfen der BBC "Impfpropaganda" vor. Aus Wut über die Berichterstattung der Rundfunkanstalt versuchen Hunderte Demonstranten, die Sendezentrale zu stürmen. Doch der Protest endet vor dem falschen Gebäude.
Deutscher Bergsteiger in Tirol aus Gletscherspalte gerettet
Ein Deutscher ist beim Bergsteigen in Tirol in eine Gletscherspalte gefallen. Der 36-Jährige stürzte am Brandenburger Jöchl in Sölden fünf Meter in die Tiefe, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Dabei habe sich sein Bein im Eis verkeilt.
Der Mann saß zweieinhalb Stunden lang in der Gletscherspalte auf 3000 Metern Höhe fest, bevor er mit einem Presslufthammer befreit und von einem Hubschrauber geborgen werden konnte.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Janis Peitsch hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ab jetzt begleite ich Sie bis in den Abend mit Nachrichten aus aller Welt durch den heutigen "Tag". Mein Name ist Susanna Bloß, bei Fragen und Hinweisen können Sie mich gerne unter susanna.bloss@nachrichtenmanufaktur.de kontaktieren. Los geht's!
Schottischer Minister verklagt Kindergarten
Weil ein Kindergarten ihre Tochter nicht angenommen hat, verklagen der schottische Gesundheitsminister Humza Yousaf und seine Frau die Einrichtung nun wegen Diskriminierung. Die zweijährige Amal sei wegen ihrer Herkunft und/oder Religion abgelehnt worden, sagen die Eltern.
Laut Yousaf habe der Kindergarten mehrere Male Anträge für Kinder mit asiatisch oder muslimisch klingenden Namen abgelehnt, Kindern mit "weiß klingenden" Namen sei hingegen ein Platz angeboten worden. Yousafs Ehefrau hatte gemeinsam mit der Zeitung "Daily Record" mehrere Anträge mit ausgedachten Namen gestellt.
Der Kindergarten in einem Vorort der Stadt Dundee weist die Anschuldigungen zurück.
Meteorologe: Sommer kommt diese Woche
Der Sommer kommt - nicht zurück, sondern zum ersten Mal in diesem Jahr überhaupt so richtig nach Deutschland. ntv-Meteorologe Bernd Fuchs erklärt, wie weit die Temperaturen hochgehen, wo es etwas kühler bleibt - und er geht der Frage nach, ob Hoch "Elfie" mehr schafft als nur ein Intermezzo.
Hansi Flick rüstet DFB-Trainerteam auf
Für Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick wird es langsam ernst bei seinem neuen Abenteuer als Bundestrainer. Der Titelsammler hat große Ziele - und bringt schon mal das Trainerteam auf Vordermann.
Frau bringt Zwillinge an Autobahnraststätte zur Welt
Diese Szene könnte auch aus einem Spielfilm stammen: Mitten in der Nacht hat eine Frau im strömenden Regen Zwillinge an einer französischen Autobahnraststätte zur Welt gebracht. Ein Krankenpfleger, der eigentlich auf dem Rastplatz bei Besançon eine Zigarettenpause machen wollte, eilte der Frau und ihrem Mann zu Hilfe, wie die Zeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace" berichtete.
"Ich sah eine Frau auf Knien, schreiend, im Regen", zitierte das Blatt den 21-Jährigen. Das erste Kind habe er nach der Geburt schnell dem Vater überreicht, weil die Mutter völlig ausgekühlt gewesen sei und ja auch noch das zweite Kind gebären musste. Dieses musste von den kurz darauf eintreffenden Rettungskräften reanimiert werden, wie die Zeitung "L'Alsace" berichtete.
Sowohl die Kinder, die eineinhalb Monate zu früh auf die Welt kamen, als auch die Mutter erholten sich nach der Geburt im Krankenhaus.
Nach 21 Jahren FC Barcelona: Messi wechselt zu PSG und formt ein Superteam
Der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi und Paris Saint-Germain haben sich übereinstimmenden Medienberichten aus Frankreich zufolge auf ein Engagement geeinigt. Der 34 Jahre alte Argentinier werde nach seinem Abschied vom FC Barcelona bald in Paris erwartet, um dort den Medizincheck zu absolvieren, heißt es.
"Furchterregende Bestie" - Neuer Saurier in Australien entdeckt
Wie ein großer Drache schwebte er einst über den Weiten Australiens: Forscher der University of Queensland haben einen Flugsaurier entdeckt, der vor Millionen Jahren den Kontinent bevölkerte und eine Flügelspannweite von bis zu sieben Metern hatte. Es handele sich um das größte fliegende Reptil, das nach heutigem Stand je in Australien gelebt habe, heißt es in einer Studie. Die Wissenschaftler hatten einen fossilen Kiefer untersucht, der im Nordwesten von Queensland gefunden wurde.
Das Tier habe ausgesehen wie ein Drache, sagte Tim Richards, einer der Autoren der Studie. "Der neue Pterosaurier, den wir 'Thapunngaka shawi' genannt haben, muss eine furchterregende Bestie mit einem speerähnlichen Maul und einer Flügelspannweite von etwa sieben Metern gewesen sein."
Den Wissenschaftlern zufolge gehörte der neu entdeckte Flugdrache zur Gruppe der Anhangueridae, die während der letzten Hälfte des Zeitalters der Dinosaurier alle Kontinente bevölkerten.
Termin für Sondersitzung des Bundestages zur Flutkatastrophe steht
Die von der Opposition bereits seit einiger Zeit geforderte Sondersitzung des Bundestages zur Hochwasserkatastrophe findet nun am 25. August statt. Darauf verständigten sich nach Informationen von ntv die Koalitionsfraktionen.
Um die Folgen der Flut geht es auch bei der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Videoschalte der Länderchefs beginnt um 10.30 Uhr, zwei Stunden später kommt Merkel dazu.
Anteil junger Menschen in Deutschland sinkt auf Tiefststand
Das sind keine guten Aussichten für das Rentensystem. Der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung ist auf einen neuen Tiefststand gesunken. Von den 83,2 Millionen Menschen in Deutschland waren Ende des vergangenen Jahres 8,4 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahre alt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die sogenannte Generation Z hat damit einen Anteil von 10,1 Prozent an der Gesamtbevölkerung.
In den vergangenen Jahren wurde die Gruppe der jungen Menschen immer kleiner. Seit Beginn der Statistik 1950 waren noch nie so wenige Menschen absolut und anteilig in dieser Altersgruppe. Mit Ausnahme von 2015 sanken Zahl und Anteil der 15- bis 24-Jährigen seit 2005 konstant.
Auf Länderebene gab es in Bremen mit 11,1 Prozent den höchsten Anteil an 15- bis 24-Jährigen. Am niedrigsten war der Anteil in Mecklenburg-Vorpommern mit 8,2 Prozent, in Sachsen-Anhalt mit 8,1 Prozent und in Brandenburg mit 7,9 Prozent.
Lokführer stimmen für Streik bei der Deutschen Bahn
Die Lokführergewerkschaft GDL entscheidet sich für einen Streik bei der Deutschen Bahn. Bei der Urabstimmung der Gewerkschaft stimmen 95 Prozent für einen Arbeitskampf, wie die Organisation mitteilt.
Nach Scheidungsgerüchten - Cathy Hummels zeigt sich in Badeanzug
Schwarzer Badeanzug, knallroter Lippenstift, dunkler Eyeliner und große silberne Creolen: Mit diesem Look zeigt sich Cathy Hummels auf Instagram ihren Fans.
"What a beautiful day! Ich hoffe jede:r konnte heute etwas die Sonne genießen! Schönheit ist keine Frage des Alters! Habt euch lieb, Cathy", lautet ihr Kommentar zu den insgesamt vier Bildern.
Der Post kommt bei ihren Fans gut an. Binnen weniger Stunden sammelt er Tausende Likes. Einige Follower spekulieren, ob die Fotos eine Anspielung auf die kursierenden Trennungsgerüchte sind. Fußballer Mats Hummels und die damalige Cathy Fischer sollen momentan mitten in einem Scheidungsverfahren stecken. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür aber noch nicht.
Elster attackiert Frau mit Kind - Baby stirbt
Tragischer Unfall im australischen Brisbane: Wie der "Guardian" berichtet, war eine Mutter am Sonntag mit ihrem Baby auf dem Arm in einem Park der Stadt spazieren, als die beiden von einer Elster attackiert wurden. Durch den Angriff des Vogels kam die Frau zu Fall, ihr Kind erlitt dabei schwere Verletzungen. Die fünf Monate alte Mia starb wenig später in einem Krankenhaus.
Laut Experten sind Angriffe von Elstern auf Menschen keine Seltenheit. Gerade in der Brutsaison können die Tiere aggressiv werden, wenn sie sich und ihren Nachwuchs in Gefahr sehen.
Miliz aufgestellt - Aktivisten wollen Alpaka vor der Einschläferung schützen
Das englische Alpaka Geronimo ist an der ansteckenden Rindertuberkulose erkrankt und soll deshalb eingeschläfert werden. Doch dutzende Unterstützer wollen das nicht hinnehmen und das Tier schützen.
Etwa 30 Alpaka-Züchter, Anwohner und Aktivisten bewachen derzeit rund um die Uhr Geronimos Hof im westenglischen Dorf Wickwar. "Wir haben jetzt unsere eigene Miliz aufgestellt und werden die nächsten 25 Tage durchhalten.
"Sie werden Geronimo nicht töten", sagte Züchterin Helen Macdonald der Zeitung "The Sun". Selbst Straßensperren und Barrikaden zum Schutz des Anwesens seien denkbar, sagte sie.
Ein Gericht hatte sich am Donnerstag hinter die Entscheidung des britischen Umweltministeriums gestellt, dass Geronimo getötet werden muss und hatte der Regierung dafür 30 Tage Zeit gegeben. Züchterin Macdonald ist der Ansicht, dass die verwendeten Tests fehleranfällig sind. Sie fordert, einen angeblich genaueren Bluttest durchzuführen. Das lehnt Umweltminister George Eustice aber ab.
Ein SPD-Wahlspot irritiert Armin Laschet
Ein provokanter SPD-Spot stößt nicht nur der CDU bitter auf. Darin fällt ein Satz zum Thema "Sex vor der Ehe". Instrumentalisieren die Sozialdemokraten den katholischen Glauben, um die Wahl zu gewinnen? SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz müsse erklären, "ob er weiterhin die Religionszugehörigkeit, die Zugehörigkeit zum katholischen Glauben missbrauchen will für eine Kampagne im Wahlkampf", sagt Armin Laschet im Interview. Der Film führe auch in der Bevölkerung zu einer großen Empörung. Mehr dazu gibt's in der neuen Ausgabe des Podcasts "heute wichtig" mit Michel Abdollahi.
FBI will Veröffentlichung von Geheimdokumenten zu 9/11 prüfen
Auch zwei Jahrzehnte nach den Terroranschlägen vom 11. September sind viele Ermittlungsakten noch immer unter Verschluss. Das könnte sich jedoch bald ändern. Derzeit prüft das FBI die Veröffentlichung bislang geheim gehaltener Dokumente.
Die Ankündigung der Behörde kommt nicht von ungefähr. Seit Jahren führen Hinterbliebene von Opfern der Anschläge gegen Saudi-Arabien und andere Staaten Prozesse. Über die Jahre hatten sich die verschiedenen US-Regierungen auf das Staatsgeheimnis berufen, um einige Dokumente nicht veröffentlichen zu müssen.
Viele Opferfamilien vermuten, dass die Regierung Ermittlungsergebnisse zurückhält, die die Terroranschläge mit Saudi-Arabien in Verbindung bringen. Angehörige der Opfer reagierten deshalb auf die Ankündigung des FBI skeptisch: "Leider haben wir schon viele leere Versprechungen gehört", sagte Brett Eagleson, der Sohn eines Opfers.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Sie haben das Wochenende genossen und sind gut in die neue Woche gestartet. Wenn Sie sich jetzt fragen, ob ich mich im Datum vertan habe, kann ich Sie beruhigen. Denn meine Arbeitswoche fängt erst heute an. Aber bevor ich wieder einmal zu viel aus dem Nähkästchen plaudere , sind hier die Themen des Tages:
Der Corona-Kurs für den Herbst und Milliardenhilfen für den Aufbau nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands sind Thema der Beratungen von Bund und Ländern.
Nach dem Auftakt zur Grünen-Wahlkampftour in Hildesheim absolviert Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock erste Termine in Nordrhein-Westfalen.
Gehen die Lokführer der Deutschen Bahn AG mitten in der Urlaubszeit in den Streik? Die Gewerkschaft GDL will das Ergebnis ihrer Urabstimmung über einem Arbeitskampf bei dem Staatsunternehmen verkünden.
Nach eineinhalb Jahren Corona-Krise zieht die Luftverkehrsbranche Bilanz. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft will darlegen, wie sich angesichts von Reisebeschränkungen die Wiederaufnahme des Flugverkehrs in diesem Sommer entwickelt.
In einem Fall von mutmaßlichem Kannibalismus in Berlin beginnt am Landgericht der Hauptstadt der Prozess gegen einen 41-jährigen Lehrer. Er soll im September 2020 einen 43 Jahre alten Mann umgebracht haben, um durch die Tötung sexuelle Befriedigung zu erlangen und Teile der Leiche zu verspeisen.
Trotz des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion hat eine Frau während der Pandemie im Herbst 2020 ihre operierte Tochter in einer Klinik im Harz besucht. Am Amtsgericht Quedlinburg wird das Urteil gegen die Mutter erwartet.
Sechs Wochen nach dem Scheitern der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im EM-Achtelfinale präsentiert der neue Bundestrainer Hansi Flick seine Pläne für die Zukunft.
Bis zum Nachmittag versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.
Los geht's!
Rückschlag für Britney Spears vor Gericht
Britney Spears muss einen Rückschlag einstecken. Ihr Anwalt Mathew Rosengart hatte kürzlich einen Antrag eingereicht, dass Vater Jamie Spears so schnell wie möglich als Vormund entlassen und eine für September geplante Anhörung vorverlegt wird. Das Gericht ist dieser Bitte nicht nachgekommen, wie das US-Promi-Portal "TMZ" berichtet.
Spears wurde 2008 entmündigt und ihr Vater Jamie wurde damals als Vormund eingesetzt. Gegen diese Vormundschaft kämpft die 39-Jährige schon seit geraumer Zeit an. Ihr war im Juli die Wahl eines neuen Anwalts genehmigt worden. Rosengart hatte daraufhin offiziell einen Antrag eingereicht, um den Vater der Sängerin als finanziellen Vormund zu ersetzen.
Regen und Gewitter lassen sich noch nicht vertreiben
Noch bleibt es unbeständig: Während die Temperaturen im sonnigen Süden schon an der 30-Grad-Marke kratzen, machen sich im Norden und der Mitte Wolken breit. Und die haben Regen und teils kräftige Gewitter im Gepäck. Aber deutschlandweit lässt die Sommer-Rückkehr nicht mehr lange auf sich warten.
China bestätigt Todesurteil gegen Kanadier
Im Streit mit Kanada intensiviert Peking offenbar seine "Geiseldiplomatie". Ein chinesisches Gericht hat das Todesurteil gegen einen kanadischen Staatsbürger bestätigt. Das Berufungsgericht in der Provinz Liaoning teilte mit, dass die gegen Robert Lloyd Schellenberg im Januar 2019 verhängte Todesstrafe aufrecht erhalten werde. In letzter Instanz muss nun das Oberste Volksgericht das Urteil bestätigen.
Ursprünglich hatte Schellenberg im November 2018 eine Haftstrafe von 15 Jahren erhalten. Sie wurde aber kurz darauf als zu gering befunden, nachdem in Kanada die Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou, festgenommen worden war.
Der Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei wird in den USA Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen den Iran vorgeworfen. In Kanada läuft nun ein Verfahren, in dem über die Auslieferung der Geschäftsfrau an die USA entschieden wird. Scheinbar will China dies verhindern.
Klage gegen Prinz Andrew in den USA
Jetzt wird es eng für Andrew: Der britische Prinz ist in den USA wegen sexuellem Missbrauchs in den USA verklagt worden. Das mutmaßliche Opfer Virginia Giuffre reichte vor einem Gericht in New York Zivilklage ein. Sie gab an, von dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein als Minderjährige an den Sohn von Queen Elizabeth II. "ausgeliehen" worden zu sein.
Andrew habe sie vor mehr als 20 Jahren im Haus von Epsteins damaliger Freundin Ghislaine Maxwell in London missbraucht. Die damals 17-Jährige ist laut ihrer Klageschrift von Epstein, Maxwell und Prinz Andrew "gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen worden". Neben London habe der Prinz sie auch in Epsteins Haus in New York und auf dessen Privatinsel missbraucht.
Die Vorwürfe gegen Prinz Andrew stehen schon seit 2019 im Raum. Er bestritt die Anschuldigungen stets, trat aber nach einem verunglückten TV-Interview 2019 von seinen royalen Pflichten zurück.