Das war Dienstag, der 6. Mai 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
"Ich heiße Friedrich Merz. Mit E" - selbstbewusst tritt Friedrich Merz am 31. Oktober 2018 bei der Bundespressekonferenz in Berlin auf und betont, der nächste Bundeskanzler werden zu wollen. Sagen wir es mal so: Viele Jüngere im Land, die bis dahin mit Angela Merkel nur eine Kanzlerin an der Spitze Deutschlands kannten, nahmen da wohl das erste Mal so richtig Notiz von "Merz mit E". Wer ihn seitdem "auf dem Radar hat", weiß, wie lang und steinig der Weg bis zum heutigen Tag war, zur Wahl als Bundeskanzler. Wer schon länger das politische Berlin verfolgt, der weiß, dass Merz' Streben an die Spitze schon weit länger dauert - und dass er sich nach verlorenem Machtkampf gegen Merkel 2004 für lange Zeit aus der Politik zurückzog. Als sich die Ära seiner einstigen Rivalin dem Ende zuneigt, reagiert Merz etwas vollmundig mit einer Kandidatur 2018, aber darauf folgen die Niederlage gegen Annegret Kramp-Karrenbauer (bei Merz haben es ausländische Medienvertreter zumindest schon mal bei der Aussprache deutlich leichter) und nochmal die Niederlage gegen Armin Laschet im Ringen um den CDU-Parteivorsitz. Der 69-Jährige ist wohl so etwas wie der Inbegriff eines Stehaufmännchens. Doch das heute im Bundestag war schon ein Tiefschlag, auch für einen Friedrich Merz, der so erprobt ist, was Rückschläge angeht. Haarscharf entging der CDU-Chef mit dem zweiten Wahlgang im Bundestag einer Niederlage, von der er sich wohl nicht mehr erholt hätte. Nun darf er sich Bundeskanzler nennen, der zehnte der Bundesrepublik Deutschlands, aber auch der erste, der es trotz stehender Koalition nicht im ersten Wahlgang ins Amt geschafft hat. "Sechs Erkenntnisse zur Merz-Wahl" gibt es dazu von meinen Kollegen Sebastian Huld, Volker Petersen und Hubertus Volmer. Zudem haben wir ihn auch gefragt, wie er diesen Polit-Krimi heute erlebt hat (Video).
Zudem hätte ich noch diese Empfehlungen:
Kanzler im zweiten Anlauf: In Merz' Wahl-Debakel steckt auch eine Chance
Ein Kommentar von Sebastian Huld
Danksagung bei Amtsübergabe: Merz stellt Zusammenarbeit mit Scholz in Aussicht
"Unsere Leute sind zu Hause": Hunderte ukrainische Kriegsgefangene freigelassen
Trump: Huthi-Miliz im Jemen hat kapituliert - USA stellen Angriffe ein
Gesundheitszustand verschlimmert: Tschetschenen-Führer Kadyrow bittet Putin um Entlassung
Ihre Johanna Ohlau
Mann mit Messern betritt Moschee bei Koblenz - Polizeieinsatz
Großer Schreckmoment in einer Moschee bei Koblenz: Ein mit zwei Messern bewaffneter Mann betritt die muslimische Gebetsstätte in Bendorf am frühen Abend. Kurz danach verlässt der 30 Jahre alte Mann ohne Messer wieder die Moschee und kommt in Polizeigewahrsam. Was dazwischen genau in der Moschee passiert ist, sei noch unklar, teilt die Polizei mit. Es sei niemand verletzt worden. Offensichtlich habe die bewaffnete Person von Besuchern zum freiwilligen Ablegen oder zur Herausgabe der Messer bewogen werden. Die Polizei geht nach derzeitigem Stand nicht von einer extremistischen oder religiösen Motivation aus. Vielmehr dürfte eine persönliche Motivlage der Auslöser gewesen sein, heißt es in der Mitteilung.
Über weitere Details in dem Fall rheinland-pfälzischen im Landkreis Mayen-Koblenz will das Polizeipräsidium Koblenz morgen informieren.
Supreme Court ebnet Weg für Trumps Trans-Verbot im US-Militär
US-Präsident Donald Trump will transidente Menschen aus dem US-Militär ausschließen und bekommt dafür nun den Weg vom Supreme Court geebnet. In seiner vorigen Amtszeit hatte der Republikaner die Mehrheit im Obersten Gericht der Vereinigten Staaten mit Nachbesetzungen bereits nach rechts verschoben - und das zahlt sich für ihn nun erneut aus, wie es aussieht: Nur die drei liberalen Richter sprachen sich gegen den Beschluss der Trump-Regierung aus, auch aktive Soldatinnen und Soldaten sofort vom Militärdienst auszuschließen. Dem Beschluss zufolge sollen alle Menschen, die ihre Transidentität offen leben wollen, das Militär verlassen. Doch noch ist nicht "alles verloren" für queere Menschen im US-Militär: Bislang hat lediglich eine untere Instanz geurteilt, dass der Ausschluss dieser Menschen gegen die Verfassung verstößt, nach der alle Menschen vor dem Gesetz gleichbehandelt werden müssen. Für Trump ist die Entscheidung des Supreme Courts zwar ein juristischer Etappensieg und eine schlechte Nachricht für Betroffene, aber womöglich muss die Trump-Regierung sich noch durch alle Instanzen kämpfen, bis der Fall schließlich erneut vor dem Supreme Court landet. Das Oberste Gericht lässt lediglich den Antrag der Regierung zu, dass da Pentagon die Anordnung umsetzt, solange der Rechtsstreit noch weiter vor Gericht ausgetragen wird. Natürlich ein schwacher Trost für alle Soldatinnen und Soldaten, die nun ihre Arbeit verlieren und so öffentliche Ächtung erfahren. Es wird sicherlich nicht die letzte diskriminierende Maßnahme bleiben, die Trump gegen Menschen erlässt, die nicht seinen engstirnigen Vorstellungen entsprechen.
Jäger erschießt angreifende Bärin - und erhält Strafe
Eine Braunbärin greift einen Jäger in Südfrankreich an. Der Mann wehrt die Attacke ab und erschießt das Wildtier - und erhält für die Tötung eines unter Schutz stehenden Tiers eine Strafe. Das berichtet die französische Zeitung "L'Indépendant". Was auf den ersten Blick unfair erscheint, hat durchaus seine Berechtigung: Der Mann und weitere Jäger hätten in dem Gebiet in den Pyrenäen gar nicht auf die Jagd gehen dürfen. In der Region ist jegliche Jagd verboten. Der Jäger habe zwar in Notwehr gehandelt, so der Staatsanwalt laut Bericht, aber habe auch in Kauf genommen, dass es in dem Schutzgebiet zu einer Konfrontation mit einem Bären kommt. Der Mann wurde zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Für diverse Verstöße gegen die Jagdregeln müssen die 15 übrigen Jäger zusammen eine Strafe von 60.000 Euro zahlen.
Gisèle Pelicot bekommt "Preis der Freiheit"
"Die Scham muss die Seite wechseln" - dieser Satz wird wohl für immer mit Gisèle Pelicot in Verbindung stehen. Die Französin sorgte weltweit für Aufsehen und vor allem große Bewunderung, als sie sich für einen öffentlichen Prozess gegen ihren Peiniger, ihren früheren Ehemann, einsetzte. Zum Schutz der Opfer werden solche Prozesse häufig hinter verschlossenen Türen verhandelt. Doch nicht so im Prozess von Avignon: Die ganze Welt sollte sehen, wer ihr Leid zugefügt hatte, entschied Pelicot - neben ihrem eigenen Mann, der sie betäubte und im Internet zur Vergewaltigung anbot, noch etwa 50 weitere Männer, die auf der Anklagebank Platz nehmen mussten. Mut und Entschlossenheit, der nun mit dem "Preis der Freheit" geehrt wird. Die Auszeichnung wird von 10.000 jungen Menschen aus aller Welt verliehenen. Sie erhalte den Preis für ihren "Kampf gegen die Banalisierung der Vergewaltigung und sexueller Gewalt", teilte die Region Normandie mit.
Die Verleihung ist für den 3. Juni geplant. Die Region Normandie lobt den den "Preis der Freiheit" seit 2019 aus. Jedes Jahr sind Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren weltweit eingeladen, den Preisträger oder die Preisträgerin zu bestimmen. Das Preisgeld beträgt 25.000 Euro. Pelicot, die zu einer Ikone der Frauenrechtsbewegung geworden ist, schreibt gerade übrigens an ihren Memoiren, die im Januar 2027 auf 20 Sprachen erscheinen soll.
Premier Carney bei Treffen mit Trump: Kanada steht "niemals zum Verkauf"
Es gibt so Schlagzeilen, die hätte man ein Jahr vorher wohl nicht für möglich gehalten und ohne Kontext klingen sie später sicherlich mal absurd. Diese gehört für mich dazu: Premier Carney zu Trump: Kanada steht "niemals zum Verkauf". Dass ein Staat das dem Regierungschef eines anderen Landes öffentlich mitteilen muss, ist vielsagend. Der US-Präsident Donald Trump hat heute den kanadischen Premier Mark Carney im Weißen Haus getroffen - und sich bereits im Vorfeld abschätzig über den Kanadier geäußert. Trump sagte vor Journalistinnen und Journalisten, er wisse nicht, was Carney von ihm wolle. Dafür will Trump aber wohl etwas von Kanada: Das Nachbarland soll der 51. Bundesstaat der USA werden, forderte der Republikaner erneut. Carneys Reaktion folgte prompt: "Wir werden niemals zum Verkauf stehen." Daneben streute der US-Präsident - fast wie üblich - noch etwas "alternative Fakten" über Kanada ein und behauptete fälschlicherweise, dass Kanada sich "mit 200 Milliarden US-Dollar pro Jahr subventionieren" lassen würde von den Vereinigten Staaten. Diese Aussage zielt auf das Handelsbilanzdefizit der USA mit Kanada ab. Kleiner Faktencheck: Es lag 2024 bei 63 Milliarden US-Dollar. Laut Trump braucht die USA von Kanada weder Autos noch Energie noch Holz aus Kanda. "Wir brauchen nichts von ihnen außer Freundschaft", schrieb Trump in seinem Netzwerk Truth Social. Kanada brauche dagegen "alles" von den Vereinigten Staaten. Die traditionell freundschaftliche Beziehung zwischen den Ländern wird seit Trumps Amtsantritt jedenfalls heftig mit abwegigen Äußerungen und Forderungen einseitig strapaziert.
Trump: Huthi-Miliz im Jemen hat kapituliert
Die Huthi-Miliz im Jemen hat laut US-Präsident Donald Trump kapituliert. "Die Huthis haben uns mitgeteilt, dass sie nicht mehr kämpfen wollen, und wir werden dies respektieren und die Bombardierungen einstellen", teilte Trump im Weißen Haus mit. "Sie haben kapituliert."
Lottoschein verlegt: Gewinner kann sich erst ein Jahr später freuen
Haben Sie den Frühjahrsputz schon komplett abgeschlossen? Aufräumen kann sich so richtig lohnen - vor allem, wenn in den Unterlagen ein Millionengewinn schlummert wie in einem Fall in Hamburg: Knapp 2,5 Millionen Euro war das Los wert, das ein Mensch in der Hansestadt zufällig wiedergefunden hatte, und das fast ein Jahr nach der Ziehung. Wie Lotto Hamburg mitteilt, stimmten die sieben Endziffern damals bei der Zusatzlotterie Spiel 77 exakt überein. Da der Schein anonym gespielt wurde, war demnach keine Benachrichtigung möglich. Sollten Sie auch mal einen Schein verlegen: Laut Lotto haben Teilnehmerinnen und Teilnehmer drei Jahre Zeit, ihren Gewinn geltend zu machen.
Streit über Umgang mit AfD? Brandenburgs Verfassungsschutzchef Müller muss gehen
In Brandenburg gibt es überraschend eine personelle Veränderung beim Verfassungsschutz: Chef Jörg Müller verliert seinen Posten und soll in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Das teilt Innenministerin Katrin Lange mit. Das notwendige Vertrauen für eine gemeinsame weitere Zusammenarbeit sei nicht mehr gegeben, wird die SPD-Politikerin in der Mitteilung zitiert. Was wohl zu dem Zerwürfnis geführt hat? Das ist vor allem interessant angesichts der Debatte um rechtsextreme Netzwerke in Deutschland und die Einstufung der AfD als gesichert rechtsextrem. In Brandenburg bewertet der Verfassungsschutz die Landes-AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall. Müller hatte sich im April für ein Verbot rechtsextremer Chatgruppen ausgesprochen, in denen sich junge Neonazis vernetzen. "Eine verfassungsfeindliche Chatgruppe, die einen Administrator und Zugangsvoraussetzungen hat, fällt für mich unter den Vereinigungsbegriff – und sollte daher auch verboten werden können", sagte Müller im Interview mit "Stern" und RTL. Zu den Hintergründen, die so plötzlich zu Müllers Entlassung geführt haben, äußerte sich das Innenministerium bislang nicht. Nach Informationen der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) sollen unterschiedliche Ansichten über die Einschätzung der AfD zu der Personalentscheidung geführt haben. Wer für Müller an der Spitze der Verfassungsschutzabteilung übernimmt, ist noch nicht bekannt.
Steinmeier ernennt Merz zum Bundeskanzler
Friedrich Merz nimmt die letzte große Hürde und ist der zehnte Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nach der Wahl durch den Bundestag ernennt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Merz in seinem Amtssitz Schloss Bellevue zum Nachfolger von Olaf Scholz.
Mehr dazu lesen Sie in unserem Ticker.
Auto kracht nachts in Katapult - vom Anhänger gerutscht
Und plötzlich steht da ein Katapult mitten auf der Bundesstraße ...
Genau das ist einem 51-jährigen Autofahrer in Gifhorn passiert, der mit seinem Auto in der vergangenen Nacht in ein Holzgestell gekracht ist. Katapulte fallen ja nicht einfach vom Himmel, aber wohl vom Anhänger, wenn sie nicht gesichert sind. Ein 20-Jähriger hatte das Katapult mit einer Grundfläche von 2 mal 1,5 Metern transportiert und erst zu Hause bemerkt, dass das Holzgestell sich nicht mehr auf der Ladefläche befindet. Deshalb meldete sich der junge Mann auch erst Stunden später bei der Polizei, die bis dahin rätselte, um was es sich bei dem zerstörten Holzgestell gehandelt haben könnte. Auf den 20-Jährigen kommen nun Ermittlungsverfahren zu wegen mangelhafter Ladungssicherung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Dabei hat er noch großes Glück im Unglück: Der 51-jährige Autofahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Das Auto wurde jedoch beim Zusammenprall mit dem Katapult schwer beschädigt.
Friedrich Merz wird im zweiten Wahlgang zum Bundeskanzler gewählt
Der Polit-Krimi im Bundestag ist vorerst beendet: CDU-Chef Friedrich Merz ist im zweiten Anlauf zum zehnten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden. Er erhielt in geheimer Abstimmung 325 Ja-Stimmen und damit 9 mehr als die nötige Mehrheit von 316. Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD haben zusammen 328 Sitze im Parlament.
"Sklave" soll Domina 250.000 Euro gezahlt haben - Steuerhinterziehung?
Das Karlsruher Amtsgericht befasst sich momentan mit einem schlüpfrigen Fall von möglicher Steuerhinterziehung: Dort ist eine Domina angeklagt, die von ihrem "Sklaven" mehr als 250.000 Euro bekommen haben soll - das sagte der Mann vor Gericht aus. Ein teurer Dienst auf jeden Fall, an dem auch der Staat mitverdienen will: Das Finanzamt spricht von einem Steuerschaden von rund 120.000 Euro. Ob dem so ist, das will das Gericht wohl noch heute klären. Die 53-Jährige soll durch zu niedrig angegebene Einkünfte allerdings einen Steuerschaden von 87.600 Euro verursacht haben, wie eine Gerichtssprecherin unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft mitteilt. Ein Vertreter des Finanzamtes sprach vor Gericht inklusive Verzugszinsen und Säumniszuschlägen sogar von mittlerweile mehr als 120.000 Euro. Der Verteidiger der Frau hat dem Gericht eine Zahlung von 5.000 Euro vorgeschlagen. Warum?
Die Version der Angeklagten ist eine ganz andere, und diese soll nichts mit erbrachter Leistung zu tun haben: Nach ihrer Aussage entwickelte sich die Beziehung zwischen ihr und dem Mann in eine private Richtung. Daher habe sie das Geld zum gemeinsamen Leben auch nicht in ihrer Steuererklärung angegeben. Stattdessen habe sie es für gemeinsame Aktivitäten ausgegeben wie Shoppen, Essengehen und Urlaube. Der Kunde sagte hingegen aus, er habe gedacht, dass er das Geld zurückbekomme. Der Mann hat nach eigener Aussage versucht, die Angeklagte wegen Betrugs anzuzeigen. Dies habe aber zu keinem Ergebnis geführt, weil man ihm nicht geglaubt habe. Deswegen habe er auch keine zivilrechtlichen Ansprüche geltend gemacht.
16:27 Uhr: Die Frau ist wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt worden. Der Richter am Amtsgericht Karlsruhe verurteilte die 53-Jährige zu 400 Tagessätzen à 25 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Anwalt ließ offen, ob er Rechtsmittel einlegt.
Flugzeug stürzt in Krokodil-Sumpf - Video zeigt Rettung
Rettungskräfte filmen, wie die Besatzung eines Privatflugzeugs in Sicherheit gebracht wird. Das Flugzeug stürzt in einen Sumpf ab, der von gefährlichen Tieren bevölkert wird. Zwei Tage dauert es, bis die Personen gefunden werden. Das ausgelaufene Kerosin der Maschine hat sie wohl vor Angriffen der Tiere bewahrt.
Zweiter Deutscher nach Bootsunglück in Norwegen tot - dritter Mann noch vermisst
Es sollte wohl eine schöne Bootstour vor der Küste Norwegens werden, die jedoch ein tödliches Ende fand: Nach einem Bootsunglück vor der Westküste ist nun auch der zweite der drei Männer tot. Das bestätigte die norwegische Polizei. Demnach starb der Mann im Krankenhaus. Er war bei einer großangelegten Suchaktion zunächst noch lebend, aber in kritischem Zustand gefunden worden. Von einem dritten Mann fehlt weiter jede Spur. Die beiden ums Leben gekommenen Männer waren 72 und 73 Jahre alt. Nach einem dritten Deutschen im Alter von 68 Jahren wird demnach weiter gesucht - bei ihm wird befürchtet, dass er ebenfalls tot ist. Die drei Männer waren am Sonntagabend mit einem gemieteten Freizeitboot in der Nähe des Leuchtturms von Kråkenes etwa 180 Kilometer nördlich von Bergen in rauer See gekentert. Im Anschluss wurde das Motorboot mit dem Kiel nach oben im Wasser treibend entdeckt.
Schichtwechsel
Mein lieber Kollege Stefan Guther kann in den Feierabend entschwinden. Für "Der Tag" gilt das natürlich noch nicht, hier übernehme ich an dieser Stelle und halte Sie mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Zweiter Wahlgang für Merz noch heute
Der zweite Wahlgang, um Friedrich Merz zum Bundeskanzler zu wählen, soll um 15.15 Uhr starten, sagt Unionsfraktionschef Jens Spahn. "Wir werden heute im Einvernehmen mit den Fraktionen von Union, SPD, Grünen und Linkspartei einen zweiten Wahlgang um 15.15 Uhr vornehmen können", so Spahn. Ganz Europa schaue auf das Ergebnis dieses Wahlgangs, sagt er - und appelliert an die Vernunft der Mitglieder der schwarz-roten Koalition.
Mehr dazu können Sie in unserem Live-Ticker.
Ermittlungen wegen Meineids gegen Kardinal Woelki: Staatsanwaltschaft veröffentlicht Ergebnis
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki kommt nicht wegen Meineids vor Gericht. Die Ermittlungen gegen ihn würden eingestellt, teilt die Staatsanwaltschaft Köln mit. Allerdings muss Woelki 26.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre gegen Woelki ermittelt. Untersucht wurden Vorwürfe der falschen Versicherung an Eides statt und des Meineids in einem presserechtlichen Streit mit der "Bild"-Zeitung. Im Kern ging es um die Frage, zu welchem Zeitpunkt der Kölner Erzbischof über Missbrauchsvorwürfe gegen Priester Bescheid wusste.
Die Ermittlungen haben ergeben, dass Woelki durchaus falsche Angaben gemacht hat. Dies habe er aber nicht mit Vorsatz, sondern fahrlässig getan, so die Staatsanwaltschaft.
Chaos bei Reitertreffen: Killerbienen jagen Menschen und töten Pferd in Brasilien
Im brasilianischen Ivoti fällt ein Schwarm Bienen über ein Reitertreffen her. Panik bricht auf dem Gelände aus, dreißig Menschen werden verletzt, ein Pferd stirbt durch die Stiche der Insekten. Behörden wollen den Vorfall jetzt untersuchen.
Die lange Mähne von Pamela Anderson ist weg
Pamela Anderson hat sich bei ihrem Auftritt auf der Met Gala in New York City erneut in einem sehr zurückhaltenden Look präsentiert. Bei ihrer Ankunft im Metropolitan Museum of Art zeigte die 57-Jährige zudem ihre neue Frisur. Neben einem kurzen geraden Pony trägt sie ihre blonden Haare nun in einem kinnlangen Bob.
Der Ex-"Playboy"-Star hat sich in letzter Zeit immer weiter verändert. Nachdem sie in der Vergangenheit häufig mit extrem voluminösem Haar, vollen Lippen und dramatischem dunklen Augen-Make-up auftrat, erscheint sie nun auf Events meist ohne Make-up. In Interviews erzählte sie, dass ihr Verzicht darauf nicht nur eine Beauty-Entscheidung war, sondern auch eine persönliche Befreiung. "Ich wollte mich daran erinnern, wer ich wirklich bin", verriet sie 2023 in Paris.
EU-Parlament hebt Immunität des AfD-Politikers Petr Bystron auf
Eine Mehrheit des Europaparlaments hat sich in Straßburg für die Aufhebung der Immunität des AfD-Politikers Petr Bystron ausgesprochen. Die Ermittlungen gegen den Abgeordneten wegen des Verdachts der Geldwäsche und Bestechlichkeit können nun fortgesetzt werden.
Nach dem Wechsel des AfD-Politikers ins Europäische Parlament mussten die Ermittler eine Zwangspause einlegen. Mit dem neuen Mandat als EU-Abgeordneter genießt Bystron, der bei der Europawahl auf Listenplatz zwei der AfD angetreten war, wieder Immunität. Anfang April hatte das Europaparlament bereits hinsichtlich anderer Vorwürfe die Immunität Bystrons aufgehoben. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I wegen eines mutmaßlich strafrechtlich relevanten Beitrags auf einem sozialen Netzwerk.
Vermummte SEK-Beamte am Tatort: Täter nach Dorf-Schiesserei festgenommen
Zwei Männer werden in einem Auto im schleswig-holsteinischen Rendsburg angeschossen. Die Behörden haben nun zwei Männer festgenommen, fahnden jedoch noch nach weiteren Tatverdächtigen. Das Motiv für die Tat soll im persönlichen Umfeld liegen.
Fast 2000 invasive Arten in Deutschland heimisch
In Deutschland gibt es fast 2000 sogenannte invasive Arten. Die meisten dieser ursprünglich nicht in Deutschland heimischen Arten sind Pflanzen und Insekten, wie die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt am Main mitteilt. Besonders häufig wurden die Tiere und Pflanzen aus benachbarten europäischen Ländern sowie Asien und Nordamerika eingeführt. Der Studie zufolge sind bei fast 98 Prozent der invasiven Arten die Auswirkungen auf heimische Ökosysteme und die Wirtschaft noch unbekannt. Breiten sich Arten durch den Menschen in Gebieten außerhalb ihrer Heimat aus, ist die Rede von gebietsfremden oder invasiven Arten. Sie können erhebliche Schäden im Ökosystem anrichten, weil sie einheimische Arten verdrängen können. Ein internationales Forscherteam erstellte nun erstmals eine umfassende Liste von insgesamt 1962 nicht heimischen Arten in Deutschland, einschließlich der betroffenen Lebensräume, Herkunftsregionen und der dokumentierten Auswirkungen.
Zu bekannten invasiven Arten gehören etwa Waschbär, Nutria und Nilgans. Die Nilgans, die ursprünglich aus Afrika stammt und sich seit den 1980er-Jahren stark in Deutschland ausbreitete, macht heimischen Wasservögeln Konkurrenz um Brutplätze und Nahrung. Auch für die Landwirtschaft stellt sie ein Problem dar, weil sie Pflanzen schädigt. Die meisten etablierten invasiven Arten wurden demnach in Bayern gemeldet, dicht gefolgt von Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Rund 80 Prozent leben an Land, einige dieser Arten kommen in Feuchtgebieten vor. Weniger als fünf Prozent besiedeln Süßwasser- oder andere spezielle Lebensräume.
Thriller "Konklave" erreicht Besuchermillion
Was ist ein Konklave? Das dürften die meisten Menschen inzwischen beantworten können. Es ist die Wahl eines neuen Papstes, die am Mittwoch beginnt. Diese Kenntnis liegt wohl weniger an der Popularität der katholischen Kirche als eher an der großen Aufmerksamkeit. Papst-Kandidaten präsentieren sich in Videos in den sozialen Medien und der passende Kino-Thriller zum Großereignis wird zum Kassenhit.
Auch im Film "Konklave" stirbt der Papst. Kardinäle aus aller Welt reisen zur Wahl des Nachfolgers nach Rom und im Vatikan entbrennt ein spannender Machtkampf. Mehr als eine Million Menschen wollten den Thriller von Regisseur Edward Berger bereits in Deutschland sehen, wie der Verleih mitteilt. Dabei war der Kinostart schon im November. Doch der Tod des realen Papstes Franziskus am Ostermontag katapultierte den Film in die Top Ten - in bundesweit 400 Kinos war er zeitweise wieder im Programm, teilweise mit Publikumsgesprächen.
Halle Berry wagt sich mit Naked Dress auf blauen Teppich der Met Gala
Halle Berry hat bei der Met Gala in New York City ein sehr gewagtes Outfit präsentiert. Die Schauspielerin schritt in einem transparenten Kleid mit tiefem Ausschnitt über den blauen Teppich. Die von LaQuan Smith entworfene Robe im Meerjungfrauen-Stil war komplett durchsichtig, mit Ausnahme einiger besonders strategisch platzierter dunkler Längsstreifen, die das Nötigste verdeckten. Von Unterwäsche war bei dem Auftritt der 58-Jährigen nichts zu sehen.
Zu dem Kleid, das in einer Schleppe auslief, trug Berry einen Schleier, einen Fascinator und einen kurzen, schwarzen Blazer mit Schulterpolstern. Ihr Haar hatte sie für das prestigeträchtige Mode-Event zu einer eleganten Hochsteckfrisur gestylt. Sie sorgte außerdem mit einer Diamant-Halskette und passenden Ohrringen für zusätzlichen Glamour. Das diesjährige Thema der Met Gala war "Superfine: Tailoring Black Style", wobei der Dresscode "Tailored for You" lautete.
Franca Lehfeldt zurück auf rotem Teppich - Christian Lindner hütet das Baby
Vier Wochen nach der Geburt ihres Babys ist Franca Lehfeldt zurück im Rampenlicht. Die Ehefrau des ehemaligen Finanzministers Christian Lindner stand beim 9:16 Summit im Schauspielhaus in Hamburg auf der Bühne. Dort nahm die Journalistin an einem Panel-Talk zum Thema "Wie Social Media die Medienbranche verändert" teil. Auf Instagram postete sie ein Foto von ihrem "Business-Trip", das sie gemeinsam mit einer ihrer Kolleginnen ihrer Agentur zeigt. Ganz in Schwarz posierte sie auf dem roten Teppich vor dem Schauspielhaus. "Du siehst großartig aus", gratulierten viele Follower der Journalistin und Unternehmerin in der Kommentarspalte.
Unterdessen war ihr Ehemann mit der Betreuung des Babys beschäftigt, wie ein Post von Christian Lindner auf X verrät. Der Politiker fehlte dafür beim Zapfenstreich von Kanzler Olaf Scholz: "Meine Abwesenheit hat keinen politischen Hintergrund. Heute Abend gehen väterliche Pflichten vor", klärte der ehemalige Minister auf.
Lehfeldt und Lindner hatten am 9. April die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes in den sozialen Medien verkündet. "Wir sind überglücklich und fühlen große Dankbarkeit, dass wir jetzt eine Familie sind", schrieben die frischgebackenen Eltern zu einem schwarz-weißen Foto, das die Händchen des Babys zeigt.
Kleine Spitze zum Abschied: Baerbock hinterlässt Nachfolger vielsagendes Geschenk
Annalena Baerbock postet in den sozialen Netzwerken ein Video zum Abschied aus ihrem Dienstbüro im Bundesaußenministerium. Sie hinterlässt den Schreibtisch nicht nur aufgeräumt, sondern neben einer Tasse und Blumen auch mit einem vielsagenden Geschenk an ihren Nachfolger, Johann Wadephul.
Hamas-Vertreter: Kein Interesse an Waffenruhe-Gesprächen mit Israel
Die radikalislamische Hamas hat nach Angaben eines hochrangigen Vertreters vorerst kein Interesse mehr an Waffenruhe-Gesprächen mit Israel. "Es hat keinen Sinn, Gespräche zu führen oder neue Vorschläge für eine Waffenruhe in Erwägung zu ziehen, solange der Hunger- und Vernichtungskrieg im Gazastreifen weitergeht", erklärt der Hamas-Vertreter Basem Naim. Die internationale Gemeinschaft solle Druck auf die Regierung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ausüben, "die Verbrechen des Hungers, Durstes und Tötens im Gazastreifen zu beenden".
Israel hatte zuvor eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen die Hamas im Gazastreifen angekündigt. Das israelische Sicherheitskabinett verabschiedete am Montag zudem einen Plan, der nach Angaben aus Regierungskreisen eine "Eroberung" des Palästinensergebiets und das "Festhalten" an den eroberten Territorien vorsieht. Einem hochrangigen Regierungsmitarbeiter zufolge soll jedoch bis Mitte Mai ein "Fenster" für Verhandlungen mit der Hamas über die Freilassung der immer noch im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln offengelassen werden.
Inferno in Zementfabrik: Israelische Kampfjets fliegen Luftschläge im Jemen
Mehrere Kampfjets donnern über eine Zementfabrik im Jemen hinweg und legen das Gebäude in Schutt und Asche. Die Flugzeuge sind Teil der israelischen Streitkräfte, der Angriff eine Reaktion auf eine Attacke der Huthi-Milizen. Israel vermutet einen militärischen Zweck hinter der zivlien Fassade der Fabrik.
Überraschung bei der Met Gala: Rihanna zeigt ihren Babybauch
Die Sängerin Rihanna hat bei der Met Gala in New York enthüllt, wieder schwanger zu sein. Auf dem roten Teppich zeigte der Popmusik-Superstar seinen Babybauch. Mit ihrem Partner ASAP Rocky erwartet Rihanna ihr drittes Kind. Sie erschien zu dem Mode-Event in einer taillienkurzen schwarzen Anzugjacke von Marc Jacobs, unter der ein schneeweißer Kragen hervorblitzte, einem grauen Bustier-Top aus Wolle und einem exzentrischen Nadelstreifenrock mit hinten verknoteten Ärmeln und oberschenkelhohem Schlitz.
Den schwarz-grau-weißen Look rundete die 37-Jährige mit zweifarbigen High Heels ab. Ihre Haare waren unter einem auffälligen, breitkrempigen Hut versteckt, zu dem sie eine dunkelrot gepunktete Kurzkrawatte und ein türkis gepunktetes Einstecktuch kombinierte. Es ist nicht das erste Mal, dass Rihanna eine Schwangerschaft auf große Weise verkündet. Ihre zweite Schwangerschaft gab sie während ihrer Halbzeit-Performance beim Super Bowl im Jahr 2023 bekannt. Sie zeigte damals ihren Bauch in einem roten Jumpsuit.
Studie: Der Trend zur Kartenzahlung hält an
Kundinnen und Kunden im deutschen Einzelhandel verabschieden sich schleichend vom Bargeld. Speziell eine Bezahlform legte im vergangenen Jahr zu. Rund 63,5 Prozent des Einzelhandelsumsatzes in Höhe von 495 Milliarden Euro wurden 2024 mit Karte bezahlt - ein Plus von 1,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt eine Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI. Im gleichen Maße sank der Bargeldanteil auf 33,8 Prozent. Die restlichen Anteile entfallen vor allem auf Finanzierungs- und Rechnungskäufe sowie Gutscheine. Zum Vergleich: Im Vor-Corona-Jahr 2019 wurden noch mehr als 46 Prozent des Einzelhandelsumsatzes bar bezahlt. Gemessen an der Zahl der Transaktionen bleibe Bargeld aber vorerst die beliebteste Zahlungsart, teilte Studienautor Horst Rüter mit. Geldscheine und Münzen kamen 2024 demnach noch bei mehr als der Hälfte der rund 20 Milliarden Transaktionen zum Einsatz (54,6 Prozent).
Während Corona war die Anzahl der Einkäufe in den Einzelhandelsgeschäften hierzulande auf bis zu 16,6 Milliarden gesunken. 2024 lag der Wert wieder auf Vor-Pandemie-Niveau. Bei mehr als 44 Prozent der Einkäufe bezahlten die Kunden zuletzt mit Karte. In fünf Jahren habe sich der Anteil damit verdoppelt. Marktführer bei Kartenzahlungen bleibt die Girocard. Erneut zugenommen hat der Studie zufolge der Anteil mobiler Bezahlvorgänge via Smartphone oder Smartwatch. Mehr als ein Achtel (12,9 Prozent) aller kartengestützten Bezahlvorgänge würden mittlerweile so abgewickelt, zum Beispiel mit Apple Pay oder Google Pay. 2023 lag der Anteil bei 7,5 Prozent.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
eigentlich war Friedrich Merz politisch schon abgeschrieben und hatte sich zwischenzeitlich für eine Karriere in der Wirtschaft entschieden. Wenn heute alles so läuft, wie erwartet, wird der 69-Jährige die Union nach nur etwa dreieinhalb Jahren in der Opposition als Kanzler zurück an die Macht führen. Für Merz dürfte es der größte Triumph seiner politischen Karriere und zugleich eine Genugtuung sein. Zäh und zielstrebig kämpfte sich der Sauerländer an die politische Spitze zurück. Nun nimmt Schwarz-Rot mit der Kanzlerwahl im Bundestag die letzte Hürde.
Sollte es im ersten Anlauf nicht klappen, wären weitere Wahlgänge möglich. Läuft alles wie geplant, werden Merz und seine 17 Bundesministerinnen und -minister bis zum Nachmittag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannt und im Bundestag vereidigt. Anschließend geht die fünfte schwarz-rote Koalition in der Geschichte der Bundesrepublik an die Arbeit. Der scheidende Kanzler Olaf Scholz will die Amtsgeschäfte bereits am Nachmittag an Merz übergeben. Alles dazu können sie hier in unserem Live-Ticker zum Kanzlerstart nachlesen.
Außerdem haben wir heute diese Themen auf dem Zettel:
Letztes großes Kardinalstreffen vor der Papstwahl in Rom: Die Kardinäle kommen zu ihrer letzten Vorbesprechung vor dem Beginn des Konklaves zur Wahl eines neuen Papstes zusammen. An der sogenannten Generalkongregation dürfen noch alle Kardinäle teilnehmen. Beim Konklave, das am Mittwoch beginnt, nehmen dann nur Kardinäle unter 80 Jahren teil - nur sie sind wahlberechtigt. Die Kardinäle sollen dann strengstens abgeschirmt von der Außenwelt in der Sixtinischen Kapelle einen Nachfolger für den verstorbenen Papst Franziskus wählen.
Trump empfängt Kanadas neuen Premier Carney in Washington: Bei dem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Kanadas neuen Premierminister Mark Carney im Weißen Haus werde es um Zölle und die bilateralen Beziehungen zwischen Kanada und den USA gehen, hatte Carney vorab gesagt. Trump hat in der Vergangenheit wiederholt gefordert, dass Kanada Teil der USA werden solle, und das Land als 51. Bundesstaat bezeichnet. Carney gewann die Wahl im nördlichen Nachbarland der USA durch seinen scharfen Anti-Trump-Kurs.
Israel schlägt gegen Huthi-Miliz zurück: Nach dem Raketenbeschuss in der Nähe des Flughafens von Tel Aviv hat die israelische Luftwaffe mit massiven Angriffen auf Stellungen der islamistischen Huthi-Miliz im Jemen reagiert. Dutzende Ziele seien mit etwa 20 Kampfjets angegriffen worden, teilt das Militär mit. Bei einem Angriff auf eine Zementfabrik wurden nach vorläufigen Angaben des von den Huthi kontrollierten Gesundheitsministeriums zwei Menschen getötet und 42 verletzt.
Brüssel legt Plan für Ende russischer Energieimporte vor: Die Europäische Kommission will um 15.30 Uhr einen Fahrplan für den Stopp russischer Energieimporte vorlegen. Es wird erwartet, dass die Behörde verschiedene Maßnahmen vorschlägt - so könnte etwa ein Abschließen neuer Verträge für Gaslieferungen aus Russland untersagt werden. Auch könnten Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie Unternehmen aus EU-Staaten Gaslieferverträge kündigen könnten, ohne Strafen zahlen zu müssen.
120 Millionen Euro im Eurojackpot: Im Eurojackpot geht es bei der Ziehung der Gewinnzahlen gegen 21.00 Uhr um 120 Millionen Euro. Nach elf Ziehungen ohne Hauptgewinn ist damit die Einstellung des deutschen Gewinnrekordes im Lotto möglich. Bislang haben in dieser europäischen Lotterie mit 19 Teilnehmerländern zweimal Spieler aus Deutschland den Jackpot mit der Höchstsumme geknackt.
Statiker nach Einsturz von Autobahnbrücke vor Gericht: Fast neun Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke bei Schweinfurt mit einem Toten beginnt der Prozess gegen einen Statiker. Der Mann stand bereits 2023 vor dem Landgericht Schweinfurt - zusammen mit drei weiteren Angeklagten. Weil seine Verteidigerin aber erkrankte, war das Verfahren gegen den 53-Jährigen damals abgetrennt worden. Er ist der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung in 14 Fällen angeklagt.
Vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig geht es um die Frage, ob nicht essbare Wursthüllen und Clipse zur Füllmenge zählen.
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform legt eine Analyse zu Unternehmensinsolvenzen in Europa im vergangenen Jahr vor.
In Karlsruhe beginnt ein Prozess gegen eine Domina wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 87.600 Euro.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht einen Bericht über Gesundheit und soziale Ungleichheit.
Die Allianz pro Schiene und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geben in Berlin eine Pressekonferenz zur Elektrifizierung des Schienennetzes in Deutschland.
Barça-Trainer Flick will mit Sieg gegen Inter ins Königsklassen-Finale: Der erste Finalist der diesjährigen Champions-League-Saison wird gesucht. Der italienische Meister Inter Mailand empfängt zum Halbfinal-Rückspiel um 21.00 Uhr im San Siro den spanischen Tabellenführer FC Barcelona. Nach dem spektakulären 3:3 im Hinspiel vor einer Woche in Barcelona sind die Chancen ausgeglichen. Alles Wichtige zum Sport berichten meine Kollegen hier im Sport-Tag.
Mein Name ist Stefan Guther. Ich begleite Sie bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus aller Welt. Wenn Sie mich erreichen wollen, schreiben Sie mir doch an dertag(at)ntv.de.
Erfolg für die Geschichtsbücher: 98-jährige Lisa Lu in Hollywood geehrt
Seit über 65 Jahren steht sie auf der Bühne und vor der Filmkamera. Nun kann die gebürtige Chinesin Lisa Lu ihr Vermächtnis mit einem Hollywood-Stern feiern. Es ist ein Erfolg für die Geschichtsbücher. Die Schauspielerin Lisa Lu war schon über 90 Jahre alt, als sie 2018 in der Hitkomödie "Crazy Rich" eine reiche Matriarchin spielte. Jetzt hat die gebürtige Chinesin für ihre mehr als sechs Jahrzehnte lange Karriere vor Film- und Fernsehkameras und auf der Theaterbühne eine gebührende Auszeichnung erhalten. Mit 98 Jahren wurde sie als älteste Empfängerin einer Sternenplakette auf Hollywoods "Walk of Fame" geehrt. An der Seite von Hollywood-Star James Stewart verkörperte Lu 1960 ihre erste Hauptrolle in Hollywood in dem Kriegsdrama "Der Kommandant".
Der "Walk of Fame" ehrt seit 1960 Stars vor allem aus dem Showgeschäft. Die sternförmigen Plaketten sind in eine Bürgersteigstrecke am Hollywood Boulevard eingelassen. Er verläuft mitten durch das Zentrum von Hollywood und ist eine Attraktion für Touristen.
Schreck für Jennifer Aniston: Sicherheitskräfte stoppen Mann vor Villa
Ein Autofahrer hat mit seinem Wagen das Einfahrtstor zur Villa von "Friends"-Star Jennifer Aniston in Los Angeles gerammt und ist nach dem Vorfall festgenommen worden. Wie US-Medien weiter berichten, halten Sicherheitskräfte den mehr als 70 Jahre alten Mann bis zum Eintreffen der Polizei im Stadtteil Bel Air fest. Die Polizei bestätigt dem Sender ABC, dass die Schauspielerin zu dem Zeitpunkt zu Hause gewesen sei.
CBS berichtet unter Berufung auf Ermittler, der Festgenommene sei ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem er über Rückenschmerzen geklagt habe. Der genaue Hergang des Vorfalls und das Motiv des Mannes sind bisher unklar.