Das war Dienstag, der 26. November 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
wir beenden diesen Dienstag mit einer guten Nachricht: Ein Ende der Kämpfe ist in Sicht zwischen Israel und der Hisbollah. Heute Nacht um 2 Uhr morgens soll es so weit sein und der Waffenstillstand soll laut US-Präsident Joe Biden auch von Dauer sein. Weniger gut ist wohl die Lage für die ukrainischen Truppen an der Donbass-Front, wie mein Kollege Martin Morcinek hier mal für Sie analysiert hat. Auch nach der Kür ihres Spitzenkandidaten Olaf Scholz für die Bundestagswahl bleibt die SPD weit abgeschlagen hinter der Union. Mehr dazu gibt es im RTL/ntv-Trendbarometer. Zudem empfehle ich Ihnen noch folgende Artikel:
Vergewaltigungsfall von Avignon: Ankläger fordern hohe Haftstrafen für Mittäter
Nach Kritik an Spruch über Maite Kelly: Thomas Gottschalk und Mike Krüger stellen ihren Podcast ein
Von Verena Maria Dittrich
60-Milliarden-Haushaltsloch: Deutschland steuert auf gigantische Finanzklippe zu
Von Hannes Vogel
Werfen Sie gern auch in der Nacht einen Blick in unseren Ukraine-Ticker. Damit wünsche ich Ihnen eine gute Nacht.
Ihre Johanna Ohlau
"Überwältigender Horror": Frau versteckt Kind Jahre in Schublade unterm Bett
Ein schockierender Fall von Kindesmisshandlung sorgt gerade in Großbritannien für Entsetzen: Eine Frau hat ihr eigenes Kind mehrere Jahre in einem Schubfach unter dem Bett versteckt. Nach Angaben einer Sozialarbeiterin kannte das inzwischen fast dreijährige Mädchen weder Tageslicht noch hörte sie auf ihren eigenen Namen. Sie war unterernährt und dehydriert, hatte verfilzte Haare und Fehlbildungen. Die Sozialarbeiterin beschrieb das Bild als "überwältigenden Horror". Die Frau muss für diese Misshandlungen nun ins Gefängnis. Sie wurde zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldet. Besonders seltsam an dem Fall: Die Frau hat noch andere Kinder, die zur Schule gingen und ein normales Leben führten. Das kleine Mädchen hatte sie jedoch ganz anders behandelt und immer, wenn sie zur Arbeit ging oder das Haus verließ, hat sie das Kind wohl in eine Schublade unter dem Bett gesperrt. "Sie haben dieses kleine Mädchen jeglicher Liebe, jeglicher Zuneigung und jeglicher Aufmerksamkeit beraubt, jeglicher Interaktion mit anderen, jeglicher ordentlicher Ernährung, jeglicher dringend benötigter medizinischer Versorgung", sagte der Richter am Chester Crown Court nach Angaben von PA. Die Konsequenzen für das Kind seien katastrophal gewesen - sowohl körperlich, psychisch als auch sozial. Das Kind sei ein intelligentes, kleines Mädchen, das nun vielleicht langsam zum Leben erwache, nachdem es in diesem Zimmer lebendig fast tot gewesen sei, sagte der Richter.
Der Fall fiel auf, als der Partner der Frau morgens nochmal umdrehte, nachdem sie das Haus verlassen hatte. Er habe Geräusche gehört und das Zimmer mit dem Kind betreten. Die alarmierte Sozialarbeiterin war wohl das erste andere Gesicht gewesen sei, das das Kind außer seiner Mutter je gesehen habe.
"Das Beleidigendste" - Verärgerung in Kanada über Trumps Mexiko-Vergleich
Der baldige US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben Kanada und Mexiko dazu bringen, gegen illegale Einwanderung vorzugehen. In Kanada wird der Vergleich mit Mexiko als beleidigend aufgefasst. Der Regierungschef der bevölkerungsreichsten kanadischen Provinz Ontario, Doug Ford, zeigte sich verärgert darüber, dass Trump Kanada mit Mexiko gleichgesetzt habe. "Uns mit Mexiko zu vergleichen, ist das Beleidigendste, das ich jemals von unseren Freunden und engsten Verbündeten, den Vereinigten Staaten von Amerika, gehört habe", sagte Ford. "Ich fand seine Kommentare unfair. Ich fand sie beleidigend. Das ist so, wie wenn ein Familienmitglied dir direkt ins Herz sticht." Kanada werde Vergeltungsmaßnahmen ergreifen müssen. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau spricht noch nicht öffentlich über das, was Trump gesagt hat, sondern hat gestern direkt mit dem zukünftigen US-Präsidenten gesprochen. Am Mittwoch hält er eine Dringlichkeitssitzung mit Regierungschefs aus den Provinzen ab.
Teenagerin liegt hilflos am Boden - dreiste Diebe stehlen Handy und Ausweis
Man sieht ein Mädchen nachts hilflos am Boden liegen und tut was? Zwei Menschen im Hagener Hauptbahnhof in Nordrhein-Westfalen haben sich für eine der wohl schlechtesten Möglichkeiten entschieden: Sie haben die 17-Jährige bestohlen. Die beiden Diebe entwendeten das Handy und die Ausweisdokumente. Wenig später wurden Bundespolizisten auf die Notlage der Minderjährigen aufmerksam und alarmierten Rettungskräfte, die die 17-Jährige ins Krankenhaus brachten. Die Teenagerin machte die Rettungssanitäter auf den Diebstahl aufmerksam. Als die Polizisten dann einen Blick in die Überwachungskameras des Bahnhofs warfen, konnten sie nicht nur sehen, wie die beiden das hilflose Mädchen bestehlen. Die dreisten Diebe kamen sogar nochmal zurück und warfen einen der gestohlenen Gegenstände auf die 17-Jährige. Das teilt die Bundespolizei mit.
Die Fahndung war zwar zunächst erfolglos, aber einige Stunden später konnte die Bundespolizei zwei Tatverdächtige ausmachen: einen 38-Jährigen und eine 52-Jährige. Die Beweislage, kann man sagen, ist erdrückend: Bei der Durchsuchung der Frau sei das Handy der 17-Jährigen gefunden worden. Auf die beiden kommen nun Verfahren wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls und unterlassener Hilfeleistung zu.
Netanjahu empfiehlt Kabinett Waffenruhe mit Hisbollah
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat sich für ein Waffenruheabkommen mit der militant-islamistischen Hisbollah im Libanon ausgesprochen. Er werde seinem Kabinett empfehlen, dem von den USA vermittelten Vorschlag zuzustimmen, teilte Netanjahu mit. Er erklärte, die Abstimmung werde noch am Abend erfolgen. Es wird erwartet, dass das Abkommen morgen in Kraft tritt.
Womöglich mit Plastikteilchen verunreinigt: Hersteller ruft Brot zurück
Es ist ja fast schon zu spät fürs Abendbrot! Aber falls Sie noch nicht in die Brotscheibe gebissen haben und ein Bauernbrot heute in Bayern oder Baden-Württemberg gekauft haben, dann sollten Sie jetzt aufmerksam weiter lesen: Die Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH in München ruft das Bauernbrot der Sorte "Pfister Öko-Ganzkorn vorsorglich zurück. Grund dafür ist, dass die Ware mit Plastikteilchen verunreinigt sein könnte. Das Brot wurde in Hofpfisterei-Filialen in den beiden Bundesländern heute verkauft. Brote aus dem Paketversand oder solche, die in Supermärkten verkauft wurden, seien dagegen nicht betroffen, hieß es. Wer ein solches Brot gekauft hat, kann es laut Unternehmen in den Filialen wieder zurückgeben und der Kaufpreis wird erstattet.
Bundesweit gibt es 209 Wolfsrudel - in diesem Bundesland leben die meisten
Es war eine Sensation, als Ende der 90er das erste Mal Wölfe in der Oberlausitz in Sachsen gesichtet worden waren. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt das Raubtier in Deutschland als ausgerottet. Seitdem gab es wohl kaum so viel Streit um irgendein anderes Wildtier in der Bundesrepublik. Inzwischen ist die Zahl der Wölfe deutlich angewachsen: 209 Wolfsrudel leben nachweislich in Deutschland. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn hat die Zahlen für das Monitoring-Jahr 2023/24 veröffentlicht. Demnach hatte Brandenburg mit 58 die meisten Wolfsfamilien, gefolgt von Niedersachsen (48) und Sachsen (37). Das ist ein deutlicher Anstieg: Im vorangegangenen Monitoring-Zeitraum 2022/23 hatte die bundesweite Zahl der Wolfsrudel noch 184 betragen. Neben den 209 Wolfsfamilien wurden weitere 46 Wolfspaare sowie 19 sesshafte Einzelwölfe gezählt. Insgesamt wurden 1.601 Tiere nachgewiesen.
Schwäne erschlagen - Polizei ermittelt wegen Tierquälerei
Im baden-württembergischen Göppingen treibt offenbar ein Tierquäler sein Unwesen: Dort wurden zwei Schwäne erschlagen. Die Kadaver der beiden Tiere wurden im Neckar gefunden, wie das Polizeipräsidium in Göppingen mitteilt. Beamten der Wasserschutzpolizei Stuttgart fiel auf einer Streifenfahrt gestern bei Oberesslingen ein totes Jungtier im Fluss auf. Nur wenige Meter weiter bargen sie einen weiteren toten Schwan aus dem Wasser. Beide Tiere hatten ähnliche Kopfverletzungen. Vermutlich wurden sie mit einem gezielten Schlag mit einem stumpfen Gegenstand getötet. Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Tierquälerei.
Kleinflugzeug kracht bei Notlandung gegen Baumstamm
Nahe dem Flughafen im kalifornischen Fullerton legt ein Kleinflugzeug eine Notlandung hin. Der Pilot setzt die Maschine auf einer Straße auf, kommt dann aber vom Asphalt ab und hält direkt auf einen Baum zu. Beim Zusammenstoß mit dem Stamm werden beide Insassen verletzt.
Kind mit Rute ins Gesicht geschlagen? Weihnachtsmann bestreitet Vorwürfe
Es gibt so Sätze, bei denen ich nie gedacht hätte, dass ich sie mal tippe: Weihnachtsmann bestreitet Ruten-Schlag in Gesicht von Kind. Genau das sagt ein 62-Jähriger über einen Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt in Stralsund. Dort war er in einem Weihnachtsmann-Kostüm auf einen Vierjährigen getroffen sein, aber im Gesicht getroffen haben will er den kleinen Jungen nicht. Der Mann schilderte jetzt seine Sicht der Deutschen Presse-Agentur. Ein der Körperverletzung bezeichnet er in dem Interview als "Blödsinn". Stattdessen habe er auf die linke Seite in Richtung Po "so draufgeklatscht". Der Junge hatte ihm nach Aussage des Mannes wiederholt die Zunge herausgestreckt.
Der 62-Jährige sei vorher nach eigenen Angaben in die Knie gegangen, um mit dem Kind zu reden und habe gesagt, "das macht man nicht. Sei doch artig. Du weißt sehr wohl, die Kinder, die nicht artig sind, die kloppt der Weihnachtsmann auf die Hosen". Der Junge habe geantwortet, "Du bist doof" und weiter die Zunge gezeigt. Dann habe er dem Jungen den "Klaps" gegeben, aber nicht ins Gesicht. Der Junge habe sich erschreckt. "Das sollte er ja auch." Die Mutter habe gekreischt und ihn beschuldigt, das Kind zu schlagen. "Kinder haut man nicht. Das ist meine Devise", bekräftigte der Mann, der nach eigenen Angaben bereits als Kind mit seinem Vater als Weihnachtsmann aufgetreten sei. Einen solchen Vorfall habe es dabei noch nie gegeben. "Ich war selber schockiert, was daraus jetzt geworden ist." Die Mutter will sich laut Polizei nicht öffentlich äußern, auch um ihren Sohn zu schützen.
Schlag gegen Cyberkriminalität: Interpol nimmt mehr als 1000 Menschen in Afrika fest
1006 Personen sind unter dem Verdacht der Internet-Kriminalität bei Einsätzen der internationalen Polizeibehörde Interpol in Afrika festgenommen worden. Die "Operation Serengeti" habe vom 2. September bis 31. Oktober gedauert und 19 afrikanische Länder umfasst, teilt die Behörde mit. Ins Visier genommen worden seien mutmaßliche Kriminelle, die durch Ransomware, Hackerangriffe auf geschäftliche E-Mails, digitale Erpressung und Online-Betrug Zehntausenden Menschen finanzielle Schäden im Millionenumfang zugefügt hätten. Die Operation sei gemeinsam mit der Polizeibehörde der Afrikanischen Union, Afripol, ausgeführt worden, heißt es weiter. Interpol hat 196 Mitgliedsstaaten. Die Behörde hilft der Polizei in verschiedenen Ländern beim Austausch und bei der Verfolgung von Verdächtigen in Bereichen wie Terrorabwehr, Finanzverbrechen, Kinderpornografie und organisiertes Verbrechen.
ntv Politik – der neue Podcast
Kann Europa die Lücke füllen, falls die Ukraine mit den USA ihren wichtigsten Unterstützer verliert? Und wenn ja, wie? Erneut flammt die Diskussion auf, willige europäische Länder könnten Soldaten in die Ukraine schicken – eine Diskussion, die selbst in der Ukraine mit Skepsis beobachtet wird, wie ntv-Reporterin Kavita Sharma berichtet. Warum, erfahren Sie in unserem neuen Podcast ntv Politik - jetzt bei RTL+ und überall, wo es Podcasts gibt.
Fahnder stoppen Pärchen mit 21 Kilo Kokain im Kofferraum
Das ist aber mal ein Zufallstreffer für die Polizei in Schleswig-Holstein: 21 Kilogramm Kokain haben die Ermittler zusammen mit Fahndern vom Zoll bei einer Routinekontrolle an der A7 bei Schleswig im Kofferraum eines Autos entdeckt. Der 24 Jahre alte Fahrer des Wagens und seine vier Jahre ältere Beifahrerin hatten den Ermittlern bei der Kontrolle am Sonntag gesagt, das Fahrzeug von einem Freund geliehen zu haben, wie das Hauptzollamt Kiel heute mitteilt. Die Frage, ob sie verbotene oder zu versteuernde Waren bei sich hätten, verneinten die beiden demnach. Bei der Überprüfung des Kofferraums fanden die Ermittler jedoch 21 Päckchen mit je einem Kilogramm Kokain. Der Straßenverkaufswert liegt nach Angaben des Hauptzollamtes bei knapp 1,5 Millionen Euro. Die Drogen wurden sichergestellt. Der Mann und die Frau kamen in Untersuchungshaft. Es ist den Angaben zufolge der bisher größte Fund für die im Jahr 2000 gegründete Fahndungsgruppe Autobahn (GFA).
Autos, exotische Tiere: Putin und Kim machen sich protzige Geschenke
Nordkorea und Russland rücken derzeit immer weiter zusammen. Symbolisch dafür beschenken sich die beiden Machthaber Wladimir Putin und Kim Jong Un zuletzt reichlich. Autos, Kakadus und Bären wechseln den Besitzer. Das wichtigste Präsent bekommt Putin jedoch fernab der Kameras.
Südkoreaner nimmt 20 Kilo zu - um sich vor Militärdienst zu drücken
Meistens wollen Menschen eher Gewicht verlieren. Nicht so im Fall eines Mannes aus Südkorea und das hat auch mit was ganz anderem zu tun als der Kleidergröße oder dem eigenen Wohlbefinden: Der 26-Jährige wollte um einen härteren Militärdienst herumkommen und hat deshalb ordentlich zugelegt. Mehr als 20 Kilogramm soll er zugenommen haben, damit er nicht für anspruchsvollere Aufgaben im Wehrpflichtsystem herangezogen werden kann. Das hat jetzt Konsequenzen für den Südkoreaner: Der 26-Jährige habe eine Haftstrafe von einem Jahr erhalten, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werde, teilt das Östliche Bezirksgericht von Seoul mit. Die Gewichtszunahme wird als Verstoß gegen das südkoreanische Gesetz zum Militärdienst ausgelegt.
In Südkorea müssen alle Männer, die dazu körperlich in der Lage sind, 18 bis 21 Monate Militärdienst leisten. Personen mit gesundheitlichen Problemen dürfen ihrer Pflicht in nichtmilitärischen Einrichtungen nachkommen. Wenn sie ernste Probleme haben, werden sie vom Militärdienst ausgenommen. Bei einer Untersuchung im Jahr 2017 hatte der 1,69 Meter große Mann noch 83 Kilogramm gewogen. Bei weiteren Untersuchungen in 2022 und 2023 brachte er dann mehr als 100 Kilogramm auf die Waage. Direkt vor der Untersuchung soll der Mann auch viel Wasser getrunken haben. Auch eine Person aus seinem Bekanntenkreis wurde der Mitteilung zufolge verurteilt - für den Tipp, mal kräftig zuzulegen. Für diese "Beihilfe" gab es eine Haftstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Brandanschlag auf Haus von Hagener Polizeipräsidentin
Auf das Wohnhaus der Polizeipräsidentin der Stadt Hagen, Ursula Tomahogh, ist in der vergangenen Nacht ein Brandanschlag verübt worden. Ein Unbekannter soll eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit auf das Haus in Remscheid geworfen haben, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in Wuppertal mit. Es habe sich vermutlich um eine versuchte Brandstiftung gehandelt. Die Flasche sei in den frühen Morgenstunden in die Nähe des Hauses geworfen worden, die Flüssigkeit habe sich aber nicht entzündet und auch nicht das Haus getroffen, sondern den Platz davor. Die Polizeipräsidentin habe noch eine Person wahrnehmen können, die sich vom Tatort entfernt habe. Ob der Flaschenwurf explizit der Behördenleiterin galt, sei Teil der Ermittlungen. Die Hagener Polizeipräsidentin war früher in Essen mit der Bekämpfung von Clan- und Rockerkriminalität betraut.
Nach Absturz von DHL-Maschine: Flugschreiber "aus den Trümmern" geborgen
Der Absturz eines Frachtflugzeugs des deutschen Paketdienstleisters DHL in Litauen sorgte gestern für reichlich Spekulationen. Verteidigungsminister Boris Pistorius teilte bereits gestern Abend mit, dass es keine Erkenntnisse für eine Sabotageaktion - etwa von Moskau - gibt. Dennoch sind noch einige Fragen offen zum Hergang des Absturzes, bei dem ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen war. Laut litauischer Behörden wurde nun der Flugschreiber der Maschine gefunden. Der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder seien am Vormittag "aus den Trümmern des Flugzeugs" geborgen worden, teilt das litauische Justizministerium mit. Nach Angaben des Ministeriums trafen inzwischen auch deutsche Behördenvertreter in Litauen ein, um die Ermittlungen zu unterstützen. Zudem werden Experten aus den USA und Spanien in Litauen erwartet. Laut Polizeichef Arunas Paulauskas könnte die Untersuchung der Absturzstelle zwei oder drei Tage dauern.
Schichtwechsel
Meine liebe Kollege Tobias Hauser verabschiedet sich in den verdienten Feierabend und ich übernehme ab hier für sie im "Tag". Bis zum späten Abend halte ich Sie hier mit Nachrichten und Wissenswertem aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Hinweise, Fragen und Kritik bekomme ich gern per E-Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Hunderttausende illegale Einweg-E-Zigaretten beschlagnahmt
Bei großangelegten Durchsuchungen in Berlin haben Einsatzkräfte von Polizei und Zoll rund 400.000 illegale Einweg-E-Zigaretten beschlagnahmt. Auch 600 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak und 200.000 Euro Bargeld wurden beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft Berlin und Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg mitteilten.
Durchsucht wurden die Wohnanschriften von acht Verdächtigen im Alter zwischen 24 und 41 Jahren sowie Firmenanschriften und mutmaßliche Lager für die sogenannten Vapes. Die mutmaßlichen Täter sollen die Einweg-E-Zigaretten einer vorrangig jugendlichen Klientel verkauft und über soziale Medien beworben haben. Gegen sie wird wegen des banden- und gewerbsmäßigen illegalen Handels mit den Zigaretten ermittelt.
Wirbel um "Mädelsabend in Moschee" - Veranstalter äußert sich
Nach Kritik an einer geplanten Veranstaltungsreihe in einer Mannheimer Moschee für muslimische Mädchen "zur Vorbereitung auf die Ehe" hat sich der verantwortliche Verein selbstkritisch geäußert. "Der Titel der Veranstaltung war missverständlich und hat einen Eindruck vermittelt, der nicht mit dem tatsächlichen Inhalt übereinstimmt", hieß es in einer Mitteilung des Islamischen Arbeitervereins. Ursprünglich war die Veranstaltungsreihe im Omar al-Faruq Center auf einem Flyer mit dem Untertitel beworben worden: "Seminarreihe für Mädchen und Frauen ab 13 Jahren zur Vorbereitung auf die Ehe".
"Das Omar Al Faruq Center bedauert die durch die Ankündigung der geplanten Veranstaltungsreihe "Mädelsabend" entstandenen Irritationen", hieß es weiter in der Stellungnahme. Die Idee der Reihe sei von weiblichen Jugendlichen und jungen Frauen der Gemeinde gekommen. "Sie entstand als Reaktion auf verstörende Inhalte in sozialen Medien, die ein einseitiges und problematisches Frauenbild propagieren, wie beispielsweise die Trends "Talahon"." Ziel der Veranstaltungsreihe sei es, "das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen zu stärken und Themen wie Bildung, Selbstbestimmtheit, Sexualität und gleichberechtigte Partnerschaften offen und kritisch zu diskutieren", hieß es weiter in der Stellungnahme. Der Verein betonte zudem, dass das Zentrum keine islamischen Trauungen von Frauen unter 18 Jahren durchführe und sich für selbstbestimmte Entscheidungen junger Frauen ohne Druck einsetze.
Der Auftakt der Reihe sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden, sagte Sprecher Khalil Khalil. Zu der Reihe werde auf Einladung der Gemeinde eine Mitarbeiterin des Jugendamtes kommen, teilte die Stadt mit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. In der Zeitung sprach der Kreisvorsitzende der CDU-Jugendorganisation Junge Union, Lennart Christ, von "einer fatalen Botschaft". Der Flyer findet sich laut Khalil nicht mehr im Internet.
Drogenhändler suchen in der Nordsee Kokain - und werden verurteilt
Es klingt wie in einem Krimi: Mit einem Kutter fahren Drogenhändler auf die Nordsee, um Kokain einzusammeln. Jetzt kam der Fall vor Gericht. Die beiden Männer, die nach rund einer Tonne Kokain in der Nordsee gesucht haben, müssen deshalb für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Kapitän zu vier Jahren und drei Monaten Haft und seinen Komplizen zu vier Jahren Haft. Nach Angaben des Gerichts warfen Unbekannte Mitte März rund eine Tonne Kokain von einem Schüttgutfrachter in die Nordsee. Die Angeklagten sollen in einem Fischkutter nördlich von der ostfriesischen Insel Spiekeroog nach den Drogen gesucht haben, um sie später an Land zu verkaufen. Die Übergabe scheiterte.
Die Männer gerieten ins Visier der Bundespolizei, wie das Gericht weiter mitteilte. Während die Ermittler die Besatzung des Kutters festnahmen, sollen andere Täter die Drogen jedoch mit einem kleineren Boot eingesammelt haben. Wo das Kokain blieb, ist nicht bekannt.
Prügelei zwischen Regierung und Opposition im serbischen Parlament
Die Opposition wirft der Regierung in Serbien vor, eine Mitschuld an dem Dachabsturz mit 15 Toten im Bahnhof der Stadt Novi Sad zu tragen. Als beide Seiten im Parlament Plakate entrollen, kommt es zu einem handfesten Eklat.
Mini-Schildkröte im Magdeburger Zoo geschlüpft
Im Zoo Magdeburg ist eine vom Aussterben bedrohte Spaltenschildkröte geschlüpft. Mit nur knapp drei Zentimetern Größe ist es laut Zoo aktuell das kleinste Jungtier vor Ort. Wie der Zoo mitteilte, schlüpfte das Reptil am 10. November, zwei weitere kamen bereits im Juli und September auf die Welt. Zoobesucher könnten in den Terrarien im Nashornhaus jetzt 14 Spaltenschildkröten (Malacochersus tornieri) beobachten.
Die Spaltenschildkröte habe, anders als die meisten Schildkrötenarten, einen weichen, flachen Panzer, der nicht höher als vier Zentimeter werde, erklärte der Zoo. Sie habe damit auch eine spezielle Überlebensstrategie: Bei Gefahr keile sie sich mit ihren langen Beinen fest in eine Felsspalte ein und blase die Lunge so auf, dass ihr Panzer den Spalt komplett ausfülle. Daher handele es sich sozusagen um "tierische Lückenfüller im Miniformat", sagte Zoopädagoge Stephan Worm.
Jacht-Unglück: Schon im Februar ist ein Schiff des Betreibers gesunken
Vor der Küste Ägyptens sinkt eine Jacht mit über 40 Menschen an Bord. Für den Betreiber sei es nicht "die erste Havarie dieser Art in diesem Jahr", berichtet Marc Neller. Außerdem erklärt der "Stern"-Investigativreporter, warum es im Roten Meer vergleichsweise häufig zu Unglücken mit Tauch-Jachten kommt.
120 Millionen: Knackt jemand den Eurojackpot?
120 Millionen Euro - ganz schön viel Geld liegt da gerade im Eurojackpot, der heute Abend wie jeden Dienstag und Freitag um 19 Uhr gezogen wird. Annahmeschluss ist um 18.35 Uhr, falls Sie noch einen Tipp abgeben wollen. Das geht übrigens hier. Doch ganz wichtig: Glücksspiel kann süchtig machen und so groß die Summe ist, so gering ist auch die Gewinnchance. Spielen Sie also verantwortungsvoll, nur mit Ihrem verfügbaren "Spielgeld" und nicht über eigene Limits hinaus!
Pflichthinweis: Gewinnklasse 1, 1:140 Mio.; Gewinnklasse 2, 1:7 Mio. Ab 18 Jahren. Glücksspielsucht. Hilfe unter buwei.de. Vermittler gem. Whitelist. Ein Service von LOTTO24.
Nach dem Absturz in Litauen bittet Polizei die Bürger um Hilfe
Nach dem Absturz eines Frachtflugzeugs in Litauen hat die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Polizeichef Arunas Paulauskas rief die Einwohner von Vilnius auf, den Behörden alle Videos zur Verfügung zu stellen, die möglicherweise Informationen über das abgestürzte Flugzeug enthalten. Die Maschine der Airline Swift Air, die im Auftrag von DHL von Leipzig nach Vilnius unterwegs war, war am frühen Montagmorgen in der Nähe des Flughafens Vilnius knapp neben einem Wohngebäude abgestürzt. Dabei kam ein Mensch ums Leben.
"Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um an die Menschen in Vilnius zu appellieren: Wenn jemand Videos hat, die für die Ermittlungen nützlich sein könnten, teilen Sie diese bitte mit der Polizei", sagte Paulauskas einem Bericht des litauischen Rundfunks zufolge. Dies könne ganz einfach über das Portal ePolicijos.lt erfolgen. Dort könnten Videos hochgeladen werden und stünden dann den Ermittlern zur Verfügung, sagte der Polizeichef.
Erblindung auf rechtem Auge hat Elton John "umgehauen"
Der britische Popstar Elton John hat eigenen Worten zufolge seit einer Augeninfektion im Juli keine Sehkraft mehr auf dem rechten Auge - hofft aber, dass es wieder besser wird. "Es hat mich irgendwie umgehauen, und ich kann nichts mehr sehen", erzählte der 77-Jährige in der US-Talkshow "Good Morning America". Sein linkes Auge sei "auch nicht das beste". Daher könne er derzeit "nichts mehr lesen und mir nichts mehr anschauen".
Sein Augenproblem hindere ihn auch bei seiner Arbeit als Musiker, erzählte John. "Es gibt Hoffnung und Ermutigung, dass es gut wird." Aber im Moment sei es irgendwie festgefahren. Die Augeninfektion habe er sich im Sommer in Südfrankreich zugezogen, erzählte John. Die Pop-Legende ("Rocket Man") hatte im September auf Instagram mitgeteilt, dass er seit der Infektion in seiner Sicht eingeschränkt sei.
Umfrage: Jeder vierte Erwachsene bekam schon Depressionsdiagnose
Das zeigt wieder mal, wie wichtig es ist, das Stigma um psychische Erkrankungen aufzubrechen: So gut wie jeder vierte Erwachsene unter 70 Jahren in Deutschland hat eigenen Angaben zufolge schon mal eine Depression diagnostiziert bekommen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung, dem aktuellen "Deutschland-Barometer Depression" hervor. Rund 20 Prozent der Betroffenen geben an, sich aktuell in einer depressiven Phase zu befinden.
Nach Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention wird die Diagnose gestellt, wenn über zwei Wochen hinweg oder länger mindestens zwei der drei Hauptsymptome (Verlust von Interesse und Freude, depressive Stimmung, Antriebsmangel) und zusätzlich mindestens zwei Nebensymptome vorliegen (darunter zum Beispiel Schlafstörungen, Suizidgedanken, Appetitminderung). Die Depression ist demnach eine ernsthafte Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln der Betroffenen tiefgehend beeinflusst und erhebliches Leid verursacht. An der Online-Befragung haben 5.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren teilgenommen.
Trumps Fast-Justizminister verkauft jetzt Geburtstagswünsche für Hunderte Dollar
Nachdem er sich von seiner Nominierung für Trumps Justizminister-Posten zurückgezogen hat, scheint Matt Gaetz mit einer neuen Karriereoption zu liebäugeln: Influencer. Gaetz erstellt seit Kurzem personalisierte Videos für seine Fans auf der App "Cameo". Gegen Geld erhalten Nutzer ein eigenes Video. Gaetz verteilt dort Geburtstags-Glückwünsche, aufmunternde Worte zur Karriere und berät die Nutzer bei persönlichen Problemen. Dafür verlangt der Republikaner mindestens 550 Dollar pro Video. Auf der deutschen Website geht es von 478 Euro aufwärts. Die Videos sind bisher im Durchschnitt etwa anderthalb Minuten lang.
Der ehemalige Abgeordnete aus Florida trat der Plattform am Freitag bei, einen Tag, nachdem er sich aufgrund von Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens aus dem Rennen um das Amt des Generalstaatsanwalts des designierten Präsidenten Donald Trump zurückgezogen hatte.
Flugunfall: Cessna stürzt kopfüber auf die Straße und trifft Auto
Kurz bevor er den Flughafen Hettstadt bei Würzburg erreicht, verliert ein Pilot offenbar die Kontrolle über sein Kleinflugzeug. Die Cessna stürzt auf die Straße und trifft dabei ein vorbeifahrendes Auto. Alle Unfallbeteiligten bleiben unverletzt.
Weihnachtsmann schlägt Kind mit Rute ins Gesicht
Das passt so gar nicht zum Fest der Liebe - und hat Folgen: Ein als Weihnachtsmann verkleideter 62-Jähriger hat in Stralsund einem vierjährigen Jungen mit einer Rute ins Gesicht geschlagen. Das Ganze ereignete sich laut Polizei am Montag auf dem Weihnachtsmarkt.
Der Vierjährige habe dem Weihnachtsmann die Zunge herausgestreckt. Daraufhin schlug der 62-Jährige dem Jungen mit der Rute ins Gesicht. Der erlitt laut Polizeibericht Schmerzen. Offenbar habe der Mann das als "erzieherische Maßnahme" gesehen. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachtes der gefährlichen Körperverletzung gestellt.
Walmart distanziert sich nach rechtem Druck von Projekten für Vielfalt
Schlechte Nachrichten für Frauen, Trans-Menschen und anderweitig gesellschaftlich Benachteiligte. Der US-Einzelhandelsriese Walmart will unter dem Druck konservativer Gruppen seine Regeln für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion zurückfahren. "Wir sind bereit, uns gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Kunden, die ganz Amerika repräsentieren, zu ändern", sagte ein Walmart-Sprecher.
Der weltgrößte Einzelhändler folgt damit anderen Konzernen wie Starbucks, JPMorgan Chase und Ford, die im vergangenen Jahr ihre Richtlinien zu Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion (DEI) als Reaktion auf den Druck Konservativer geändert haben. Die Agentur Bloomberg News hatte zuvor berichtet, dass Walmart etwa bei der Vergabe von Lieferantenverträgen Ethnie und Geschlecht nicht mehr berücksichtigen wird, um die Vielfalt zu fördern.
Biden macht es anders als Trump
Es war mal amerikanische Tradition, bis Trump damit brach: Der scheidende US-Präsident Joe Biden wird der Amtseinführung seines Nachfolgers Donald Trump am 20. Januar in Washington beiwohnen. "Der Präsident hat versprochen, dass er an der Amtseinführung des Wahlsiegers teilnehmen wird", sagte Bidens stellvertretender Sprecher Andrew Bates am Montag. "Er und die First Lady werden dieses Versprechen einlösen und an der Amtseinführung teilnehmen", sagte der Sprecher. Biden sehe in dieser Geste "eine wichtige Demonstration des Engagements für unsere demokratischen Werte".
Das Verhalten des scheidenden Präsidenten steht in scharfem Kontrast zu den Handlungen Trumps vor vier Jahren: Trump hatte damals nach seiner Wahlniederlage gegen Biden einen ordnungsgemäßen Übergang verweigert. Dem Amtsantritt Bidens blieb er fern.
Riesiges Feuer auf Raketentest-Station in Japan wirft Weltraumambitionen zurück
Weiterer Rückschlag für Japans Weltraumambitionen: Auf einer Raketentest-Station im Süden des Landes ist ein riesiges Feuer ausgebrochen. Aufnahmen des staatlichen Senders NHK zeigten am Dienstag hoch aufragende Feuerbälle und weiße Rauchschwaden, die aus dem Tanegashima Space Center in der Präfektur Kagoshima aufstiegen. Journalisten, die sich etwa 900 Meter entfernt aufhielten, berichteten von einer großen Explosion kurz nach Beginn eines Verbrennungstests. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, es habe eine "Abnormalität während des heutigen Verbrennungstests" gegeben. Der Vorfall werde untersucht. Die Zeitung "Asahi Shimbun" berichtete, dass der Plan der Behörde, bis März eine Epsilon-S-Rakete zu starten, nun nahezu unmöglich sei. Japans Weltraumambitionen wurden zuletzt von einer ganzen Reihe von Fehlschlägen zurückgeworfen.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
Bouletten, Bärenfleisch und ein paar starke Männer. Wer durch die rund 740 Seiten der Memoiren von Ex-Kanzlerin Angela Merkel blättert, findet neben ihrem politischen Vermächtnis kleine Details, die den Menschen Merkel sichtbar machen. Deutlich wird etwa auch, welche zentrale Rolle ihre Vertraute und Co-Autorin Beate Baumann im politischen Leben der 70-Jährigen spielt. Heute Abend will die frühere CDU-Vorsitzende ihr Buch mit dem Titel "Freiheit. Erinnerungen 1954 - 2021" im Deutschen Theater in Berlin vorstellen - moderiert von der Journalistin Anne Will.
Was heute sonst noch wichtig wird:
Nach mehr als einem Jahr Krieg im Libanon verdichten sich die Anzeichen für einen kurz bevorstehenden Waffenstillstand zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde heute Abend das Sicherheitskabinett einberufen, um einen 60-tägigen Waffenstillstand mit der Hisbollah zu billigen, sagte ein Beamter der "Times of Israel".
Wirtschaftsminister Robert Habeck berät bei einer Industriekonferenz mit Vertretern von Verbänden und Gewerkschaften über Wege aus der Krise der Branche.
Der Krieg in der Ukraine steht heute im Mittelpunkt eines Treffens der Außenminister der Gruppe sieben demokratischer Industrienationen (G7) in Italien. Weiteres Thema ist der Konflikt zwischen China und Taiwan.
Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits an seinem ersten Amtstag hohe Importzölle auf alle Waren aus Mexiko und Kanada sowie zusätzliche Zölle auf Waren aus China verhängen. Das werde er am 20. Januar als eine seiner ersten Anordnungen auf den Weg bringen, erklärte Trump
Mein Name ist Tobias Hauser. Ich hoffe, Sie starten gut in den Tag! Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Für Fragen, Anmerkungen und Feedback erreichen Sie mich unter tobias.hauser(at)ntv.de.
Keira Knightley spricht über Trauma nach Magersucht-Spekulationen
Wenn Keira Knightley auf ihre Anfänge im Rampenlicht zurückblickt, erinnert sie sich an ein Trauma, das die ständigen Spekulationen über ihr Gewicht und ihre Behandlung durch die Boulevardpresse verursacht haben. Sie habe eine Essstörung, hat es oft geheißen. Mit der "The Times" hat die "Fluch der Karibik"-Schauspielerin über die verletzende öffentliche Debatte über ihren Körper gesprochen. "Ich wusste, dass ich nicht [an einer Essstörung] gelitten habe. Ich wusste, dass ich gegessen habe", betont sie. Knightley wurde damals auch deswegen von Paparazzi gejagt und von der Boulevardpresse schikaniert. Sie ergänzt, dass sie seitdem vieles dieser Diffamierung verdrängt habe. "Auf diese klassische Trauma-Art kann ich mich nicht erinnern", erklärt sie und gibt zu bedenken, wie jung sie damals war.
"Es wurde alles gelöscht, aber dann passieren einige Dinge und ich habe plötzlich eine sehr körperliche Erinnerung daran, weil es letztendlich eine öffentliche Bloßstellung ist", so die Schauspielerin weiter. Die zweifache Mutter merkt an, dass es der Presse oftmals an Empathie fehle, wenn es um Prominente geht, die mit Essstörungen leben. Schon 2018 verriet die Britin im Podcast "Award's Chatter" von "The Hollywood Reporter", dass sie im Alter von 22 Jahren einen "mentalen Zusammenbruch" erlitt und dass bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert wurde
Wagenknecht will "Expertenregierung" und weniger Parteipolitiker
Parteigründerin Sahra Wagenknecht will eine "Expertenregierung" nach der Bundestagswahl. "Das BSW will nach der Wahl eine Bundesregierung ins Amt bringen, die unser Land in eine bessere Zukunft führt und den Frieden sichert", heißt es in einem von Wagenknecht verfassten Wahlkampfpapier. Die Verfassung verlange nicht, dass nur Parteipolitiker als Regierungspersonal infrage kämen. "Deutschland braucht nach der Wahl ein Kompetenz-Kabinett: eine Expertenregierung aus integren, fachkundigen und unbestechlichen Persönlichkeiten."
Die "Mehrheit der Menschen in Deutschland" wolle weder CDU-Chef Friedrich Merz noch Amtsinhaber Olaf Scholz als Bundeskanzler, meint Wagenknecht. Inhaltlich schärft Wagenknecht ihre Position zum Mindestlohn nach: Sie verlangt wie SPD und Linke eine Erhöhung auf 15 Euro die Stunde - lange war die BSW-Forderung 14 Euro. Ansonsten bleibt die Parteichefin unter dem Titel "Deutschland, aber vernünftig und gerecht" bei ihren zentralen Themen.
So viel Zuwanderung braucht der deutsche Arbeitsmarkt
Der deutsche Arbeitsmarkt ist einer Studie zufolge langfristig jedes Jahr auf Zuwanderer "in substanziellem Umfang" angewiesen. Um ein ausreichendes Angebot zur Verfügung zu haben, wären bis 2040 jährlich rund 288.000 internationale Arbeitskräfte erforderlich, wie eine Analyse im Auftrag der Bertelsmann Stiftung ergibt. Aktuell falle die Erwerbsmigration erheblich geringer aus als benötigt. Hemmnisse müssten abgebaut und Bedingungen für Migranten verbessert werden, sagte die Stiftungsexpertin für Migration, Susanne Schultz.
Ein zweites Projektionsmodell, das auf einer etwas ungünstigeren Ausgangslage basiert, nimmt an, dass bis 2040 jedes Jahr 368.000 Personen aus dem Ausland benötigt werden. Von 2041 bis 2060 sei - ausgehend auch von positiven Effekten aus vorheriger Zuwanderung - ein Bedarf von jährlich durchschnittlich rund 270.000 Menschen zu erwarten.