Das war Dienstag, der 1. April 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
Donald Trump hält Wirtschaft und Anleger weiter in Atem. Morgen folgt möglicherweise der große Zoll-Hammer gegen fast alle Handelspartner, wie Sie hier nachlesen können.
Was war heute sonst noch wichtig?
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Der Tag ist morgen wieder für Sie da.
Tieftraurige Szenen vor dem Gesundheitsministerium der USA
Die bitteren Zeiten in den USA für viele Bundesbedienstete gehen weiter. Vor dem Gesundheitsministerium hat es lange Schlangen gegeben. Viele Wartende wussten nicht, ob sie gefeuert wurden oder noch einen Job haben. Die Regierung von Präsident Donald Trump hat Ernst gemacht mit dem angekündigten großen Personalabbau in dem Ministerium. Insgesamt werden 10.000 Mitarbeiter entlassen - zusätzlich zu 10.000, die bereits entlassen wurden oder Abfindungen erhalten hatten.
Viele hätten um 5 Uhr morgens Mails mit ihrer Entlassung bekommen, andere erfuhren es erst, nachdem sie sich an einer der Schlangen vor Ministeriumsgebäuden angestellt hatten und ihre Zutrittskarten nicht mehr funktionierten, berichtete die "Washington Post". Zu den Entlassenen gehören nach Recherchen der "New York Times" und der "Washington Post" führende Wissenschaftler, Manager der Gesundheitsbehörde CDC und der Leiter der Regulierungsbehörde für Tabak, der den Konsum vom E-Zigaretten einschränken wollte. Ihm sei eine Stelle in Alaska angeboten worden.
Mann stirbt bei schlimmem Unfall auf Bundesstraße
Ein 64-Jähriger ist bei einem Unfall auf der Bundesstraße 2 bei Gera ums Leben gekommen. Der Mann war in den frühen Morgenstunden mit dem Auto aus bislang ungeklärter Ursache am Abzweig Dorna in den Gegenverkehr geraten und dort frontal mit einem entgegenkommenden Laster zusammengestoßen, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer habe lebensbedrohliche Verletzungen erlitten und sei noch an der Unfallstelle gestorben.
Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Die Bundesstraße blieb über Stunden voll gesperrt. Die Polizei ermittele zum Unfallgeschehen.
Eine der Klagen gegen Sean "Diddy" Combs abgewiesen
Eine der Klagen gegen Sean "Diddy" Combs, dem sexuelles Fehlverhalten in dutzenden Fällen vorgeworfen wird, wurde von einem Richter in New York abgewiesen. In dem konkreten Fall wurde Combs der sexuellen Nötigung beschuldigt. Eine Frau hatte den Rapper 2024 unter dem anonymen Namen "Jane Doe" verklagt und behauptet, dass er sie im Jahr 1995 auf einer Party missbrauchen wollte und angegriffen habe, nachdem sie dessen Annäherungsversuche zurückgewiesen habe.
Laut eines Berichts des Branchenmagazins "Variety" hat sich die Klägerin dazu entschieden, den Fall nicht weiter zu verfolgen, nachdem das Gericht sie aufgefordert hatte, bis zum 20. März ihren richtigen Namen anzugeben. In einem dem Magazin vorliegenden Statement habe ihr Anwalt Tony Buzbee erklärt: "In diesem speziellen Fall hat sich Jane Doe dafür entschieden, nicht weiter zu machen. Es gibt eine Menge Angst unter diesen Klägern. Ich kann es ihr daher nicht verdenken." Sie habe sich nicht dem Medienrummel und der von ihr wahrgenommenen, vermeintlichen Gefahr aussetzen wollen.
Israel kommt Trump entgegen und hebt alle Zölle auf US-Importe auf
Israel hat kurz vor der erwarteten Ankündigung umfassender Gegenzölle der USA auf weltweite Importe alle Abgaben auf Einfuhren aus den Vereinigten Staaten aufgehoben. Das teilten Mitarbeiter der Regierung in Jerusalem mit. Die notwendige Unterschrift von Wirtschaftsminister Nir Barkat und die Billigung des Finanzausschusses im Parlament seien Formsache. Da bereits jetzt auf 98 Prozent aller US-Importe in Israel keine Zollgebühren erhoben werden, sind von der Maßnahme Zölle im Volumen von rund elf Millionen Dollar betroffen.
Israel rechnet nun damit, von keiner der angekündigten Zollerhöhungen betroffen zu sein. US-Präsident Donald Trump will am Mittwoch "reziproke Zölle", also wechselseitige Zölle, gegen fast alle Handelspartner verkünden.
Speedboot mit Touristen an Bord fängt Feuer
Für Dutzende Touristen findet der Ausflug auf einem Speedboot in Thailand ein jähes Ende: Das motorisierte Boot fängt Feuer, schnell steigt dichter schwarzer Qualm auf. Nur mit einem Sprung ins Wasser können sich die Insassen auf eine nahegelegene Insel retten.
Legendäre Knackerin von Nazi-Code stirbt mit 101 Jahren
Im Zweiten Weltkrieg half sie den Briten beim Knacken verschlüsselter Nachrichten: Charlotte "Betty" Webb war eine der letzten Code-Knackerinnen von Bletchley Park - nun ist sie im Alter von 101 Jahren gestorben, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. In Bletchley Park, einem Anwesen nördlich von London, hatten die Briten den Verschlüsselungscode der Nazis geknackt und auch daran gearbeitet, Nachrichten anderer verfeindeter Staaten zu verstehen. Filme wie "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" erzählen davon.
Webb war von 1941 bis 1945 für die Frauenabteilung des britischen Heeres im Einsatz, arbeitete mit deutschen und japanischen Nachrichten und später auch für das US-Pentagon. Jahrelang habe sie ihren Einsatz verschwiegen - bis 1975 sei er ein Geheimnis geblieben. Später wurde sie vom Königshaus geehrt und in die französische Ehrenlegion aufgenommen.
USA schicken deutliche Worte in Richtung China
So deutliche Worte der USA würde man sich in der Ukraine wohl in Richtung Russland erhoffen: Die Vereinigten Staaten bekräftigen angesichts eines chinesischen Großmanövers vor Taiwan ihre Unterstützung für die demokratisch regierte Insel. Das Außenministerium in Washington warf China vor, Sicherheit und Wohlstand der Region zu gefährden.
Für die Drohungen und den militärischen Druck Chinas auf Taiwan gebe es keine Rechtfertigung, sagte ein Ministeriumssprecher. Zuvor hatte das chinesische Militär das großangelegten Manöver als "strenge Warnung und starke Abschreckung gegen die taiwanische Unabhängigkeit" bezeichnet. Taiwans Präsident Lai Ching Te wurde in der Mitteilung als "Parasit" bezeichnet:
Denkwürdiger Vorgang im US-Kongress gegen Donald Trump
Mit einer kämpferischen Marathon-Rede hat der demokratische US-Senator Cory Booker in der Kongresskammer gegen die Politik von Präsident Donald Trump protestiert. Der 55-Jährige trat am Montagabend um 19 Uhr im Senat ans Rednerpult, sprach die ganze Nacht durch und war auch am Dienstagvormittag weiter am Reden. Seine Ansprache dauerte damit mehr als 17 Stunden.
"Ich erhebe mich heute Abend, weil ich ehrlich glaube, dass unser Land sich in einer Krise befindet", sagte der Senator und frühere Präsidentschaftsbewerber. "Das sind keine normalen Zeiten." Booker kritisierte unter anderem Trumps radikale Kürzungen des Staatsapparats mit der Entlassung von tausenden Angestellten des öffentlichen Dienstes. Der Senator warf dem Rechtspopulisten auch vor, immer mehr Macht an sich zu reißen und damit die US-Demokratie zu gefährden. Er sprach dabei von einem "verfassungswidrigen" Vorgehen Trumps. "In nur 71 Tagen hat der Präsident der Vereinigten Staaten der Sicherheit der Amerikaner, der finanziellen Stabilität, den Grundlagen unserer Demokratie so viel Schaden zugefügt", sagte der demokratische Senator, der in der Kongresskammer den Bundesstaat New Jersey vertritt.
Schweden will von Migranten "rechtschaffenes Verhalten" verlangen
Neue Verhaltensnormen für Migranten in Schweden: Wer sich nicht "rechtschaffen" verhält, dem soll künftig die Abschiebung drohen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf stellte die schwedische Regierung in Aussicht. "Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die nach Schweden kommen, ist vollkommen ehrlich", sagte der schwedische Migrationsminister Johan Forssell bei einer Pressekonferenz. "Aber das Vertrauen der Bürger in die Einwanderungspolitik beruht auf dem grundlegenden Prinzip, dass diejenigen, die nach Schweden kommen und Verbrechen begehen - oder sich auf andere Weise schlecht verhalten - nicht hier sein sollten."
In Folge steigender Zahlen von Asylsuchenden in Schweden seit 2015 wurde die Asylgesetzgebung wiederholt verschärft. Der jetzt angekündigte Gesetzentwurf ist die jüngste Maßnahme, seit die Mitte-rechts-Regierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson im Jahr 2022 ins Amt einzog. Besonders die rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die Kristerssons Regierung unterstützen, gelten als Befürworter einer strikteren Einwanderungspolitik.
Ed Sheeran reibt sich mit Mandarinenschale ein
Erst ein Eisbad, dann Gesichtspflege mit einer Mandarine und Zähneputzen mit Chilisauce: Der britische Sänger Ed Sheeran zeigt auf Tiktok seine angebliche Morgenroutine. Mit den ungewöhnlichen Maßnahmen bringt er seine Fans zum Schmunzeln. Ein Blick auf das Datum verrät den Grund für das humorvolle Video.
Wehmut bei Robert Habeck - und eine "Ellenbogen hoch"-Forderung
Wehmut auf den vorerst letzten Minister-Metern bei Robert Habeck. "Ein bisschen Abschiedsschmerz ist ja dabei", sagte er auf der Hannover Messe. "Weil es wohl erst mal meine letzte Hannover-Messe sein wird", so der Grünen-Politiker mit Blick auf das bevorstehende Ende seiner Amtszeit nach der verlorenen Bundestagswahl im Februar.
Verglichen mit früheren Jahren sei der Messerundgang für ihn nun deutlich entspannter, räumte der scheidende Bundeswirtschaftsminister ein. Schließlich gebe es auf der Messe immer lange Listen von Wünschen der Wirtschaft an die Politik. Jetzt könne er sagen: "Geben Sie mir die ruhig, die packe ich in meinem Nachfolger auf den Schreibtisch." Im Konflikt um US-Zölle forderte Habeck die EU auf, sich selbstbewusst zur Wehr zu setzen. Vorbild könne hier Kanada sein, das diesjährige Partnerland der Hannover Messe. An deren Messestand habe er gehört: "Wir machen jetzt Eishockey in der Politik, Ellenbogen hoch." Das solle man sich als Motto merken, so Habeck. "Ellenbogen raus. Nicht rumschubsen lassen."
Georgien ersetzt heikles russisches Gesetz mit exakter US-Kopie
Das georgische Parlament hat eine direkte Kopie eines US-Gesetzes gegen "ausländische Agenten" verabschiedet, das ein stark umstrittenes Gesetz nach russischem Vorbild gegen "ausländische Einflussnahme" ersetzt. Das neue Gesetz ist eine wörtliche Kopie eines US-Gesetzes mit dem Kürzel Fara, das "ausländische Agenten" dazu verpflichtet, sich bei den US-Behörden zu registrieren. Lobbyisten und Anwälte müssen dabei offenlegen, ob sie im Auftrag ausländischer Interessen arbeiten. Es ist nicht dazu gedacht, Medienorganisationen ins Visier zu nehmen. Das hochumstrittene russische Vorbild sah vor, dass sich Organisationen und Medien, die zu mindestens 20 Prozent aus dem Ausland finanziert werden, in Georgien als Organe registrieren lassen müssen, welche die "Interessen ausländischer Mächte verfolgen".
Damit würden "alle irreführenden Behauptungen, dass die georgischen Gesetze nicht den internationalen Standards entsprechen, ein Ende haben", sagte Parlamentspräsident Schalwa Papuaschwili. Gegner des neuen Gesetzes kritisieren jedoch, dass auch dieses anfällig für Missbrauch sei.
Deutschland kassiert russischen Tanker mitsamt Ladung ein
Mit einem für viele überraschend deutlichen Schritt hat Deutschland den im Januar in der Ostsee vor Rügen havarierten Öltanker "Eventin" eingezogen. "Mit der Einziehung werden die Voraussetzungen für eine Verwertung des Schiffes und der Ladung geschaffen", teilte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums mit. Ein Crewwechsel habe stattgefunden. Ergänzende Auskünfte seien aufgrund weiterhin laufender zollrechtlicher Maßnahmen derzeit noch nicht möglich, hieß es.
Bereits im Februar hatte "Der Spiegel" berichtet, das Schiff sei inklusive der Ladung beschlagnahmt worden. Das hatte der Ministeriumssprecher damals nicht bestätigen wollen. Die EU-Staaten hatten die "Eventin" bereits auf die Liste der Sanktionen gegen Russland gesetzt. Der Tanker ist damit eines von mehr als 150 Schiffen der sogenannten Schattenflotte, gegen die Sanktionen gelten.
"Deckel weggesprengt" - Blitz schlägt in Öltanks ein
Ein Unwetter im US-Bundesstaat Louisiana löst einen Großbrand aus. Dort schlägt ein Blitz in zwei Öltanks ein, die übertragene Energie erhitzt den Inhalt nach Einschätzung der Feuerwehr derart, dass der Deckel weggesprengt und der Inhalt entzündet wird.
Deutscher Polizist wird bei Einsatz gegen Mafia festgenommen
Bei dem koordinierten Einsatz gegen die Mafia und organisierte Kriminalität ist nach Angaben der Ermittler auch ein deutscher Polizist festgenommen worden. Er soll die kalabrische Mafia 'Ndrangheta unterstützt haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Waiblingen mitteilten. Der Polizeibeamte gehöre der Landespolizei Baden-Württemberg an und sei beim Polizeipräsidium Aalen beschäftigt. Gegen den 46 Jahre alten Polizeihauptmeister sei Haftbefehl wegen Geheimnisverrats erlassen worden.
Der Einsatz gehe auf eine seit dem Sommer 2021 bestehende Ermittlungskooperation mit den italienischen Behörden zur Bekämpfung der Mafia und der organisierten Kriminalität zurück. Den Verdächtigen werden Verbindungen zur kalabrischen Mafia 'Ndrangheta vorgeworfen, wie die italienische und die deutsche Polizei weiter mitteilten. Sie sollen am Aufbau einer kriminellen Organisation beteiligt gewesen sein, die auch in Deutschland ihre Ableger haben soll:
Mutter soll Neugeborenes getötet haben - Festnahme
Eine Mutter soll in Niedersachsen ihr Neugeborenes getötet haben. Die Frau wurde festgenommen, wie die Polizei in Verden mitteilte. Demnach wurden die Beamten am Montagnachmittag von Angehörigen der Familie, welche die Leiche gefunden hatten, zu einer Wohnung in Achim gerufen. Einer Obduktion zufolge ist von einem Tötungsdelikt auszugehen.
Die mutmaßliche Mutter des Kindes wurde festgenommen. Ihre Vorführung vor einem Haftrichter war für heute geplant. Die Hintergründe blieben unklar.
Fünfjähriger beim Rauchen von E-Zigarette erwischt - Ärger für Mutter
Man glaubt es kaum, und doch ist es wahr: In Biberach wurde ein Fünfjähriger mehrfach dabei gesehen, wie er an einer E-Zigarette zog - im Beisein seiner Mutter. Auf die 24-Jährige kommt nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz zu, wie ein Polizeisprecher sagte. Auch das Jugendamt werde informiert.
Polizisten hatten den Jungen mit einer E-Zigarette in der Hosentasche erwischt. Seine Mutter räumte ein, dass ihr Sohn daran geraucht habe. Den Angaben nach bat sie die Polizisten, ihm zu sagen, dass er damit aufhören solle. Ein Zeuge hatte zuvor die Polizei informiert. Er hatte beobachtet, wie das Kind in Begleitung seiner Mutter mehrfach an der E-Zigarette gezogen haben soll. Polizisten passten die beiden am Polizeirevier ab, weil sie auf einer Straße in diese Richtung liefen.
Flucht beim Abschleppen: Mann fährt Pfänder über Kopf
In der US-Stadt Memphis spielen sich schockierende Szenen ab: Um nicht abgeschleppt zu werden, setzt ein Autofahrer plötzlich zurück. Dabei rammt er einen Mitarbeiter des Abschleppdienstes und fährt ihm über den Kopf - mutmaßlich absichtlich. Der Pfänder überlebt verletzt.
Lavamassen schieben sich in Richtung Fischerort
Auf Island sprudelt wieder glutrote Lava aus der Erde. Der seit Wochen erwartete Vulkanausbruch auf der Reykjanes-Halbinsel südwestlich der Hauptstadt Reykjavik begann nach Angaben der isländischen Wetterbehörde am Vormittag unmittelbar nördlich des Fischerortes Grindavík (genau, das ist der Ort, der seit Ende 2023 permanent betroffen ist). In Live-Aufnahmen des Rundfunksenders RÚV war zu sehen, wie sich die Lava ihren Weg aus einem riesigen Riss an die Erdoberfläche bahnte.
Die Wetterbehörde sprach knapp 45 Minuten nach Ausbruchsbeginn davon, dass der Erdriss nun rund 700 Meter lang sei. Auch wenn er relativ stabil aussehe, könne nicht ausgeschlossen werden, dass er sich weiter in Richtung Norden oder Süden ausdehne. Nach RÚV-Angaben öffnete sich kurz darauf ein neuer Riss nahe Grindavík. Die isländische Zivilschutzbehörde rief die Notfallstufe aus.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
die Spätschicht hat übernommen. Ab jetzt bin ich an dieser Stelle für Sie da. Mein Name ist Robin Grützmacher und bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie gerne eine Mail an: robin.gruetzmacher@ntv.de.
Le Pen: "Das System hat die Atombombe hervorgeholt"
Mit diesem Urteil kann Marine Le Pen nicht einverstanden sein - und das zeigt sie auch öffentlich. Das rechtsnationale Aushängeschild hält den von einem Gericht gegen sie verhängten befristeten Ausschluss von Wahlen für einen Vernichtungsschlag des politischen Gegners. "Das System hat die Atombombe hervorgeholt und wenn sie eine so mächtige Waffe gegen uns einsetzen, dann weil wir kurz davor sind, die Wahlen zu gewinnen", sagte sie in Paris mit Blick auf die französische Präsidentschaftswahl in zwei Jahren. Ihre Gegner sähen, dass alle bisherigen Schritte gegen sie nichts gebracht hätten und schalteten deswegen einen Gang höher. Ein Schuldeingeständnis oder Reue angesichts der veruntreuten öffentlichen Gelder, für die sie nun bestraft wurde, sieht anders aus.
"Die Dinge sind sehr klar, wir lassen uns nicht alles gefallen", sagte Le Pen. Es gehe auch darum, "die Franzosen zu verteidigen, die das Recht haben, zu wählen, wen sie wollen, und um das Land zu verteidigen, weil das Land heute ins Wanken geraten ist." Die gesamte Abfassung des Urteils sei "Wahnsinn", sagte sie. Ihr politischer Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, rief Unterstützer und aufgebrachte Franzosen dazu auf, sich friedlich und demokratisch gegen "eine Entscheidung der Ungerechtigkeit" zu wehren. "Nichts wird uns davon abhalten, dafür zu kämpfen, dass wir an die Macht kommen." Die Partei werde nach dem Urteil alle juristischen Möglichkeiten prüfen.
Frau nach mehr als 90 Stunden aus Erdbeben-Trümmern gerettet
Es ist ein Hoffnungsschimmer inmitten der Zerstörung: Mehr als 90 Stunden nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist eine Frau lebend aus den Trümmern geborgen worden. Die Frau Anfang 60 sei in der Hauptstadt Naypyidaw nach ihrer Rettung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die örtliche Feuerwehr auf Facebook mit. Die Frau war den Angaben zufolge am Morgen des vierten Tags nach der Katastrophe lebend unter Trümmern entdeckt worden. Die daraufhin eingeleitete Rettungsaktion verlief erfolgreich.
Das Erdbeben der Stärke 7,7 hatte sich am frühen Freitagnachmittag in nur geringer Tiefe ereignet und zahlreiche Gebäude in Myanmar zum Einsturz oder in Schieflage gebracht. Myanmars Militärregierung sprach am Montag von mehr als 2000 Todesopfern, mehreren Hundert Vermissten sowie 3900 Verletzten. Es wird allerdings mit einem deutlichen weiteren Anstieg der Opferzahlen gerechnet. Die Katastrophe trifft das Bürgerkriegsland Myanmar hart, schon vor dem Beben waren viele Bewohner von Hunger bedroht und mindestens 3,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Aus dem Nachbarland Thailand wurden mindestens 20 Tote durch das Beben gemeldet.
Bekannter US-Jurist: "Die Regierung ist faschistisch. Das Land noch nicht."
Das Entsetzen über die politischen Geschehnisse in den USA ist groß - auch im Land selbst. Mark Lemley, einer der angesehensten Juristen der Vereinigten Staaten, kritisierte Donald Trump mit sehr deutlichen Worten: "Trump attackiert jede Säule des Staates", sagte Lemley im Interview mit dem "Stern". Er beleidige und bedrohe Richter, die gegen ihn entscheiden. Seine Lakaien im Kongress strebten Amtsenthebungsverfahren gegen solche Richter an. Außerdem habe der Präsident bereits damit öffentlich geflirtet, Gerichtsurteile zu ignorieren. Lemley sagt: "Das ist die letzte Hürde, die uns bislang davor bewahrt hat, eine Diktatur zu werden."
In den Kongress hat Lemley kein Vertrauen mehr, einzig die Gerichte könnten Trump noch stoppen: "Wenn der Oberste Gerichtshof nicht einschreitet oder Trump sich über Urteile hinwegsetzt, ist das für mich ein Staatsstreich", so Lemley. Derzeit werde Trump von Menschen beraten, die glauben, die gesamte Macht läge beim Präsidenten. So sei es "nur noch ein sehr kleiner Schritt bis zur dritten Amtszeit". Lemley, der in Stanford lehrt, überlegt derzeit, ob er die USA verlassen soll, wie es bereits andere Wissenschaftler getan haben, etwa Timothy Snyder. "Die Regierung ist faschistisch. Das Land noch nicht."
Diese Schauspieler mimen die Beatles - in gleich vier Filmen
Ein einzelner Film kann einer Band wie den Beatles nicht gerecht werden - das hat sich der britische Regisseur Sam Mendes gedacht und daher die Veröffentlichung von gleich vier Filmen über die vier Kult-Musiker innerhalb eines Monats angekündigt. Das "Kino-Ereignis" bestehend aus vier Filmbiografien werde ab April 2028 auf der großen Leinwand gezeigt, erklärte Mendes bei der Kinomesse CinemaCon in der US-Metropole Las Vegas.
Jedem Beatles-Mitglied ist demnach ein eigener Film gewidmet. Paul Mescal spielt Paul McCartney, Harris Dickinson wurde für die Darstellung von John Lennon ausgewählt und Joseph Quinn als George Harrison. Als Ringo Starr soll Barry Keoghan vor der Kamera stehen. Jeder Film werde "aus der besonderen Perspektive" von einem der Bandmitglieder erzählt, kündigte Mendes an. "Sie sind vier sehr unterschiedliche Menschen. Vielleicht ist das eine Gelegenheit, sie ein bisschen tiefgreifender zu verstehen." Zusammen erzählten die Filme aber "die Geschichte der großartigsten Band der Geschichte".
Meloni kann mit Le-Pen-Urteil nichts anfangen
Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich irritiert darüber gezeigt, dass die wegen Veruntreuung verurteilte französische Politikerin Marine Le Pen befristet von Wahlen ausgeschlossen wird. Sie kenne zwar weder die Vorwürfe gegen Le Pen noch die Gründe für eine "solch strenge Entscheidung", sagte Meloni der Zeitung "Il Messaggero". "Aber ich glaube nicht, dass irgendjemand, dem die Demokratie am Herzen liegt, sich über ein Urteil freuen kann, das die Vorsitzende einer großen Partei trifft und Millionen Bürgern die Vertretung entzieht."
Die rechtsnationale Politikerin Le Pen war am Montag wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig gesprochen worden. Teil der Strafe ist, dass die Rechtsnationale fünf Jahre lang nicht bei Wahlen antreten darf. Die Strafe tritt sofort in Kraft - anders als eine teils auf Bewährung ausgesetzte Haftstrafe. Le Pen kann damit aller Voraussicht nach nicht bei der Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren. Die 56-Jährige kündigte an, so schnell wie möglich Berufung einlegen zu wollen. Die Chancen sind jedoch gering, dass ein solches Verfahren schnell zum Abschluss kommt.
Totes Baby in Wohnung nahe Bremen gefunden
Nach dem Fund eines toten Säuglings in Achim bei Bremen sind die Hintergründe unklar. "Wir warten auf das Obduktionsergebnis", sagte eine Polizeisprecherin. Die Untersuchungen sollen klären, woran das Baby starb. Der Sprecherin zufolge wurde die Polizei am Montagnachmittag über den Fund des toten Säuglings informiert.
Beamte sicherten in der Wohnung Spuren, um im Falle einer Straftat Beweismittel zu haben. Es ist noch unklar, ob es sich um einen Unglücksfall oder eine Straftat handelt. Das Obduktionsergebnis wird im Laufe des Tages erwartet. Dann kann die Polizei weitere Informationen zu dem Fall mitteilen.
E-Auto-Fahrassistent schaltet sich plötzlich ab - drei Frauen sterben bei Unfall in China
Für die drei Frauen kam jede Hilfe zu spät. Bei einem schweren Unfall in China sind die drei Insassen eines E-Sportwagens verbrannt. Wie der Hersteller Xiaomi - in Deutschland vor allem für seine Smartphones bekannt - mitteilte, fuhr der Wagen kurz vor dem Aufprall am 29. März nachts in der ostchinesischen Provinz Anhui mit angeschaltetem Fahrassistenten NOA (Navigation on Autopilot) bei Tempo 116. Als sich das Auto einer Baustelle näherte, gab das Fahrzeug Alarm und wechselte in den manuellen Modus, wie aus einem Protokoll hervorging, das Xiaomi nun auf Weibo, Chinas Version der Online-Plattform X, veröffentlichte. Der SU7-Sportwagen bremste demnach zwar, prallte aber wenige Sekunden später mit Tempo 97 gegen eine Absperrung.
Warum der Wagen gegen das Hindernis prallte, wird noch ermittelt. Xiaomi gab an, mit der Polizei zusammenzuarbeiten, um die Ursache zu klären. Online kursierten Videos, die das in Flammen stehende Auto zeigen sollen, das in China seit seinem Erscheinen vor rund einem Jahr ein Verkaufsschlager ist. Auf Fotos war das völlig demolierte, ausgebrannte Wrack zu sehen.
Jetzt sucht auch die Luftwaffe nach dem kleinen Pawlos
Wo ist Pawlos? Seit mehr als einer Woche wird der Sechsjährige vermisst. Jetzt steigt die Bundeswehr mit einem Aufklärungsflugzeug in die Suche ein. Dazu habe das Polizeipräsidium Westhessen ein Ersuchen auf Amtshilfe gestellt, das militärisch gebilligt worden sei, sagte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr in Berlin. Ein für die Luftaufklärung gerüsteter Eurofighter ("Recce") soll hochauflösende Aufnahmen liefern, um das Kind aufzuspüren. Nach dem Stand der Planungen soll die Maschine in Nörvenich starten, wo das Taktische Luftwaffengeschwader 31 "Boelcke" beheimatet ist.
Suche nach Pawlos: Ermittler starten bundesweite Aktion
Der Junge aus dem mittelhessischen Weilburg war am vergangenen Dienstagmittag ohne ersichtlichen Grund von seiner Förderschule davongelaufen. Zuletzt tauchte ein Video auf, das den Jungen laut Polizei "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" zeigt. Darauf ist zu sehen, wie er auf einer stark befahrenen Straße steht. Ein Verkehrsteilnehmer begleitet ihn daraufhin von der Fahrbahn. Seitdem gibt es keine Spur von Pawlos.
Elon Musk sagt, wie viel Unterhalt er angeblich zahlt
Als einer der reichsten Männer der Welt sollte man ein bisschen Geld für die eigenen Sprösslinge parat haben. Sollte man meinen. Doch Elon Musk, der schätzungsweise 14 Kinder mit vier verschiedenen Frauen gezeugt hat, ist offenbar nicht ganz so spendabel, wie sein Vermögen suggerieren würde. Das sagt zumindest Ashley St. Clair. Doch Musk bestreitet, dass er die konservative Influencerin und das angeblich gemeinsame Kind "finanziell benachteiligt" hat. Der Milliardär nennt sogar konkrete Summen, die er ihr angeblich zahlt. Auf seiner Plattform X reagierte er auf ein Video, das Ashley St. Clair beim Verkauf ihres Teslas zeigt. Sie hatte erklärt, sie müsse ihr Auto zu Geld machen, weil Musk den Unterhalt für ihren gemeinsamen Sohn gekürzt habe.
Musk erklärte dazu: "Ich weiß nicht, ob das Kind meins ist oder nicht, aber ich bin nicht dagegen, es herauszufinden. Dafür braucht es keinen Gerichtsbeschluss." Weiter schreibt er: "Obwohl ich es nicht mit Sicherheit weiß, habe ich Ashley 2,5 Millionen Dollar gegeben und sende ihr 500.000 Dollar pro Jahr." Die Reaktion von St. Clair ließ nicht lange auf sich warten. "Elon, wir haben dich gebeten, die Vaterschaft durch einen Test zu bestätigen, bevor unser Kind (das du benannt hast) überhaupt geboren wurde. Du hast dich geweigert", antwortete sie auf X. Sie stellte außerdem klar: "Du hast nicht 'mir' Geld geschickt, du hast Unterhalt für dein Kind geschickt, den du für notwendig hieltest... bis du den größten Teil davon zurückgezogen hast, um Kontrolle auszuüben und mich für 'Ungehorsam' zu bestrafen." Was genau damit gemeint ist, wissen wohl nur die beiden.
Vier Tote bei Kollision auf Autobahn in Österreich
In Österreich sind beim Zusammenstoß eines Kleinbusses mit einem Lastwagen vier Menschen getötet worden. Mindestens drei weitere Insassen seien schwer verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher am Morgen mit. Der Unfall ereignete sich auf einer Autobahn bei Scheiblingkirchen, rund 80 Kilometer südlich von Wien. Details zur Unfallursache und zur Herkunft der Opfer gebe es bis jetzt nicht, so der Polizeisprecher weiter. Die Autobahn in Richtung Wien wurde gesperrt.
Update 11.42 Uhr: Bei den Todesopfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um vier Frauen aus der Ukraine.
Niedersachsens Ministerpräsident Weil kündigt Rückzug an
Niedersachsens langjähriger Ministerpräsident Stephan Weil zieht sich zurück. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird er sich zum Mai sowohl als SPD-Landesvorsitzender als auch als Regierungschef zurückziehen.
Experten kritisieren Vereinnahmung Bonhoeffers durch amerikanische Rechte
Kurz vor dem 80. Todestag Dietrich Bonhoeffers haben Experten sich besorgt gezeigt über die Vereinnahmung des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers durch extreme Kräfte. US-amerikanische Rechtspopulisten aus Teilen des evangelikalen Milieus, die zugleich entschiedene Unterstützer von Präsident Donald Trump seien, "haben Bonhoeffer für ihre politischen Ziele gekapert", sagte Heinrich Bedford-Strohm, früherer Chef des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). "Da wird der gewaltsame Sturm aufs Kapitol mit Bonhoeffers Gedanken zum Widerstand gegen Hitlers Unrechtsregime gerechtfertigt. Das ist völlig absurd."
Der Chef der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in der Oberpfalz, Jörg Skriebeleit, sagte: "In den USA wurde Bonhoeffer, vor allem durch die Biografie von Eric Metaxas, zugerichtet und umgedeutet als Opponent gegen das Böse." Und das Böse sei aus evangelikaler Sicht eine liberale Politik, was unter "Wokeness" zusammengefasst werde. Auch Bonhoeffers USA-Aufenthalt passe nicht in dieses verzerrte Bild: Er sei damals zum Beispiel in Harlem gewesen, habe sich bewusst mit People of color und deren Situation beschäftigt.
Bonhoeffer, 1906 in Breslau geboren, war ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. Am 9. April 1945, kurz vor Kriegsende, wurde er im KZ Flossenbürg in Ostbayern ermordet.
Sturmtief setzt griechische Inseln unter Wasser
Starke Unwetter in Griechenland haben auf zahlreichen Inseln in der Ägäis zu Überschwemmungen geführt. Unter anderem auf Mykonos, Paros und Chios wurde vorübergehend der Autoverkehr verboten, weil Straßen überflutet waren; Schulen bleiben bis auf weiteres geschlossen, wie die Zeitung "Kathimerini" berichtete. Verletzte gab es demnach bislang nicht. Das stürmische Wetter soll noch mindestens heute andauern.
Auf der Insel Paros verursachte der Starkregen Steinrutsche und überschwemmte Straßen. Zwei Menschen saßen wegen der Wassermassen in ihrem Auto fest und mussten gerettet werden, andere konnten ihre Häuser nicht verlassen. Vielerorts fiel auch Hagel. Zudem herrschte stürmischer Wind. Beim Versuch, in Chios anzulegen, rissen die Taue einer Fähre die Poller vom Kai, berichtete die Zeitung "To Proto Thema". Das Schiff habe nicht anlegen können.
Razzia gegen organisierte Kriminalität und Mafia
Mehrere Hundert Polizisten gehen in vier Bundesländern mit einer Razzia gegen Mafia und organisierte Kriminalität vor. Das teilte die Polizei in Aalen mit. Demnach laufen Untersuchungen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und auch in Italien. Es habe Festnahmen gegeben. Genaue Orte der Durchsuchungsmaßnahmen in Wohnobjekten nannte ein Polizeisprecher nicht.
Die Razzia laufe in mehreren Landkreisen in Baden-Württemberg, sagte der Polizeisprecher. Darunter seien der Rems-Murr-Kreis, der Kreis Ludwigsburg und der Großraum Stuttgart. Der Einsatz gehe auf eine Ermittlungskooperation mit den italienischen Behörden zur Bekämpfung der Mafia und organisierten Kriminalität zurück. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei luden zu einer Pressekonferenz für 14 Uhr im Landratsamt in Waiblingen ein.
Riesige Explosion erschüttert Malaysia
Die Explosion einer Gaspipeline hat nahe der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur ein gewaltiges Feuer ausgelöst. Das Unglück ereignete sich am Morgen (Ortszeit) in der Gemeinde Putra Heights an einer Pipeline des staatlichen Konzerns Petronas, wie die zuständige Einsatzstelle Smart Selangor Operation Centre (SSOC) mitteilte. Mehrere Menschen seien in umliegenden Häusern eingeschlossen. Retter seien im Einsatz, um sie zu befreien.
Die Zeitung "The Star" sprach von einem "riesigen Inferno". Mehrere Menschen in dem Unglücksgebiet hätten Verbrennungen erlitten. Sie seien zur Erstversorgung in eine nahe gelegene Moschee gebracht worden. Die geschätzte Zahl der abgebrannten Häuser stehe derweil noch nicht fest, hieß es. Was die Explosion auslöste, ist noch unklar.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
wie geht es weiter nach dem folgenreichen Urteil gegen Marine Le Pen? Die französische Rechtspopulistin sieht nach eigenem Bekunden keine Chance mehr auf eine Teilnahme an der Präsidentschaftswahl 2027. "Um es klar zu sagen: Ich bin ausgeschlossen, aber in Wirklichkeit sind es Millionen von Franzosen, deren Stimmen ausgeschlossen wurden", sagte Le Pen am Montagabend dem Sender TF1. Sollte es ihr gelingen, das Urteil noch rechtzeitig zu kippen, werde sie für das Präsidentenamt kandidieren. Sie habe aber kein Vertrauen darin, dass sie noch vor der Wahl dazu angehört werde. In Umfragen war Le Pen zuletzt Favoritin auf das Präsidentenamt.
Ihre Partei mobilisiert derweil zu einem frankreichweiten Protest. "Ich rufe zu einer friedlichen Volksmobilisierung auf", erklärte der Chef des Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, am Abend. "Wir werden in den nächsten Wochen überall vor Ort sein. Denjenigen, die sich von der Demokratie abwenden wollen, werden wir zeigen, dass der Wille des Volkes am stärksten ist."
Diese Termine stehen heute auf dem Plan:
Die geschäftsführende Bundesinnenministerin Nancy Faeser will um 10 Uhr eine Bilanz ihrer Migrationspolitik ziehen. In ihrer Amtszeit ist die Zahl der Abschiebungen deutlich gestiegen, auf insgesamt 20.084 im vergangenen Jahr.
Union und SPD wollen ihre Koalitionsverhandlungen zunächst in kleineren Runden fortsetzen. Unterarbeitsgruppen sollen heute zu Themen wie Finanzen beraten, wie es aus Verhandlungskreisen hieß.
Chinas Außenminister Wang Yi besucht Moskau und spricht mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow über den Krieg in der Ukraine. Auch Kremlchef Wladimir Putin bereitet sich auf ein Treffen mit dem Gast aus Peking vor.
Die Bundeswehr stellt heute in Litauen die für den verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke vorgesehene Panzerbrigade 45 in Dienst.
Am zweiten Tag im Prozess gegen die Ex-RAF-Terroristin Daniela Klette wird das Gericht über mehrere Anträge der Verteidigung entscheiden.
Um 11 Uhr gibt es in Berlin eine Klima-PK des Deutschen Wetterdienstes unter anderem dazu, wie und mit welchen Folgen sich das Klima in Deutschland seit 1881 verändert hat.
Doublesieger Bayer Leverkusen will gegen Arminia Bielefeld erneut ins DFB-Pokalfinale einziehen. Die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso ist gegen den Drittligisten klarer Favorit (20.45 Uhr/ARD und Sky sowie im ntv.de-Liveticker).
Kommen Sie gut in den neuen Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Trump äußert sich zu Le-Pen-Urteil
US-Präsident Donald Trump hat den befristeten Ausschluss der französischen Politikerin Marine Le Pen bei Wahlen mit der Situation in den USA verglichen. "Das ist eine sehr große Sache. Ich weiß alles darüber", sagte er bei einem Pressetermin im Weißen Haus. "Ihr wurde für fünf Jahre verboten zu kandidieren und sie ist die Spitzenkandidatin. Das klingt nach diesem Land", sagte Trump.
Trump dürfte darauf anspielen, dass Kläger in mehreren Bundesstaaten versucht hatten, seine Teilnahme an den parteiinternen Vorwahlen für die US-Präsidentschaftswahl zu verhindern. Hintergrund der Auseinandersetzung war der beispiellose Angriff auf den US-Parlamentssitz am 6. Januar 2021. Anhänger Trumps hatten damals gewaltsam das Kapitol in Washington gestürmt. Das Oberste US-Gericht entschied schließlich, dass Trump an den Vorwahlen seiner Partei teilnehmen kann. Der Republikaner wurde zum Kandidaten seiner Partei gewählt und gewann in der Folge die Präsidentschaftswahl im November.
In Myanmar gehen nach dem Erdbeben die Leichensäcke aus
"Die Zahl der Todesopfer ist absolut katastrophal. Und leider steigt sie weiter." Mit diesen Worten zitiert Myanmar Now eine Sprecherin von UNOCHA (Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten) aus der Stadt Yangon. Laut Militärjunta liegt die Zahl der Toten nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar mittlerweile bei mehr als 2000. Rund 3900 Menschen wurden verletzt, 270 werden weiter vermisst. Jedoch schätzen Experten, dass die echten Zahlen noch viel höher sein könnten. Wegen der desaströsen Situation im Zuge des Putsches stellen sowohl die Infrastruktur als auch der Informationsfluss ein großes Problem dar. Schätzungen zufolge lebten Millionen Menschen in den Gebieten, die vom Erdbeben und den zahlreichen Nachbeben betroffen waren.
"Die Militärjunta Myanmars verbreitet weiterhin Angst, selbst nach einer schrecklichen Naturkatastrophe, die Tausende Menschenleben und Verletzte forderte", sagte Bryony Lau, stellvertretende Asien-Direktorin von Human Rights Watch. In der stark betroffenen Stadt Sagaing seien den Rettungskräften die Leichensäcke ausgegangen, und die Stadt sei vom Geruch verwesender Leichen erfüllt. "Selbst wenn sie alle drei Minuten eine Leiche einäschern würden, müssten sie rund um die Uhr arbeiten", hieß es.
Kid Rock mit Funkel-Outfit bei Trump im Weißen Haus
US-Präsident Donald Trump hat Rock-Rapper Kid Rock im Weißen Haus begrüßt. Der Republikaner unterzeichnete bei dem gemeinsamen Termin im Oval Office ein Dekret, das darauf abzielt, Wucherpreise beim Verkauf von Tickets in der Live-Unterhaltungsbranche zu beenden. "Ich wusste nicht allzu viel darüber, aber ich habe mich informiert, und es ist ein großes Problem", sagte der Republikaner, während Kid Rock in einem funkelnden Outfit, auf das die US-Flagge gedruckt war, neben ihm stand.
"Jeder, der in den vergangenen zehn, vielleicht 20 Jahren ein Konzertticket gekauft hat, weiß, dass es ein Dilemma ist, ganz gleich, welcher politischen Richtung man angehört", sagte der Musiker. Er sei ein Kapitalist und ein Verfechter der Deregulierung, aber nichts anderes scheine gegen den Preiswucher zu helfen, so der 54-Jährige. Der Rock-Rapper ist dafür bekannt, Trump offen zu unterstützen, er trat bereits beim Parteitag der Republikaner im vergangenen Sommer in Milwaukee auf. Auch bei einer Veranstaltung vor Trumps Amtseinführung im Januar stand Kid Rock auf der Bühne.