Spionage-Angst: Studenten aus China müssen immer öfter draußen bleiben
Deutschland lehnt laut einem Medienbericht im Verhältnis zu anderen Ländern deutlich mehr Visumanträge von Wissenschaftlern und Studenten aus China ab. Wie die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichteten, wies das für die Vergabe zuständige Auswärtige Amt allein im vergangenen Jahr etwa 200 Anträge von Nachwuchs-Forschern ab. Rund ebenso viel normalen Studierenden sei 2025 kein Visum erteilt worden.
Hintergrund ist offenbar die Furcht vor Spionage vor allem im Technologiesektor. Aus keinem anderen Herkunftsland seien Bewerber in dieser Größenordnung wie auch China abgelehnt worden, berichteten die Medien weiter. Insgesamt haben demnach im vergangenen Jahr rund 2100 Forscher und Wissenschaftler und 8800 Studierende aus China ein Visum für einen akademischen Aufenthalt in Deutschland erhalten.
Den Recherchen von "SZ", NDR und WDR zufolge ist es mittlerweile Standard, Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in die Prüfung der chinesischen Bewerbungen einzubinden. Das liege nicht zuletzt am Nationalen Geheimdienst-Gesetz, das seit 2017 in China gilt. Danach ist jeder chinesische Bürger und jede Bürgerin verpflichtet, mit den Geheimdiensten des Landes zu kooperieren, wenn diese es verlangen.
Studie enthüllt neue Erkenntnisse über Laschet-Lacher
Als sich Armin Laschet nach der Ahrtalflut 2021 einen Lacher während eines Ortstermins erlaubte, hat das dem Ruf des damaligen Kanzlerkandidaten geschadet. Ein tatsächlicher Einfluss auf das spätere Wahlverhalten konnte allerdings nicht nachgewiesen werden, wie die Universitäten Mainz und Frankfurt am Main mitteilten. Dies ergab demnach eine Studie von Forschern zu den Auswirkungen des "Laschet-Lachers".
Ein Foto davon wurde lange als Wendepunkt im Bundestagswahlkampf betrachtet. "Bis heute hält sich die Vorstellung, dass dieser Moment Laschet möglicherweise sogar die Wahl gekostet hat", erklärte Constantin Wurthmann von der Universität Mainz. Wähler reagierten positiv auf angemessene emotionale Reaktionen von Politikern. Das sei gut belegt, so Wurthmann. Über unangemessene Reaktionen sei bislang weniger bekannt. Dabei stehe die Frage im Fokus, ob ein Imageschaden auch das politische Verhalten beeinflusse.
Zufälligerweise lief zu der Zeit bereits eine Langzeitbefragung zur Bundestagswahl 2021, mit Umfragen vor und nach dem Lacher. Deren Ergebnisse lieferten nun die Grundlage für die neue Studie und zeigten einen moderaten messbaren Imageschaden Laschets. In Bezug auf Wahlbeteiligung und -entscheidung seien allerdings keine nennenswerten Auswirkungen beobachtet worden, so das Ergebnis der Studie. "Der Schaden am Bild der Person ist real, aber begrenzt, und übersetzt sich nicht in Verhalten", erklärte Wurthmann.
Nur der Aufbau ragt heraus: Rätsel um iranisches Schiff
Türkische Reporter machen nahe der Straße von Hormus einen brisanten Fund. Ein teilweise versunkenes iranisches Schiff ragt nur noch mit dem Deckaufbau aus dem Wasser. Ein US-Angriff Anfang September könnte dahinterstecken. Das Interessante: Ursprünglich soll es ein Handelsschiff gewesen sein, das später dann für militärische Zwecke umgebaut wurde.
Von Lkw abgedrängt - nach Pkw-Fahrer stirbt auch dreijährige Tochter
Nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 bei Emmerich in Nordrhein-Westfalen sind ein 36-Jähriger und dessen 3-jährige Tochter gestorben. Das Kind erlag in einer Klinik seinen Verletzungen, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte. Der Mann war bei dem Unfall am Montagabend ums Leben gekommen. Seine schwangere Frau wurde schwer verletzt. Nach jüngsten Angaben schwebte die 26-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr.
Die Familie war laut Polizei in Richtung Köln unterwegs, als ein Lastwagen nach links ausscherte und dabei möglicherweise deren Auto übersah. Der Wagen überschlug sich daraufhin, während der aus den Niederlanden kommende Sattelzug laut Polizei kurz abbremste, dann aber weiterfuhr. Nach Angaben der Beamten muss er den Unfall bemerkt haben. Sie suchten nach Fahrzeug und Fahrer.
Deutschland bezahlte 2025 deutlich weniger Asylbewerberleistungen
Im vergangenen Jahr haben in Deutschland weniger Menschen Asylbewerberleistungen bezogen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhielten Ende 2025 rund 390.000 Menschen Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz, das waren 15 Prozent oder 71.400 Bezieher und Bezieherinnen weniger als im Jahr zuvor. Mit einem Anteil von 17 Prozent war Syrien das am häufigsten vertretene Herkunftsland. Das Gesetz unterscheidet zwischen Regelleistungen zur Deckung des Grundbedarfs, also für Ernährung, Kleidung und Unterkunft, sowie besonderen Leistungen in speziellen Situationen.
Dem Statistikamt zufolge waren zuletzt 61 Prozent der Regelleistungsempfänger männlich und 39 Prozent weiblich. Zudem waren 31 Prozent minderjährig und 62 Prozent zwischen 18 und 49 Jahren alt. Fast die Hälfte der Leistungsbeziehenden (48 Prozent) stammte aus Asien, 30 Prozent aus Europa und 17 Prozent aus Afrika. Nach Syrien folgten als häufigste Herkunftsländer die Türkei, Afghanistan und der Irak.
Beeinflussungsversuch? SPD-Spitzenkandidat ließ Spende im Januar zurücküberweisen
Nach Bekanntwerden von Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach hat seine Partei weitere Details genannt. Demnach habe es "über den Jahreswechsel den Versuch einer Spende an die SPD Berlin in Höhe von 9900 Euro" gegeben, teilte Schatzmeister Fabian Fischer mit. "Auf Weisung unseres Spitzenkandidaten wurde umgehend entschieden, diese Spende abzuweisen." Demzufolge soll ein Unternehmer am vergangenen 29. Dezember 9900 Euro auf das Konto der SPD Berlin überwiesen haben. Krach soll am 7. Januar von der SPD-Landesgeschäftsführung informiert worden sein und die Rücküberweisung am Tag danach angeordnet haben, hieß es im Bericht. Das Geld sei am 9. Januar an den Absender zurücküberwiesen worden.
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus in anderthalb Wochen Ermittlungen gegen Krach aufgenommen. Zu konkreten Vorwürfen äußerte sie sich nicht und verwies auf die Unschuldsvermutung. Krach sagte, der Vorwurf beziehe sich auf ein Vergabeverfahren zu einem Klinikverkauf in der Region Hannover, wo er als Regionspräsident für den Wahlkampf beurlaubt ist. Den Vorwurf der Beeinflussung wies er als haltlos zurück. Er habe "in keinster Weise irgendeine Summe von diesem Bieter, weder privat noch als SPD-Landesvorsitzender, jemals angenommen".
Kurioser Unfall: Auto steckt meterhoch über Fahrbahn fest
Autofahrer staunen nicht schlecht, als sie Beine von der Decke eines Tunnels baumeln sahen. Mehr noch, steckt da ein ganzes Fahrzeug fest - inklusive Fahrer. Der verliert zuvor bei der Auffahrt auf die Interstate 20 die Kontrolle über seine Limousine. Das Auto überschlägt sich und bleibt in einer Betonkonstruktion hängen. Der Fahrer ist zum Glück ansprechbar.
Kirche stellt sich gegen AfD und fürchtet Konsequenzen in Sachsen-Anhalt
Im Kampf gegen den Islam führen viele AfD-Anhänger immer wieder die christliche Prägung Deutschlands als Gegenargument ins Feld. Allerdings sieht die katholische Kirche so gar keine Überschneidung zwischen ihren Grundsätzen und dem Programm der AfD. "Die AfD stellt die Grundwerte unseres Zusammenlebens infrage", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, jetzt. "Die AfD möchte ein anderes Deutschland im Blick auf unsere Grundwerte und auf unsere Demokratie. Das ist mit uns nicht nur nicht zu machen, sondern da positionieren wir uns klar dagegen und stellen dem Menschenwürde, Nächstenliebe und Demokratie entgegen."
Und, schlimmer noch: Wilmer hält es sogar für denkbar, dass die AfD im Fall einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt konkrete Maßnahmen gegen die Kirchen ergreift. "Ich bin da nicht naiv", sagte er. Die AfD will unter anderem den Kirchensteuereinzug beenden und auch das Kirchenasyl nicht mehr dulden. Darunter versteht man, dass ein Mensch, der zum Beispiel von Abschiebung bedroht ist, vorübergehend Schutz in einer Kirche erhält.
In Sachsen-Anhalt leben rund 300.000 Christinnen und Christen - etwa 235.000 sind evangelisch, 66.000 katholisch.
Gewaltige Explosion zerreißt Waffenlager in Syrien
In der syrischen Region Idlib hat die Explosion eines Waffenlagers 14 Menschen getötet und mindestens 11 weitere verletzt. Aufnahmen zeigen einen gigantischen Feuerball, Kaskaden explodierender Munition hallen durch die Stadt Sarmada. Die Waffen dort sind laut Behörden für den Weitertransport gelagert worden. Was die Ursache ist, ist unklar. Allerdings ist es bereits der zweite ähnliche Fall binnen weniger Tage.
Stimmenkauf? Trump verspricht Amerikanern 5000 Dollar bei Republikaner-Sieg
Der Wahlkampf ist die Zeit für Wahlversprechen: US-Präsident Donald Trump sagt allen erwachsenen US-Amerikanern im Fall eines Wahlsieges seiner Partei bei den Kongresswahlen je 5000 Dollar (aktuell 4300 Euro) zu. "Wenn die Republikaner gewinnen, gewinnt ihr mit uns und erhaltet 5000 Dollar", sagte er beim Parteitag der Republikaner in Dallas im Bundesstaat Texas. "Man wird es die Trump-Dividende nennen", versprach er.
Trump zufolge soll die Belohnung fließen, falls Republikaner bei den Wahlen ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses halten können. Der Vorschlag würde grob überschlagen bei mehr als 245 Millionen Erwachsenen im Land mehr als eine Billion US-Dollar kosten, etwa so viel wie der gesamte Verteidigungshaushalt der Supermacht. Ein entsprechender Beschluss scheint im Kongress daher weder politisch noch finanziell realistisch. Die Idee direkter Zahlungen an US-Bürger ist zudem nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump eine Direktzahlung in Höhe von 2000 Dollar ins Spiel gebracht, sie aber dann nicht weiter verfolgt.
Alarm um 11 Uhr und WM-Viertelfinale- Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe, Sie sind schon wach. Wenn nicht, spätestens um 11 Uhr hat der Schlaf sowieso ein Ende. Denn dann schrillt auch Ihr Handy - hoffentlich. Denn es ist bundesweiter Warntag. Dabei werden Sirenen auf Gebäuden und Alarmsysteme auf Smartphones getestet - für den Kriegs- und Katastrophenfall. Gegen 11.45 Uhr folgt dann eine Entwarnung - und im Anschluss die hoffentlich positive Auswertung des Tests. Die fiel in den vergangenen Jahren nicht immer so aus.
Weniger schrill geht es heute im Deutschen Bundestag zu. Dort wird der Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil diskutiert. Zunächst geht es um ein Ressort, das sich über deutlich mehr Geld freuen darf: das Innenministerium von Alexander Dobrindt. Zudem wird der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann seine erste Rede halten.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die beiden Spitzenkandidaten "hoch im Norden" duellierten sich gestern Abend im TV. Hier finden Sie ein Video davon. In den Berliner Wahlkampf platzte gestern die Nachricht von Ermittlungen gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. Der bestreitet die Vorwürfe und macht weiterhin Wahlkampf.
Vor allem aufgrund des Iran-Kriegs der USA und Israels steigen weltweit die Energiepreise. Die Inflation zog in den letzten Monaten wieder spürbar an. Die Europäische Zentralbank hat seither bereits einmal den Leitzins angehoben. Das könnte heute erneut passieren - von 2,25 auf 2,5 Prozent. Um 14.15 Uhr wissen Sie mehr.
Heute Abend starten die beiden verbliebenen deutschen Vertreter in die Champions-League. RB Leipzig tritt auswärts bei AC Como an. Der deutsche Meister FC Bayern München bekommt es zum Start mit der Überraschungsmannschaft des Vorjahres zu tun: Bodö/Glimt. Los geht es jeweils um 21 Uhr.
Bereits einige Stunden zuvor kämpfen die deutschen Basketballfrauen um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft. Gegner ist Belgien. Los geht es um 17.45 Uhr.
So, ich hoffe, für den Moment sind Sie gut über den Tag informiert. Alles, was unerwartet kommt, lesen Sie ebenfalls bei uns. Ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den Tag. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Zug kollidiert mit Betonmischer in Polen - Frau stirbt
Südlich der polnischen Hauptstadt Warschau entgleist ein Zug nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw. Eine Frau stirbt, 20 Menschen werden verletzt. Der Fahrer gibt an, von der Sonne geblendet worden zu sein. Es ist nicht der erste schwere Vorfall dieser Art im Land. Ministerpräsident Tusk wird aktiv.
Kein August war weltweit jemals heißer
Der vergangene Monat war nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der heißeste August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weltweit lag die Durchschnittstemperatur im August bei 16,96 Grad, wie der EU-Klimadienst Copernicus mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 2023 noch übertroffen. Damals wurde ein Wert von 16,82 Grad errechnet.
Zugleich wurden für die Meerestemperaturen beispiellose Höchstwerte gemessen. Die Zeit von Juni bis August war geprägt von heftigen aufeinanderfolgenden Hitzewellen. Das anhaltende extreme Sommerwetter führte zur Schließung von Schulen, ließ die Pegelstände von Flüssen sinken und trocknete die Vegetation aus - was verheerende Waldbrände zur Folge hatte. "Die Menschen haben wohl seit mindestens 100.000 Jahren keine so hohen Temperaturen mehr erlebt wie heute", sagte die Copernicus-Expertin Samantha Burgess.




