Lanz nutzt TV-Gala für AppellLaura Wontorra gewinnt Deutschen Fernsehpreis für DSDS-Moderation

RTL-Moderatorin Laura Wontorra setzt sich beim Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie "Beste Moderation / Einzelleistung Unterhaltung" durch. Die 37-Jährige richtet eine Botschaft an den Nachwuchs. Für eine Überraschung sorgt bei der Preisverleihung ein früherer Bundesminister.
Moderatorin Laura Wontorra hat den Deutschen Fernsehpreis gewonnen - und diesen mit einem Appell an junge Frauen verbunden. "An alle jungen Mädels da draußen: Ihr seid nicht zu laut, nicht zu leise, nicht zu klein, nicht zu groß, nicht zu dick, nicht zu dünn", sagte die 37-jährige Wontorra in Köln mit der Trophäe in der Hand. "Glaubt an euch, setzt euch durch und macht einfach euer Ding. Dann geht's auch mit den Träumen, und dann kann man nach den Sternen greifen."
Wontorra wurde in der Kategorie "Beste Moderation / Einzelleistung Unterhaltung" ausgezeichnet - für ihre souveräne und charmante Präsentation des Showklassikers "Deutschland sucht den Superstar". Sie setzte sich gegen die Tänzer der RTL-Tanzshow "Let's Dance" sowie Moderator Pierre M. Krause durch, der für sein Format "Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" nominiert war.
Markus Lanz nutzte seine Dankesrede beim Deutschen Fernsehpreis für eine Botschaft zur gesellschaftlichen Stimmung im Land "Ich erlebe gerade so viele Leute, die sehr unsicher sind, die teils Angst haben", sagte Lanz, der in der Kategorie "Beste Information" ausgezeichnet wurde. "Ich will deutlich sagen: Wir wandern nicht aus. Wir stehen da", erklärte Lanz. Und er ergänzte: "Fürchtet euch nicht! Und das, was jetzt gerade kaputtgeht, bauen wir irgendwann ganz lässig einfach wieder auf."
Lanz wurde in Köln für seine ZDF-Talkshow ausgezeichnet. Lanz hake beharrlich nach, lege Widersprüche gedankenschnell offen und gebe sich nie mit einfachen Antworten zufrieden, erklärte die Jury. Für den 57-Jährigen ist es bereits der zweite Fernsehpreis.
Die Preisträger verkündeten in diesem Jahr unter anderem Schauspielerin Annette Frier sowie der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach - überraschenderweise in Kutten gekleidet. Die beiden erinnerten damit wiederum an eine andere RTL-Show, "Die Verräter", in der eine derartige Kluft zur Standardausstattung gehört. Lauterbach witzelte: "Also wenn sich hier einer mit Verrätern auskennt, das sind natürlich wir - die Politiker."
Der Deutsche Fernsehpreis wird seit dem Jahr 1999 verliehen und würdigt hervorragende Leistungen im TV und Streaming. Getragen wird er von ARD, RTL, Sat.1, ZDF und der Deutschen Telekom. Die Streaming-Anbieter Disney+, Netflix und Prime Video wirken als Partner mit. Die Federführung wechselt Jahr für Jahr. In diesem Jahr hat sie RTL übernommen.
