Freitag, 17. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Freitag, der 17. Januar 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

erinnern Sie sich noch an den "entspanntesten Mann der Welt"? Hier habe ich einen gefunden, der ihn ruhig vom Thron stoßen kann. Schauen Sie doch selbst:

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Und hier sind die wichtigsten Meldungen des Tages:

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein entspanntes Wochenende.

22:05 Uhr

Terrorverdächtige aus Türkei nach Deutschland abgeschoben

Die Türkei hat erneut angebliche Terroristen nach Deutschland abgeschoben. In einem Tweet des Innenministeriums in Ankara ist von vier "Terroristenkämpfern" mit deutscher Staatsbürgerschaft die Rede.

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  • Nähere Auskünfte zu konkreten Vorwürfen oder Zielort gab das Ministerium wie üblich nicht.
  • Die türkischen Angaben sind generell mit Vorsicht zu betrachten: Es fließen unter anderem in die Zahlen zu angeblichen "Terroristenkämpfern" auch immer wieder die mitreisender Kinder ein.
  • Auch in diesem Fall könnte das so sein. Einem "Spiegel"- Bericht zufolge soll es sich um eine mutmaßliche deutsche Anhängerin der Terrormiliz Islamischer Staat handeln. Die 29 Jahre alte Frau aus Rheinland-Pfalz sollte heute Abend mit drei Kindern in Deutschland ankommen. Dort liege gegen sie ein Haftbefehl wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vor.
21:50 Uhr

Warnung: "Vegane" Würzmischung nicht vegan

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Vegane Würzmischung für Sauerbraten ist nur vegetarisch.

(Foto: imago/allOver-MEV)

Veganer, aufgepasst! Wegen einer falschen Beschriftung hat die Unilever Deutschland Holding ihre Würzmischung "Knorr Fix für Sauerbraten" mit den Haltbarkeitsdaten Januar, Februar und März 2021 zurückgerufen.

  • Die Verpackung trage statt des "Vegetarisch"-Logos das "Vegan"-Logo sowie einen Hinweis zur veganen Zubereitung, teilt das Unternehmen mit.
  • Da das Produkt jedoch tatsächlich Molkereierzeugnisse und Milchzucker enthalte, bestehe das Risiko einer allergischen Reaktion.
  • "Für die vegane Ernährung ist das Produkt ungeeignet", erklärte das Unternehmen.
  • Von diesem Deklarationsfehler abgesehen, sei das Produkt jedoch mit einer korrekten Zutatenliste gekennzeichnet und qualitativ einwandfrei.
21:16 Uhr

CSU hat nun doch muslimischen Bürgermeisterkandidaten

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"Voll bayerisch und voll deutsch": Ozan Iyibas.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor wenigen Tagen hatte der CSU-Ortsverband in Wallerstein für Schlagzeilen gesorgt, weil dort ein möglicher muslimischer CSU-Bürgermeisterkandidat, Sener Sahin, wegen Widerstands an der eigenen Parteibasis aufgab.

  • Nun hat die CSU doch einen muslimischen Bürgermeisterkandidaten bekommen: Ozan Iyibas wurde einstimmig für das Rennen um den Chefposten im Rathaus von Neufahrn bei Freising nominiert.
  • Iyibas betonte vorab, er sei "voll bayerisch und voll deutsch". Und er sei "genauso ein CSU-ler" wie jeder andere. Tatsächlich trat er bereits 2007 in die Partei ein. Seit 2015 ist er Landesvorsitzender des Arbeitskreises Migration und Integration der CSU auf Landesebene.
  • Iyibas gehört wie seine Eltern den Aleviten an. Die Konfession wird regelmäßig, wenn auch nicht immer, dem Islam zugerechnet.
20:38 Uhr

Zwei Schauspieler stürzen bei Dreharbeiten in den Tod

Bei Proben für den Dreh einer mexikanischen Fernsehserie sind zwei Schauspieler von einer Brücke gestürzt und gestorben. Der "bedauerliche Unfall" passierte in Mexiko-Stadt, wie der Sender Televisa am Freitag mitteilte.

Die Schauspieler, Jorge Navarro und Luis Gerardo Rivera, spielten kleinere Rollen in der Serie "Sin miedo a la verdad" (Ohne Angst vor der Wahrheit).

Die Serie handelt von einem jungen Mann, gespielt von Álex Perea, der mit seinen Informatikkenntnissen Kriminalitätsopfern hilft. Bisher strahlte Televisa zwei Staffeln aus.

20:02 Uhr

Brasiliens Kultursekretär tritt nach Goebbels-Rede zurück

Wenn man seine Reden nicht selbst schreibt, sollte man sich auch nicht wundern, wenn es dann irgendwann schief läuft.

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  • Der Kulturstaatssekretär des rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ist nach einem Skandal um eine mit Zitaten von Nazi-Propagandachef Joseph Goebbels gespickte Rede zurückgetreten.
  • Zuvor war das Video einer Rede bekannt geworden, in der Roberto Alvim sich unterlegt mit Wagner-Musik zur Schaffung eines neuen Nationalen Kunstpreises äußert: "Die brasilianische Kunst des nächsten Jahrzehnts wird heroisch und national sein und gleichzeitig gebieterisch (...) - oder sie wird nicht sein", äußerte er darin. Das Zitat wies große Ähnlichkeiten mit einer Goebbels-Rede zur Kunst im Dritten Reich auf.
  • Nach dem Bekanntwerden der Rede hatte es Rücktrittsforderungen gegen Alvim gehagelt. In seiner Erklärung am Freitag betonte er, er habe seine Rede auf der Grundlage von Zulieferungen seiner Mitarbeiter geschrieben und nicht gewusst, woher der umstrittene Satz stammte. Es handele sich um einen "unbeabsichtigten Irrtum".
19:27 Uhr

Modezar Gaultier kündigt Rücktritt an

Der französische Modemacher Jean-Paul Gaultier hat überraschend seine letzte Haute-Couture-Schau in Paris angekündigt.

Die Schau am kommenden Mittwoch im Théatre du Châtel et werde seine letzte sein und 50 Jahre seiner Karriere feiern, sagte der berühmte Designer in einem Video auf Twitter.

"Aber ich versichere, Gaultier Paris wird weitermachen. Die Haute Couture geht weiter. Ich habe ein neues Konzept." Darüber werde er aber erst später berichten, es werde weitergehen.

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19:05 Uhr

Das enthielt verdächtiges Paket an Höcke

Am Mittwoch hatte eine verdächtige Briefsendung an Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke für einen großen Polizei- und Feuerwehreinsatz im Erfurter Landtag geführt. Sie enthielt eine "unbekannte Substanz", bei der es sich nach ersten Analysen aber nicht um Sprengstoff handelte, hieß es von der Polizei. Demnach war sie auch nicht radioaktiv.

  • Dafür aber ziemlich eklig. Denn wie es sich nach einer Untersuchung herausstellte, enthielt sie eine Windel mit Urin.
  • In dem Päckchen habe sich eine Kinderwindel befunden und eine geleerte Pralinenschachtel, sagte Thüringens SPD-Innenminister Georg Maier der dpa. An der Windel sei Harnstoff festgestellt worden.
  • Höcke ist einer der bekanntesten Vertreter des rechtsnationalen "Flügels". Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft den "Flügel" als Verdachtsfall im Bereich des Rechtsextremismus ein. Höcke hatte die Sorge einiger Parteikollegen vor einer geheimdienstlichen Beobachtung später als "politische Bettnässerei" bezeichnet.
18:23 Uhr

Kleinster Mann der Welt stirbt mit 27 Jahren

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Thapa Magar - hier posiert er mit nepalesischer Schauspielerin Jharana Bajracharya - starb im Alter von 27 Jahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der kleinste bewegliche Mann der Welt ist tot. Der 67.08 Zentimeter große Khagendra Thapa Magar aus Nepal starb heute in einem Krankenhaus an einer schweren Lungenentzündung, teilte seine Stiftung mit. Er wurde 27 Jahre alt.

Khagendra Thapa Magar hatte eine Form von Zwergenwuchs, "Primordial Dwarfism". Er lebte mit seinen Eltern in der Stadt Pokhara im Zentrum von Nepal. Sein jüngerer Bruder war normal groß.

Noch kleiner ist nur der 27 Jahre alte Junrey Balawing aus den Philippinen - er hält den Guiness-Rekord in der Kategorie "kleinster nicht beweglicher Mann" und ist sieben Zentimeter kleiner (59.93 Zentimeter) als Thapa Magar.

17:07 Uhr

Grüne Woche: Halle wegen Fleisch aus Russland gesperrt

Alarm auf der Grünen Woche in Berlin - Für etwa eineinhalb Stunden mussten alle Besucher und Aussteller eine Messehalle verlassen, weil dort bei Kontrollen mutmaßlich Schweinefleisch aus Russland entdeckt wurde.

Wie ein Messesprecher sagte, untersuchte das Veterinäramt den Bereich. An zwei Ständen seien Fleischprodukte beschlagnahmt worden.

Für Schweinefleischprodukte aus Nicht-EU-Ländern gelten Einfuhrverbote. Damit soll verhindert werden, dass Tierseuchen eingeschleppt werden, etwa die für Menschen ungefährliche Afrikanische Schweinepest.

16:21 Uhr

Frau bringt Ehemann mit Augentropfen um

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Der Richter glaubte Lana Clayton nicht, dass ihr Mann sie misshandelte, und verurteilte sie zu 25 Jahren Haft.

(Foto: AP)

Eine Frau im US-Bundesstaat South Carolina hat ihren Ehemann mit Augentropfen vergiftet. Dafür muss sie nun 25 Jahre ins Gefängnis.

  • Die 53-jährige Lana Clayton habe ihrem Mann das Mittel an drei Tagen im Juli 2018 ins Trinkwasser gegeben und ihn so getötet, berichtete der Lokalsender WBTV. Vor Gericht bekannte sie sich der vorsätzlichen Tötung schuldig. Sie gab aber an, von dem 64-Jährigen misshandelt worden zu sein.
  • Die frühere Krankenschwester erklärte, die Idee zu der Tat sei ihr durch Filme gekommen. "Ich war aufgebracht wegen der Misshandlungen und wollte einfach nur, dass er mich in Ruhe lässt", sagte sie vor Gericht.
  • Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft brachte sie ihren Mann dagegen aus Geldgier um. Sie soll demnach sein Handy in einen See geworfen haben, damit er keine Hilfe rufen konnte, und im Anschluss sein Testament verbrannt haben.
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15:38 Uhr

Millionär gewinnt 1,37 Millionen beim Automatenspiel

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Die Kinder (auf dem T-Shirt) freuen sich bestimmt schon auf großzügige Geschenke.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Million mehr, eine Million weniger… Er kam mit dem eigenen Hubschrauber und flog um 1,37 Millionen Euro reicher wieder nach Tschechien zurück: Der 46-jährige Leon Tsoukernik, selbst Besitzer eines Hotels mit Kasino, hat beim Automatenspiel im Casino Seefeld in Österreich einen Mega-Gewinn abgeräumt.

Der Gewinner erzählte laut "Tiroler Tageszeitung", dass er eigentlich pokern wollte. Dort habe er aber kein Glück gehabt und sich stattdessen mit einem Glas Wein an einen Automaten gesetzt. Seine Glückssträhne hielt der Millionär auf Video fest.

Den Angestellten des Kasinos spendierte er 54.000 Euro. Das Trinkgeld werde auf die fast 2000 Angestellten aufgeteilt, sagte ein Unternehmenssprecher.

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15:20 Uhr

Ferrari verpflichtet jüngeren Leclerc-Bruder

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Arthur Leclerc ist drei Jahre jünger als sein Bruder Charles.

(Foto: imago images/HochZwei)

Ferrari hat den jüngeren Bruder von Formel-1-Pilot Charles Leclerc für sein Nachwuchsprogramm verpflichtet. Wie die Scuderia mitteilte, schließt sich Arthur Leclerc dem Rennstall an. Der 19-jährige Monegasse fährt künftig für das Prema-Team in der Formula Regional European Championship. Michael Schumachers Sohn Mick gehört ebenfalls zur Talentschmiede von Ferrari und ist auch in diesem in der Formel 2 für Prema aktiv. Arthur Leclercs älterer Bruder Charles hatte vor Kurzem seinen Vertrag bis Ende 2024 verlängert; der 22-Jährige ist Scuderia- Stammpilot neben dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel.

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15:09 Uhr

Vermummte bewerfen RWE-Mitarbeiter mit Steinen

Und noch eine feige Attacke, diesmal am Hambacher Forst. Vermummte haben dort  Mitarbeiter des Tagebaubetreibers RWE angegriffen. Dabei wurden zwei Beschäftigte des Energiekonzerns durch Steinwürfe verletzt. Einer der Männer musste im Krankenhaus behandelt werden.

  • Die Täter sollen auch Molotowcocktails geworfen haben, die jedoch keinen Schaden anrichteten.
  • Anschließend flüchteten die Vermummten zurück in den Wald, der an den Braunkohletagebau Hambach grenzt.
  • Die Polizei ermittelt unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Waffengesetz.
14:37 Uhr

Blinde Frau überfallen und ausgeraubt

Was für eine feige Attacke! In Köln hat ein Mann eine blinde Frau in eine Grundstückseinfahrt gezerrt und beraubt.

Der Täter flüchtete mit der Geldbörse der 58-jährigen Kölnerin. Zuvor hatte er sie von hinten gepackt, ihr den Mund zugehalten und sie in die Grundstückseinfahrt gezerrt, erzählte die Frau der Polizei. Der Räuber sprach demnach akzentfreies Hochdeutsch und roch stark nach Alkohol.

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser, schon wieder steht ein schönes Wochenende vor der Tür. Und mein Kollege Janis Peitsch genießt es ab sofort in vollen Zügen. Ich heiße Uladzimir Zhyhachou, mit mir verbringen Sie - wenn Sie wollen - den Rest des "Tages".

14:17 Uhr

Sohn des "Herr der Ringe"-Autors: Christopher Tolkien ist tot

Er pflegte das literarische Vermächtnis von J.R.R. Tolkien: Christopher Tolkien, der jüngste Sohn des "Herr der Ringe"-Autors, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Tolkien, der seit 1975 in Frankreich gelebt habe, starb in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, wie der Verlag Klett-Cotta bekannt gab.

Christopher Tolkien habe sich nach dem Tod seines Vaters 1973 ganz der Herausgabe der bis dahin unveröffentlichten Werke gewidmet, hieß es. "Mit der Edition des 'Silmarillion' hat Christopher Tolkien Millionen von Leserinnen und Lesern auch den Zugang zum Ersten Zeitalter von Mittelerde eröffnet."

Bei Klett-Cotta erschienen den Angaben zufolge zuletzt die von Christopher Tolkien herausgegebenen Bücher "Der Fall von Gondolin" (2018), "Beren und Lúthien" (2017) und "Die Kinder Húrins" (2007).

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13:40 Uhr

Imam heiratet versehentlich einen Mann

In Uganda sorgt derzeit die Hochzeit eines muslimischen Geistlichen mit einem Mann für eine Debatte über sexuelle Minderheiten und Intoleranz.

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Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland schreibt, wusste der Imam nach eigenen Angaben nicht, dass er bei der Zeremonie vor zwei Wochen im Bezirk Kayunga einen Mann heiratete. Der Geistliche wurde inzwischen von seinen religiösen Verpflichtungen entbunden. In sozialen Netzwerken haben etliche Ugander den Geistlichen als mutmaßlichen Homosexuellen verspottet. Der Fall zeige, "wie homophob das Land ist", sagte der Menschenrechtsaktivist Frank Mugisha der Nachrichtenagentur AP.

In den Tagen nach der Hochzeit wurde die falsche Braut wegen eines mutmaßlichen Diebstahls eines Fernsehers festgenommen. Bei der Untersuchung durch eine Polizistin sei der Verdächtige dann als männlich identifiziert worden, meldete die Zeitung "Daily Monitor". Ein Geistlicher sagte der Zeitung zudem, dass der Bräutigam Rat gesucht habe, als seine Braut "sich weigerte, sich beim Schlafen auszuziehen".

In Uganda steht Homosexualität unter Strafe. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, härter gegen gleichgeschlechtliche Liebe durchzugreifen, etwa mit der Todesstrafe.

12:25 Uhr

Wütender Temposünder versenkt Teile der Radarfalle in See

Ein geblitzter Autofahrer hat in Baden-Württemberg völlig die Beherrschung verloren und Teile einer mobilen Radarfalle kurzerhand in einem Baggersee entsorgt. Nach Angaben der Polizei Ludwigsburg richtete der 20-Jährige dadurch einen Schaden von mehr als 15.000 Euro an.

Dabei war die Aktion völlig unsinnig: Zum einen stahl der junge Mann nur die Blitzlichter der Radarfalle, ließ Kamera und Datenträger aber unangetastet. Zum anderen überschritt er die zulässige Höchstgeschwindigkeit gerade einmal "im einstelligen Bereich", also lediglich marginal.

Der junge Autofahrer handelte sich durch die Aktion Strafanzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung und Diebstahls ein.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:46 Uhr

Restaurant von Koch-Ikone Paul Bocuse verliert Michelin-Stern

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Bocuse starb vor zwei Jahren im Alter von 91 Jahren.

(Foto: picture alliance / Ian Langsdon/)

Eine französische Ikone ist vom Sockel gestürzt: Zwei Jahre nach dem Tod von Gastronomie-Papst Paul Bocuse hat sein legendäres Restaurant "L'Auberge du Pont de Collonges" seinen dritten Stern im Michelin-Führer verloren. Der Gourmettempel hielt die höchste Auszeichnung seit 1965 ohne Unterbrechung.

Das Kochteam zeigte sich "erschüttert von dem Urteil der Testesser". "Eines wollen wir nie verlieren: Die Seele von Monsieur Paul", erklärte die Familie des Spitzenkochs.

Das Restaurant hatte Bocuse in seinem Geburtsort Collonges-au-Mont d'Or gegründet. Er lebte bis zuletzt in der darüber liegenden Wohnung. Das Spitzenrestaurant zieht auch heute noch Feinschmecker aus aller Welt an.

11:01 Uhr

Sigmar Gabriel blamiert sich mit Libyen-Tweet

Seit dem Sturz von Muammar al-Gaddafi tobt in Libyen ein Bürgerkrieg. Um den Konflikt zu beenden, will die Bundesregierung am Sonntag die Konfliktparteien bei einer Konferenz in Berlin an einen Tisch bringen. Der Vorstoß findet auch bei Ex-Außenminister Sigmar Gabriel Beachtung. Doch mit seinem Tweet zu dem Thema griff der SPD-Politiker voll daneben.

Gabriel schrieb auf Twitter: "In der Welt harter Interessenpolitik erreichen manchmal die Interessenlosen mehr. Wir haben stärkeres als Waffen & Geld: Legitimität! Wir waren nicht am Libyen-Krieg beteiligt u. nie Kolonialstaat. Gut, dass Deutschland Libyen nicht den Autokraten überlässt."

Sofort erhielt der ehemalige SPD-Vorsitzende massiven Widerspruch. Zahlreiche Twitter-Nutzer wiesen darauf hin, dass Deutschland bis zum Ersten Weltkrieg mehrere Kolonien in Afrika und Übersee unterhielt. Zudem beteiligte sich die Bundeswehr auch an dem Nato-Einsatz in Libyen gegen Gaddafi.

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10:12 Uhr

Massive Netzstörungen bei Vodafone

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Viele Vodafone-Kunden konnten am frühen Morgen weder telefonieren noch im Internet surfen. Ein technisches Problem setzte die Leitungen des Netzanbieters außer Gefecht.

Gegen 7.30 Uhr meldete das Portal allestoerungen.de 14.000 Störungen im Vodafone-Netz. Gegenüber RTL.de sagte ein Vodafone-Sprecher, dass es Wartungsarbeiten an Servern gebe, die zu vorübergehenden Einschränkungen bei Kunden führen würden.

Auch Kunden der Telekom und von 1&1 klagten über Netzprobleme - allerdings waren die Störungen dort offenbar geringer.

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09:25 Uhr

Feuerwehrleute bei Brand in Lagerhalle verletzt

Bei einem Brand in einer Lagerhalle sind in Düsseldorf in der Nacht zwei Feuerwehrleute verletzt worden, einer davon schwer. Bei dem Feuer in der Lagerhalle im Stadtteil Heerdt habe es Explosionen gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei.

Was die Detonationen auslöste, sei noch unklar, sagte der Sprecher. Eine Gefahr weiterer Explosionen bestehe aktuell jedoch nicht. In der Halle seien sogenannte Boxspringbetten gelagert und verkauft worden. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:36 Uhr

Bauern legen Bundesstraßen lahm

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Traktoren in Dresden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Schlechte Nachrichten für Berufspendler: Zum Beginn der Grünen Woche gehen heute wieder Bauern bundesweit auf die Straße. Sie demonstrieren gegen die aus ihrer Sicht immer strengeren Vorgaben der Politik für Klimaschutz und Tierwohl. Auf zahlreichen Bundesstraßen versammelten sich am frühen Morgen Treckerfahrer zu Sternfahrten nach Berlin und in andere größere Städte.

In Dresden sind seit etwa 5 Uhr rund 1000 Traktoren in der Stadt unterwegs. Die Fahrer brachen von vier Sammelpunkten aus in Richtung der Staatskanzlei auf. In den Morgenstunden haben auch in Niedersachsen die Proteste begonnen - dort sind Traktoren auf dem Weg zu Demonstrationen in Hannover und Bremen.

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08:02 Uhr

FBI nimmt mutmaßliche Neonazis in den USA fest

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Die Festgenommenen sollen einer Gruppe namens "The Base" angehören.

(Foto: AP)

Die US-Bundespolizei FBI hat drei mutmaßliche Mitlieder einer Neonazi-Gruppierung festgenommen. Wie die Behörden im Bundesstaat Maryland mitteilten, wird den Männern im Alter zwischen 19 und 27 Jahren unter anderem der Verstoß gegen Waffengesetze zur Last gelegt. Kurz vor der Festnahme hatte der Gouverneur des an Maryland angrenzenden Bundesstaats Virginia wegen mutmaßlich drohender Gewalttaten durch Rechtsextremisten den Notstand ausgerufen.

Die drei Festgenommenen sollen einer Gruppe namens "The Base" ("Die Basis") angehören. Dabei soll es sich um ein internationales Netzwerk weißer Rassisten handeln, das paramilitärische Trainingslager abhält. Die drei Männern hatten nach Angaben der Ermittler Vorräte an Munition angelegt und eine funktionierende automatische Waffe gebaut. Zwei der Festgenommenen sind US-Bürger, der dritte ist Kanadier.

07:17 Uhr

Studie: Nach Abtreibung überwiegt die Erleichterung

Wie ergeht es Frauen Jahre nach einer Abtreibung und was hilft ihnen? In den USA ist dazu gerade eine Studie herausgekommen. Das Ergebnis: Fünf Jahre nach einem Schwangerschaftsabbruch bewertet der überwiegende Teil der Frauen den Eingriff als richtige Entscheidung.

Das Forscherteam der Universität von Kalifornien analysierte zunächst 667 Frauen aus den USA, die zu Beginn der Studie eine Abtreibung hatten vornehmen lassen. Die Frauen wurden eine Woche nach dem Eingriff sowie elf weitere Male alle sechs Monate befragt. 37,5 Prozent nahmen bis zum Ende der Studie nach fünf Jahren daran teil.

  • Die Frauen berichteten, dass im Laufe der Zeit sowohl die negativen als auch die positiven Gefühle zum Schwangerschaftsabbruch schwanden.
  • Nach fünf Jahren sagten 84 Prozent der verbliebenen Teilnehmerinnen, dass sie entweder positive Emotionen oder gar keine mehr dazu hatten.
  • 95 Prozent bezeichneten die Abtreibung als richtige Entscheidung.

Die Studie ist insofern von Bedeutung, da Abtreibungsgegner immer wieder die angeblichen negativen psychologischen Folgen von Abtreibungen als Argument anführen.

06:59 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

das Wochenende steht kurz vor der Tür. Hier also fix die Themen des Tages:

  • Die CDU-Spitze trifft sich in Hamburg zur Jahresauftakt-Klausur. Am Abend steht der Besuch von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg auf der Tagesordnung.
  • In Thüringen wollen Linke, SPD und Grüne ihren Vertrag für eine geplante Minderheitsregierung der Öffentlichkeit vorstellen.
  • Ermittler sollen beim Kampf gegen Kindesmissbrauch mehr Möglichkeiten bekommen. Im Bundestag soll ein Gesetz verabschiedet werden, das schon den Versuch unter Strafe stellt, sexuelle Kontakte zu Kindern im Internet anzubahnen.
  • Die Agrar- und Verbrauchermesse Grüne Woche öffnet in Berlin für Besucher. Dazu werden umfangreiche Proteste von Bauern erwartet.
  • Zum 41. Mal werden Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende im Münchner Prinzregententheater mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet.

Bis zum Nachmittag begleite ich Sie durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik stehe ich Ihnen per Mail unter janis.peitsch[at]nama.de zur Verfügung.

06:47 Uhr

Wolken im Westen - Sonne im Osten

Der Tag beginnt vor allem im Süden und Südosten mit Frost oder Bodenfrost und örtlicher Reifglätte. Zudem wabern dort stellenweise Nebelfelder mit Sichtweiten unter 100 Meter. Wesentlich entspannter zeigt sich der Start in den Tag hingegen im übrigen Land. Denn hier ist es überwiegend frost- und nebelfrei. Am mildesten ist es im Ruhrgebiet mit Frühwerten um die 9 Grad. Am kältesten dagegen im Chiemgau mit minus 6 Grad.

In Sachen Sonne hat die Osthälfte tagsüber die Nase eindeutig vorne. Denn im Westen rückt schon die Kaltfront von Tief "Heike" mit dichteren Wolken heran. Ab dem Mittag zieht dann von Frankreich und Benelux Regen auf.

Die Temperaturen zeigen sich hierbei ein vorerst letztes Mal sehr mild bei meist 8 bis 12 Grad; wobei es am Oberrhein am wärmsten ist. Spürbar kühler bleibt es lediglich im zäheren Nebel in Teilen Bayerns sowie im Erzgebirge mit 3 bis 5 Grad.

Die weiteren Aussichten: am Wochenende erreicht uns auf der Rückseite von "Heike" ein Schwall Polarluft. Damit sinkt die Schneefallgrenze am sehr wechselhaften Samstag auf rund 300 Meter. Am Sonntag rückt von Westen aber bereits das nächste Hoch nach und letzte Schneeschauer beschränken sich damit tendenziell auf den Süden und den Südosten. Die Temperaturen erreichen am Samstag 1 bis 8 und am Sonntag maximal 0 bis 8 Grad. Dabei werden die Nächte immer häufiger frostig. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie ein hoffentlich sehr entspanntes Wochenende. Ihr Björn Alexander

06:15 Uhr

Surfer in Australien von Hai attackiert

Ein 59 Jahre alter Mann ist beim Surfen südlich von Sydney von einem Hai attackiert worden. Der Mann habe bei dem Vorfall in Windang eine tiefe Wunde am Fuß erlitten, wie Polizei und Rettungskräfte mitteilten. Der Mann konnte demnach noch an den Strand paddeln.

Der Biss sei bis auf die Knochen gegangen. Die Blutung konnte unter Kontrolle gebracht werden. Erst Anfang Januar war im Westen Australiens ein Taucher von einem Hai tödlich verletzt worden.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht