Das war Montag, der 18. Mai 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Frische des Wochenbeginns lässt es sich gut einmal über Geld sprechen - nämlich das der Abgeordneten im Bundestag. Denen stünde zum 1. Juli nämlich eigentlich eine Erhöhung ihrer sogenannten "Diäten" zu - die jetzt so wohl nicht kommt.
Was ein/e Abgeordnete/r so verdient und was für und gegen eine Erhöhung spricht, hat mein Kollege Volker Petersen einmal zusammengefasst. Sie können seinen Text hier lesen. Auch Ihre Meinung dazu interessiert uns. Unten können Sie abstimmen. Aber bitte vorher lesen!
Haben Sie einen schönen Abend und eine gute Nacht!
ICE-Beamter, der durch Haustür feuerte, in Minnesota angeklagt
Ein Beamter der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE muss sich in Minnesota wegen abgegebener Schüsse während eines Einsatzes verantworten. Konkret werden dem Mann Körperverletzung und falsche Angaben gegenüber den Ermittlungsbehörden vorgeworfen, wie die Staatsanwältin von Hennepin County, Mary Moriarty, auf einer Pressekonferenz mitteilte. Demnach feuerte der Beschuldigte seine Waffe auf eine geschlossene Haustür, hinter der sich vier Menschen befanden. Ein Mann sei am Oberschenkel getroffen worden.
Wie Moriarty weiter mitteilte, schoss der ICE-Beamte bei einem Einsatz Mitte Januar auf die Haustür, "obwohl er wusste, dass sich dort Menschen befanden, die gerade ins Haus gerannt waren und weder für ihn noch für andere eine Gefahr darstellten." Die Kugel sei schließlich in der Wand eines Kinderzimmers stecken geblieben. Der verletzte Mann habe sich rechtmäßig in der Gemeinde aufgehalten.
Die gewaltsamen Abschieberazzien vor allem in Minnesota hatten zu Beginn des Jahres landesweit für Aufsehen gesorgt. Zwei US-Bürger wurden durch Schüsse von Bundesbeamten getötet. Seither schwelt zwischen Bundesbehörde und Bundesstaaten ein Streit um die Aufklärung der Ereignisse. Moriarty sagte dazu, das Verfahren bleibe in der Hand der Staatsanwälte in Minnesota. Im Falle einer Verurteilung könne der Beamte nicht vom Präsidenten begnadigt werden.
Paris Hilton überrascht mit dunklen Haaren
Das US-amerikanische It-Girl Paris Hilton ist eigentlich ein wandelndes Symbol der platinblonden Ära - doch bei der Gucci-Cruise-2027-Show in New York ließ die 45-Jährige diese Rolle zumindest für einen Abend spektakulär hinter sich. Für die sogenannte "GucciCore"-Show von Kreativdirektor Demna Gvasalia betrat Hilton den Laufsteg mit tiefbraunen, fast schwarzen Haaren, glatt und seidig fallend, mit seitlich geschwungenem Pony.
Es war Hiltons erster Runway-Auftritt seit knapp drei Jahren. Zuletzt war sie im Oktober 2023 bei der Mugler-Womenswear-Show im Rahmen der Pariser Modewoche über den Catwalk gelaufen. Ihr Comeback fand nun in ihrer Geburtsstadt statt - und mit maximaler Wirkung. Passend zum neuen Look war auch Hiltons Outfit alles andere als zurückhaltend. Sie trug ein leuchtendes, gelbes Kleid mit Pussy-Bow-Kragen und ausgestelltem Midirock, das das ikonische Motiv des Modehauses aufgriff. Dazu kombinierte sie den klassischen Gucci-Gürtel in Grün und Rot, schwarze Kniehochstiefel sowie eine auffällige rote Box-Bag. Lässig über die Schulter gelegt: ein flauschiger Mantel mit floralem Innenfutter.
Dass Hilton ausgerechnet jetzt mit einem so drastischen Wandel an die Öffentlichkeit trat, überraschte umso mehr, da sie erst Anfang Mai bei einem Barbie-Pop-up-Event wieder ganz in Rosa mit platinblonder Mähne aufgetreten war - ganz die vertraute Ikone. Dauerhaft war der Brünetten-Moment offenbar nicht: Schon am nächsten Tag zeigte sich Hilton laut Medienberichten wieder mit ihrem bekannten Blond.
Kreuzfahrt: Auch Kanadier positiv auf Hantavirus getestet
Einer der vier kanadischen Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist in der Quarantäne positiv auf das Hantavirus getestet worden. Die Person habe milde Symptome, teilte die kanadische Gesundheitsbehörde mit. Der Test ihres Partners, der ebenfalls mit auf der Kreuzfahrt gewesen sei, sei negativ ausgefallen. Die beiden sowie ein dritter Passagier, der am selben Ort im Westen Kanadas in Quarantäne war, seien vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht worden. Der vierte Passagier sei in seinem Zuhause in Quarantäne. Die vier Passagiere waren vor rund einer Woche in der Stadt Victoria angekommen. Damals habe noch keiner von ihnen Symptome gezeigt, hieß es. Das Risiko für die Bevölkerung Kanadas bleibe gering. Auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" hatte es einen Hantavirus-Ausbruch gegeben, drei Passagiere starben. Bei ihnen wurde eine Infektion mit der südamerikanischen Unterart Andesvirus nachgewiesen.
Haus in Görlitz eingestürzt - Suche nach Toten oder Verletzten erst nach Sicherung
Aus bislang ungeklärter Ursache ist in Görlitz ein Mehrfamilienhaus aus der Gründerzeit eingestürzt. Bislang sei unklar, ob Menschen verletzt oder gestorben seien, sagte eine Polizeisprecherin. Zeugen hätten von einer Explosion gesprochen und Gasgeruch wahrgenommen, sagte die Polizistin. "Das können wir alles so noch nicht verifizieren, wir müssen aber eine mögliche Gefährdung dadurch erst einmal ausschließen", sagte sie.
In dem Haus waren nach Angaben der Polizei Miet- und Ferienwohnungen. Derzeit werde vor Ort weiträumig evakuiert und abgesperrt. Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz seien vor Ort. Das Haus stürzte den Angaben nach in der James-von-Moltke-Straße unweit des Görlitzer Bahnhofs ein. Erst, wenn der Bereich sicher sei, könne damit begonnen werden, nach möglichen Verletzten oder Toten zu suchen. Weitere Angaben konnte die Sprecherin vorerst nicht machen. Nach dpa-Informationen nach soll eine Hundestaffel an der Unfallstelle eingesetzt werden.
17-Jähriger eröffnet in Restaurant in der Türkei das Feuer - vier Tote
Ein Angreifer hat im Süden der Türkei Medienberichten zufolge vier Menschen erschossen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke am Montag nahe der Stadt Mersin verletzt worden, berichteten die Nachrichtenagenturen DHA und IHA. Nach Angaben von DHA handelt es sich bei dem Täter um einen 17-Jährigen. Der Jugendliche eröffnete demnach in einem Restaurant das Feuer und tötete den Besitzer sowie einen Mitarbeiter. Mehrere Gäste seien verletzt worden. Anschließend habe der Angreifer zwei weitere Menschen erschossen, bevor er mit einem Auto flüchtete. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein.
Die Türkei war erst im April von der Gewalttat eines Jugendlichen erschüttert worden. Ein 14-Jähriger tötete an einer Schule in der südtürkischen Stadt Kahramanmaras neun Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrerin. Der Angreifer erschoss sich nach der Tat selbst. Kurz zuvor hatte ein junger Mann an seiner ehemaligen Schule in der südöstlichen Provinz Sanliurfa mit einer Schusswaffe 16 Menschen verletzt und sich anschließend das Leben genommen.
In der Türkei gelten strenge Waffengesetze. Der Besitz einer Schusswaffe erfordert eine Registrierung und einen Waffenschein inklusive einem Nachweis der psychologischen Eignung sowie eine Überprüfung auf mögliche Vorstrafen. Auf illegalen Waffenbesitz stehen strenge Strafen. Laut den Schätzungen einer türkischen Stiftung sind in der Türkei allerdings dennoch zahlreiche Schusswaffen im Umlauf, die meisten davon illegal.
Update um 20:34 Uhr: Nach jüngsten Angaben soll der Angreifer im Süden der Türkei sechs Menschen erschossen haben. Bei dem Angriff in der Provinz Mersin seien acht weitere Menschen verletzt worden, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montagabend in einer Fernsehansprache. Nach dem flüchtigen Täter lief eine Großfahndung, die Motive für seine Gewalttat sind bislang unklar. Während DHA meldete, es handele sich beim Täter um einen 17-Jährigen, berichteten die Agentur Anadolu und die Zeitung "Sabah", der Täter sei 37 Jahre alt. Vor dem Angriff im Restaurant habe er seine Ex-Frau getötet.
Medianmiete in Manhattan überschreitet erstmals astronomische Grenze
Der Mietpreis für eine Mietwohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan ist im April erstmals auf monatlich mehr als 5000 Dollar (4300 Euro) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Anstieg um sechs Prozent, erklärte das Immobilienunternehmen Corcoran. Es berechnet den Medianwert: Die Hälfte der Preise für Mietwohnungen liegt darunter, die Hälfte darüber.
Grund für den stark gestiegenen Medianpreis ist die hohe Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot. Exakt lag er im April laut Corcoran bei 5099 Dollar. Demnach kletterten die Preise für Mietwohnungen aller Größen. Im New Yorker Stadtteil Brooklyn sank der Medianpreis in den vergangenen Monaten dagegen etwas - von 4296 Dollar pro Monat im Februar auf 4110 Dollar im April. Grund sei ein größeres Angebot, erklärte Corcoran.
New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani hatte im Wahlkampf im vergangenen Jahr vor allem damit geworben, das Leben für die Bewohnerinnen und Bewohner New Yorks wieder bezahlbarer zu machen - unter anderem durch einen Mietpreisdeckel. Er soll in den kommenden Monaten eingeführt werden. In New York leben rund 8,5 Millionen Menschen. Rund 30 Prozent von ihnen gehört die Wohnung, in der sie leben.
Bundesregierung unterstützt Annäherung von Türkei an EU
Die Bundesregierung unterstützt eine weitere Annäherung der Türkei an die Europäische Union. "Wenn die Türkei in die Europäische Union streben möchte, dann wird sie in Deutschland einen freundschaftlichen und verlässlichen Partner haben", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul bei einer Pressekonferenz mit dem türkischen Ressortchef Hakan Fidan in Berlin. Für einen Beitritt zum Staatenbund müsse die Türkei allerdings alle Kriterien erfüllen.
Er begrüße, dass die türkische Regierung an dem Ziel einer Vollmitgliedschaft festhalte, sagte Wadephul. "Das ist ein gutes Signal." Aus Sicht der Bundesregierung sei es erstrebenswert, die strategischen Beziehungen zwischen der Türkei und der EU weiter auszubauen. "Wir befürworten, dass die Türkei als bedeutsamer Nato-Alliierter und wichtiger Handelspartner der Europäischen Union mitgedacht wird beim Ausbau der verteidigungspolitischen und der industriepolitischen Instrumente der Europäischen Union." So wäre eine Modernisierung der Zollunion wichtig. Fidan nannte in diesem Zusammenhang auch die Visafreiheit.
Javier Bardem wütet gegen "Schwanz"-Problem von Trump und Putin
Auf den Filmfestspielen in Cannes rechnet Oscar-Preisträger Javier Bardem mit Weltpolitikern wie Donald Trump, Putin und Netanjahu ab. Er macht deren toxische Männlichkeit für Gewalt verantwortlich. Als Beleg nennt er eine schockierende Zahl aus seiner spanischen Heimat.
Schauspielerin Luna Jordan mit 25 Jahren gestorben
Die Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von 25 Jahren gestorben. Sie sei am Mittwoch plötzlich und unerwartet gestorben, teilte die Agentur Players in Berlin unter Berufung auf die Familie mit. Details wurden nicht genannt. Jordan hat im Laufe ihrer Karriere etwa im "Polizeiruf" mitgespielt und in der Serie "Jenseits der Spree" mit Jürgen Vogel. Zu sehen sein sollte sie auch in der neuen Serie "Hamburg Days", die von den Anfangsjahren der Beatles erzählt und derzeit gedreht wird. Jordan war für die Rolle der Fotografin und Künstlerin Astrid Kirchherr vorgesehen.
Für den Film "Fuchs im Bau" erhielt sie 2022 den österreichischen Filmpreis für die beste weibliche Nebenrolle. Ihre Dankesrede nutzte sie, um über sexualisierten Missbrauch in der Film- und Theaterbranche zu sprechen. In der NDR-Dokumentation "Kinderschauspieler - Der Preis des Erfolgs" sprach Jordan darüber, wie es war, schon früh schwierige Rollen zu übernehmen, und wie schwierig es sein konnte, sich davon abzugrenzen.
Die Schauspielerin, die in Berlin geboren wurde, spielte in den vergangenen Jahren etwa auch im Film "Run Me Wild" mit, der beim Filmfestival Max Ophüls Preis gezeigt wurde, und in der Coming-of-Age-Serie "Euphorie". Die Serie beruht auf einem Original aus Israel und wurde als "Euphoria" mit Zendaya und Jacob Elordi auch in den USA adaptiert.
Hinweis: In einer früheren Version hieß es hier, Jordan sei im Alter von 24 Jahren gestorben. Sie war indes 25 Jahre alt. Die Agentur bestätigte dies gegenüber ntv.de.
Last-Minute-Tickets der Bahn sind ein echter Verkaufsschlager
Die Deutsche Bahn hat über das vergangene verlängerte Wochenende eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Zugtickets verzeichnet. "Himmelfahrt gehört schon immer zu den bestgebuchten Zeiträumen für die Fahrt im ICE und Intercity", erklärte DB-Fernverkehrsvorstand Michael Peterson. "In diesem Jahr haben vor allem die weiter hohen Spritpreise und das neue Last Minute Ticket dazu geführt, dass die Nachfrage deutlich über unseren Erwartungen lag."
Der wichtigste Reisetag war demnach der Sonntag, an dem 420.000 Menschen in ICE- oder IC-Zügen der Bahn unterwegs waren. "Weitere starke Reisetage waren Mittwoch und Freitag", erklärte Peterson. Besonders nachgefragt waren die Verbindungen von Berlin nach München und Hamburg sowie von Frankfurt nach Köln.
Über das Himmelfahrts-Wochenende hatte die DB erstmals vergünstigte Last-Minute-Tickets angeboten. Sie können samstags und sonntags für die folgende Woche gebucht werden, sind deutlich verbilligt und kontingentiert. 75.000 dieser Tickets verkaufte die Bahn.
Zwei Menschen in Hürth totgefahren - Angeklagter äußert sich vor Gericht
Knapp ein Jahr nach dem tödlichen Unfall, nachdem er mit seinem Auto in Hürth bei Köln eine rote Ampel überfahren und eine Gruppe Grundschüler erfasst haben soll, muss sich ein 20-Jähriger vor dem Kölner Landgericht verantworten. Eine 10-jährige Schülerin und ein 25 Jahre alter Schulbegleiter waren damals ums Leben gekommen. Angeklagt ist der Mann unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.
Bei Prozessbeginn übernahm der 20-Jährige Verantwortung für das Unglück. "Ich habe einen fürchterlichen Unfall gebaut, bei dem zwei junge Menschen ums Leben gekommen sind", hieß es in einer vom Verteidiger verlesenen Einlassung.
Laut Anklage soll der 20-Jährige gegen Mittag des 4. Juni 2025 mit einem BMW eine bereits vier Sekunden Rot anzeigende Ampel mit bis zu 57 Kilometern in der Stunde überfahren haben. Zu dem Zeitpunkt habe eine Gruppe Viertklässler mit Lehrern und Begleitpersonen den Fußgängerüberweg bei Grün überquert. Drei Schüler und ein Schulbegleiter seien vom Fahrzeug des Angeklagten erfasst worden, der zudem nicht abgebremst habe.
Der 20-Jährige ist bereits mehrfach nach Jugendstrafrecht vorbestraft. Neben fahrlässiger Tötung und Körperverletzung wird ihm zudem noch ein Verstoß gegen das Waffengesetz sowie Handel mit rund 122 Gramm Cannabis vorgeworfen. Ein Urteil in dem Fall soll Anfang Juni gesprochen werden.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, mein geschätzter Kollege Alexander Schultze hat sich in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Max Perseke und ich begleite Sie heute durch die zweite Tageshälfte. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Käufer mit Fakeshops um Hunderttausende Euro betrogen - Mann sitzt in U-Haft
Ein deutscher Betreiber von mehr als 140 Fakeshops im Internet ist auf den Philippinen festgenommen worden und sitzt in Bayern in Untersuchungshaft. Über seine Scheinfirmen sollen mindestens 8000 Bestellungen getätigt worden und ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden sein, wie die Zentralstelle Cybercrime in Bamberg und die Polizei gemeinsam mitteilten.
Der bereits vorbestrafte 62-Jährige soll die Online-Shops mindestens seit 2023 betrieben haben. Zur Verschleierung seiner Identität verwendete er laut Ermittlern unter anderem verschiedene Bankkonten, Onlineaccounts und Mailadressen, für die er die Daten anderer Menschen missbrauchte. Ins Rollen kamen die Ermittlungen durch den Fall eines Geschädigten, der Anfang 2023 Spielwaren bestellt hatte, sie aber trotz Bezahlung nie erhielt.
Unter anderem durch die Nachverfolgung von Kryptowährungsspuren kamen die Ermittler dem Deutschen mit Wohnsitz auf den Philippinen auf die Spur. Ein Europäischer Haftbefehl wurde erlassen und der Mann international zur Fahndung ausgeschrieben. Im März 2025 wurde er wegen eines Verstoßes gegen das philippinische Aufenthaltsrecht festgenommen und Ende April 2026 nach Deutschland abgeschoben. Bei seiner Ankunft wurde er festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Doch kein Steuerbetrug - bei Shakira klingelt die Kasse
Shakira ist nach einem jahrelangen Streit in Spanien vom Vorwurf des Steuerbetrugs freigesprochen worden. Die spanische Justiz hob ein früheres Urteil gegen die Sängerin auf und ordnete an, dass das Finanzamt mehr als 55 Millionen Euro an die Kolumbianerin zurückzahlen muss - inklusive Zinsen und Prozesskosten. Gegen das Urteil kann noch vor dem Obersten Gericht in Madrid Berufung eingelegt werden.
Nach Auffassung der Richter konnte die Finanzverwaltung nicht zweifelsfrei nachweisen, dass Shakira im Jahr 2011 ihren steuerlichen Wohnsitz in Spanien hatte. Maßgeblich sei insbesondere gewesen, dass die erforderliche Aufenthaltsdauer von mehr als 183 Tagen nicht belegt werden konnte, teilte der Nationale Staatsgerichtshof in Madrid mit.
Shakira erklärte nach dem Urteil in einer Mitteilung an spanische Medien, sie sei nach "mehr als acht Jahren brutaler öffentlicher Anfeindungen" und einer Kampagne zur Zerstörung ihres Rufs nun bestätigt worden. Sie habe nie betrogen, und dennoch sei sie über Jahre hinweg "als schuldig behandelt" worden. Sie habe deshalb nächtelang nicht schlafen können. Die Affäre habe "meine Gesundheit und das Wohlbefinden meiner Familie beeinträchtigt".
Amerikaner klettert in Gehege von Äffchen Punch
Beim kleinen Affen Punch in einem japanischen Zoo hat die Polizei zwei ungebetene Gäste aus den USA festgenommen: Wie die Polizei mitteilte, war einer der beiden Männer, nach eigenen Angaben ein 24-jähriger Student, am Sonntag über einen Zaun vor dem Affengehege im Zoo von Ichikawa geklettert und in den Graben gesprungen. Sein Begleiter filmte die Aktion und gab nach der Festnahme an, ein 27-jähriger Sänger zu sein.
Die Männer kamen nicht in die Nähe der Tiere und wurden schnell von Zoowärtern gestoppt, wie ein Polizist aus Ichikawa sagte. Die Polizei legt ihnen Hausfriedensbruch zur Last, was die beiden bestreiten. Die zwei US-Bürger hatten den Angaben zufolge keine Ausweise dabei und nannten bei der Polizei zunächst falsche Namen.
Die traurige Geschichte vom kleinen Makaken Punch hat dem Zoo einen Besucheransturm beschert, darunter auch viele ausländische Touristen. Punch war nach seiner Geburt im Juli vergangenen Jahres von seiner Mutter verstoßen worden. Im Winter gingen Bilder von ihm viral, auf denen er einen Plüschaffen als Mutterersatz mit sich herumschleppte. Punch hat seitdem eine treue Fangemeinde im Internet unter dem Hashtag #HangInTherePunch (etwa: Lass dich nicht unterkriegen, Punch!).
CDU-Politiker Gordon Schnieder zum neuen Ministerpräsidenten in Rheinland-Pfalz gewählt
Mehr dazu in Kürze hier.
Laserkanonen und Weltzerstörer: Trump postet wie im Wahn
Hass, Zerstörung, Spott und Allmachtsfantasien: US-Präsident Donald Trump lässt einmal mehr eine geradezu wahnhafte nächtliche Propaganda-Tirade auf seinem Social-Media-Netzwerk los. Dabei zieht er mit bizarren KI-Montagen über Kriegsgegner Iran und demokratische Intimfeinde her. Aber auch Aliens sind Thema.
Baubranche atmet auf - Genehmigungen gehen durch die Decke
Trotz erster Belastungen durch den Iran-Krieg ist der deutsche Wohnungsbau im Aufwind. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im ersten Quartal um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 63.500 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die künftige Bauaktivität.
Experten befürchten aber, dass die Dynamik nachlassen könnte: "Allerdings ist damit zu rechnen, dass der anhaltende Konflikt im Mittleren Osten dem sich erholenden Wohnungsbau einen spürbaren Dämpfer verpassen wird", sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. Die gestiegenen Kraftstoffpreise und damit die höhere Inflation könnten zu höheren Zinsen führen, die den Wohnungsbau weniger bezahlbar machten. "Der Anstieg der Baugenehmigungen in Richtung Sommer dürfte deshalb zunächst gedämpfter ausfallen", erwartet Dullien.
Der krisengeplagte Wohnungsbau hatte 2025 die Trendwende geschafft: Nach drei Minus-Jahren in Folge stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals wieder. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den drei Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt.
Aggressiver Jungbulle springt auf Auto und wird erschossen
Im hessischen Brachttal haben Einsatzkräfte einen aggressiven entlaufenen Bullen erschossen. Das junge Tier sprang am Sonntag unter anderem gegen das Heck eines Autos und kam einer Radfahrerin sehr nah, wie die Polizei in Offenbach mitteilte. "Aufgrund der anhaltenden Gefährdungslage" sei es von einem Jäger erschossen worden. Nach Angaben der Beamten waren alle Bemühungen, das Tier einzufangen oder zu beruhigen, zuvor fehlgeschlagen.
Der Jungbulle war demnach am Sonntagnachmittag im Ortsteil Hellstein entlaufen. Beim Sprung gegen das Auto verletzte er sich offenbar selbst, zwischenzeitlich war er verschwunden. Nach einer erneuten Sichtung wurde er erlegt. Verletzt wurde bei dem Vorfall nach Erkenntnissen der Polizei niemand.
Acht Tote bei schwerem Unfall - Schuld liegt wohl beim Zugführer
Nach dem schweren Verkehrsunfall mit acht Toten in der thailändischen Hauptstadt Bangkok erheben die Ermittler Vorwürfe gegen den Fahrer des Zuges, der einen Bus gerammt hatte. Der Lokführer habe nachweislich unter Drogen gestanden und keine gültige Fahrerlaubnis besessen, berichten thailändische Medien unter Berufung auf örtliche Behörden.
Der Güterzug hatte den Linienbus am Samstagnachmittag nahe der Bahnstation Makkasan erfasst, als dieser die Gleise überquerte. Der Bus wurde mitgerissen und gegen mehrere Autos und Motorräder gerammt, woraufhin diese in Brand gerieten. Auf Fotos waren dicke Rauchschwaden und ausgebrannte Fahrzeuge zu sehen. Etwa 30 Menschen wurden verletzt.
Die Verkehrsbehörde ordnete nun laut "Bangkok Post" verpflichtende Alkohol- und Drogentests für alle Beschäftigten im Zugbetrieb an. Außerdem seien Ermittlungen gegen Aufsichtspersonen angekündigt worden, die zuließen, dass der 46-jährige Lokführer den Zug steuerte. Der Fahrer sei inzwischen suspendiert worden.
Nach 25 Jahren! Kampagne findet möglichen Mörder von 16-Jähriger
Das hessische Landeskriminalamt hat vor wenigen Tagen einen 67-jährigen deutschen Mann festgenommen, der dringend verdächtig ist, vor fast 25 Jahren seine damals 16-jährige Tochter getötet und deren Leichnam in den Main geworfen zu haben. Er wurde bereits einem Ermittlungsrichter vorgeführt und sitzt wegen des Verdachts auf Mord in Untersuchungshaft.
Die entscheidenden Hinweise ergaben sich durch die internationale Kampagne "Identify Me", teilte das Landeskriminalamt mit. Menschen wurden im Oktober 2024 dazu aufgerufen, Hinweise auf die Identität des "Mädchens aus dem Main" und zur Ermittlung des Täters zu geben. Nach mehreren Angaben aus der Bevölkerung konnte der Tatverdächtige nun festgenommen werden.
Der 67-Jährige, der in Pakistan geboren ist, soll seine Tochter zwischen dem 28. und 31. Juli 2001 in der damaligen Familienwohnung in Offenbach durch eine Vielzahl brutaler Schläge getötet haben. Er soll dann den Leichnam der 16-Jährigen in ein Bettlaken eingewickelt und die Leiche in Frankfurt in den Main geworfen haben. Die hatte er noch an einem Sonnenschirmständer befestigt, vermutlich, um sie zu beschweren. Der Leichnam wurde am Nachmittag des 31. Juli 2001 im Main treibend von Passanten entdeckt.
Wieder Exportnation: Europäer kaufen wieder deutschen Strom
Erstmals seit 2023 hat Deutschland im ersten Quartal wieder mehr Strom ans Ausland geliefert als eingeführt. Von Januar bis März wurden 17,9 Terawattstunden exportiert und 15,3 Terawattstunden importiert, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. "Es ist das erste Quartal seit dem vierten Quartal 2023, in dem ein Nettoexport verzeichnet wurde", so die Behörde. Im ersten Quartal 2025 betrug der Importüberschuss noch 4,0 Terawattstunden.
Als Hauptgrund für den Nettoexport nannte die Netzagentur, dass die Großhandelspreise in Deutschland stärker fielen als in den meisten Nachbarländern. "Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen." Umgekehrt habe es für deutsche Stromversorger seltener einen finanziellen Anreiz gegeben, Strom im Ausland einzukaufen.
Größter Stromabnehmer war den Angaben zufolge im ersten Quartal Österreich, wie im Vorjahresquartal. Die größten Zuwächse gab es bei den Exporten nach Dänemark und Norwegen. Deutlich weniger Strom wurde hingegen nach Frankreich ausgeführt. Dort sanken die Exporte um rund die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal. Größter Stromlieferant war Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich.
Den größten Anteil an den deutschen Stromexporten hatte laut Bundesnetzagentur an Land erzeugter Wind. Insgesamt hätten 57,1 Prozent der Stromexporte aus erneuerbaren Energien gestammt. Bei den Stromimporten stieg der Anteil der Erneuerbaren auf 50,2 Prozent. "Kernenergie machte erneut den größten Anteil der einzelnen Energieträger aus."
Kim Jong Un will Krieg abwenden und schickt mehr Truppen an die Grenze zu Südkorea
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Staatsmedien zufolge wichtige Militärvertreter seines Landes angewiesen, die Grenze zu Südkorea massiv zu verstärken. Bei einem Treffen mit ranghohen Kommandeuren sprach Kim über die "Politik der territorialen Verteidigung" seiner kommunistischen Regierungspartei, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Diese zielt demnach darauf ab, "die Einheiten an der Frontlinie an der südlichen Grenze zu stärken und die Grenze in eine uneinnehmbare Festung zu verwandeln".
Ein von KCNA veröffentlichtes Foto zeigt Kim vor Kommandeuren in Paradeuniform. KCNA zufolge sprach Kim ihnen gegenüber von einer "großen Veränderung", um einen Krieg abzuwenden. Die Kommandeure sollten demnach ihre "Haltung gegenüber dem Erzfeind" schärfen, sagte Kim demnach offenbar unter Anspielung auf Südkorea.
Dem Bericht zufolge erörterte Kim mit den Armeevertretern "Pläne zur Stärkung der Fronttruppen und anderer wichtiger Einheiten in militärisch-technischer Hinsicht als wichtige Entscheidung zur effektiveren Kriegsabwehr". Projekte zur Modernisierung des Militärs sollten "beschleunigt werden, um das Einsatzkonzept in allen Bereichen neu zu definieren", wurde Nordkoreas Machthaber zitiert.
Das Treffen mit den Armeevertretern erfolgte vor dem Hintergrund einer verschärften Haltung gegenüber Südkorea. Kim bezeichnete Südkorea im März als "den uns am meisten feindlich gesinnten Staat".
Tote bei Erdbeben in China
Bei einem Erdbeben der Stärke 5,2 in Südchina sind nach Angaben staatlicher Medien mindestens zwei Menschen gestorben. Das Beben ereignete sich am Montag um 0.21 Uhr Ortszeit (Sonntag, 18.21 Uhr MESZ) in der Stadt Liuzhou in der Region Guangxi, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Ein Mensch wird demnach noch vermisst.
Der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete, bei den Todesopfern handele es sich um ein Ehepaar, einen 63-jährigen Mann und eine 53-jährige Frau. Die Suche nach der vermissten Person dauerte demnach an.
Nach Angaben der Behörden stürzten 13 Gebäude ein. Mehr als 7000 Menschen wurden demnach aus dem betroffenen Gebiet in Sicherheit gebracht. Von CCTV veröffentlichte Aufnahmen zeigten Menschen, die aus Hochhäusern flohen, sowie Trümmerhaufen neben zerstörten Häusern. Rettungskräfte und Spürhunde suchten in den Trümmern nach Überlebenden.
Immer extremer und immer mehr Prozente - Darum ist die AfD so stark
Der Extremismusforscher Gideon Botsch sieht eine massiv steigende Offenheit der Wähler für die AfD - obwohl die Partei nach seiner Ansicht immer rechtsextremer wird. "Wir gehen davon aus, dass die Bereitschaft, die AfD zu wählen, massiv gestiegen ist und das Stigma, was mit der AfD-Wahl verbunden sein mag, deutlich geschmolzen ist", sagte Botsch. Der Politikwissenschaftler leitet die Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam. Im jüngsten RTL/ntv-Trendbarometer erreichte die AfD bundesweit in der Sonntagsfrage 27 Prozent.
Die AfD hat nach Einschätzung des Forschers auch durch eine schärfere Migrationspolitik mehr Anhänger bekommen. "Wir haben die AfD in Brandenburg schon lange mit einer Stammwählerschaft von bis zu einem Viertel der Bevölkerung taxiert", sagte Botsch. "Besonders seit etwa 2023 hat die AfD ihre Klientel deutlich ausweiten können. Das hängt mit der Bundespolitik zusammen, mit dem deutlichen Versuch, die AfD rechts zu überflügeln seitens der Unionsparteien."
Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke habe versucht, "der AfD die Wähler abspenstig zu machen", sagte der Wissenschaftler. "Sie ist durch diese Politik nicht geschwächt, sondern gestärkt worden." Ihre Themen erhielten scheinbar Bestätigung, "vor allem in der Erklärung der Migration zum Hauptproblemfeld Deutschland."
Die übrigen Parteien ziehen sich nach Ansicht des Forschers aus der Fläche zurück. Das macht er am Beispiel von Bürgermeisterwahlen fest. "Wir müssen uns, glaube ich, keine Illusionen darüber machen, dass die AfD gute Chancen hat, in den kommenden Jahren weitere kommunale Spitzenämter zu erringen, insbesondere auf der Ebene der Bürgermeister", sagte Botsch.
Trump wird zum Umweltschützer und plant nächstes Bauprojekt
US-Präsident Donald Trump möchte sich auch architektonisch unsterblich machen und plant zahlreiche Veränderungen - etwa einen Triumphbogen oder einen Ballsaal am Weißen Haus. Nun gibt es ein neues Projekt, dem er sich annehmen will: einen festen Helikopterlandeplatz auf dem Gelände südlich des Weißen Hauses, berichtet die "Washington Post". Dabei handelt es sich allerdings nicht um seine eigene Idee. Die Frage werde schon seit vielen Jahren diskutiert.
Hintergrund ist, dass die Hubschrauber des Typs VH-92A Patriot entstehende Hitze nach unten ableiten. Das wiederum würde zur Folge haben, dass der Rasen auf dem Südgelände bei Starts und Landungen verbrannt würde. Hersteller Sikorsky und Sikorskys Muttergesellschaft Lockheed Martin haben jahrelang versucht, eine Lösung zu finden. Bisher ist jedoch keine in Sicht.
Der VH-92A ist seit mehr als einem Jahrzehnt als ständiger Präsidentenhubschrauber vorgesehen. Das Marine Corps erhielt den letzten VH-92A für seine Präsidentenflotte vor fast zwei Jahren zu einem Preis von etwa 4,95 Milliarden Dollar. Das entspricht bei insgesamt 23 Helikoptern der Flotte etwa 215 Millionen Dollar pro Stück. Doch bisher haben sie noch keinen Präsidenten zum und vom South Lawn befördert.
Stattdessen verlassen sich die Verantwortlichen für diese Aufgabe weiterhin auf ältere Marine-One-Modelle, den VH-3D Sea King und den VH-60N White Hawk, die ursprünglich vor drei Jahren ausgemustert werden sollten. Laut Marine Corps wird der Sea King nun voraussichtlich mindestens bis 2026 im Einsatz bleiben, der White Hawk voraussichtlich sogar bis 2030. Es sei denn, Donald Trump lässt das Heli-Pad zeitnah bauen.
19-Jähriger tot in Frankfurter Parkhaus gefunden - Verdächtiger in Haft
Ein 19-Jähriger ist mit schweren Verletzungen tot neben einem Parkhaus im Frankfurter Stadtteil Höchst entdeckt worden. Die Mordkommission der Kriminalpolizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts, wie eine Polizeisprecherin sagte. Als Tatverdächtiger wurde am Nachmittag ein 18-Jähriger aus dem Main-Taunus-Kreis festgenommen. Er habe bei der Festnahme in seiner Wohnung keinerlei Widerstand geleistet, hieß es von den Ermittlern. An diesem Montag soll der junge Mann einem Haftrichter vorgeführt werden.
Passanten hatten den Toten um etwa 4 Uhr morgens in der Emmerich-Josef-Straße entdeckt und den Rettungsdienst alarmiert, wie die Sprecherin weiter berichtete. Er habe in einer großen Blutlache gelegen. Der Notarzt konnte demnach nur noch seinen Tod feststellen. Die Spurensicherung war mit mindestens fünf Einsatzkräften stundenlang vor Ort.
Eine Obduktion wurde der Polizei zufolge angeordnet, um mehr über die Todesursache und den Tathergang herauszufinden. Genauere Angaben zur Frage, welche Art von Gewalt der 19-Jährige erfahren habe, machte die Polizei bisher nicht. Ebenso gab es bislang keine Angaben zu möglichen Verdächtigen.
Stargast Angela Merkel und Iran-Krieg reloaded? Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
der Besuch des US-Präsidenten in China ist vorbei. Ein dort besprochenes Thema könnte nun wieder an Fahrt gewinnen - leider auf ungute Weise: der Iran-Krieg. Nachdem die Waffen zwischen Israel und den USA einerseits und dem Iran andererseits zuletzt weitgehend schwiegen, drohen Jerusalem und Washington nun wieder mit der Aufnahme der Angriffe. "Die Zeit drängt", hatte Trump auf Truth Social geschrieben, nachdem es zuletzt keinerlei Fortschritte in den Gesprächen gegeben hatte. Der Ölpreis kletterte infolgedessen bereits spürbar. Alle Entwicklungen lesen Sie in unserem Ticker zum Iran-Krieg.
Hierzulande startet die Digitalkonferenz re:publica. Als einer der Startgäste ist Ex-Kanzlerin Angela Merkel dabei. Sie nimmt am ersten Konferenztag an einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Trotz allem: Hoffnung Europa?" teil. Die Konferenz läuft bis Mittwoch. Unter dem diesjährigen Motto "Never Gonna Give You Up" stehen zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm.
In Köln beginnt heute ein Prozess um einen tödlichen Unfall in Hürth vor einem Jahr. Damals erfasste ein Autofahrer eine Grundschulklasse beim Überqueren einer Straße. Eine Schülerin und ein Schulbegleiter starben, zwei weitere Kinder wurden verletzt. Gegen den inzwischen 21-jährigen Fahrer wird ab 9.30 Uhr am Landgericht Köln prozessiert. Ihm wird unter anderem zweifache fahrlässige Tötung vorgeworfen.
Was sonst noch wichtig wird:
Vor dem Landgericht im tschechischen Pilsen soll um 13 Uhr entschieden werden, ob der verurteilte Rechtsextremist, der sich zur Frau erklärt hat und jetzt Marla Svenja Liebich heißt, nach Deutschland ausgeliefert werden darf.
Die G7-Finanzminister treffen sich in Paris. Themen sind die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs sowie der Welthandel. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil nimmt teil.
Acht Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz soll ab 12 Uhr CDU-Landeschef Gordon Schnieder zum Ministerpräsidenten gewählt werden.
Das Verbrechen liegt mehr als 32 Jahre zurück, die Gewalttat an der 13-jährigen Sabine in Karlstadt ist weiter ungesühnt. Von 9 Uhr an steht ein Mann erneut wegen Mordes vor dem Landgericht Würzburg.
Bei der Eishockey-WM trifft Deutschland um 20.20 Uhr in der Vorrunde der Gruppe A auf die Schweiz.
Das ist es für den Moment zum Wochenstart. Ich hoffe, Sie sind auf dem aktuellen Stand. Über alles Weitere halten wir Sie auf dem Laufenden. Im "Tag" begleite ich Sie bis 14 Uhr. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
Toter Wal vor Dänemark: Wie geht es weiter?
Die Geschichte des zunächst vor Deutschland gestrandeten Wals findet vor der Küste Dänemarks ein trauriges Ende. Kopenhagen macht klar: Eine genaue Autopsie des Tieres werde man nicht übernehmen. Nils-Fischer Stahl berichtet von der Insel Anholt.
Kuhherde trampelt Wanderin in Tirol tot
In Österreich ist es erneut zu einer tödlichen Kuh-Attacke auf eine Wanderin gekommen. Eine 67-Jährige sei von einer "mittleren zweistelligen Zahl" an Kühen auf einer Weide angegriffen und dabei tödlich verletzt worden, berichtete die Polizei. Bei der Kuh-Attacke in der Region Lienz in Osttirol wurde der 65-jährige Ehemann des Opfers laut Behörden schwer verletzt. Der Grund für das aggressive Verhalten der Tiere sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher.
Nach ersten Erkenntnissen spielte diesmal ein Hund als Begleiter des Ehepaars aus Österreich keine Rolle. Auf das Herannahen von Hunden reagieren Kühe, zumal wenn sie ihre Jungtiere beschützen wollen, manchmal mit einer Attacke auf den Vierbeiner. Angesichts solcher Vorfälle raten Behörden und Bauern immer wieder zur Vorsicht - auch im deutschen Alpenraum.
Zwei US-Kampfjets stürzen bei wildem Flugmanöver ab
Bei einer Flugschau im US-Bundesstaat Idaho sind zwei Kampfflugzeuge in der Luft zusammengestoßen und abgestürzt. Alle vier Besatzungsmitglieder der beiden Maschinen hätten sich per Schleudersitz retten können, berichtete der örtliche Lokalsender KOMO.
Auf der Internetseite der Gunfighter Skies Air Show wurde bestätigt, dass es auf dem Luftwaffenstützpunkt Mountain Home zu einem "Vorfall mit Flugzeugen" gekommen sei. Dieser habe sich etwa drei Kilometer nordwestlich des Stützpunkts ereignet. Rettungskräfte seien vor Ort, Ermittlungen liefen.
In auf Online-Netzwerken verbreiteten Videos war zu sehen, wie die beiden Flugzeuge zusammenstießen, abstürzten und am Boden eine Explosion mit einer großen schwarzen Rauchwolke auslösten. Auf den Aufnahmen waren auch vier Fallschirme zu sehen.
Nach Angaben einer Sprecherin der US-Marineflieger handelte es sich bei den Maschinen dem Sender KOMO zufolge um zwei Kampfflugzeuge vom Typ EA-18G Growler. Diese seien auf dem Stützpunkt Whidbey Island im Bundesstaat Washington stationiert.
Der Sender NBC berichtete, die Flugshow sei nach dem Absturz abgebrochen und der Stützpunkt abgeriegelt worden. Die Flugshow war nach Angaben der Zeitung "Idaho Statesman" die erste Veranstaltung dieser Art dort seit 2018. Damals war ein Drachenflieger bei einem Unfall ums Leben gekommen.