Samstag, 27. März 2021Der Tag

mit Juliane Kipper
Juliane Kipper
22:33 Uhr

Das war Samstag, der 27. März 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bergungsarbeiten an dem im Suezkanal festsitzenden Containerschiff sind heute nach Behördenangaben nur schrittweise vorangegangen. "Das Heck des Schiffs hat sich in Richtung Suez bewegt", sagte Chef der ägyptischen Kanalbehörde Suez Canal Authority (SCA), Osama Rabie. "Aber weil die Tide deutlich fiel, mussten wir die Arbeiten unterbrechen." Nach Angaben des SCA-Chefs stauten sich wegen der Blockade bereits 321 Schiffe auf beiden Seiten des Kanals. Die Reedereien scheuten den langen Umweg um den afrikanischen Kontinent, dessen Südspitze auf der Alternativroute am Kap der Guten Hoffnung umfahren wird.

Außerdem empfehle ich Ihnen heute noch diese Texte:

Und damit wünsche ich Ihnen nun noch einen schönen Abend. Bis bald.

22:09 Uhr

"Funke der Hoffnung": Berliner Club probt Konzert mit Schnelltests und Maske

Die Berliner Clubszene hat den Konzertbetrieb in Corona-Zeiten ausprobiert. Zu der ausverkauften Pilotveranstaltung auf dem Holzmarkt-Gelände an der Spree kamen am Abend laut Veranstalter rund 70 Besucher, die sich vorher online anmelden, Schnelltests absolvieren und eine Maske tragen mussten.

  • Für die Clubcommission ist der Test "ein Funke der Hoffnung". Der Sprecher des Dachverbands, Lutz Leichsenring, sagte am Abend, das Verfahren könne in einer Übergangszeit eine große Hilfe für die besonders von der Corona-Krise gebeutelten Clubs sein.
  • "Es ist eine Übergangsvariante, die uns wieder ein bisschen Hoffnung gibt. Nicht nur uns, auch den Menschen, die darauf warten, wieder in Clubs gehen zu können." Es gebe die Hoffnung, dass es wieder möglich sei, Veranstaltungen durchzuführen und Kultur erlebbar zu machen, sagte Leichsenring.
  • Der Test habe relativ reibungslos geklappt. Einiges könne man noch digitalisieren und vereinheitlichen und zum Beispiel eine App nutzen. Das Konzert an sich sei "eine Zugabe" zu dem Test.
  • Er sei ein Schritt in die richtige Richtung und ein Zeichen, dass sich hinter den Kulissen wieder etwas tue.
21:41 Uhr

Diebesgut ist eine Million Dollar wert: Unbekannte beklauen Beyoncé

R&B-Sängerin Beyoncé wurde ausgeraubt. Wie das US-Portal "TMZ" berichtet, haben Diebe Anfang des Monats innerhalb einer Woche gleich zweimal zugeschlagen und drei angemietete Lagerräume der Sängerin in Los Angeles leergeräumt. Die Einbrecher erbeuteten bei ihrem Raubzug Gegenstände im Wert von einer Million Dollar (umgerechnet etwa 850.000 Euro).

Die Lagerräume waren von Beyoncés Produktionsfirma angemietet worden, darin befanden sich aber Gegenstände der Sängerin. Unter anderem sollen teure Handtaschen, Kleider, Kinderspielzeug und Fotos, die Beyoncés Stylisten gehören, entwendet worden sein. Die örtliche Polizei untersuche den Fall. Bislang wurden aber noch keine Verdächtigen verhaftet. Beyoncé ist nicht der erste Promi, dem ähnliches widerfuhr. Ende Januar brachen Unbekannte in einen Lagerraum von Pop-Sängerin Miley Cyrus ein und erbeuteten Kleidung, Familienfotos und weitere Erinnerungsstücke der Sängerin.

21:03 Uhr

Nach Aus bei DSDS: Dieter Bohlen plant "Großes"

Dieter Bohlen blickt nach seinem Ausscheiden bei "Deutschland sucht den Superstar" optimistisch in die Zukunft: "Ich hab super viele Angebote natürlich bekommen, und da muss man natürlich so ein bisschen gucken, was man jetzt macht", sagte Bohlen am Abend in einem Instagram-Video. Er sei mit der derzeitigen Situation sehr zufrieden. "Ich plane Großes, und ihr werdet von mir hören."

Es war das erste Mal, dass sich der Musikproduzent nach seinem RTL-Aus zu Wort meldete. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Clips startete auf RTL die erste "DSDS"-Liveshow ohne Bohlen. Dafür saß Show-Titan Thomas Gottschalk neben Maite Kelly und Mike Singer in der Jury. "Auch Titanen können stürzen, und das ist dem Dieter passiert

20:21 Uhr

Männer stehlen Rolex - und werden von Besitzer auf Flucht überfahren

Nachdem zwei Diebe einem Autofahrer in Süditalien seine Rolex entwendet hatten, hat der Besitzer der Uhr die beiden Männer auf ihrer Flucht überfahren. Medienberichten zufolge näherten sich die Diebe am Vorabend nahe Neapel auf einem Motorroller dem 26-jährigen Autofahrer. Sie bedrohten ihn mit einer Pistole, woraufhin er seine teure Uhr herausgab - und dann die Verfolgung aufnahm.

Bei der rasanten Flucht stürzten die Diebe mit dem Motorroller, der junge Mann überfuhr sie. Beide waren auf der Stelle tot. Der Autofahrer stellte sich nach dem Vorfall der Polizei in Marano. Seine Aussagen seien von Zeugen bestätigt worden, berichtete die Tageszeitung "Il Corriere della Sera". Bei den mutmaßlichen Dieben, 30 und 40 Jahre alt, handele es sich um bekannte Kriminelle mit einem langen Vorstrafenregister. Am Unfallort wurden eine Pistole mit entfernter Seriennummer und eine Uhr gefunden.

19:42 Uhr

Facebook friert Konto von Venezuelas Präsident Maduro ein

Nachdem er mehrere "Wundermittel" zum Schutz vor dem Coronavirus angepriesen hat, ist Venezuelas Präsident Nicolas Maduro im Online-Netzwerk Facebook vorerst zum Schweigen verdammt: Ein Sprecher des US-Unternehmens teilte mit, dass das Konto Maduros wegen "Verstoßes gegen unsere Regeln gegen Falschinformationen über Covid-19" für einen Monat "eingefroren" werde.

In dieser Zeit könne Maduro nichts mehr posten. Venezuela hatte erst im Februar mit dem Impfen begonnen, Maduro selbst ließ sich Anfang März das russische Vakzin Sputnik V verabreichen. Er hat auf Facebook mehrmals von "Wundermitteln" geschwärmt und wissenschaftlich nicht erprobte Medikationen empfohlen.

18:53 Uhr

Junge Mutter feiert sechs Tage Geburtstag - kleine Tochter stirbt

Um ihren 18. Geburtstag zu feiern, hat eine junge Mutter in England ihre kleine Tochter tagelang alleine gelassen - das Mädchen starb. Die mittlerweile 19-Jährige räumte vor Gericht Totschlag ein, wie die Zeitung "The Times" berichtet. Das 20 Monate alte Mädchen sei an Vernachlässigung gestorben, ergab die Obduktion. Es litt Hunger und Durst und bekam eine Grippe.

Mutter und Tochter lebten in einer Sozialwohnung in der südenglischen Küstenstadt Brighton. Sozialarbeiter haben ein Büro in dem Komplex, die Wohnungen werden aber nach Behördenangaben nicht kontrolliert. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten, dass der Teenager die Wohnung am Nachmittag seines 18. Geburtstags verließ und erst sechs Tage später zurückkehrte. In der Zwischenzeit feierte die junge Frau teilweise mehr als 200 Kilometer von Brighton entfernt, in London, Coventry und Solihull. Der Schuldspruch wird für den 28. Mai erwartet.

18:11 Uhr

Für Film im Weltall: Regisseur und Schauspielerin fliegen zur ISS

Für einen Film im Weltall will Russland den Regisseur Klim Schipenko und eine Schauspielerin in einem halben Jahr zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Der Flug sei für den 20. September geplant, sagte der Chef des Kosmonauten-Ausbildungszentrums, Pawel Wlassow, der von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos herausgegebenen Zeitschrift "Russkij Kosmos". Die Rückkehr zur Erde sei für Oktober vorgesehen. Den Namen der Schauspielerin für den Streifen mit dem Arbeitstitel "Wysow" (Herausforderung) nannte Wlassow nicht.

Die Staatsagentur Ria Nowosti hatte vor zwei Wochen gemeldet, dass unter 3000 Bewerbungen für die Rolle 20 Finalistinnen ausgesucht worden seien. Darunter sind demnach neben ausgebildeten Schauspielerinnen auch Pilotinnen, Psychologinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen. Der Film, von dem Teile im Kosmos gedreht werden, habe das Ziel, den Beruf des Kosmonauten heroisch darzustellen, hatten Roskosmos und der staatliche TV-Sender Perwy Kanal mitgeteilt. Auch die USA planten einen Dreh in der ISS.

17:33 Uhr

Autofahrer macht Liegestütze an roter Ampel

Bewegungsdrang oder Imponiergehabe? An einer roten Ampel in Ulm ist ein 19-Jähriger aus seinem Auto gestiegen und hat neben seinem Wagen Liegestütze gemacht. Angefeuert habe ihn nach Angaben der Polizei ein Autofahrer, der ebenfalls an der Ampel auf die Weiterfahrt wartete.

Doch zufällig sei am Freitagabend eine Streife zugegen gewesen, berichteten die Beamten unter der Überschrift "Straße mit Fitnessstudio verwechselt". "Bei allem Verständnis für den Bewegungsdrang beendeten die Polizisten die Trainingseinheit mit einem Platzverweis."

16:45 Uhr

"Chaotische Nacht" in US-Stadt Virginia Beach: Zwei Menschen bei Schüssen gestorben, acht Verletzte

Bei Schüssen im US-Staat Virginia sind zwei Menschen ums Leben gekommen und mehrere verletzt worden. In der Nacht hätten Polizisten in Virginia Beach auf ihrer Streife Schüsse gehört und acht Verletzte gefunden, teilte die örtliche Polizei mit.

Eine Frau sei am Tatort an Schussverletzungen gestorben. Kurz darauf hätten die Beamten in der Nähe weitere Schüsse gehört, sagte der örtliche Polizeichef Paul Neudigate bei einem Pressestatement. Ein Polizist habe an dem zweiten Tatort einen Verdächtigen gestellt und erschossen. Ein anderer Polizist sei in der Nacht von einem Auto angefahren worden. Neudigate sprach von einer "chaotischen Nacht" mit verschiedenen Tatorten. Die Hintergründe der Taten seien noch unklar. Auch blieb zunächst offen, ob die Zwischenfälle in direktem Zusammenhang zueinander standen.

16:03 Uhr

23-Jährige überschlägt sich mit Auto auf A40 - vier Schwerverletzte

Auf der Autobahn 40 bei Neukirchen-Vluyn hat sich eine 23 Jahre alte Autofahrerin mehrfach mit ihrem Wagen überschlagen. Dabei seien die Fahrerin und ihre drei Mitfahrer, eine 20-Jährige sowie zwei Männer im Alter von 20 und 23 Jahren, schwer verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Bei dem 20 Jahre alten Mann bestehe Lebensgefahr.

Nach Angaben der Polizei fuhr die junge Frau in Richtung Dortmund, als sie aus zunächst nicht geklärter Ursache die Kontrolle über ihr Auto verlor und von der Fahrbahn abkam. Es bestehe der Verdacht, dass die Fahrerin unter Drogeneinfluss stand. Details waren zunächst nicht bekannt.

15:40 Uhr

Reaktion auf Sanktionen: China verhängt Strafmaßnahmen gegen Politiker aus USA und Kanada

China hat als Reaktion auf Sanktionen wegen der Unterdrückung der Uiguren auch Strafmaßnahmen gegen Politiker aus den USA und Kanada verhängt.

Betroffen von dem Einreiseverbot sind zwei Mitglieder der US-Kommission für internationale religiöse Freiheit, Gayle Manchin und Tony Perkins, sowie der kanadische Abgeordnete Michael Chong und der kanadische Menschenrechtsausschuss, teilte das Außenministerium in Peking mit. Zuvor hatten nach der EU auch die USA und Kanada Sanktionen gegen China wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Uiguren verhängt.

15:09 Uhr

Britische Studie: Junge Schwarze doppelt so oft arbeitslos wie Weiße während Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie ist in Großbritannien die Arbeitslosigkeit unter jungen Schwarzen, Asiaten und Angehörigen anderer Minderheiten einer Studie zufolge deutlich stärker gestiegen als bei Weißen. Die Quote bei den BAME (Black, Asians and minority ethnic) im Alter von 16 bis 24 Jahren sei von 18,2 auf 27,3 Prozent geschnellt, teilte die Gewerkschaft TUC mit.

Bei gleichaltrigen Weißen habe sie sich nur von 10,1 auf 12,4 Prozent verändert. TUC-Generalsekretärin Frances O'Grady sagte, der unverhältnismäßige Effekt auf junge BAME-Mitglieder sei ein weiterer Beweis für Rassismus auf dem Arbeitsmarkt. "Covid hat jeden Zweifel daran beseitigt, dass Rassismus in unseren Arbeitsstätten und in der Gesellschaft existiert." Die Analyse belege, dass dies früh, etwa im Alter von 16 Jahren geschehe. Die Studie zeige zudem, dass mehr junge Arbeitskräfte im Sommer 2020 entlassen wurden als im Gesamtjahr 2019. Das liege daran, dass junge Menschen oft in Branchen arbeiteten, die von der Pandemie betroffen sind, etwa der Gastronomie.

14:33 Uhr

Schön oder scheußlich? Palast verkauft Sonder-Porzellan zum Queen-Geburtstag

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Inspiriert von den Rosen im Garten von Schloss Windsor.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Ein eigens kreiertes Porzellanservice bietet Royal-Fans ein königliches Essenserlebnis zum 95. Geburtstag von Queen Elizabeth II. Das Gedeck umfasst Tassen und Unterteller für je 65 Pfund, die das königliche Wappen tragen und verziert sind mit einer Goldlegierung. Das rosafarbene Blumenmuster sei von den Rosen inspiriert, die im East Terrace Garden in der Queen-Residenz Schloss Windsor wachsen, teilte die Kunstsammlung Royal Collection mit. Ebenfalls im Angebot sind Küchentücher und Aufbewahrungsbehälter für je 9,95 Pfund. Die Königin hat am 21. April Geburtstag.

14:08 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

mein Kollege Max Raudszus hat Feierabend gemacht. Ich übernehme an dieser Stelle und versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

13:20 Uhr

"Kühe wollten nicht verstehen": Mönchen gelingt Coup mit 2,8-Tonnen-Käse-Challenge

Weil sie aufgrund der Corona-Pandemie auf ihrem berühmten Reblochon-Käse sitzengeblieben sind, haben sich die Mönche des französischen Zisterzienser-Klosters Abbaye de Cîteaux eine eigene "Internet-Challenge" gesetzt: Bis Dienstag wollten sie die 4000 zusätzlichen Käselaibe mit einem Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen, die sich in ihrem Keller stapeln, loswerden. "Was sollten wir machen", sagte der für die Vermarktung des Käses zuständige Mönch mit einem breiten Lächeln. "Wir haben unseren Kühen erklärt, dass sie weniger Milch geben sollen, aber sie wollen das nicht verstehen." Und die Wände im überfüllten Keller ließen sich auch nicht verschieben.

Deshalb kamen die 19 Mönche auf die Idee, ihren überschüssigen Kuhmilch-Käse mit der besonders feinwürzigen Note über das auf den Online-Verkauf von Kloster-Produkten spezialisierte Start-up "Divine Box" (Göttliche Kiste) anzubieten. Ihr Ziel, die rund 2,8 Tonnen bis Dienstag loszuwerden, stellte sich als nicht besonders ehrgeizig heraus: Bei Verkaufsschluss am ersten Tag um Mitternacht waren nicht einmal mehr 800 Kilogramm übrig.

13:07 Uhr

Schon wieder Ägypten: Tote und Dutzende Verletzte bei Wohnhaus-Einsturz

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Einstürzende Gebäude sind in Ägypten leider keine Seltenheit.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Ägypten durchlebt schwere Tage: Seit Dienstag steckt der Frachter "Ever Given" im Suezkanal fest und hält die Weltwirtschaft in Atem, gestern erst sterben Dutzende Menschen bei einem verheerenden Zugunglück und nun das: Beim Einsturz eines Wohnhauses in der Hauptstadt Kairo sind fünf Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden, andere Quellen berichten von mindestens acht Toten und 29 Verletzten. Das Krisenteam der Regionalregierung sei um 3.00 Uhr morgens über den Einsturz des neunstöckigen Gebäudes informiert worden, teilte der Regierungsbezirk Kairo mit. Gouverneur Khaled Abdel Aal sei "sofort" zum Unglücksort gefahren.

12:32 Uhr

Bergungsteam meldet ersten Erfolg bei feststeckendem Riesen-Frachter

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Seit Tagen arbeiten sich Experten mit schwerem Gerät und mehreren Schleppern an dem riesigen Schiff ab.

(Foto: picture alliance/dpa/Suez Canal Press Service)

Die erhoffte Freilegung des Containerschiffs "Ever Given" der taiwanesischen Evergreen Marine Corporation, das den Suezkanal blockiert, schreitet ein wenig voran. Das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC sprach von mehr als zehn Schleppern und drei Baggern, die im Einsatz seien, um eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt wieder für den Handel freizugeben. Es gebe "leichte Bewegung". Der Frachter liege aber weiter auf Grund. Admiral Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde, hatte gestern Abend mitgeteilt, dass neun große Schlepper an den Arbeiten beteiligt seien.

Mehr dazu lesen Sie hier.
12:17 Uhr

Angeblich gezielte Kopfschüsse: Dutzende Tote bei Protesten in Myanmar

In Myanmar sind bei landesweiten Demonstrationen gegen den Militärputsch mindestens 50 Menschen getötet worden. Dies berichten die Zeitung "The Irrawaddy" und andere lokale Medien. Nach Informationen von "Myanmar Now" sollen sogar mehr als 90 Menschen in 40 Städten ums Leben gekommen sein. Am offiziellen Gedenktag der Armee kam es in weiten Teilen des Landes, wie in der Handelsmetropole Yangon, in der nördlichen Region Mandalay und im südlichen Bago, zu Protesten gegen die Machtübernahme. Dabei sollen Militärangehörige und Polizisten mit scharfer Munition und gezielten Kopfschüssen gegen unbewaffnete Zivilisten vorgegangen sein. Das Militär Myanmars habe Schande über sich gebracht, indem es auf "unbewaffnete Zivilisten" geschossen habe, schrieb der britische Botschafter Dan Chugg auf Twitter.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:43 Uhr

Studie: Inzest machte Monarchen zu miserablen Herrschern, einer war besonders schlimm

Forscher der Universität von Kalifornien (UCLA) haben eine Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen dem Grad an Inzest europäischer Monarchen und ihrem Erfolg oder Misserfolg als Herrscher herstellt. Wie die Daily Mail berichtet, kommt die Untersuchung von 331 europäischen Monarchen in der Zeit von 990 bis 1800 zu dem Schluss, dass Könige und Königinnen ihr Land umso schlechter regierten, je mehr ihre Abstammung durch Inzest geprägt war. Die Praxis, Verwandte innerhalb der Königsgeschlechter miteinander zu verheiraten, um so den Machterhalt der Familie zu sichern, war in Europa seinerzeit weit verbreitet. Daraus resultierten jedoch teils schwerwiegende DNA-Mutationen, die sich Untersuchungen zufolge auch auf die Intelligenz der Herrscher auswirkten.

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Schon während seiner Herrschaft war Charles II Spitzname "El Hechizado" (Der Verhexte), weil die Menschen dachten, sein Aussehen sie die Folge von Hexerei.

(Foto: picture alliance / Heritage-Images)

Die Autoren der Studie, Sebastian Ottinger und Nico Voigtländer, verbanden nun Erkenntnisse zu moralischen und mentalen Qualitäten der Herrscher mit historischen Zeugnissen über nachweisliche Erfolge und Misserfolge (etwa Gebietsgewinne oder -verluste) und stellten diese in Verbindung mit Erkenntnissen über den Grad an Inzest. So kommen etwa König Henry VIII und Maria Theresia von Österreich besonders gut weg, beide hatten eine relativ hohe genetische Diversität in der Abstammung. Besonders schlecht schneidet in der Untersuchung Karl II ab, der von 1665 bis 1700 König von Spanien war. Seine Eltern, Philip IV von Spanien und Mariana von Österreich, waren Onkel und Nichte und dazu ihrerseits selbst bereits die Kinder von Cousins und Cousinen ersten Grades. Die Untersuchung zeigt, dass Spanien unter seiner Herrschaft schwer zu leiden hatte, ein Historiker schrieb, die Zeit sei geprägt gewesen von "Elend, Armut, Hunger und Chaos."

11:02 Uhr

"Das Gegenteil gemacht": Trump prahlt mit eigenem Versagen in der Pandemie

Ex-US-Präsident Donald Trump hat damit angegeben, in der Bekämpfung der Pandemie nicht auf den Rat seines obersten Experten, Dr. Anthony Fauci, gehört zu haben. In der Fox-News-Sendung "The Ingraham Angle" gab Trump zu, größtenteils ignoriert zu haben, was Fauci zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung vorschlug und sogar das Gegenteil umgesetzt zu haben. "Wenn Sie es sich genau angucken, habe ich wirklich nicht viel auf ihn gehört, weil ich das Gegenteil von dem gemacht habe, was er gesagt hat", sagte der Ex-Präsident. Trump, der selbst so absurde Dinge vorschlug wie sich Desinfektionsmittel zu spritzen, diskreditiert den Top-Virologen seit langem. Bei diesem Interview etwa führte er weiter aus, "Sie haben ihn doch beim Werfen des ersten Balls beim Baseball-Spiel in Washington gesehen, oder? Er ist ein besserer Pitcher als er darin ist, was er eigentlich tut."

10:52 Uhr

Scharfe Kritik aus Belarus: ESC-Ausschluss "politisch motiviert"

Der Ausschluss von Belarus vom Eurovision Song Contest im Mai ist in Minsk auf heftige Kritik gestoßen. "Die Entscheidung, uns auszuschließen, ist politisch motiviert", sagte der Chef der Nationalen Staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft von Belarus, Iwan Ejsmont, der Staatsagentur Belta zufolge. Die ESC-Verantwortlichen seien von "Politikern und Hassern in sozialen Netzwerken" unter Druck gesetzt worden. Belarus hatte die Band Galasy ZMesta ins Rennen geschickt. Sie sei nun in die Geschichte eingegangen, meinte Ejsmont.

10:12 Uhr

Hebamme landet mit Sexualkunde-Videos virale Megahits

Sarah Pringle ist Hebamme im US-Bundesstaat Illinois. Neben ihrem Beruf ist die junge Mutter von zwei Kindern aber auch noch auf einer anderen Mission unterwegs. In sozialen Netzwerken veröffentlicht sie Aufklärungsvideos über alle möglichen Aspekte der Sexualkunde, von der Wirkung eines Verhütungsrings über die Platzierung eines Tampons im Körper bis hin zur Veranschaulichung der Vorgänge bei einer Geburt. Insbesondere auf Tiktok kommt sie damit gut an. Regelmäßig schauen Hunderttausende ihre Videos, insbesondere einer ihrer jüngsten Clips hat sich allerdings zum viralen Megahit entwickelt - es wurde bereits mehr als zehn Millionen Mal angesehen. Darin zeigt sie, wie sich der Gebärmutterhals bei der Geburt eines Kindes weitet, bis das Baby hindurchpasst.

*Datenschutz

Im Gespräch mit Buzzfeed erklärt sie ihren eigenen Erfolg damit, dass Menschen daran interessiert sein, das Unbekannte zu sehen. Sie seien "fasziniert vom menschlichen Körper und besonders von der Geburt." Mithilfe von Modellen stellt sie allerlei Szenarios nach, um so insbesondere über den weiblichen Körper aufzuklären und so einen Beitrag zum bewussten Umgang, zur Selbstpflege und Gesundheit zu leisten.

*Datenschutz

09:31 Uhr

Eigentümer: Container-Riese im Suezkanal könnte noch heute weiterfahren

Der Eigentümer des im Suezkanal feststeckenden Containerschiffs "Ever Given" hofft auf eine Bergung des Frachters noch heute. Es gebe keinerlei Anzeichen darauf, dass die Triebwerke des Schiffs beschädigt worden seien, sagte der Chef des japanischen Unternehmens Shoei Kisen, Yukito Higaki, laut japanischen Medienberichten bei einer Pressekonferenz. Ziel seines Unternehmens sei, den Containerriesen am Abend japanischer Zeit "zu befreien". Es sei kein Wasser in die "Ever Given" geraten. Auch gebe es keine Probleme mit seinem Steuerruder oder den Schiffsschrauben. "Sobald es sich wieder bewegt, sollte es operationsfähig sein" sagte Higaki laut der Zeitung "Asahi Shimbun". Die Arbeiten zur Entfernung von Sediment unter dem Bug hielten an, betonte er. Dabei kämen auch "zusätzliche Baggergeräte" zum Einsatz.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:58 Uhr

Schwerer Unfall auf der B205 - zwei Tote, neun Verletzte

Bei einem Frontalzusammenstoß auf der B205 bei Neumünster sind zwei Menschen getötet worden, neun weitere wurden verletzt. Ein Minivan kollidierte in der Nähe der Anschlussstelle Neumünster-Süd in der Nacht mit einem anderen Fahrzeug, wie die Polizei mitteilte. Die Unfallursache ist bislang unklar. Weitere Details zum Unfallhergang sowie Angaben zu den Personen sind ebenfalls noch unbekannt. Die B205 war bis in die frühen Morgenstunden in beide Richtungen gesperrt.

08:48 Uhr

Temperaturen gehen auf Talfahrt

Heute geht das Wetter in die Vollen, von kräftigem Regen über Graupelschauer bis hin zu Schnee ist alles mit dabei. Die Sonne zeigt sich zwar eher selten, am Oberrhein darf man sich jedoch auf freundliche Abschnitte freuen. Die Temperaturen gehen ordentlich auf Talfahrt.

08:18 Uhr

Brief an Haustür abgegeben: Meghans Vater will offenbar auch Oprah-Interview

Der Vater von Herzogin Meghan, Thomas Markle, scheint über das Interview seiner Tochter mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey noch immer nicht hinweg zu sein. Dass Meghan ihn darin des Verrats beschuldigt hat, macht ihm offenbar zu schaffen. Auch er wolle seine Sicht der Dinge in einem offenen Gespräch schildern, berichtet nun die britische Boulevardzeitung "The Sun". Bilder, die das Blatt veröffentlicht hat, zeigen Markle vor dem Haus der Talkmasterin in Montecito, Kalifornien.

Was der 76-Jährige dort zu suchen hatte? Angeblich habe er Winfrey einen Brief zukommen lassen, "in dem er sie bittet, ihn zu kontaktieren", zitiert "The Sun" einen namentlich nicht genannten Insider. Markle habe den Brief einem Wachmann vor dem Haus übergeben. Die Nachricht "war nicht für Meghan und Harry, sondern für Oprah gedacht". Markle, so sagt die Quelle, habe "das Interview gesehen [...] und findet, dass er eine Chance verdient hat, seine Meinung zu sagen".

07:45 Uhr

Iran und China schließen Pakt für ein Vierteljahrhundert

Der Iran und China wollen nach Angaben Teherans heute ein umfassendes und langfristiges Kooperationsabkommen unterzeichnen. Das auf 25 Jahre angelegte Abkommen enthalte "politische, strategische und wirtschaftliche" Vereinbarungen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Said Chatibsadeh, im Staatsfernsehen. Unterzeichnet werden soll das Abkommen demnach anlässlich des derzeitigen Besuchs von Chinas Außenminister Wang Yi in Teheran.

07:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser und herzlich willkommen im Wochenende. Im "Tag" begrüße ich Sie heute nicht nur zu den letzten Stunden der Winterzeit, bevor kommende Nacht die Uhren umgestellt werden, ich heiße Sie auch willkommen zum internationalen Tag des Faktenchecks, Sie sind hier also genau richtig.

Was erwartet uns heute?

  • In Stuttgart sondieren die Wahlsieger der Grünen erneut mit der SPD und der FDP über die Bildung einer Ampelkoalition für Baden-Württemberg. Käme sie zustande, würde sie als erstes Grün-Rot-Gelbes Bündnis auf Länderebene das erste Grün-Schwarze Bündnis auf Länderebene ablösen. Für Ministerpräsident Winfried Kretschmann führen beide Wege zum Machterhalt.
  • Und auch in Schleswig-Holstein stellen die dortigen Landes-Grünen heute wichtige Wahl-Weichen. Auf einem Parteitag sollen die Listenplätze für die Bundestagswahl vergeben werden. Warum das über Kiel hinaus relevant ist? Über diese Liste will Co-Parteichef und womöglich Kanzlerkandidat Robert Habeck in den Bundestag gewählt werden. Er versucht allerdings parallel auch, in seinem Heimat-Wahlkreis Flensburg-Schleswig der CDU das Direktmandat abspenstig zu machen.
  • Um 14.00 Uhr ist eine Online-Diskussion zur Corona-Krise mit Gesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Chef Lothar Wieler und anderen Experten geplant. Alle Entwicklungen in der Pandemie lesen Sie natürlich wie immer in unserem Coronavirus-Liveticker.
  • Und schnell noch ein Blick in den Sport: Im Wüstenstaat Bahrein wird es heute für Mick Schumacher erstmals so richtig ernst. Vor dem morgigen Renn-Auftakt in die Formel-1-Saison steht für den Debütanten heute das erste Qualifying im Haas-Boliden an (ab 16.00 Uhr im Liveticker bei ntv.de). 30 Jahre nach dem Debüt seines Vaters Michael ist es das erste Event, in dem es für Mick um mehr als nur Testrunden geht. Auch Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel muss heute erstmals beweisen, was in seinem neuen Auto von Aston Martin steckt.

Mit diesem Ausblick im Kopf wollen wir dann jetzt mal loslegen. Mein Name ist Max Raudszus und ich versorge Sie bis in den Nachmittag mit allem Wichtigen, viel Spannendem und reichlich Kuriosem aus Deutschland und aller Welt. Wenn Sie Anregungen, Fragen, Kritik oder Bitten haben, erreichen Sie mich per E-Mail an max.raudszus[at]nama.de. Ich freue mich, dass Sie da sind! Auf geht's.

07:11 Uhr

Deutsche Bahn erwägt Abkehr vom Großraumabteil

Fahrgäste der Deutschen Bahn könnten in Zukunft wieder häufiger in Abteilen Platz nehmen. Das Unternehmen denkt darüber nach, die Waggons wieder stärker zu untergliedern. "Unsere Kunden wünschen sich mehr Rückzugsmöglichkeiten und dafür wieder mehr abteilähnliche Räume", sagte Bahn-Vorstandsmitglied Berthold Huber. Wie das in künftigen Zügen aussehen könnte, sollen Konzeptstudien bis zum Herbst ergeben. "Wir denken über eine Generation ganz neuer Hochgeschwindigkeitszüge nach", sagte Huber. Bis diese mit möglicherweise wieder mehr Abteilen aufs Gleis kommen, dürften aber noch Jahre vergehen. "Das sind Überlegungen für die zweite Hälfte dieses Jahrzehnts."

06:07 Uhr

Oscarpreisträger Larry McMurtry ist tot

Der US-Autor und Oscarpreisträger Larry McMurtry ist tot. Er starb im Alter von 84 Jahren an Herzversagen im Kreis seiner Familie in Texas, wie seine Agentin Amanda Lundberg mitteilte. Zusammen mit seiner Co-Autorin Diana Ossana gewann McMurtry 2006 den Oscar für die Drehbuchadaption des Westerns "Brokeback Mountain". Der Film nach einer Kurzgeschichte von Annie Proulx erzählt die heimliche Liebesgeschichte zweier Cowboys.

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US-Präsident Obama verlieht McMurtry 2014 die National Humanities Medal.

(Foto: imago/UPI Photo)

McMurtrys bekanntester Roman ist "Weg in die Wildnis" von 1985. Die Geschichte zweier Texas Rangers in den 1870er Jahren wurde später auch als Serie mit Robert Duvall und Tommy Lee Jones verfilmt. Mehrere seiner Bücher wurden verfilmt, darunter "Die letzte Vorstellung" unter der Regie von Peter Bogdanovich und "Zeit der Zärtlichkeit". Das Drama mit Jack Nicholson, Shirley MacLaine und Debra Winger gewann 1983 den Oscar als bester Film.

06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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