Sonntag, 05. Juli 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:27 Uhr

Das war Sonntag, der 5. Juli

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sonne geht unter und hinterlässt dunkelrote Spuren am Horizont. Auch dieser Nachrichtentag neigt sich dem Ende zu. Und während über uns ein ruhiger Nachthimmel aufzieht, ist das nicht in allen Regionen der Welt so. Etwa in Indien geht es am Himmel derzeit sehr gewalttätig zu.

Klimawandel: Blitze töten in Indien mehr als 400 Menschen

Bei Blitzeinschlägen im Nordosten Indiens sind in den vergangenen Monaten mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Seit Ende März seien etwa 215 Todesopfer gemeldet worden, teilten die Behörden des verarmten Bundesstaats Bihar mit. Alleine in den vergangenen zehn Tagen seien 147 Menschen gestorben. Es handele sich um die höchste Opferzahl seit Jahren. Aus dem benachbarten Bundesstaat Uttar Pradesh wurden mehr als 200 Tote gemeldet. Der staatliche indische Wetterdienst warnte vor weiteren Blitzen in den kommenden beiden Tagen. Die vom Klimawandel verursachte Anstieg der Temperaturen sei der Grund für die Zunahme der Blitzeinschläge, sagte Bihars Katastrophenschutzminister Lakshmeshwar Rai.

Auch sonst war es ein bewegter Nachrichtentag. Das war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

21:46 Uhr

Einkaufszentrum eingestürzt: Rohbau begräbt Arbeiter unter sich

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Mindestens drei Bauarbeiter kamen ums Leben.

(Foto: Ermittlungsbehörden)

In Russland sind bei einem Unglück auf einer Baustelle mindestens drei Arbeiter ums Leben gekommen. Der noch nicht fertiggestellte Rohbau sei aus bislang ungeklärter Ursache zusammengebrochen, teilten die russischen Behörden mit. Die Sucharbeiten in der Kleinstadt Sujewka dauerten noch an. Es sollen demnach auch weitere Schwerverletzte geben. Sujewka liegt rund 1000 Kilometer östlich von Moskau. Das staatliche Ermittlungskomitee geht davon aus, dass die Sicherheitsvorschriften bei den Bauarbeiten nicht eingehalten wurden. Auf Bildern war zu sehen, wie Menschen unter schweren Balken für das einstöckige Gebäude, das ein Einkaufszentrum werden sollte, begraben wurden.

21:13 Uhr

Wirecard schreibt wohl seit Jahren rote Zahlen

Die mutmaßlichen Luftbuchungen beim insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard sollten nach einem Medienbericht wohl auch auflaufende Verluste im eigenen Kerngeschäft kaschieren. In Europa und Amerika hätten die direkt unter Wirecard-Kontrolle stehenden Gesellschaften seit Jahren rote Zahlen eingefahren, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Anhänge zur Sonderbuchprüfung durch das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG. 2018, als Wirecard in den Dax aufstieg und die Commerzbank im Leitindex ersetzte, hätten die Geschäfte unter direktem Einfluss Wirecards einen operativen Verlust von 74 Millionen Euro gemacht. Auch im Jahr davor habe Wirecard in den Bereichen Geld verloren, während die offiziellen Geschäftszahlen für den Gesamtkonzern stetig steigende Gewinne auswiesen. Das Unternehmen wollte die Informationen der Zeitung nicht kommentieren.

 

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20:46 Uhr

Grillenzirpen? Hört Dr. Motte nicht mehr

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Zwar eine Techno-Legende, aber trotzdem schwerhörig: DJ Dr Motte im Februar in Wolfsburg.

(Foto: imago images/regios24)

Der Berliner DJ Dr. Motte (bürgerlich: Matthias Roeingh) hört nach Jahrzehnten voller Techno-Partys nicht mehr alles. "Meine Frau Ellen scherzt immer: "Hörst du die Grillen zirpen?" Das kann ich leider nicht, weil ich keine feinen Frequenzen mehr wahrnehme", sagte der Gründer der Loveparade der "Bild am Sonntag". Ansonsten gehe es den Ohren aber gut. Am Donnerstag wird der Künstler 60 Jahre alt. Anfang des Jahres hatte er eine Spendensammel-Aktion angekündigt, um erneut eine Loveparade in Berlin zu organisieren. Trotz seiner jahrzehntelangen Aktivität als Künstler und Musiker könne Dr. Motte nicht von seiner potenziellen Rente leben. "Aktuell würde ich 120 Euro Rente bekommen", sagte er.

20:15 Uhr

Iran räumt ein: Atomanlage Natanz doch schwer beschädigt

Die iranische Atomanlage in Natanz ist nach einem Brand offenbar doch schwer beschädigt worden. Der Zwischenfall am Donnerstag habe gravierende Schäden verursacht, zitierte die Nachrichtenagentur Irna den Sprecher der iranischen Atomenergie-Behörde, Behrus Kamalwandi. Der Iran werde die Anlage durch einen besser ausgestatten, größeren Bau zur Urananreicherung ersetzen. Die Entwicklung und Produktion von Zentrifugen im Iran könne wegen des Vorfalls auf mittlere Sicht beeinträchtigt werden. Am Freitag hatte Kamalwandi erklärt, die Anlage funktioniere normal und niemand sei bei dem Feuer verletzt worden. Zudem hatte es geheißen, über eine mögliche Kontamination müsse man sich nicht sorgen. Beschädigt worden sei lediglich eine im Bau befindliche Halle und nicht die Anlage selbst.

 

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:29 Uhr

Spanischer Stadtrat duscht bei laufender Video-Schaltung

Ein spanischer Stadtrat hat während einer Video-Konferenz mit Kollegen, Journalisten und Bürgern geduscht, dabei aber vergessen, die Kamera abzuschalten. Während die anderen Teilnehmer hinter ihren Schreibtischen saßen und Fragen beantworteten, war Bernardo Bustillo von der Psoe-Partei im nordspanischen Torrelavega nackt unter der Dusche zu sehen. "Ich will das gar nicht schönreden und weiß, dass ich mich daneben benommen habe, aber das Plenum ging schon auf das Ende zu. Wir hatten um acht Uhr morgens begonnen und die Geschichte zog sich bis 12.30 Uhr hin", sagte er spanischen Medien. Deshalb habe er sich für Multitasking entschieden: duschen und weiter zuhören. Dabei habe er aber die Kamera nicht richtig ausgeschaltet. Wer aus Zartgefühl Sorge vor dem Video hat, sei beruhigt: Der nackte Stadtrat, links unten in der Ecke zu sehen, ist verpixelt.

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  • Der Stadtrat bot seinen Rücktritt an, aber seine Partei bestätigte ihn inzwischen auf seinem Posten, berichtete die Zeitung "El Diario Montañes".
  • Mit den Tücken von Video-Konferenzen im Homeoffice hatte im April schon ein spanischer Journalist unliebsame Bekanntschaft gemacht, als während eines Live-Interviews seine nur leicht bekleidete Geliebte durchs Zimmer ging.
  • Seine Partnerin trennte sich daraufhin von ihm.
18:57 Uhr

Schüsse in Club in South Carolina

Nach Schüssen in einem Club im US-Bundesstaat South Carolina sind Medienberichten zufolge 12 Menschen ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei in der Stadt Greenville sei am frühen Morgen durch einen Anruf auf den Vorfall in dem Nachtlokal aufmerksam gemacht worden, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Behörde. Zum Zustand der Betroffenen, Tathergang und möglichen Tätern gab es zunächst keine Angaben.

 

18:29 Uhr

Tokios Regierungschefin bleibt weiblich

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Hat sich während der Corona-Pandemie bewährt: Yuriko Koike.

(Foto: picture alliance/dpa)

Olympia-Gastgeber Tokio wird auch die nächsten vier Jahre von einer Frau regiert. Yuriko Koike, die manche schon als künftige Regierungschefin ihres Landes sehen, hat sich bei der Gouverneurswahl eine zweite Amtszeit gesichert. Die 67 Jahre alte konservative Politikerin hatte sich während der Corona-Pandemie mit Führungskraft hohes Ansehen in der Bevölkerung erworben, obgleich die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit einiger Zeit wieder steigt und am Wahltag mit 111 Fällen den vierten Tag in Folge über 100 lag. Koike will im Sommer 2021 die wegen der Pandemie verschobenen Olympischen Spiele 2020 ausrichten. Die frühere Verteidigungsministerin wird von vielen als Kandidatin für die Nachfolge von Regierungschef Shinzo Abe gesehen, dessen Amtszeit im September kommenden Jahres endet.

18:00 Uhr

Schlagzeilen vom Abend

17:58 Uhr

Einbrecher in Apotheke eingeschlafen

Leichtes Spiel für die Polizei: Bei einem Einbruch in eine Apotheke in Hannover sind beide mutmaßliche Täter in der Nacht zum Sonntag eingeschlafen. Der eine nickte in der Apotheke ein, der zweite an einer Rolltreppe vor dem Geschäft, wie die Ordnungshüter mitteilten. Die herbeigerufenen Beamten konnten die Tatverdächtigen problemlos in Gewahrsam nehmen. Alkoholtests ergaben bei den Männern Werte von 0,45 und 1,13 Promille.

17:26 Uhr

AKK rechnet mit Kampfkandidatur um CDU-Vorsitz

Die amtierende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer geht derzeit von einer Kampfkandidatur um ihre Nachfolge beim Parteitag im Dezember aus. Sie sagte bei der Aufzeichnung des ARD-Sommerinterviews im "Bericht aus Berlin" zwar: "Es gibt in der Tat in der Partei einen breiten Wunsch, dass es möglichst ohne Kampfkandidaturen abgeht." Sie habe aber keine Signale der drei Kandidaten, dass irgendjemand auf eine Kandidatur verzichte. Also gelte, dass man sich auf den Parteitag im Dezember hin bewege und das dort entschieden werde. Derjenige, der im Dezember auf dem Parteitag antrete, der trete auch an, weil er Kanzlerkandidat werden wolle. Es sei dann Sache des neuen Parteichefs, mit der Schwesterpartei CSU zu den Abläufen zur Kanzlerkandidatur zu reden.

 

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16:57 Uhr

Berliner Pastor ermordet: Polizei sucht Zeugen

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Reinhold Zuber wurde 77 Jahre alt.

(Foto: Polizei Berlin)

Die Berliner Feuerwehr hat im Stadtteil Moabit einen 77 Jahre alten Pastor tot in dessen Wohnung gefunden. Eine Obduktion habe ergeben, dass der Mann getötet wurde, teilte die Polizei mit. Feuerwehr und Polizei waren von anderen Bewohnern des Mehrfamilienhauses alarmiert worden, weil sie den Mann seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen hatten. Schon beim Auffinden der Leiche am Samstagmittag habe es erste Hinweise darauf gegeben, dass der Mann getötet wurde. Als Tatzeit ziehen die Ermittler den vergangenen Dienstag oder Mittwoch (30.Juni/1.Juli) in Betracht. Mit einem Bild des Opfers bittet die Polizei um Mithilfe aus der Bevölkerung.

16:23 Uhr

Sechs Tote nach Explosion in Feuerwerksfabrik

Nach Explosionen in einer Fabrik für Feuerwerkskörper in der Türkei ist die Zahl der Todesopfer auf sechs gestiegen. Nach einer vermissten Person werde noch gesucht, sagte der Gouverneur der westtürkischen Provinz Sakarya, Cetin Oktay Kaldirim, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Am Freitag hatte es mehrere Explosionen und Brände in der Fabrik gegeben. Rund 100 Menschen wurden verletzt. Zwischenzeitlich waren Arbeiter in dem Gebäude eingeschlossen gewesen. Nach offiziellen Angaben waren 110 Tonnen explosive Stoffe in dem Gebäude gelagert. Die Ursache des Vorfalls ist noch unklar. Am Samstag waren drei Mitarbeiter der Fabrik festgenommen worden, darunter der Direktor.

 

15:48 Uhr

Herzogin Meghan will Polit-Thriller produzieren

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Meghan mit Ehemann Prinz Harry auf Stippvisite in Großbritannien im März.

(Foto: imago images/PA Images)

Herzogin Meghan arbeitet fleißig an ihrer finanziellen Unabhängigkeit vom Königshaus. Nun scheint die 38-Jährige einen weiteren Mosaikstein zu ihrem zukünftigen Betätigungsfeld hinzugefügt zu haben. Die ehemalige Schauspielerin soll einen Film produzieren. Laut der britischen Boulevardzeitung "The Sun" hat Meghan mit dem Buchautor Lloyd Scott einen Deal abgeschlossen. Demnach soll sie als Produzentin für die Verfilmung von Scotts Roman "Election Year" (Wahljahr) fungieren. Konkret soll Meghan bei der Entwicklung des Film-Skriptes eine leitende Rolle einnehmen. Selbst vor die Kamera zurückkehren, wird die ehemalige "Suits"-Darstellerin aber offenbar nicht. In dem Polit-Thriller geht es um eine Angestellte eines beliebten US-Senators, die herausfindet, dass ihr Boss ein russischer Agent ist, der mit allen Mitteln versucht, der nächste Präsident der USA zu werden. Laut "The Sun" hat Meghan den Autor kontaktiert, nachdem sie in einem Blog darüber gelesen hatte.

15:19 Uhr

Forscher stirbt bei Höhlendrama in Italien

Bei einem plötzlichen Wassereinbruch in eine Höhe in der italienischen Region Abruzzen sind drei Männer eingeschlossen worden, einer kam dabei ums Leben. Die Helfer konnten zwei Männer in einer bis in die Nacht laufenden Rettungsaktion lebend bergen. Der Dritte wurde später tot gefunden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Feuerwehr und andere Retter waren am Samstag zu der Risorgiva-Höhle in Roccamorice in der Provinz Pescara gerufen worden. Starker Regen war vermutlich der Grund, dass Teile der Grotte schnell vollliefen. Die drei italienischen Höhlenforscher aus einem privaten Club wurden den Berichten nach rund 70 Meter vom Eingang eingeschlossen und saßen fest. Die Feuerwehr musste Wasser abpumpen. Die zwei Geretteten seien in ein Krankenhaus gekommen, aber es gehe ihnen körperlich gut. Andere Mitglieder des Teams, die draußen waren, hatten den Alarm ausgelöst.

 

14:49 Uhr

Faustschläge bei Festnahme: Hamburger Polizei ermittelt gegen Beamten

Nach der Verbreitung von Videoaufnahmen eines Einsatzes der Hamburger Polizei im Stadtteil Billstedt veranlasst die Polizei die Prüfung des Vorgehens eines Beamten. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung den Videoausschnitt einer Festnahme veröffentlicht, in dem zu sehen war, wie ein Beamter einem am Boden liegenden Mann mehrfach mit der Faust gegen den Kopf schlug.

  • Der Fall wurde an das Dezernat Interne Ermittlungen (DIE) übergeben und dort überprüft, teilte Polizeipressesprecher Holger Vehren mit.
  • Nach ersten Ermittlungen bestehe kein Grund zu der Annahme, dass der Beamte mit der Anwendung körperlicher Gewalt gegen die geltenden Dienstauflagen verstoßen hätte.
  • So habe der Mann, der wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung vorläufig festgenommen werden sollte, massiven Widerstand geleistet, hieß es.
14:20 Uhr

Russe in Österreich erschossen: Terrorermittlungen aufgenommen

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Polizisten nahmen den Tatverdächtigen in Linz fest.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein 43-jähriger Russe ist in Österreich auf offener Straße erschossen worden. Ein 47-jähriger Landsmann wurde nach einer Verfolgungsjagd in Linz festgenommen. Der Vorfall mit möglicherweise politischem Hintergrund ereignete sich nach Angaben der Polizei am Samstagabend in Gerasdorf in der Nähe von Wien in der Einfahrt zu einer Baufirma. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung nahm die Ermittlungen auf. Die Hintergründe der Tat sind unklar.

Nach russischen Medienberichten soll es sich bei dem Opfer um einen Mann aus der islamisch geprägten Teilrepublik Tschetschenien im russischen Nordkaukasus handeln. Das Gebiet galt viele Jahre als Konfliktregion. In zwei Kriegen mit Zehntausenden Toten und Flüchtlingen verhinderte Moskau eine Abspaltung. Der 43-Jährige soll immer wieder offen Kritik am tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow geäußert haben.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Friederike Zörner hat sich verabschiedet und mir die Tagesgeschäfte übergeben. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie bis zum Abend durch die Nachrichtenlage. Schreiben Sie mir gerne: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:53 Uhr

Verletzter auf den Arm geküsst: Flüchtiger Unfallverursacher stellt sich

Gestern berichteten wir an dieser Stelle, dass ein Autofahrer in Werne das Weite suchte, nachdem er einen Unfall auf einer Kreuzung verursacht hatte. Einer bei der Kollision verletzten Frau küsste er zum Abschied auf den Arm und ließ seinen Wagen kurzerhand stehen. Nun hat sich der 28-Jährige bei der Polizei gemeldet. Der des Deutschen nicht mächtige Pole erschien in Begleitung eines Bekannten, der für ihn dolmetschte, auf der Wache in Werne, teilte die Polizei mit.

Der 28-Jährige gab an, er sei nach dem Unfall geflüchtet, weil er kein Deutsch spreche und Angst bekommen habe. Er habe die leicht verletzte Frau zuvor noch auf den verletzten Arm geküsst, weil er die Unfallstelle nicht habe verlassen wollen, ohne sich bei der Unfallgegnerin zu entschuldigen. Bei dem Unfall war ein Sachschaden von rund 10.000 Euro entstanden. Da der junge Mann keinen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung erhoben. Das sichergestellte Auto wurde freigegeben und konnte abgeholt werden.

13:22 Uhr

Erotikmagazin "Peep" feiert Comeback

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Sie war das prägende Gesicht der Sendung: Verona Feldbusch (heute Pooth).

(Foto: imago/teutopress)

Das Erotikmagazin "Peep" kehrt zurück ins Fernsehen - wenn auch nur für einen Abend. Anlass ist die Erstausstrahlung der Sendung vor 25 Jahren: "Natürlich machen wir was Schickes zum Jubiläum", sagte ein Sprecher des Senders RTLzwei. Ein Datum nannte er nicht, es soll aber noch diesen Sommer so weit sein. Details etwa zu den Gästen der geplanten Jubiläumsshow gibt es noch nicht. Offen ist auch, ob "Peep" nach der Jubiläumssendung regelmäßig zurückkehren könnte.

  • "Peep" war im Mai 1995 gestartet. Pro Ausgabe gaben zwei Prominente Auskunft über ihr Liebesleben, zudem liefen diverse Erotikclips.
  • Moderiert wurde das TV-Magazin erst von der Popsängerin Amanda Lear. Im Juni 1996 kam Verona Pooth, damals noch Feldbusch. Sie zog sich aber 1999 zurück, weil sie die Sendung als zu pornografisch empfand. Ihr folgte Nadja Abdel Farrag, auch bekannt als "Naddel".
  • Als die Quoten schließlich schwächelten, gab RTLzwei im Sommer 2000 das Aus für die Sendung bekannt.
13:02 Uhr

US-Demonstranten versenken Kolumbus-Statue im Hafen

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Nur noch der Sockel erinnert an Kolumbus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Das dürfte US-Präsident Donald Trump missfallen: Am US-Unabhängigkeitstag haben Demonstranten in Baltimore eine Statue von Christoph Kolumbus gestürzt und im Hafen der Stadt versenkt. Von der "Baltimore Sun" veröffentlichte Filmaufnahmen zeigten, wie Menschen mit Seilen das Denkmal vom Sockel rissen. Die Antirassismus-Bewegung "Black Lives Matter" wirft dem Entdecker Amerikas vor, der Kolonialisierung und Tötung zahlloser Ureinwohner den Weg bereitet zu haben. Im Zuge der Proteste nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz waren bereits in mehreren anderen US-Städten Statuen des Seefahrers gestürzt oder beschädigt worden.

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Das ist nichts mehr zu machen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

12:29 Uhr

Mann ertrinkt bei Junggesellenabschied in der Donau

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Die alarmierten Rettungskräfte konnten nichts mehr für den Mann tun.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am Samstagvormittag machen sich zehn Männer und Frauen anlässlich eines Junggesellenabschieds in Obermarchtal zu einer Tour mit Booten auf. Die Gruppe legt an verschiedenen Stationen Zwischenstopps ein und trinkt "nicht unerhebliche Mengen Alkohol", wie die Polizei später mitteilen wird. Ein 30-Jähriger sucht am späten Nachmittag seine Sonnenbrille im Donau-Wasser. Er hat sie zum wiederholten Mal verloren. Ohne Schwimmweste steht er zunächst im niedrigen Wasser und ist dann plötzlich weg. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei suchen mit 118 Kräften nach ihm. Die Suche mit Boot, Hubschrauber und Drohne bleibt zunächst erfolglos. Taucher können den Mann schließlich nur noch tot bergen.

12:03 Uhr

Wahlforscher: SPD wird eher keinen Kanzlerkandidaten brauchen

Das nennt man wohl ein vernichtendes Urteil: Der Wahlforscher Matthias Jung sieht trotz der Rolle der mitregierenden SPD bei der Bewältigung der Corona-Krise keine Anzeichen für einen Umfrage-Aufschwung der Partei. Es sei nicht sicher, "ob die SPD angesichts ihrer zu erwartenden Stärke überhaupt einen Kanzlerkandidaten brauchen wird", sagte der Leiter der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen. Die Leistungen der Bundesregierung würden vor allem mit Kanzlerin und CDU-Politikerin Angela Merkel in Verbindung gebracht.

Im aktuellen RTL/ntv Trendbarometer erreicht die Union die Unterstützung von 38 Prozent der Befragten. Die SPD hat sich dagegen seit vier Wochen bei niedrigen 14 Prozent Zustimmung eingependelt.

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12:00 Uhr
11:27 Uhr

Indischer Geschäftsmann trägt Maske aus Gold

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Schön, aber nützlich?

(Foto: REUTERS)

Ein indischer Geschäftsmann hat für einen Mund-Nasen-Schutz (also ein Snutdauk) etwas tiefer in die Tasche gegriffen. Medienberichten zufolge ließ er sich seine Maske aus Gold für 4000 US-Dollar (rund 3550 Euro) anfertigen. Die Coronaviren-Abwehr soll 60 Gramm wiegen. Ihre Herstellung dauerte nach Angaben von Shankar Kurhade aus der Stadt Pune acht Tage. "Es ist eine dünne Maske, die kleine Poren hat, die mir beim Atmen helfen", zitiert die Nachrichtenagentur AFP den Unternehmer. Ob seine Bling-Bling-Konstruktion tatsächlich gegen eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 hilft, da ist sich Kurhade nicht sicher. Er treffe allerdings andere Vorkehrungen, um sich zu schützen. Welche das sind, ließ der 49-Jährige, dessen Firma Industriehallen baut, offen.

10:58 Uhr

Rassistische Äußerungen: Cambridge-Historiker räumt Posten

David Starkey ist britischer Historiker und Experte für die Tudor-Zeit im 16. Jahrhundert, in dem der Sklavenhandel in Amerika und der Karibik zunahm. Seit 2007 trägt er den Ritterorden Commander of the British Empire, den ihm Königin Elizabeth II. verlieh. Mit einem Interview mit dem rechtsgerichteten Kommentator Darren Grimes handelte sich der 75-Jährige nun allerdings heftige Kritik ein. Der Historiker sagte darin, die gegenwärtige Bewegung "Black Lives Matter" sei "die schlimmste Seite der amerikanischen schwarzen Kultur". "Die Sklaverei war kein Genozid", hob er zudem hervor. "Ansonsten würde es nicht so viele verdammte Schwarze in Afrika oder in Großbritannien geben, oder? Eine furchtbare Menge von ihnen überlebte."

Diese unsäglichen Äußerungen sorgten Tage nach dem Interview dafür, dass Starkey seine Tätigkeit bei der renommierten Universität Cambridge aufgab. Auch die Canterbury Christ Church University im Südosten Englands löste ihren Vertrag mit ihm. Starkeys Äußerungen über die Sklaverei und Schwarze seien "völlig inakzeptabel". Auch Starkeys Verleger HarperCollins distanzierte sich von ihm.

10:23 Uhr

70-Jähriger lädt Polizisten zum Kiffen ein

Ein 70-Jähriger hat sich am Wochenende um Kopf und Kragen geredet. Polizisten waren zu seiner Erfurter Wohnung gekommen, weil sie wegen eines Streits alarmiert worden waren. Der angetrunkene Senior versicherte den Beamten an der Wohnungstür, die er erst nach längerem Klingeln geöffnet hatte, dass alles wieder in Ordnung und der Streit vorbei sei.

Daraufhin lud er die Polizisten dazu ein, mit ihm einen Joint zu rauchen. Diese sagten ihm, dass sie nichts zum Rauchen dabei haben und fragten, ob er etwas da hätte. Der verwirrt wirkende Mann verschwand in seiner Wohnung und kam mit knapp zwei Gramm Marihuana wieder zur Tür zurück. Nachdem die Ordnungshüter auf seinem Balkon auch noch ein gestohlenes Fahrrad gefunden hatten, muss sich der 70-Jährige nun mit gleich zwei Anzeigen auseinandersetzen.

09:55 Uhr

Großbrand in Hamburger Tier-Fachmarkt

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Der entstandene Sachschaden lässt sich noch nicht genau beziffern.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Hamburger Feuerwehr hat bis in die frühen Morgenstunden einen Großbrand in einer Lagerhalle für Kleintierbedarf in Hamburg-Schnelsen bekämpft. Aufgrund des hohen Gebäudeschadens, der durch die starke Hitzeentwicklung entstand, besteht akute Einsturzgefahr, teilte die Feuerwehr mit. Nach Angaben eines Sprechers waren die Einsatzkräfte am Samstagabend um kurz nach 23 Uhr wegen eines brennenden Containers auf der Rückseite einer Lagerhalle alarmiert worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe die rund 200 Quadratmeter große Halle in voller Ausdehnung gebrannt. Eine Anwohnerin kam mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Die Brandursache ist unklar.

09:26 Uhr

So hoch ist das Strompreisgefälle zwischen Stadt und Land

Wer in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Land wohnt, hat es eigentlich gut. In der Regel hat man seine Ruhe und kann sich an der atemberaubend schönen Landschaft (Meer, Wald, Wiesen ...) erfreuen. Doch beim Blick auf die jährliche Stromrechnung dürfte die Freude weniger groß sein. In dem Bundesland müssen Haushalte auf dem Land für 4250 Kilowattstunden durchschnittlich 117 Euro beziehungsweise neun Prozent mehr zahlen als in der Stadt. Das geht aus Berechnungen des Vergleichs- und Vermittlungsportals Check24 hervor.

Im Bundesdurchschnitt muss demnach der- oder diejenige, der/die auf dem Land lebt bei gleichem Jahresverbrauch zwei Prozent mehr bezahlen als Stadtbewohner. Im Jahr macht das rund 25 Euro aus. MV ist im Ländervergleich Spitzenreiter. In den meisten anderen Bundesländern ist das Gefälle beim Strompreis geringer. Nur in Hessen und Thüringen ist Strom der Analyse zufolge in der Stadt leicht teurer. Ein Grund für die Preisunterschiede seien die Netznutzungsentgelte, betonen die Marktbeobachter von Check24. Sie machen rund ein Viertel des Strompreises aus. In weniger stark bewohnten Gebieten würden die Kosten auf weniger Einwohner verteilt und fielen deshalb pro Haushalt höher aus.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

Seltene Sichtung: Wattwanderer entdecken Nagelrochen

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Gut getarnt: der Nagelrochen im Wattenmeer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit 1980 soll es "Raja clavata" im Wattenmeer eigentlich nicht mehr geben. Doch auf dem Weg zur Insel Baltrum haben Wanderer vor wenigen Tagen tatsächlich einen Nagelrochen gesichtet. In seiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit in Ostfriesland habe er ein solches Tier zum ersten Mal gesehen, sagte Nationalpark-Wattführer Uilke van der Meer. Der Mann, der seinen Namen offensichtlich zum Beruf gemacht hat, gab an, der Rochen habe sich im flachen Wasser aufgehalten und sich bestens an den Untergrund angepasst.

Die Art sei lange Zeit mehr oder weniger die häufigste Rochenart in deutschen Gewässern gewesen, wurde allerdings durch jahrzehntelange intensive Befischung und Beifang stark dezimiert, erklärt Christoph Stransky vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven. "In der gesamten Nordsee sehen wir allerdings seit ungefähr zehn Jahren einen stetigen Anstieg des Bestands." Seinen Namen verdankt der Nagelrochen übrigens den zahlreichen charakteristischen Dornen auf der Körperoberseite.

08:23 Uhr

Zahl der Toten bei schweren Unwettern in Japan steigt

Massiver Regen hat in weiten Gebieten der Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst. Die Zahl der Todesopfer durch die schweren Unwetter steigt weiter. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, kamen mindestens 16 Menschen ums Leben. Weitere 17 Menschen in der Provinz Kumamoto seien mit "Herz- und Atemstillstand" diagnostiziert worden. Dies ist eine in Japan oft benutzte Formulierung, bevor der Tod von Menschen amtlich bestätigt wird. 13 Menschen würden noch vermisst.

07:53 Uhr

1 Hundejahr = 7 Menschenjahre? Forscher widersprechen

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Dieser Labrador Retriever ist neun Jahre alt - umgerechnet aufs Menschenalter also bereits Rentner.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dass das mit den Katzenleben und dem Hundealter so nicht ganz stimmt, war irgendwie klar. Aber wussten Sie, dass sich das Hunde- im Vergleich zum Menschenalter doch berechnen lässt? Die gängige Faustformel, wonach ein Hundejahr sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht gemeint. US-Forscher haben mittels Erbgutanalysen herausgefunden, dass die Vierbeiner nicht in einem konstant schnelleren Tempo als ihre Herrchen altern. Stattdessen altern junge Hunde besonders rasch im Vergleich zum Menschen, später verlangsamt sich der Alterungsprozess dann aber, schreiben Trey Ideker von der University of California San Diego und sein Team im Fachjournal "Cell Systems".

Die Wissenschaftler untersuchten 104 Labrador Retriever und erstellten eine Formel, die zumindest für diese Hunderasse gilt (und die ich mir mithilfe meiner Kolleginnen und Google rudimentär erschließen konnte, ich sag nur: Logarithmusfunktion): Menschenalter = 16*ln(Hundealter) + 31

Demnach wäre ein einjähriger Hund altersmäßig nicht mit einem sieben, sondern mit einem 31 Jahre alten Menschen vergleichbar, ein vier Jahre alter Hund mit einem 53 Jahre alten Menschen. Mit neun hätte ein Hund dann das vergleichbare Menschenalter von 66 Jahren erreicht.

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07:34 Uhr

Scholz kündigt Konsequenzen aus Wirecard-Skandal an

Es ist einer der größten Bilanzskandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Der Zahlungsdienstleister Wirecard muss im Juni eingestehen, dass in der Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen und das Geld bei zwei philippinischen Banken vermutlich gar nicht existiert. Der Börsenkurs des Dax-Konzerns stürzt ab, das Unternehmen meldet Insolvenz an.

Wirecard
Wirecard 1,80

Als Konsequenz aus der Bilanzfälschung kündigt Bundesfinanzminister Olaf Scholz nun Änderungen bei der Finanzaufsicht an. Es sei jetzt die Aufgabe des Gesetzgebers, "die Schutzmechanismen zu überprüfen und zu verbessern", sagte Scholz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Niemand sollte bloß die Luft anhalten und hoffen, dass nichts passiert. Wir müssen in allen Bereichen klären, was schiefgelaufen ist."

Zu den nötigen Maßnahmen zählt Scholz ein unmittelbares Durchgriffsrecht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und eine Abschaffung des bisherigen zweistufigen Prüfverfahrens. Die Bafin brauche "die Möglichkeit, jederzeit Sonderprüfungen in großem Umfang durchführen zu können", sagte der SPD-Minister. "Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass die Bafin mehr Geld, mehr Stellen und mehr Kompetenzen benötigt, werde ich mich dafür einsetzen, dass das passiert."

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07:07 Uhr

Merz: Söder will nicht Kanzler werden

"Er hat mehrfach gesagt, dass sein Platz in Bayern ist, wo er ja gerade in der Corona-Krise auch einen klasse Job macht." Für Friedrich Merz ist die Sache klar: Der Bewerber um den CDU-Vorsitz geht nicht davon aus, dass CSU-Chef Markus Söder eine Kanzlerkandidatur anstrebt. Im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" sagte Merz selbstbewusst: "Historisch betrachtet war es bisher so, dass die CSU den gemeinsamen Kanzlerkandidaten dann gestellt hat, wenn die CDU mit ihrer eigenen Führung unzufrieden war. Das war 1980 so, das war 2002 so, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das 2021 nicht so sein wird."

Und was sagt Söder dazu? Im Gespräch mit dem "Tagesspiegel am Sonntag" gab er zu verstehen, dass er sich nur einen Kanzlerkandidaten der Union vorstellen kann, der sich zuvor in der Corona-Krise bewährt hat. "Nur wer Krisen meistert, wer die Pflicht kann, der kann auch bei der Kür glänzen." Der Ministerpräsident schloss eine eigene Kandidatur zwar nicht kategorisch aus, bekräftigte aber in gewohnter Manier (siehe oben): "Mein Platz ist in Bayern. Aber ich will als Ministerpräsident und CSU-Parteivorsitzender meinen Beitrag leisten, dass wir in Deutschland erfolgreich sind."

06:59 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

der Regen vor meinem Fenster passt ganz gut zu dem, was Sie und mich heute nachrichtentechnisch erwartet: So weit sich das Geschehen abschätzen lässt, handelt es sich um einen typischen Sonntag. Sie können also getrost auf der Couch liegen, die ntv-App lesen und fernsehen.

Diese Termine stehen heute im Kalender:

  • Das Sommerinterview mit CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer (ab 18.05 Uhr in der ARD) dürfte vor dem Hintergrund der Nachfolgefrage und der jüngst angestoßenen Diskussion über eine Wehrpflicht-Wiedereinführung spannend werden.
  • Parlamentswahl in Kroatien: Die konservative Regierung von Ministerpräsident Andrej Plenkovic muss um die Wiederwahl bangen. Nach einem zunächst erfolgreichen Anti-Corona-Kurs haben wieder steigende Infektionszahlen und Korruptionsskandale mit Festnahmen hoher Funktionäre der Regierungspartei HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft) den Corona-Bonus aufgezehrt.
  • Gouverneurswahl in Tokio: Als Favoritin gilt die amtierende Gouverneurin Yuriko Koike. Die frühere Verteidigungsministerin des Landes hat sich während der Corona-Pandemie mit ihrer Führungskraft hohes Ansehen erworben.
  • Mit einem Geisterrennen in Österreich startet die Formel 1 (ab 15.10 Uhr im Liveticker auf ntv.de) vier Monate später als geplant in ihre 71. Saison.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Start in den letzten Wochentag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Meldungen aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:35 Uhr

Das ist das plattdeutsche Wort für Mundschutz

Die Krise macht erfinderisch. Ein Baden-Württemberger ließ sich von seinen Mund-Nasen-Schutz tragenden Landsleuten inspirieren und kreierte kurzerhand das Wort "Snutdauk" (etwa "Schnutentuch"). Der Begriff wurde jetzt zur "Schönsten Neuschöpfung" im Plattdeutsch-Wettbewerb 2020 gekürt. "Snutdauk" stammt aus der Wortfamilie des "Snutenpulli" und bedeutet "Mundschutz oder Mund-Nasen-Bedeckung", wie das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) mitteilte.

In dem Wettbewerb gibt es drei Kategorien. Zum "Plattdeutschen Wort des Jahres 2020" wurde "Ballerdutje" als Bezeichnung für einen "schmatzenden Kuss" gewählt. Dies hatte ein Plattdeutschfreund aus Niedersachsen vorgeschlagen. Bei der "Schönsten Redewendung" entschied sich die Jury für "Ut ein' Schwientroch ward kein Violin" (Aus einem Schweinetrog wird doch keine Geige), den zwei Frauen aus Stralsund eingereicht hatten. Na, denn man tau.

06:06 Uhr

Kanye West will US-Präsident werden

Die Unterstützung von Tesla-Chef Elon Musk hat er schon mal: US-Rapper Kanye West strebt ins Weiße Haus. Auf Twitter gab der 43-Jährige in kryptischen Worten bekannt: "Wir müssen nun das Versprechen Amerikas erkennen, mit Gottvertrauen, einer einigenden Vision und dem Schaffen einer Zukunft." Zu dem Hashtag #2020VISION erklärte West, sich für das Amt des Präsidenten zu bewerben. Ob er tatsächlich noch in diesem Herbst gegen Amtsinhaber Donald Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, ins Rennen ziehen würde, ließ West offen.

Seine politischen Ambitionen hat der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian schon häufiger geäußert. 2015 bei den MTV Video Music Awards erklärte er, bei der US-Wahl im Jahr 2020 antreten zu wollen. Vor zwei Jahren sagt er dann in einem Radiointerview, möglicherweise im Jahr 2024 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigener Aussage wollte er als gemäßigter Kandidat antreten.

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05:52 Uhr

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