Das war Dienstag, der 17. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der "Tag" neigt sich dem Ende entgegen. Bevor in der Redaktion die Lichter erlöschen und die Nachtschicht übernimmt, möchte ich Ihnen noch folgende Texte ans Herz legen:
Spionagedrehscheibe Biennale? Russland ist wohl wieder salonfähig
Verstärkte Kritik an den USA: Fünf Gründe, warum Merz gegenüber Trump einen anderen Ton anschlägt
Studie bestätigt Verdacht: Warum der Mensch den Krieg erfand
2 kWh für Camping und Notfälle: Diese Powerstation ist immer und schnell bereit
Widerruf kann lohnen: Basisrente vs. Altersvorsorgedepot: Warum Sparer ihre Verträge prüfen sollten
Ich wünsche Ihnen eine erholsame Nacht, bis morgen!
Norwegens Parlament stimmt für Epstein-Kommission
Nach Bekanntwerden der Verstrickungen der außenpolitischen Elite in Norwegen in den Epstein-Skandal hat das dortige Parlament einstimmig die Einrichtung einer unabhängigen Untersuchungskommission beschlossen. Die Kommission soll die Arbeit des Auswärtigen Dienstes und anderer Behörden in den vergangenen Jahrzehnten prüfen, wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB berichtete.
"Es ist entscheidend, dass die Fakten auf den Tisch kommen", sagte Regierungschef Jonas Gahr Støre demnach im Parlament. Der Kontrollausschuss des Parlaments hatte die Einrichtung der Kommission zuvor vorgeschlagen. Das Parlamentspräsidium soll deren Mitglieder ernennen.
Düsterer als je zuvor: Der erste Trailer zu "Dune 3" ist da
Der erste Trailer zu "Dune 3" ist da und verspricht ein monumentales Finale. Timothée Chalamet kämpft als Paul Atreides mit den blutigen Folgen seines heiligen Krieges, während eine dunkle Allianz aus dem Schatten nach seinem Thron greift. Schnell wird deutlich, dass Denis Villeneuve seinem Stil treu bleibt: Epische Weiten und eine dichte Atmosphäre ziehen die Zuschauerinnen und Zuschauer sofort wieder in den Bann des Imperiums.
Schlagzeuger fällt während Auftritt in Hafenbecken
Bei einem Auftritt der australischen Pop-Punk-Band "Forever On High" stürzt der Schlagzeuger in ein Hafenbecken - und das nach nur sechs Sekunden. Der unfreiwillige Tauchgang sorgt für viel Gelächter - und für viel Aufsehen in den sozialen Medien.
Gerüst in Wien bricht zusammen - vier Bauarbeiter tot
Nach dem Einsturz von Gerüstteilen und einer Schalung auf einer Baustelle in Wien-Alsergrund sind vier Arbeiter ums Leben gekommen. Laut Bericht der österreichischen Kronen-Zeitung brach bei dem Unglück am Nachmittag die Konstruktion in einem Innenhof zusammen - fünf Arbeiter stürzten mit dem Gerüst in die Tiefe und wurden unter den Betonmassen verschüttet.
Insgesamt 100 Einsatzkräfte bemühten sich, die Opfer zu befreien. Ein 45 Jahre alter Mann konnte nach etwa 90 Minuten geborgen werden. Er wurde mit schweren Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule in ein Krankenhaus gebracht. Für die anderen vier Bauarbeiter kam jede Hilfe zu spät, sie konnten auch nach mehreren Stunden nicht gerettet werden.
Merz findet, KI-Video von ihm wirkt "täuschend echt"
Bundeskanzler Merz postet bei Instagram ein KI-generiertes Video von sich selbst. Nach dem kurzen Clip spricht er über Deutschlands Ambitionen im Bereich Künstliche Intelligenz. Man wolle führende KI-Nation in Europa und auf der Welt werden. Doch andere Länder sind da schon viel weiter.
Metallica-Frontmann wagt kuriosen Heiratsantrag
Metallica-Sänger James Hetfield hat um die Hand seiner Partnerin Adriana Gillett angehalten - und das auf originelle Art und Weise: Hetfield stellte die Frage aller Fragen unter Wasser. Beim gemeinsamen Tauchen hielt der Sänger einen Zettel mit dem Namen seiner Liebsten und dem Satz "Willst du mich heiraten?" in der Hand.
Hetfields Aktion war offenbar ein voller Erfolg. Auf dem offiziellen Instagram-Account von Metallica ist ein Bild der Aktion zu sehen. Adriana Gillett hält darauf eine Schatulle mit einem Ring in der rechten Hand. Mit linken reckt sie den Daumen nach oben. "Sie hat ja gesagt!", steht neben dem Foto.
Nichts für schwache Nerven: Pariser Eiffelturm bekommt Hängebrücke
Der Eiffelturm in Paris lockt Besucherinnen und Besucher mit einer neuen Hängebrücke. Auf 60 Metern Höhe können Schwindelfreie zwischen dem Ost- und Westturm die berühmte Sehenswürdigkeit queren. Auf einer Art Netz, das aus robusten Seilen geknüpft ist, schreiten Touristen und Einheimische dabei insgesamt etwa 40 Meter entlang, leichtes Wackeln inklusive. Die neue Attraktion soll vorerst bis zum 3. Mai auf der ersten Etage des Monuments installiert sein.
Ungeduldiger Mann fährt Rettungspilot an Unfallstelle an
Andreas Hennig ist Unfallpilot in Hessen. Bei einem seiner letzten Einsätze kommt es zu einem Vorfall, der nun auch die Polizei beschäftigt: Nach einem schweren Verkehrsunfall ist ein Teil der Straße in Schotten nahe Frankfurt abgesperrt. Das passt einem Autofahrer gar nicht.
Wegen 20 Euro: Dieb geht mit Axt auf Opfer los
Nach einem Streit um 20 Euro sind am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg zwei Menschen mit einer Axt angegriffen worden. Ein 28-Jähriger entriss einer Frau auf dem Bahnsteig das Bargeld und griff sie gemeinsam mit einem 24-jährigen Begleiter an. Der Begleiter der Frau zog daraufhin ein Messer und stach in Richtung des Jüngeren. Die beiden Angreifer reagierten wiederum mit einer Axt und schlugen damit auf die Frau und ihren Begleiter ein. Der Mann erlitt Gesichtsverletzungen, lehnte zunächst jedoch eine Behandlung ab.
Die Polizei nahm die beiden Tatverdächtigen in der Nähe des Bahnhofs fest. Die Axt wurde später in einem Mülleimer gefunden, das Geld blieb verschwunden.
Aus Protest: US-Antiterrorchef schmeißt hin
Aus Protest gegen die US-Offensive gegen den Iran ist der Chef des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joseph Kent, zurückgetreten. In einem auf X veröffentlichten Brief an Präsident Donald Trump erklärte er, den Krieg nicht mit seinem Gewissen vereinbaren zu können, da vom Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA ausgegangen sei. Zudem äußerte er die Ansicht, die Vereinigten Staaten hätten den Konflikt unter israelischem Druck begonnen.
Kent verwies darauf, dass Trump in seiner ersten Amtszeit militärische Einsätze noch zurückhaltender gehandhabt habe, und warnte vor einer Wiederholung früherer Fehler wie im Irak-Krieg. Der Kriegsveteran, dessen Frau 2019 bei einem Anschlag in Syrien getötet wurde, betonte, er könne nicht unterstützen, eine neue Generation in einen aus seiner Sicht nutzlosen Krieg zu schicken.
Epstein-Skandal: Uni Göttingen bestreitet Fehlverhalten
Die Universität Göttingen taucht im Zusammenhang mit den sogenannten Epstein-Files auf, bestreitet jedoch ein Fehlverhalten eigener Wissenschaftler. Anlass war eine Studie, an der die Hochschule beteiligt war und die laut Medienberichten Unterstützung durch den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erhalten haben soll. Die Universität erklärte, sie habe die Hintergründe gemeinsam mit dem Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie und der Ombudsstelle für gute wissenschaftliche Praxis geprüft. Dabei ging es unter anderem um eine Forschungsreise eines Wissenschaftlers und zweier Masterstudentinnen im Jahr 2014 nach Jamaika, die laut Hochschule ordnungsgemäß beantragt und abgerechnet wurde.
Nach Angaben der Universität gab es weder finanzielle Zuwendungen von Epstein an die Hochschule oder ihre Forschenden noch persönlichen Kontakt während des Aufenthalts. Auch sei es zu keiner Form sexueller Belästigung gekommen. Zwar wird Epstein in den Danksagungen für sein Interesse erwähnt, ein Nachweis für eine finanzielle Unterstützung liegt jedoch nicht vor.
In Bad und WC: Uni-Mitarbeiter filmte heimlich mehr als 800 Frauen
Jahrelang hat ein Mitarbeiter der Universität Freiburg in Bädern und auf Toiletten Kameras versteckt und heimlich mehr als 800 Frauen gefilmt - im Unigebäude, seiner privat vermieteten Wohnung und auf Dienstreisen. Verurteilt wurde der Mann nun zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten. Berichtet hatte unter anderem die Badische Zeitung.
"Das Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für alle Frauen", sagte eine 22-Jährige dem SWR auf der Demo, die nach Bekanntwerden des Urteils vor dem Universitätsgebäude stattfand. "Wie kann es sein, dass ein Mitarbeiter der Uni über 15 Jahre Frauen gefilmt hat und die Justiz macht nichts?" Hinzu käme, dass die Universität Betroffene erst während des Gerichtsverfahrens über die Taten des Mannes informiert hatte. Die Universität sagte dazu, eine vorherige Bekanntgabe sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen.
Armbrust-Attacke: Mann schießt an Haustür auf Rentner
Dramatischer Einsatz: In der beschaulichen Gemeinde Bordesholm in Schleswig-Holstein eskaliert in der Nacht ein Streit an der Haustür. Ein 37-Jähriger schießt mit einer Armbrust auf den dort wohnhaften Senior. Dieser wird lebensgefährlich verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchter Tötung.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine geschätzte Kollegin Raya Frick befindet sich im Feierabend. Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den späten "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Los geht's!
Verhaftete Mädchen kichern über geplanten Mord an Mitschüler
Im Rahmen ihres Prozesses werden erstmals die Aufnahmen zweier Teenager kurz nach ihrer Verhaftung gezeigt. Sie giggeln und scherzen über ihre Fahndungsfotos und die Wut ihrer Mütter. Derzeit sitzen die beiden wegen Plänen zur Ermordung eines Mitschülers in Untersuchungshaft.
"Baywatch"-Star stürmt umstrittene Hundezuchtfarm
Die ehemalige "Baywatch"-Schauspielerin Alexandra Paul (sie spielte Stephanie Holden) ist wegen Hausfriedensbruchs festgenommen worden. Das berichtet unter anderem das "People"-Magazin. Zusammen mit ihren Mitstreitern hatte sie auf einer umstrittenen Hundefarm demonstriert. Die 62-Jährige wurde demnach in Blue Mounds, Wisconsin, von Polizisten abgeführt, nachdem sie zusammen mit einer größeren Gruppe das Gelände einer Farm betreten hatte. Paul war eine von etwa 20 Personen, die festgenommen wurden.
Der Betrieb, gegen den Alexandra Paul und ihre Mitstreiter demonstrierten, ist dem Magazin zufolge einer von zwei großen Hundezuchtbetrieben in den USA, deren Tiere für wissenschaftliche Forschungszwecke eingesetzt werden. Die Aktivisten haben nun offenbar einige der Hunde mitgenommen.
Für Alexandra Paul ist es nicht der erste Zusammenstoß mit dem Gesetz. Ihr wurde bereits vorgeworfen, zwei Hühner aus einem LKW der Firma Foster Farms gestohlen zu haben. Vor Gericht wurde sie Medienberichten zufolge 2023 freigesprochen.
Fahrer rast in brennendem Imbisswagen zur Feuerwache
Im japanischen Kumamoto beschert ein Imbisswagen der Feuerwehr einen denkwürdigen Einsatz. Ein Feuer bricht im Heck eines Foodtrucks aus, doch ans Anhalten denkt der Fahrer nicht. Seine außergewöhnliche Lösung für das Problem führt ihn direkt zu den Einsatzkräften.
Trump schließt Kennedy Center im "Anti-woke-Kampf"
Washingtons größte Kultureinrichtung - das Kennedy Center - schließt dem Wunsch von US-Präsident Donald Trump entsprechend für zwei Jahre und soll renoviert werden. Das Kuratorium habe sich einstimmig dafür ausgesprochen, teilt das Kennedy Center mit. Die Arbeiten sollen nach dem Nationalfeiertag am 4. Juli beginnen. Der US-Kongress habe auf Bestreben des US-Präsidenten 257 Millionen US-Dollar (rund 223 Millionen Euro) dafür freigegeben.
Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm den Vorsitz und beauftragte seinen Vertrauten Richard Grenell, die Institution neu auszurichten. Später wurde sie unter öffentlichem Protest in "Trump Kennedy Center" umbenannt. Zur Begründung hieß es, das Kulturhaus sei zu "woke" gewesen.
Lkw rast in Gegenverkehr - Dashcam filmt Horror-Unfall
Dashcam-Aufnahmen aus Guatemala-Stadt halten einen verheerenden Verkehrsunfall fest. Auf dem Video ist zu sehen, wie ein Lkw mit hoher Geschwindigkeit über einen Grünstreifen schießt und frontal in den Gegenverkehr rast. Vier Menschen kommen dabei ums Leben, mindestens vier weitere werden verletzt.
Drei Europäern droht Haft auf Bali wegen Pornovideos
Auf Bali wurden drei Europäer wegen der mutmaßlichen Produktion und Verbreitung von Pornovideos festgenommen. Die Verdächtigen sind ein Mann und eine Frau aus Frankreich sowie ein Mann aus Italien. Sie sollen versucht haben, "mit pornografischen Videos und Inhalten Profit zu machen", sagt Joseph Edward Purba der Polizeichef der Urlaubsregion Badung. Ihnen drohen nun bis zu zehn Jahren Haft wegen der Herstellung von Pornografie und weitere sechs Jahre wegen deren Verbreitung im Internet.
Die Bevölkerung Balis ist überwiegend hinduistisch. Insgesamt ist Indonesien aber mehrheitlich muslimisch, die Herstellung von pornografischem Material ist im ganzen Land streng verboten. Auf Verstöße stehen lange Haft- und hohe Geldstrafen.
Im vergangenen Jahr war die britische Pornodarstellerin Bonnie Blue abgeschoben worden, nachdem die Polizei sie unter dem Verdacht der Produktion von Pornovideos auf Bali festgenommen hatte. Auf Bali gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Ärger wegen ausländischer Touristen, die keine Rücksicht auf örtliche Sitten und Empfindlichkeiten nehmen und beispielsweise nackt an heiligen Stätten posieren. Mehrfach wurden westliche Influencer abgeschoben.
Urteil: Kirchenaustritt darf kein Kündigungsgrund sein
Der Kirchenaustritt darf eine Caritas-Mitarbeiterin einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zufolge nicht automatisch ihren Job kosten. Entscheidend ist unter anderem, ob die Kirchenmitgliedschaft auch von anderen Mitarbeitenden mit den gleichen Aufgaben verlangt werde, urteilten die Richterinnen und Richter in Luxemburg. Außerdem sei zu prüfen, ob die religiöse Anforderung angesichts der Art der ausgeübten Tätigkeit tatsächlich "wesentlich, rechtmäßig und gerechtfertigt" ist.
Hintergrund ist ein Fall aus Deutschland: Ein kirchlicher Verein für Schwangerschaftsberatung in Wiesbaden kündigte einer Sozialpädagogin nach dem Austritt, obwohl die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche für die Stelle nicht erforderlich war. Im Beratungsteam arbeiteten zu dem Zeitpunkt auch zwei Mitglieder der evangelischen Kirche.
Nach Auffassung des Gerichtshofs ist nicht ersichtlich, dass die Kirchenmitgliedschaft für die Tätigkeit einer Schwangerschaftsberaterin "wesentlich" ist. In einer solchen Situation scheine der Austritt an sich das Ethos oder das Recht des Vereins auf Selbstbestimmung nicht infrage zu stellen, heißt es in der Mitteilung zum Urteil. Letztlich müsse aber das Bundesarbeitsgericht den konkreten Fall entscheiden, teilt Luxemburg mit.
Deutsche zelten auf gefrorener Ostsee - und brechen ein
Zwei Deutsche wollen auf Skiern die zugefrorene Ostsee zwischen Finnland und Schweden überqueren. Mitten auf dem Eis schlagen sie ihr Nachtlager mit Zelt auf - doch die Eisdecke hält nicht, sie brechen ein und retten sich auf eine Eisscholle. Stunden später erreicht ein Helikopter den Unglücksort.
Polizei nimmt 23-Jährigen nach Tod eines Jugendlichen fest
Ermittlungserfolg im Fall eines in der Ostsee-Hafenstadt Eckernförde getöteten Jugendlichen: Nach umfangreichen Ermittlungen wird ein 23 Jahre alter Mann in Bremen festgenommen, berichtet die Polizei. "Gegen ihn besteht der dringende Tatverdacht des Totschlags zum Nachteil des Jugendlichen."
Ein Haftrichter in Bremen erlässt Haftbefehl gegen den Deutschen. Der 23-Jährige kommt in eine Justizvollzugsanstalt. Zu den Hintergründen des Falls ist noch nicht viel bekannt. "Es ist aber kein zufälliges Aufeinandertreffen gewesen", sagt der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler.
Vor einem Supermarkt in der Stadt in Schleswig-Holstein war vergangenen Mittwochabend ein Streit eskaliert - das 15 Jahre alte Opfer starb. Nach Polizeiangaben kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen. Wenig später soll ein Auto davongefahren sein. Das hatten Zeugen beobachtet.
AfD will deutsche Goldreserven aus dem Ausland zurückholen
Die AfD fordert die Bundesregierung auf, sämtliche deutsche Goldreserven aus dem Ausland zurück nach Deutschland zu bringen. Einen entsprechenden Antrag mit dem Titel "Deutsches Staatsgold vollständig nach Deutschland holen" will die AfD-Fraktion in den Deutschen Bundestag einbringen, er liegt dem "Tagesspiegel" vor. Darin heißt es, Gold sei ein wichtiger psychologischer und materieller Stabilitätsgarant. Staatsgold müsse "zwingend vollständig in inländisch-deutschen Tresoren gelagert sein". Die AfD behauptet, dass man der EU oder den USA nicht mehr sicher vertrauen könne, weil sie in jüngster Zeit darüber diskutiert oder damit begonnen hätten, ausländisches Staatsvermögen einzuziehen.
Die SPD wirft der AfD Panikmache vor. "Politisch versucht die AfD erneut, Unsicherheit zu instrumentalisieren und aus berechtigten Sorgen billiges Kapital zu schlagen", sagt Frauke Heiligenstadt, finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, dem "Tagesspiegel". Deutschlands Goldreserven seien gut diversifiziert.
Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Güntzler, verweist zudem darauf, dass die Goldreserven im absoluten Notfall auch die Versorgung mit kritischen Importen sicherstellen. "Daher ist es sinnvoll, einen Teil der Reserven im Ausland und aufgrund der Stellung des US-Dollars insbesondere in den USA zu lagern", sagte er dem "Tagesspiegel". Öffentlichkeitswirksam über einen Abzug der Goldreserven zu spekulieren, sei daher nicht förderlich.
Trumps oberster Grenzschützer Bovino tritt vorzeitig ab
Der als Symbolfigur der radikalen Migrations- und Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump bekanntgewordene Grenzschutzkommandeur Greg Bovino geht vorzeitig in den Ruhestand. Die "New York Times" und das rechte Internetportal "Breitbart" bekommen Bovinos Rückzug von ihm selbst bestätigt. Andere US-Medien melden unter Berufung auf Informanten bei der Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP, dass Bovino Ende des Monats ausscheidet - ein Jahr vor dem für CBP-Beamte verpflichtenden Pensionierungsalter von 57 Jahren.
Kaum ein Name und Gesicht wurde in den USA so sehr mit den umstrittenen Razzien gegen mutmaßlich illegale Migranten in Verbindung gebracht wie Bovinos. Als "commander at large" - also Chef eines mobilen Kommandos der Border Patrol - war er in mehreren Großstädten an vorderster Front im Einsatz. Dabei erwarb er sich den Ruf, betont rücksichtslos vorzugehen und seine hochgerüsteten Beamten selbst im Falle auf Video dokumentierter Gewaltexzesse weiter eisern zu verteidigen. Sein aggressives Vorgehen schockierte viele Amerikaner. Bei Präsident Trump verschaffte ihm das rabiate Auftreten hingegen Anerkennung.
Eisscholle bricht unter Mann weg und treibt ab
Ein Schneemobilfahrer sitzt auf einer Eisscholle vor Mackinac Island im Lake Huron im US-Bundesstaat Michigan fest. Die Küstenwache rückt aus. Unter gefährlichen Wetterbedingungen nähert sich das riesige Schiff. Bei dem Rettungsmanöver bricht das Eis unter dem Mann weiter auseinander.
Fast jeder zweite Langzeitarbeitlose hält Jobcenter für sinnlos
Fast jedem zweiten Langzeitarbeitslosen bringt ein Gang zum Jobcenter nichts. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Arbeitslosen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Zwar geben laut der vorgestellten Studie viele der Langzeitarbeitslosen den für sie zuständigen Mitarbeitern gute Noten: Mehr als zwei Drittel der Befragten sind mit der Arbeit ihres Jobcenters zufrieden, knapp drei Viertel halten die Mitarbeiter für kompetent. Doch am Ende sagen 47 Prozent, dass ihnen Termine im Jobcenter nichts bringen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht verbessert wurden.
Laut der Studie haben 46 Prozent der Bürgergeldempfänger mehrere Vermittlungshemmnisse, wie etwa Krankheiten oder fehlende Qualifikationen. Die Studienautoren fordern deshalb, das bisherige Konzept zu ändern. Hier spricht sich die Bertelsmann Stiftung für mehr Coaching, Qualifikation und konkrete Stellenangebote aus. Das führe zu einem deutlich positiveren Urteil bei der Bewertung der Jobcenter.
Kevin Hart über missglückte Wachsfigur: "Das ist ein Angriff auf mich"
Kevin Hart geht ein Wachsfigurenmuseum hart an: Der Schauspieler und Komiker ist mit seinem Abbild gar nicht zufrieden. Auf Instagram teilte er ein Video, das die angebliche Nachbildung seiner Person zeigt. "Was zur Hölle ... Was habe ich diesen Leuten getan ... Das ist ein Angriff auf mich ... Wer zum Teufel soll das denn sein???", schreibt er unter den Clip.
Während das Outfit zumindest entfernt an Harts typischen Look erinnert, hat das Gesicht kaum erkennbare Ähnlichkeit mit dem Original. Weder seine Gesichtszüge noch das Lachen des Komikers sind gut getroffen. "An diesem Punkt versuchen diese Museen einfach, mich zum Weinen zu bringen. Das muss aufhören", witzelt Hart in dem Post weiter. So will er auf jeden Fall nicht in dem nicht näher genannten Wachsfigurenkabinett zu sehen sein: "Ich fordere eine Neuanfertigung, verdammt noch mal!"
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!
Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben neue Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon. In Teheran wurde demnach Infrastruktur des iranischen Regimes getroffen, gleichzeitig gab es Attacken auf Hisbollah-Einrichtungen in Beirut. Der Iran reagiert in der Nacht mit erneuten Angriffen - auch auf Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien. Alle aktuellen Entwicklungen zum Geschehen in Nahost finden Sie im Liveticker zum Iran-Krieg.
Was heute noch wichtig wird:
Der Europäische Gerichtshof entscheidet am Morgen, ob kirchliche Arbeitgeber Angestellten wegen eines Kirchenaustritts kündigen dürfen.
Der Deutsche Bauernverband stellt ein Rechtsgutachten zu einer Sonderregelung beim Mindestlohn für Saisonkräfte vor.
In Stuttgart beginnt ein Prozess gegen drei Ukrainer, die im Auftrag Russlands Anschläge auf den Güterverkehr geplant haben sollen.
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband stellt seine Bilanz vor.
Außenminister Johann Wadephul empfängt den griechischen Außenminister Giorgos Gerapetritis.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht Guatemala.
Mein Name ist Raya Frick und ich führe Sie heute erstmalig durch den "Tag" auf ntv.de. Wenn Sie Fragen oder Hinweise haben, erreichen Sie mich per E-Mail an dertag@ntv.de.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in den Dienstag!
Ihre Raya Frick
Haus in Kirkel steht in Flammen - drei Personen leicht verletzt
Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus im Saarpfalz-Kreis sind drei Bewohner mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gekommen. Insgesamt hielten sich vier Personen in dem Haus in Kirkel auf - sie konnten sich aber alle rechtzeitig in Sicherheit bringen, nachdem sie das Feuer gegen Mitternacht bemerkt hatten, wie ein Polizeisprecher erklärt.
Das Haus stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand und wurde größtenteils zerstört. Die Flammen griffen außerdem auf den Dachstuhl eines benachbarten Hauses über. Rund 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz und konnten den Brand schließlich unter Kontrolle bringen.
Für die Nachbarn gab es nach dem Schreck Entwarnung: Sie konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren. Warum das Feuer ausgebrochen ist, ist allerdings noch unklar.