Meta bringt KI-Brille mit Display nach Deutschland - Kontroverse um Geräte
Der Facebook-Konzern Meta bringt seine KI-Brille mit Kamera und kleinem Display inmitten einer laufenden Datenschutz-Debatte auch nach Deutschland. Das Gerät wird knapp ein Jahr nach dem US-Start ab dem 13. Oktober zum Preis von 899 Euro in mehreren europäischen Ländern verfügbar sein, wie das Unternehmen auf seiner Entwicklerkonferenz Meta Connect ankündigt. Meta hat auch verschiedene KI-Brillen mit Kamera ohne Display im Angebot und stellte auf der Connect zudem ein neues Modell ohne eine Kamera vor. Die Kameras in den Brillen sind nicht nur dafür da, Fotos und Videos aufzunehmen, sondern sollen auch Künstlicher Intelligenz (KI) von Meta vermitteln, was die Nutzer gerade sehen, damit sie ihre Antworten darauf anpassen kann.
Ein helles Licht zeigt an, wenn die Kamera aktiv ist. Zugleich gab es zuletzt Kontroversen um die Geräte. Einige Nutzer versuchten, das Licht zu verdecken oder zu entfernen, andere nahmen damit etwa Belästigungen auf und veröffentlichten sie online. Auch in Europa gibt es Forderungen, Kamera-Brillen zu verbieten. Meta gehe gegen Missbrauch vor, sagt der zuständige Top-Manager Alex Himel am Rande der Entwicklermesse Meta Connect. "Wir nehmen das sehr ernst." Alle Brillen, bei denen das Anzeige-Licht manipuliert worden sei, seien abgeschaltet worden. Und es habe sich um weniger als 0,1 Prozent der Geräte gehandelt. Zudem scanne Meta Plattformen wie Instagram und Facebook, um Videos mit Belästigungen zu finden - "und dann löschen wir nicht nur die Inhalte, sondern blockieren auch die Accounts".
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
zu Beginn des dreitägigen Staatsbesuchs von Chinas Präsident Xi Jinping in den USA hat die US-Regierung eine Zollpause verlängert. Die bis November ausgesetzten zusätzlichen Zölle auf Importe chinesischer Waren werden laut Finanzminister Bessent um weitere zwei Monate aufgeschoben. Nahezu zeitgleich zu der Ankündigung wurde Xi auf einem Militärflughafen nahe der US-Hauptstadt Washington von Präsident Donald Trump begrüßt. Bei dem Staatsbesuch stehen unter anderem ein Empfang im Weißen Haus, bilaterale Treffen sowie am Abend ein Staatsbankett auf dem Programm.
Diese Themen haben wir außerdem im Blick:
Der Bundestag befasst sich mit einem neuen Vorstoß für eine grundlegende Gesetzesänderung, um zu mehr Organspenden in Deutschland zu kommen. Eine fraktionsübergreifende Abgeordnetengruppe bringt einen Entwurf zur Einführung einer Widerspruchsregelung ein. Das hieße, dass Erwachsene automatisch als Organspender nach dem Tod gelten - außer, man widerspricht aktiv. Eine andere Abgeordnetengruppe legt einen Antrag vor, der sich gegen eine solche große Umstellung wendet.
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen um 10 Uhr in Berlin ihr Herbstgutachten vor. Erwartet wird, dass sie mit einem höheren Wirtschaftswachstum in Deutschland rechnen - unter anderem begründet aus den hohen Ausgaben für Verteidigung und Rüstung.
Bei den Vereinten Nationen in New York steht erneut der Nahost-Konflikt im Mittelpunkt. Bei der Generaldebatte werden Reden von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erwartet. Abbas, dem die Einreise in die USA verweigert wurde, will per Video vor der Versammlung sprechen.
Nach dem blamablen WM-Aus startet die Fußball-Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp in die Nations League. In Amsterdam sind die Niederlande ab 20.45 Uhr der erste Kontrahent in der Gruppenphase des UEFA-Wettbewerbs.
Im Ringen um den billionenschweren EU-Haushalt stimmt sich Bundeskanzler Friedrich Merz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer ab. Möglichst bis Jahresende wollen sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union auf einen Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 verständigen.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit wichtigen, kuriosen und interessanten Nachrichten aus Deutschland und aller Welt. Wie immer freue ich mich bei Fragen, Hinweisen und Kritik über Ihre Mail an dertag(at)ntv.de. Auf geht's!
Drohnen-Alarm am BER: Flugverkehr kurzzeitig lahmgelegt
Eine gemeldete Drohne legt den Flugbetrieb am Flughafen BER am Mittwochabend für rund 45 Minuten lahm. Starts und Landungen werden ausgesetzt, Maschinen nach Dresden und Leipzig umgeleitet. Die Bundespolizei sucht mit zahlreichen Kräften - findet aber keine Drohne. Kurz nach 21 Uhr wird der Flugbetrieb wieder freigegeben.
Der Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg musste in der Vergangenheit immer wieder wegen Drohnen-Sichtungen den Flugverkehr unterbrechen. An keinem anderen deutschen Flughafen sind im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet worden wie am BER. 28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten, wie die Deutsche Flugsicherung auf Anfrage mitteilt. Das war eine Sichtung mehr als im selben Zeitraum am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main. In sieben Fällen musste der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden.
OpenAI-Agent hackt australisches Regierungsportal
Ein autonomer KI-Agent des US-Unternehmens OpenAI hat in Australien ein Regierungsportal gehackt. Die Künstliche Intelligenz (KI) habe sich unbefugten Zugang zu einem Medicare-Portal verschafft, das unter anderem Statistiken über Australiens staatliche Krankenversicherung bereitstellt, sagt Premierminister Anthony Albanese in New York. Der Vorgang sei "inakzeptabel", betont der Regierungschef.
Albanese erklärt am Rande der UN-Generalversammlung, er habe bereits mit OpenAI-Chef Sam Altman gesprochen und dabei Australiens "äußerste Besorgnis" über den Vorfall zum Ausdruck gebracht. Zugleich habe er seine Enttäuschung darüber geäußert, dass es "viel zu lange" gedauert habe, bis OpenAI die australische Regierung informiert habe: Der Vorfall habe sich bereits im Juni ereignet, sei aber erst im September den Behörden mitgeteilt worden - per E-Mail an ein öffentliches Postfach.
