mit Leah NowakUSA: Mehr Bürger leiden Hunger als während der Corona-Pandemie
In diesem Jahr leiden der Federal Reserve Bank von New York zufolge mehr US-Bürger unter Hunger als auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. "Wir stellen einen bemerkenswerten Anstieg der Ernährungsunsicherheit fest, insbesondere bei Haushalten mit geringerem Bildungsniveau und geringerem Einkommen sowie bei Haushalten mit kleinen Kindern", erklärte die New York Fed. Bei einer Umfrage wurden im Februar rund 1200 Haushalte in den USA gefragt, ob sie auf Ersparnisse oder Notfallkonten zurückgreifen mussten, um ihre Ausgaben zu decken, Schwierigkeiten hatten, genügend Lebensmittel zu bekommen, Kinder hatten, die Mahlzeiten ausließen, oder ob sie Lebensmittelspenden oder staatliche Hilfe zum Kauf von Lebensmitteln erhielten.
"Es gab einen deutlichen Anstieg des Anteils der Haushalte, die angaben, die vier oben beschriebenen Situationen erlebt zu haben", erklärte die New Yorker Fed - eine von insgesamt zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken. Das aktuelle Niveau der Verbraucherstimmung sei "nahe oder sogar unter das der Tiefststände während der Großen Rezession und der Pandemie" gesunken. "Große Teile" der Bevölkerung seien "mit hoher wirtschaftlicher Unsicherheit und finanzieller Belastung" konfrontiert. Die Umfrage wurde vor dem Iran-Krieg vorgenommen. Der Krieg hat die Lebensmittelpreise in den USA auf den höchsten Stand seit 2023 getrieben
ICE geht mit Knüppeln und Pfefferspray gegen Demonstranten vor
Die Proteste gegen die Haftbedingungen in einer Abschiebeeinrichtung im US-Bundesstaat New Jersey eskalieren immer weiter. In der vergangenen Nacht kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Beamten der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE und den Demonstranten. Auf X kursieren zahlreiche Videos, in denen zu sehen ist, wie die Einsatzkräfte mit Knüppeln auf Menschen schlagen und sie mit Pfefferspray besprühen. Auch einige Demonstranten gingen teilweise aggressiv vor.
Der Protest vor dem Abschiebegefängnis in der Stadt Newark dauert seit mehreren Tagen an. Mit Schildern und Protestrufen fordern die Kritiker unter anderem die Schließung der Einrichtung. Sie werfen ICE etwa vor, die dort Inhaftierten nicht ausreichend mit Essen zu versorgen und Zugang zu medizinischer Versorgung zu verwehren. Demokratische Abgeordnete hatten die Einrichtung zuletzt besucht und die Bedingungen als "unmenschlich" beschrieben. Im Essen seien auch Maden gefunden worden.
Handy am Steuer? Perfekte "Ausrede" blamiert störrischen Polizisten
Dieser Clip erfreut sich in den sozialen Medien seit einigen Tagen großer Beliebtheit: Ein US-Polizist hält eine Autofahrerin an. Er wirft ihr vor, sie habe während der Fahrt ein Handy in der rechten Hand gehalten. Die Fahrerin liefert den perfekten Gegenbeweis, doch der Beamte will seinen offensichtlichen Fehler partout nicht einsehen. Es folgt eine geradezu absurde Auseinandersetzung. Nach Angaben der Autofahrerin musste sie in der Sache sogar vor Gericht erscheinen.
Seit 1866 nur für verstorbene Personen vorgesehen: Trump will auf 250-Dollar-Schein
Vertreter der Trump-Regierung drängen die für den Gelddruck zuständige US-Behörde offenbar dazu, eine 250-Dollar-Banknote mit dem Porträt des Präsidenten zu entwerfen, wie vier aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Behörde der "Washington Post" berichten. Damit würde zum ersten Mal seit mehr als 150 Jahren eine lebende Person auf US-Banknoten abgebildet - das wurde 1866 verboten, nachdem das Abbild eines unbedeutenden Bürokraten aus dem Finanzministerium auf einem Schein erschienen war.
Wie die Zeitung berichtet, wurde vergangenes Jahr im Kongress ein Gesetzesentwurf eingebracht, der es Trump ermöglichen würde, auf einem 250-Dollar-Schein abgebildet zu werden, um den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit zu feiern. Der Entwurf stecke jedoch im parlamentarischen Prozess fest. Dem Bericht zufolge drängten zwei politische Beauftragte im Finanzministerium die Mitarbeiter des Bureau of Engraving and Printing wiederholt, Prototypen der Banknote anzufertigen, so die Mitarbeiter. Dieser Schritt habe in der Behörde wegen der geltenden Rechtslage Bedenken hervorgerufen. Im Rahmen dieser Bemühungen legte einer der Beauftragten den Mitarbeitern des Amtes Entwürfe für die Banknote vor.
Massiver Feuerball steigt über US-Weinregion auf
In Kaliforniens Weinregion bei Livermore breitet sich ein Feuer rasant aus. Explosionen lösen riesige Feuerbälle aus, dichter Rauch steigt auf. Mehrere Gebäude werden zerstört - die Ursache ist noch unklar. Nach Angaben eines lokalen Fernsehsenders begann das Feuer als Grasbrand. Verletzte gab es dabei nicht.
"Zerstörung eines Mythos"? Spott und Häme für Elektro-Ferrari
Nach der Vorstellung des neuen Elektro-Ferraris erntet der italienische Sportwagenhersteller Kritik für das Modell. Vor allem am Design, das der üblichen Aufmachung der Wagen von Ferrari kaum ähnelt, stoßen sich viele. Besonders hart ins Gericht mit dem neuen "Luce" geht Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo: "Es besteht die Gefahr der Zerstörung eines Mythos." Bei einer Veranstaltung sagte er: "Wenn ich sagen würde, was ich denke, würde ich Ferrari schaden." Mit Blick auf das Logo von Ferrari erklärte Montezemolo, man solle doch wenigstens das springende Pferd von dem neuen Wagen entfernen. "Es ist zumindest ein Auto, das die Chinesen nicht kopieren werden."
Am Montag hatte Ferrari in Rom sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Der Autobauer selbst meint, mit dem Luce ein neues Kapitel in der Geschichte der Marke aufzuschlagen. Das neue Modell ist ein viertüriges Auto mit fünf Sitzen und soll im Laufe des Jahres in den Handel kommen. Der Preis soll laut Ferrari bei gut 500.000 Euro beginnen - damit wird es zum aktuell teuersten E-Auto am Markt. In den sozialen Medien erntet Ferrari für den Wagen Spott und Häme. Kritiker vergleichen den Luce wegen seiner Form und des Designs etwa mit einem Staubsauger. Beim Aussehen wirkte der ehemalige Apple-Designchef Jony Ive mit. Einige erinnert das Design deswegen auch ein wenig an das erste iPhone.
Flucht durch Backsteinmauer: Gruppe von Affen in NRW ausgebüxt
Eine Gruppe Rhesusaffen ist in Witten im Ruhrgebiet ausgebüxt. Die sehr intelligenten, aber scheuen Tiere hatten nach Angaben der Polizei am Mittwoch vermutlich Mörtel aus einer Backsteinmauer gekratzt und konnten so ausbrechen, wie ein Polizeisprecher sagte. Bislang konnten die Tiere nicht eingefangen werden. Der WDR hatte zuvor berichtet. Nach Angaben des Senders handelt es sich um sechs der sogenannten Tempelaffen.
Sie seien aus Tierschutzgründen in einer Auffangstation untergebracht gewesen. Die Verantwortlichen hätten der Polizei glaubhaft versichert, dass von den Tieren keine Gefahr ausgehe. Daher suchen die Einsatzkräfte auch nicht aktiv nach den Affen. "Wer einen Affen in seinem Garten sieht, kann sich aber an die Polizei oder die Feuerwehr wenden", so der Polizeisprecher. Man stehe in Kontakt mit den Verantwortlichen, die für das Einfangen der Tiere Sorge tragen würden.
Der "Kleine Nick" bekommt eine Fortsetzung
Der "Kleine Nick" kehrt im Oktober mit neuen Geschichten zurück. In Frankreich erscheint ein neuer Band mit zwölf Episoden über den frechen Schuljungen, an dem auch Anne Goscinny, die Tochter seines Erfinders René Goscinny, mitgewirkt hat. Laut Verlag handelt es sich um eine "echte Fortsetzung", die dem ursprünglichen Stil treu bleibe. Ob eine deutsche Ausgabe geplant ist, ist bislang offen.
Im neuen Band treten alle bekannten Klassenkameraden wieder auf – darunter der stets hungrige Otto, der bebrillte Adalbert und der rauflustige Franz. Illustriert wurden die Geschichten von Fursy Teyssier, der nach Angaben des Verlags den Stil des 2022 gestorbenen Zeichners Jean-Jacques Sempé getroffen habe. Seit seiner Entstehung Ende der 1950er Jahre gehört der "Kleine Nick" zu den bekanntesten Figuren der französischen Kinderliteratur und wurde weltweit in Millionenauflagen verkauft.
Nicolas Cage heißt jetzt offiziell Nicolas Cage
Jahrzehntelang trug er den Namen bereits für die Leinwand, inzwischen heißt Nicolas Cage auch wirklich Nicolas Cage. Erst im vergangenen Jahr ließ er den Namen offiziell eintragen. Das verriet der 62-Jährige im Gespräch mit dem US-Branchenblatt "Variety". Geboren wurde der Oscar-Preisträger als Nicolas Coppola und gehört zur berühmten Filmfamilie um Regielegende Francis Ford Coppola und Regisseurin Sofia Coppola. Den Schritt begründete Cage mit dem Wunsch nach einer eigenen Identität. "Ich bin Nick Cage im Leben, und ich bin Nick Cage vor der Kamera", sagte er.
Seinen Künstlernamen wählte Cage nach eigenen Angaben in Anlehnung an die Marvel-Figur Luke Cage. Auch der Avantgarde-Künstler John Cage habe bei der Namenswahl eine Rolle gespielt. Gesucht habe er einen kurzen, prägnanten Namen. Den Vornamen Nicolas behielt er bewusst bei, obwohl ihn die französische Schreibweise ohne "h" nach eigener Aussage oft frustriert habe.
FBI findet 303 Goldbarren und Luxusuhren bei ehemaligem CIA-Agenten
Ein früherer Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA soll bei seiner Arbeit Goldbarren und andere Vermögenswerte im Wert von mehreren Millionen Dollar veruntreut haben. Bei der Durchsuchung seines Hauses im Bundesstaat Virginia stellten Ermittler nach Gerichtsunterlagen 303 Goldbarren mit einem geschätzten Gesamtwert von mehr als 40 Millionen Dollar sicher.
Zudem fanden die Behörden rund zwei Millionen Dollar Bargeld sowie 35 Luxusuhren, darunter mehrere Rolex-Modelle. Der Mann soll die Goldbarren und weitere Geldmittel zwischen November und März für "geschäftliche Ausgaben" angefordert haben. Bei einer internen Überprüfung seien große Teile davon jedoch verschwunden gewesen. Daraufhin wurde das FBI eingeschaltet. Der frühere CIA-Mitarbeiter wurde festgenommen und bleibt bis zu einer Anhörung Anfang Juni in Untersuchungshaft.
Pistorius verzweifelt an Englisch: "Verflixt und zugenäht!"
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat bei einem Pressetermin in Kanada über militärische Fähigkeiten zur See gesprochen. Bei seinen englischen Ausführungen geriet der Minister dabei jedoch kurz ins Stocken: Ihm fehlte plötzlich ein zentrales Wort.
"Verflixt und zugenäht", sagte Pistorius. Erst nach mehreren Anläufen und mit etwas Hilfe löste sich die Situation schließlich. Zugegeben: "Interoperable" ist auch wirklich kein leichtes Wort.
Holocaustgedenkstätte Yad Vashem eröffnet erste Außenstelle in München
Die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem eröffnet in München ihr erstes Bildungszentrum außerhalb Israels. Zusätzlich ist eine kleinere Außenstelle in Leipzig geplant. Das teilten Yad Vashem sowie die Landesregierungen Bayerns und Sachsens mit. München wurde nach einer bundesweiten Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der Bundesregierung als Standort ausgewählt. Nach Angaben von Yad Vashem gilt die Stadt aufgrund ihrer Lage und Bildungslandschaft als besonders geeignet.
Das Zentrum soll als bundesweite Plattform für Deutschland und die Nachbarländer dienen. Yad-Vashem-Vorsitzender Dani Dayan betonte, das Bildungszentrum solle den pädagogischen Ansatz der Einrichtung nach Deutschland bringen. Dies sei angesichts zunehmender Relativierung und Leugnung des Holocaust sowie wachsendem Antisemitismus besonders wichtig. Die Wahl Münchens habe zudem eine symbolische Bedeutung als früherer Gründungsort der NSDAP.
Toter Buckelwal wird direkt am Strand obduziert
Der Kadaver des Buckelwals bleibt nun doch auf der dänischen Insel Anholt und soll am Strand obduziert werden. Das Tier liegt dort seit rund zwei Wochen im flachen Wasser. Nach Angaben der dänischen Umweltbehörde soll der Wal im Laufe des Wochenendes an Land gezogen werden.
Zunächst war geplant, den aufgeblähten Kadaver in tieferes Wasser zu ziehen und in einen Hafen zu transportieren. Dieser Versuch scheiterte jedoch unter anderem wegen ungünstiger Wetterbedingungen. Zudem habe sich der Wal verlagert und liege nun näher am Ufer, teilte die Behörde mit. Die Obduktion sowie weitere wissenschaftliche Untersuchungen und die anschließende Entsorgung sind für Ende kommender Woche vorgesehen.
Merz als "Lackaffe": Strafbefehl nach Facebook-Kommentar
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat die Bezeichnung von Bundeskanzler Friedrich Merz als "Lackaffe" als strafbare Beleidigung gewertet. Auf Antrag der Behörde erließ das Amtsgericht Heilbronn einen Strafbefehl wegen Beleidigung von Personen des politischen Lebens. Es wurden 30 Tagessätze verhängt. Der Fall geht auf einen Facebook-Kommentar im Umfeld eines Polizeiposts zum Besuch von Merz in Heilbronn im vergangenen Jahr zurück. Unter rund 400 Kommentaren prüfte die Staatsanwaltschaft mehrere Beiträge auf mögliche Strafbarkeit.
Eine andere Äußerung blieb hingegen folgenlos: Die Bezeichnung des Kanzlers als "Pinocchio" wurde eingestellt. Sie falle unter die Meinungsfreiheit und stelle zulässige Machtkritik dar, so die Staatsanwaltschaft.
Razzia im Rocker-Milieu - Durchsuchungen in drei Städten
Wegen des Verdachts des Handels mit Drogen und Waffen hat ein Spezialeinsatzkommando der Polizei mehrere Gebäude in Gelsenkirchen, Gladbeck und Steinfeld durchsucht. Hintergrund seien Durchsuchungsbeschlüsse der Staatsanwaltschaft Essen, teilte die Polizei mit. Betroffen waren insgesamt neun Objekte - jeweils vier in Gelsenkirchen und Gladbeck sowie eines in Niedersachsen. Nach Angaben der Ermittler richtet sich das Verfahren gegen acht Männer aus dem Rocker-Milieu. Zuvor hatte die "Bild" berichtet.
Festnahmen hat es laut Polizei bislang nicht gegeben. Der Einsatz dauere noch an, so der Sprecher. Einsatzkräfte der Kriminalpolizei und Spürhunde suchen demnach in den Gebäuden nach Drogen und Waffen. Bei den durchsuchten Objekten handele es sich um acht Wohnadressen und eine Geschäftsadresse. Wie viele Beamte im Einsatz sind, teilte die Polizei nicht mit.
13 Menschen sterben bei Kollision auf Autobahn in China
Bei einem Auffahrunfall auf einer Autobahn in Zentralchina sind 13 Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Verkehrspolizei in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) in der Provinz Henan im Umland von Nanyang, einer Stadt mit rund neun Millionen Einwohnern. Demnach krachte auf der Autobahn G40, die Chinas Ostküstenmetropole Shanghai mit der nördlichen Provinz Shaanxi verbindet, ein Kleinbus in einen Lastwagen. Wie die Polizei weiter mitteilte, saßen in dem für 9 Personen zugelassenen Bus 16 Menschen. Die drei überlebenden Insassen wurden verletzt.
20-Jähriger ertrinkt bei Badeunfall in Herne
Ein 20 Jahre alter Mann ist in Herne ertrunken. Dies teilte die Polizei mit. Demnach war der junge Mann am Mittwochabend gegen 22:45 Uhr mit einem Begleiter joggen gegangen. Um sich nach der Laufrunde und bei den sommerlichen Temperaturen abzukühlen, sei er dann ins Wasser im Rhein-Herne-Kanal gesprungen, so der Sprecher weiter.
Nach wenigen Minuten habe der Mann um Hilfe gerufen, weswegen sein Begleiter hinterhersprang und versuchte, den 20-Jährigen zu retten - jedoch ohne Erfolg. Anschließend alarmierte er die Feuerwehr. Mit Hilfe von Tauchern und einer Drohne hätten die Einsatzkräfte das Hafenbecken abgesucht, sagte der Sprecher. Die Einsatzkräfte konnten den Mann allerdings nur noch tot bergen.
Kallas begrüßt Merz' Vorschlag zu Teil-Mitgliedschaft der Ukraine
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich positiv über den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für eine "assoziierte" Mitgliedschaft der Ukraine in der EU geäußert. "Es ist klar, dass die Idee dahinter sehr gut ist", sagte sie vor einem Treffen der EU-Außenminister im zyprischen Limassol. "Dahinter steht der Gedanke, dass wir in Bezug auf die Ukraine schneller vorankommen müssen." Diese Prozesse bräuchten Zeit, fuhr Kallas fort. "Es geht also darum, wie wir in den verschiedenen Phasen schneller vorankommen können", sagte sie.
Merz hatte in einem vor einer Woche veröffentlichten Brief an die EU-Spitzen eine "assoziierte Mitgliedschaft" für die Ukraine ins Spiel gebracht. Der Kanzler schlug vor, Kiew die Teilnahme an Treffen der EU-Ministerräte und EU-Gipfeln der Staats- und Regierungschefs zu erlauben, ohne dem Land ein Stimmrecht zu geben.
Heidi Klum teilt gegen Donald Trump aus
Model und Moderatorin Heidi Klum hat sich kritisch über US-Präsident Donald Trump geäußert. Im "Zeitmagazin" sagte die 52-Jährige, bei einem Amt mit so viel Verantwortung sei es wichtig, "das auch gelernt zu haben". Trump komme nicht aus dem politischen Betrieb. In Amerika habe es schon Präsidenten gegeben, die vorher Schauspieler gewesen seien, sagte sie. "In Europa und Deutschland dagegen sind Leute in der Politik, die das gelernt haben." Angela Merkel sei 16 Jahre Bundeskanzlerin gewesen, sie sei ebenfalls aus der Politik gekommen. "Das ist wie bei einem Arzt, der ja auch ein langes Studium machen muss, bevor er dir den Kopf aufschneidet und in deinem Gehirn rumbastelt", so Klum.
Zugleich erinnerte sich das Model an frühere Begegnungen mit Trump, den sie 1998 am Set des Films "Studio 54" kennengelernt habe. Auch bei dessen Hochzeit mit Melania Trump 2005 in Mar-a-Lago sei sie dabei gewesen. "Er war einfach Donald, ein lustiger Typ", sagte Klum.
Das Tote Meer stirbt: Touristenwege werden zu Gefahrenzonen
Das Tote Meer schrumpft nach Angaben von Beobachtern seit Jahrzehnten deutlich. In den vergangenen 50 Jahren habe sich seine Oberfläche um rund ein Drittel verkleinert, der Wasserstand sinke jährlich um etwa 1,2 Meter. Am Ufer sichtbare Salzkrusten zeigten das Tempo der Entwicklung. Als Hauptursache gelten menschliche Eingriffe: Wasser werde in großem Umfang für Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung umgeleitet, zudem entnähmen Industrieanlagen jedes Jahr Milliarden Liter Wasser zur Mineralgewinnung. Die Folgen sind nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich spürbar. Orte, die früher als Badeziele genutzt wurden, verlieren zunehmend an Bedeutung. Viele Zufahrtsstraßen gelten inzwischen teils als gefährlich.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
in der zyprischen Küstenstadt Limassol kommen heute die Außenministerinnen und Außenminister der EU zusammen, um unter anderem über mögliche Verhandlungen mit Russland zu beraten. Zu den Gesprächen wird auch der ukrainische Außenminister Andrij Sibyha erwartet. Für Deutschland nimmt Bundesaußenminister Johann Wadephul an dem Treffen teil. Bei dem Treffen soll erörtert werden, unter welchen Voraussetzungen sich die Europäer an Verhandlungen mit Russland über einen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg beteiligen könnten. Auch über die Möglichkeit eines gemeinsamen europäischen Sonderbeauftragten soll diskutiert werden.
Das wird heute außerdem wichtig:
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bundesbildungsministerin Karin Prien besuchen die Gedenkstätte Sachsenhausen.
Verteidigungsminister Pistorius setzt Gespräche über Rüstungskooperationen und Sicherheitspolitik in Kanada fort.
Verdi hat bundesweit an Krankenhäusern zu Betriebsversammlungen und Protesten gegen die Auswirkungen des Spargesetzes zur gesetzlichen Krankenversicherung aufgerufen.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht den Nominallohn-/Reallohnindex für das 1. Quartal 2026.
Im Zivilverfahren um die Tötung im Fall Luise wird voraussichtlich heute ein Urteil gefällt. Die Eltern und die Schwester der 2023 getöteten Luise klagen gegen zwei Mädchen, die die Tat gestanden haben.
Im Prozess um den vereitelten Anschlagsplan gegen das Taylor-Swift-Konzert wird ebenfalls ein Urteil erwartet.
Die Finanzminister der sogenannten E6-Gruppe kommen zusammen, um über Fortschritte auf dem Weg zur Kapitalmarktunion und das EU-Reformpaket zur Integration und einheitlichen Aufsicht der Finanzmärkte zu beraten.
In Paris stimmt das Parlament über die Abschaffung von Sklaverei-Gesetzen ab.
Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.
Wohl keine Überlebenden bei Chemie-Unfall in den USA
Nach dem schweren Industrieunglück auf dem Gelände einer Verpackungsfirma im US-Bundesstaat Washington rechnen die Einsatzkräfte nicht mehr mit Überlebenden. Die Suche sei inzwischen zu einer Bergungsmission geworden, sagte Feuerwehrchef Scott Goldstein. Bislang wurden zwei Todesfälle bestätigt, neun Menschen gelten weiter als vermisst. Am Dienstag war auf dem Werksgelände ein Tank mit Weißlauge geborsten. Der Behälter fasste laut Feuerwehr mehr als 3,4 Millionen Liter. Die Bergungsarbeiten verliefen zunächst schwierig, da der Tank einsturzgefährdet war.
Sieben verletzte Mitarbeiter werden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Washingtons Gouverneur Bob Ferguson sprach von der möglicherweise tödlichsten Industriekatastrophe in der modernen Geschichte des Bundesstaats. Ein Teil der Weißlauge gelangte nach Behördenangaben in den Columbia River. Negative Auswirkungen auf Trinkwasser und Luftqualität seien bislang jedoch nicht festgestellt worden.
Skate-Legende Marc Johnson stirbt mit 49 Jahren
Der amerikanische Profi-Skateboarder Marc Johnson ist tot. Wie sein langjähriger Freund und Skateboard-Kollege Louie Barletta in einem Beitrag des "Thrasher Magazine" auf X mitteilte, starb Johnson im Alter von 49 Jahren. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Barletta würdigte Johnson als "einen der talentiertesten und kreativsten Menschen", die je auf einem Skateboard gestanden hätten. Noch vor wenigen Wochen habe er ihn in San Jose besucht und als "nüchtern, gesund und voller Lebensfreude" erlebt. Johnson galt als eine der prägendsten Figuren der Skateboard-Szene. 2007 wurde er vom "Thrasher Magazine" zum "Skater of the Year" gekürt. In der Vergangenheit hatte Johnson offen über seinen Kampf mit Alkoholismus gesprochen.