"Haben Vollalarm hier": Unwetter wütet im Westen Deutschlands
Eine Unwetterfront zieht über Teile Nordrhein-Westfalens. In Münster hatte die Feuerwehr am Abend Hunderte Einsätze. "Wir haben Vollarm hier", sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur. Viele Keller liefen voll, auf den Straßen lägen umgestürzte Bäume. Ein Open-Air-Konzert musste nach Angaben des WDR nahe der Halle Münsterland abgebrochen werden. Auch der Zugverkehr war betroffen - einige Fernzüge werden in Bahnhöfen zurückgehalten.
Auch im Kreis Warendorf stürzten Bäume um und Keller liefen voll. In der Stadt Warendorf gebe es aktuell rund 20 Einsätze, unter anderem sei ein Blitz in ein ländliches Anwesen eingeschlagen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Es würden aber mehr Einsätze erwartet. Die Leitstelle für den Kreis Warendorf laufe vor Notrufen über. Aufgrund der Unwetter kommt es nach Angaben der Bahn auf verschiedenen Strecken in NRW zu Beeinträchtigungen und Sperrungen. Oft lagen Bäume auf den Gleisen. Wegen des Durchzugs einer heftigen Gewitterfront mit Sturmböen ist auch der Fernverkehr betroffen.
Das war Freitag, der 29. Mai 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
bei den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA liegen beide Parteien weiter deutlich auseinander. Teheran widersprach heute mehreren Behauptungen von US-Präsident Donald Trump zu zentralen Punkten eines möglichen Deals. Dabei ging es unter anderem um die Freigabe von iranischen Auslandskonten und die Anreicherung von Uran.
Was heute sonst noch wichtig war:
UN werfen Israel und Russland sexuelle Gewalt in Konfliktgebieten vor
"Ende des Acht-Stunden-Tags wäre volkswirtschaftlicher Unsinn", von Christina Lohner
Tennis-Supertalent wirft Grand-Slam-Rekordchampion Djokovic raus
Damit verabschiede ich mich nun für heute vom "Tag" auf ntv.de und von Ihnen. Ich hoffe, Sie haben einen schönen Abend und später eine erholsame Nacht.
Nächtliche Grüße aus dem ntv-Hauptstadtstudio in Berlin.
Ihr David Schäfer
Schlaganfall-Aussage: Trump teilt gegen Ex-First Lady Jill Biden aus
Die herabwürdigenden Beleidigungen von US-Präsident Donald Trump und seine Sprüche über seinen Vorgänger Joe Biden sind zum Alltag geworden - doch jetzt gerät auch dessen Ehefrau Jill Biden in Trumps Fokus. Hintergrund ist ein Interview des Senders CBS News, in dem die 74-Jährige über das legendäre TV-Duell der Präsidentschaftskandidaten Trump und Biden sprach, in dem der Demokrat einen fahrigen Eindruck gemacht hatte. "Ich dachte, oh mein Gott, er hat einen Schlaganfall, und das hat mir eine Heidenangst eingejagt", sagte sie dem Sender. Sie wisse nicht, was an dem Tag los gewesen sei, sagte Biden über ihren damals 81-jährigen Mann. "Ich hatte Angst, denn ich hatte Joe noch nie zuvor und auch seitdem nie wieder so gesehen".
Trump reagierte nun auf seiner Plattform Truth Social auf ihre Schlaganfall-Aussage und betonte, dass Jill Biden nicht auf die Bühne geeilt sei, um ihrem angeschlagenen Ehemann zu helfen, "wie es jede gute Ehefrau getan hätte". Was Jill Biden nicht erwähnt habe, sei, "wie gut ich vor seinem fast vollständigen Zusammenbruch performt habe", so Trump. Der Demokrat Joe Biden war wegen seines misslungenen Auftritts bei einem TV-Duell mit Trump im Sommer 2024 heftig in die Kritik geraten. Auch Parteifreunde fingen plötzlich an, mehr oder weniger offen infrage zu stellen, ob Biden physisch und mental noch fit genug sei für eine weitere Amtszeit. Knapp einen Monat nach dem TV-Duell verkündete er schließlich seinen Rückzug. Nachrückerin Kamala Harris verlor die Wahl gegen Trump.
Verfassungsfeinde? 19 Soldaten nach neuem Gesetz aus Bundeswehr entlassen
Auf Grundlage einer Gesetzesänderung zur beschleunigten Entfernung verfassungsfeindlicher Soldaten aus der Zeit der Ampel-Regierung sind bisher 19 Angehörige der Bundeswehr entlassen worden. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Die neue Regelung trat im Dezember 2023 in Kraft und gilt für Berufssoldaten, Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, Wehrdienstleistende und Reservisten.
Vor der Reform war für die Entlassung eines Soldaten aufgrund schwerwiegender verfassungsfeindlicher Bestrebungen ein langwieriges Disziplinarverfahren erforderlich. Während dies lief, erhielt der Soldat weiter Bezüge. Inzwischen ist die Entlassung in solchen Fällen durch die Behörde selbst per Verwaltungsakt möglich - unter Wahrung des Rechtsweges. Die AfD hatte in ihrer Anfrage auch wissen wollen, ob der Militärische Abschirmdienst (MAD) bei Ermittlungen auf Basis der neuen Regelung "auf die Alternative für Deutschland rekurriert". Dies verneinte die Bundesregierung.
Pentagon will Soldaten als Zuschauer für Trumps UFC-Event rekrutieren
Das Pentagon plant laut einem Bericht der "Washington Post", Hunderte von US-Soldaten zu rekrutieren, die als Zuschauer bei Präsident Donald Trumps UFC-Kampfveranstaltung auf dem Gelände des Weißen Hauses auftreten sollen. Demnach verlangt das Verteidigungsministerium von den Teilnehmern, dass sie die Kosten selbst tragen und bestimmte Anforderungen hinsichtlich Größe und Gewicht erfüllen.
Am 14. Juni sollen anlässlich des Geburtstags von US-Präsident Trump Käfigkämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses stattfinden. Die Aufbauarbeiten dafür haben bereits begonnen. Die UFC ist die größte Profi-Liga für Mixed Martial Arts (MMA), ein vor allem in den USA beliebter Kampfsport, der verschiedene Disziplinen miteinander vereint. Kämpfer nutzen bei ihren Duellen in käfigartigen Kampfflächen unter anderem Elemente und Techniken aus dem Boxen, Kickboxen und Ringen. Anders als etwa beim Wrestling sind die Kämpfe nicht gestellt. Trump gilt als Fan des Kampfsport-Spektakels.
Millionen-Kredit: Don Jr. profitiert von Intervention des Weißen Hauses
Das Weiße Haus hat einem mit Donald Trump Jr. verbundenen Unternehmen offenbar einen 620-Millionen-Dollar-Deal zugeschustert. Als das Pentagon im vergangenen Jahr einen Kredit in Höhe von 620 Millionen Dollar für das kleine Start-up-Unternehmen aus dem US-Bundesstaat North Carolina ankündigte, versuchten Vertreter des Verteidigungsministeriums und des Unternehmens, den Verdacht auf Vetternwirtschaft zu zerstreuen, wie die Investigativ-Plattform "ProPublica" berichtet. Der älteste Sohn des Präsidenten erklärte über einen Sprecher, er sei nicht daran beteiligt gewesen. Das Pentagon erklärte, Trump Jr. habe bei dem rekordverdächtigen Geschäft keine Rolle gespielt. Und der Gründer des Start-ups sagte Reportern, sein Unternehmen Vulcan Elements habe keine politische Begünstigung erfahren.
Doch Interviews und vom Verteidigungsministerium geprüfte Unterlagen zeigen laut "ProPublica", dass der Antrag auf ein Darlehen in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar an das mit Trump Jr. verbundene Unternehmen von Peter Navarro gestellt wurde, einem Berater von Präsident Donald Trump im Weißen Haus und Freund von Trump Jr. Von den Dutzenden von Unternehmen, deren Finanzierung das Pentagon zu dieser Zeit in Erwägung gezogen habe, sei das von Vulcan das einzige Geschäft gewesen, das von einem Spitzenberater des Präsidenten initiiert worden sei, sagte ein Beamter des Pentagons der Recherche-Plattform. Etwa drei Monate bevor das Pentagon bekannt gab, Vulcan Elements das Geld leihen zu wollen, erwarb die Risikokapitalgesellschaft von Trump Jr. eine nicht näher bezifferte Beteiligung an dem Unternehmen.
Udo Lindenberg meldet sich mit Dank aus dem Krankenhaus
Am Mittag wurde bekannt, dass Udo Lindenberg im Krankenhaus liegt. Nun meldet sich der 80-jährige Musiker selbst zu Wort und gibt Entwarnung. In einem Statement bedankt er sich zunächst für die vielen Glückwünsche, die ihn zu seinem 80. Geburtstag erreicht haben. Dann erklärt er: "Nebenbei lass ich mir gerade mal wieder von den Doktoren meine lästige Gastritis verscheuchen - die schaut ja leider ab und zu vorbei - und wenn ich schon mal dabei bin, kriegt der ganze Body gleich seinen Check-up."
Den regelmäßigen Check-up lasse er ohnehin einmal im Jahr machen, so Lindenberg. Das könne er nur jedem empfehlen, "wenn man in ein gewisses Alter kommt". Schließlich solle "der Laden" noch ein bisschen durchhalten: "Mindestens bis 100!" Seinen Fans gibt er mit auf den Weg: "Also: Passt auf euch auf - und nochmal danke für euren ganzen Zauber."
Dua Lipa will ihrem Liebsten schon bald das Ja-Wort geben
Für Dua Lipa und Callum Turner läuten die Hochzeitsglocken offenbar früher als gedacht: Die 30-jährige Sängerin und ihr sechs Jahre älterer Verlobter wollen sich laut einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur "Ansa" bereits am kommenden Freitag (5. Juni) auf Sizilien trauen lassen.
Demnach soll die Trauung in der historischen Villa Valguarnera in Bagheria stattfinden - einer prachtvollen Residenz aus dem 18. Jahrhundert, die bereits mehrfach als Kulisse für Filme, Promi-Hochzeiten und Events diente. Bis zum 7. Juni soll in der Region um Palermo gefeiert werden. Zuvor war von einer Hochzeit am ersten Septemberwochenende die Rede.
Erwarb vorher Aktien in Millionenhöhe: Trump profitiert von Pentagon-Deal
Regelmäßig gibt es Berichte darüber, wie Donald Trump als Privatperson finanziell von seinem Amt als US-Präsident profitiert. Nun steht ein Auftrag des US-Verteidigungsministeriums im Wert von 9,7 Milliarden Dollar an das in Texas ansässige Computerunternehmen Dell im Fokus, wie die "New York Times" berichtet. Demnach erwarb Trump durch seine Finanzberater Anfang dieses Jahres Aktien von "Dell Technologies" im Wert von mindestens einer Million Dollar.
Diese Abfolge der Ereignisse verdeutliche die Komplikationen, die entstehen, wenn ein amtierender Präsident weiterhin öffentlich gehandelte Aktien kauft und verkauft, schreibt die Zeitung. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden laut einem vorgeschriebenen Offenlegungsformular mehr als 3600 Transaktionen in Trumps Anlageportfolio getätigt, heißt es. Unter anderem seien Aktien von Großbanken, Industrieunternehmen und Technologiegiganten gekauft und verkauft worden. "Das Dokument weist einen Kauf von Dell-Aktien im Wert von eins bis fünf Millionen Dollar im Februar sowie kleinere Beträge in den darauf folgenden Monaten aus."
Für 48 Satelliten gedacht: Bezos-Rakete explodiert bei Test
Die leistungsstarke Schwerlastrakete "New Glenn" des Raumfahrtunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos ist vor einem geplanten Start explodiert. Bei einem Routinetest der unbemannten Rakete auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida war auf einem Livestream eine große Explosion samt riesigem Feuerball zu sehen.
Bei dem Test habe es eine "Unregelmäßigkeit" gegeben, teilte Blue Origin auf der Plattform X mit. "Es werden keine Mitarbeiter vermisst. Sobald wir mehr wissen, werden wir die Informationen weitergeben." Milliardär Bezos schrieb auf X, die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks liefen bereits. "Sehr harter Tag, aber wir werden wieder aufbauen, was auch immer wieder aufgebaut werden muss, und wir werden wieder fliegen. Es lohnt sich", schrieb er. Bei dem Test vor dem geplanten vierten Start der "New Glenn" sollten die Triebwerke gezündet werden, die Rakete aber am Boden bleiben. Der Start war Medienberichten zufolge ursprünglich frühestens in der kommenden Woche geplant gewesen. Die Rakete sollte 48 Satelliten für das Satelliten-Internetsystem von Amazon ins All bringen.
Gericht blockiert Milliardenfonds für Trump-Anhänger
Eine US-Bundesrichterin hat vorerst einen geplanten Milliardenfonds blockiert, aus dem Anhänger von US-Präsident Donald Trump Entschädigungen für angebliche Justizfehler unter der demokratischen Vorgängerregierung erhalten sollen. Die Richterin Leonie Brinkema vom östlichen Bezirksgericht in Virginia wies die Regierung an, weder Geld in den Fonds einzuzahlen noch Mittel "unwiderruflich auszuschütten". Die oppositionellen Demokraten sprechen von einem "Schmiergeldfonds", aber auch im Regierungslager gibt es Widerstand.
Aus dem Fonds könnten hunderte Trump-Anhänger eine Entschädigung verlangen, die nach dem Angriff auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 strafrechtlich verurteilt worden waren. Trump hatte sie vor gut einem Jahr kollektiv begnadigt. Geklagt gegen den Geldtopf hat unter anderem ein früherer Ermittler, der mit dem Angriff auf das Kapitol befasst war. Das US-Justizministerium hatte den Fonds in Höhe von 1,776 Milliarden Dollar (gut 1,5 Milliarden Euro) Mitte Mai angekündigt. Die Dollar-Summe spielt auf die Unabhängigkeitserklärung der USA vor 250 Jahren an, die am 4. Juli landesweit gefeiert wird. Die Pläne liegen derzeit auch im Kongress auf Eis: Republikanische Senatoren verhinderten vergangene Woche zusammen mit den oppositionellen Demokraten eine Abstimmung über ein Gesetzespaket zur Migration, zu dem der Fonds kurzfristig hinzugefügt worden war.
Rund 200 Aktivisten dringen auf Kraftwerksgelände in NRW ein
Rund 200 Aktivisten sind auf das Gelände des Kraftwerks Scholven in Gelsenkirchen eingedrungen. Wie die örtliche Polizei mitteilte, steht die Aktion offenbar in Verbindung mit dem Aktionstag des Klimacamps in Hamm. Eine Polizeisprecherin beschrieb die Lage vor Ort als "ruhig". Die Aktivisten hielten sich demnach auf dem Gelände auf und saßen dort teils auf dem Boden. Der Einsatz dauerte zunächst an.
Die Polizei prüfte mögliche Verstöße und Straftaten und stimmte weitere Maßnahmen ab, wie es hieß. Die Beamten waren demnach mit zahlreichen Kräften im Einsatz, um die Lage vor Ort abzusichern. Im Fokus stand dabei das Kraftwerk Scholven als Teil der kritischen Infrastruktur. Zuvor war es auch in Mülheim an der Ruhr zu Aktionen von Klimaaktivisten gekommen. Dort blockierten laut Dortmunder Polizei rund 120 Aktivisten die Zufahrt eines Stahlwerks. Zudem verschafften sich etwa 100 Menschen Zutritt zum Gelände eines metallverarbeitenden Betriebs, wo sie sich im Bereich von Gleisanlagen und auf einem Werksgebäude aufhielten. Das Klimacamp in Hamm läuft noch bis Dienstag im Lippepark, einem früheren Zechegelände. Die Protestaktion richtet sich nach Angaben der Klimaaktivisten gegen den von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Ausbau neuer Gaskraftwerke.
Aufregung in China: Shaolin-Mönch muss 24 Jahre in Haft
Ein früherer Abt des weltberühmten Shaolin-Klosters in China muss 24 Jahre ins Gefängnis. Das mittlere Volksgericht in Xinxiang befand Liu Yingcheng, besser bekannt unter seinem buddhistischen Namen Shi Yongxin, in erster Instanz wegen Unterschlagung, Veruntreuung von Geldern und Bestechlichkeit für schuldig. Zusätzlich zu der Haftzeit muss er 3,5 Millionen Yuan (derzeit etwa 443.300 Euro) Strafe zahlen, wie das Gericht in der Provinz Henan, wo auch der Shaolin-Tempel liegt, mitteilte. Shi trat dem Tempel 1981 bei und wurde 1999 zum Abt ernannt. Dem Gericht zufolge hatte er zwischen 2003 und 2025 seine Ämter als Abt des Tempels und Präsident der Shaolin-Stiftung ausgenutzt, um Gelder in Millionenhöhe zu veruntreuen.
Das Shaolin-Kloster im zentralchinesischen Henan wurde im Jahr 495 gegründet und ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern wegen seiner weltbekannten Kung-Fu-Tradition mittlerweile auch ein beliebtes Touristenziel. Staatliche Medien bezeichneten Shi auch als "CEO-Mönch", weil er mit kommerziellen Aktivitäten wie Kung-Fu-Shows und Fanartikeln das Shaolin-Kloster zu einer weltweiten Marke machte, was aber auch kritisch gesehen wurde. Shi wurde laut lokalen Medienberichten bereits vor etwa zehn Jahren beschuldigt, mehrere Kinder gezeugt und Gelder veruntreut zu haben. Damals verschwand er für einige Zeit aus der Öffentlichkeit. Eine Untersuchung sprach ihn später jedoch von den Vorwürfen frei.
Stimmung gegen Grüne gemacht? Anklage nach Attacken auf hunderte Autos
Nach einer Serie von Bauschaum-Attacken auf hunderte Autos in vier Bundesländern sind drei Männer und eine Frau angeklagt worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Die Behörde wirft ihnen gemeinschaftliche Sachbeschädigung vor. Das Amtsgericht Ulm muss jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die Verdächtigen sind zwischen 18 und 21 Jahre alt. Einer hat sich zur Tat geäußert.
Laut Anklagebehörde sollen die jungen Leute in Blaubeuren, in Langenau, in Ulm, in Neu-Ulm, in Schönefeld (Brandenburg) sowie in Berlin an zahlreichen Fahrzeugen gezielt einen Schaden von mehr als 13.000 Euro verursacht haben. Dabei hatten die Angeschuldigten demnach die Abgasrohre der Fahrzeuge mit Bauschaum befüllt und einen Aufkleber mit der Aufschrift "SEI GRÜNER!" mitsamt eines Bildes des damaligen grünen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck am Fahrzeug angebracht. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass die vier von einem Auftraggeber gezielt angestiftet wurden, um durch diese Aktionen das Wahlverhalten der deutschen Bevölkerung vor der Bundestagswahl im Frühjahr 2025 zu beeinflussen.
Trump lässt massive Pferdestatuen für Millionen mit Gold überziehen
Die Regierung von Präsident Donald Trump gibt offenbar Millionen an Steuergeldern aus, um vier riesige Bronzepferde im Herzen der US-Hauptstadt in aller Eile mit extra dickem 23,75-Karat-Blattgold zu überziehen. Wie das US-Onlinemagazin "Notus" berichtet, stammt das Geld für diesen Eilauftrag vom National Park Service. Demnach gibt die Trump-Regierung derzeit rund 100 Millionen Dollar für allerlei Verschönerungsprojekte in Washington D.C. aus, damit die Hauptstadt pünktlich zur Feier des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli glänzt.
Dem Bericht zufolge stehen die vier massiven Pferdestatuen entlang der Straßen rund um das Lincoln Memorial und glänzen noch immer in der Sonne - so wie bei ihrer ersten Restaurierung in den 1970er Jahren. Doch ihre goldfarbene Beschichtung sei verblasst und fleckig, und ihre schweren Steinsockel rissig und verschmutzt. Die Trump-Regierung möchte demnach, dass sie rechtzeitig zu den Feierlichkeiten mit einem frischen Anstrich aus Gold glänzen. Daher habe der National Park Service Mitte April einen Auftrag im Wert von fünf Millionen Dollar an eine Vergoldungswerkstatt in Maryland vergeben, heißt es. Die Eile der Trump-Regierung, mit mehreren vergleichbaren Projekten bis zum 4. Juli fertig zu werden, treibt die Kosten in die Höhe. In vielen Fällen werden die Projekte auch ohne Ausschreibung vergeben. Kritiker sprechen von einer massiven Verschwendung von Steuergeldern.
Mann zerstört Haus mit Bagger, während Familie darin ist
In Pennsylvania eskaliert ein Streit zwischen Eheleuten auf schockierende Weise. Der 43-jährige Vater setzt sich nach einer Drohung in einen Bagger und beginnt, das gemeinsame Wohnhaus einzureißen - während die Ehefrau und zwei Kinder noch in dem Gebäude sind.
Udo Lindenberg liegt im Krankenhaus
Rockmusiker Udo Lindenberg hat aus gesundheitlichen Gründen einen Termin in seiner Geburtsstadt Gronau abgesagt. Der 80-Jährige befinde sich derzeit in krankenhäuslicher Behandlung und werde auf ärztlichen Rat in den kommenden Wochen eine Auszeit nehmen, teilte die Brost-Stiftung als Veranstalterin mit.
Betroffen ist die geplante Veranstaltung "Udo Lindenberg & Friends" am Mittwoch in Gronau. Weitere Details zu seinem Gesundheitszustand wurden nicht genannt. Die Sonderausstellung „Udo L. – aus dem Pott ins Hotel“ im rock’n’popmuseum in Gronau soll dagegen wie geplant Anfang Juni starten.
Achterbahn bleibt senkrecht in 30 Meter Höhe stehen
In einem Freizeitpark im texanischen Galveston ist eine Achterbahn während der Fahrt in rund 30 Metern Höhe plötzlich stehen geblieben. Acht Schüler, die im Rahmen eines Schulausflugs im Park waren, saßen daraufhin in den Waggons fest.
Luftaufnahmen zeigten Einsatzkräfte direkt neben den Wagen auf der steilen Stahlkonstruktion der Bahn. Die Rettungskräfte sicherten die Jugendlichen und brachten sie nacheinander aus der blockierten Achterbahn in Sicherheit. Betroffen war die "Iron Charcoaster, die als höchste Achterbahn des Pleasure Pier gilt. Warum die Bahn stoppte, ist bislang unklar. Nach ersten Angaben wurde niemand verletzt.
"Echtes Kultfoto" - Polizei "blitzt" Seniorin mit Rollator
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen eine Seniorin mit Rollator geblitzt. Die Radarkamera löste aus, weil ein Kastenwagen in einer Tempo 30-Zone im Kreis Euskirchen mit 42 Kilometern pro Stunde unterwegs war, wie die Polizei auf Instagram schilderte. "Doch genau im entscheidenden Moment lief eine Seniorin mit ihrem Rollator durchs Bild und sorgte unfreiwillig für ein echtes Kultfoto."
Beide - Fußgängerin und Fahrer - hätten ihren Weg danach unbeeindruckt fortgesetzt. "Der Fahrer müsste sich bei der Frau eigentlich bedanken", sagte ein Sprecher der Kreispolizei. Denn das Kennzeichen des Wagens sei durch den Rollator verdeckt worden, so dass der Fahrer oder die Fahrerin ungeschoren davonkam.
Acht-Stunden-Tag könnte zunächst nur im Büro fallen
In der Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes schlägt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vor, den Acht-Stunden-Tag zunächst nur für Bürobeschäftigte aufzuweichen. Dort drohten keine besonderen Gesundheitsrisiken, sagte IW-Arbeitsmarktexperte Oliver Stettes.
Die Bundesregierung plant, die tägliche Höchstarbeitszeit von acht bis zehn Stunden durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen. Arbeitsministerin Bärbel Bas will dazu im Juni einen Gesetzentwurf vorlegen. Ziel sei mehr Flexibilität, insbesondere für Familien. Gewerkschaften lehnen die Pläne ab. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnte, das geltende Arbeitszeitgesetz schütze die Gesundheit der Beschäftigten.
Eingeschlossene in Höhle flehen: Dann "sind wir tot"
In Laos warten fünf Goldsucher in einer Höhle weiter auf ihre Bergung. Heftige Regenfälle hatten die Mine geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst. Kollegen, die sich retten konnten, schlugen Alarm. Zwei Menschen werden immer noch vermisst, bislang fehlt von ihnen jede Spur. Die Einsatzkräfte suchen weiter nach den Vermissten und arbeiten gleichzeitig daran, die bereits gefundenen Männer aus der Höhle herauszuholen. Aber die Zeit drängt. "Wenn wir nichts zu essen bekommen, gehen uns die Kräfte aus", flehen die Eingeschlossenen. "Wenn wir in zwei Tagen immer noch hier sind, sind wir tot."
Um den Weg nach draußen passierbar zu machen, versuchen die Retter, das Wasser abzupumpen. Experten warnen jedoch, dass neue, heftige Regenfälle die Lage schon bald dramatisch verschärfen könnten.
US-Regierung irritiert mit Alien-Video
Das Weiße Haus hat auf X ein Video veröffentlicht, in dem ein UFO einen Menschen "aufsaugt" und über einen Grenzzaun transportiert. Damit wirbt die US-Regierung für ihre neue Webseite aliens.gov, welche unter anderem ein Dashboard mit Daten zu Festnahmen von Migranten sowie eine Karte sogenannter "Alien-Arreste" zeigt. Zudem gibt es ein Hinweisportal der Einwanderungsbehörde ICE zur Meldung "verdächtiger Aliens". Die Seite spielt gezielt mit der Doppeldeutigkeit des englischen Begriffs "illegal aliens", der sowohl "Außerirdische" als auch "illegale Einwanderer" bedeuten kann.
In sozialen Netzwerken stieß die neue Webseite auf teils scharfe Kritik. Nutzer werfen der Regierung vor, Migranten zu entmenschlichen und politische Propaganda zu betreiben.
Acht Tote bei Chemie-Unfall in den USA - drei Vermisste
Die Zahl der Toten des Chemie-Unglücks in einer Papierfabrik im US-Bundesstaat Washington ist auf acht gestiegen. Drei weitere Menschen würden noch vermisst, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr bei einer Pressekonferenz. Die nun noch drei Vermissten seien vermutlich auch tot. Zuvor waren zwei Tote bestätigt worden.
Bei dem Unglück war am Dienstag ein riesiger Tank mit sogenannter Weißlauge geborsten, die in der Fabrik genutzt wird. In der Nähe des Tanks stehende Autos und Gebäude wurden durch die austretende chemische Lösung teilweise schwer beschädigt.
Zahl der Arbeitslosen zum April gesunken, zu Mai 2025 gestiegen
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31.000 gestiegen. Im Vergleich zum April sinkt sie um 58.000. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit mit.
Uber erlaubt ab sofort Tonaufnahmen bei Fahrten
Der Fahrdienstvermittler Uber ermöglicht es Fahrgästen in Deutschland ab sofort, Fahrten per Tonaufnahme zu dokumentieren. Die neue In-App-Funktion soll das Sicherheitsgefühl erhöhen und wird schrittweise bundesweit ausgerollt. Die Nutzung ist freiwillig und muss aktiv per Opt-in bestätigt werden. Fahrgäste starten die Aufnahme während der Fahrt manuell. Wird die Funktion bereits vor dem Einsteigen aktiviert, werden Fahrer darüber informiert und können die Fahrt ablehnen.
Uber betont, die Audioaufnahmen würden verschlüsselt und lokal auf dem Smartphone gespeichert. Weder Uber noch der Fahrgast könnten ohne weiteres auf die Dateien zugreifen. Die Aufnahmen werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht.
153 Meter: Mann übertrumpft Rekord im Steineflitschen zwei Mal
In Wales hat ein Mann gleich zwei Mal hintereinander Steine rekordweit über das Wasser flitschen lassen. Dabei erreichte er eine Distanz von 153 Metern und übertraf damit den bisherigen Weltrekord von 121,8 Metern aus dem Jahr 2018 deutlich.
Mit seiner Leistung setzte er damit eine neue Bestmarke im Steineflitschen, auch wenn der Wurf bislang noch nicht offiziell als Guinness-Weltrekord bestätigt ist.
Überwachungsbehörde prüft Europapartei der AfD
Die für europäische Parteien zuständige Aufsichtsbehörde hat Hinweise auf mögliche Verstöße gegen EU-Grundwerte durch die Europapartei "Europa der souveränen Nationen" (ESN) geprüft, zu der auch die AfD gehört. Ein entsprechendes Schreiben wurde an die EU-Kommission sowie an Europaparlament und Rat der Mitgliedsstaaten übermittelt, wie ein Kommissionssprecher bestätigte.
Sollten sich die Hinweise erhärten und ein formelles Prüfverfahren eingeleitet werden, könnte der Partei die Registrierung als europäische Partei und damit auch EU-Fördermittel entzogen werden. Eine Entscheidung darüber steht noch aus, die Unterlagen werden laut EU-Kommission derzeit geprüft.
Madonna sorgt mit Grindr-Video für Aufsehen
Popstar Madonna sorgt mit einer ungewöhnlichen Aussage im Rahmen der Promo für ihr neues Album "Confessions II" für Aufmerksamkeit. In einem Video für die Dating-App Grindr, das vorab vom US-Portal "Page Six" eingesehen werden durfte, wird die 67-Jährige nach dem "besten Liebhaber ihres Lebens" gefragt. Madonna antwortet zunächst mit der Einschränkung, sie werde nur Verstorbene nennen. Anschließend flüstert sie hinter vorgehaltener Hand "John F. Kennedy Jr.".
Die Verbindung zwischen der Sängerin und dem Sohn des früheren US-Präsidenten soll Ende der 1980er Jahre stattgefunden haben. Kennedy Jr. war damals unter anderem mit der Schauspielerin Christina Haag liiert, während Madonna mit Sean Penn verheiratet war.
Drei Jungs starten verrückte Tausch-Mission nach Kapstadt
Schaffen sie es mit einem Euro bis nach Südafrika? Nur in Unterhosen bekleidet und mit einem Euro in der Tasche stehen drei junge Männer in Köln. Die Regeln ihres Reise-Experiments sind einfach: Geld, das sie brauchen, um bis nach Kapstadt zu kommen, müssen Sie sich unterwegs verdienen. Also entweder tauschen oder sich erarbeiten. Sie wollen nicht fliegen, dürfen weder Ihre Social Media Reichweiten nutzen noch persönliche Kontakte.
In einem Monat wollen Sie in Europa so viel Geld wie möglich verdienen, bevor Sie mit der Fähre nach Marokko übersetzen. Ob Sie es wirklich bis nach Kapstadt schaffen?
"They walk among us" - Weißes Haus startet Alien-Website gegen Migranten
Die US-Regierung hat eine neue Webseite unter der Adresse "aliens.gov" veröffentlicht, die auf den ersten Blick wie eine Science-Fiction-Kampagne wirkt. Vor einem schwarzen Sternenhimmel und in grellgrüner Schrift heißt es dort unter anderem "Aliens" und "They walk among us". Erst beim Weiterlesen wird deutlich, dass nicht von Außerirdischen die Rede ist, sondern von Migranten ohne regulären Aufenthaltsstatus. Die Seite spielt dabei gezielt mit der Doppeldeutigkeit des englischen Begriffs "illegal aliens", der sowohl "Außerirdische" als auch "illegale Einwanderer" bedeuten kann.
Kern der Seite ist ein Dashboard mit angeblichen Daten zu Festnahmen und Grenzübertritten. Eine Karte zeigt demnach "Alien-Festnahmen" im ganzen Land, ergänzt um Suchfunktionen nach Regionen und Vorwürfen. Auch ein Hinweisportal der Einwanderungsbehörde ICE ist eingebunden, über das Nutzer "verdächtige Aliens" melden sollen.
In sozialen Netzwerken stieß die neue Webseite auf teils scharfe Kritik. Nutzer werfen der Regierung vor, Migranten zu entmenschlichen und politische Propaganda zu betreiben. Andere lobten die Kampagne hingegen als konsequente Umsetzung der Migrationspolitik.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
die Schiitenmiliz lehnt die direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel sowie ein unter Vermittlung der USA geschlossenes Waffenruhe-Abkommen ab, das Mitte April in Kraft trat. Für heute ist nun ein Besuch von libanesischen und israelischen Militärdelegationen im Pentagon angesetzt. An dem Treffen sollen ein Einsatzleiter sowie sechs Offiziere teilnehmen. Laut Armeekreisen soll die Delegation in Washington "die Notwendigkeit einer Waffenruhe betonen und den Plan der Armee für ein staatliches Waffenmonopol sowie die Ausweitung der staatlichen Autorität auf das gesamte Land vorstellen". Dreimal gab es in den USA in den vergangenen Wochen bereits direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. Die vierte Runde steht am Dienstag an.
Das wird heute außerdem wichtig:
Die Bundesagentur für Arbeit legt die Arbeitsmarktbilanz für Mai vor.
Das Statistische Bundesamt gibt die Inflationsrate für Mai bekannt.
In Limassol in Zypern wird das informelle Treffen der EU-Außenminister fortgesetzt.
Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar kommt eigenen Angaben zufolge mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammen, um über die Freigabe eingefrorener EU-Mittel für sein Land zu beraten.
Der Hambacher Freiheitspreis geht an den polnischen Menschenrechtler Adam Bodnar - die Laudatio hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Wegen einer Demonstration auf der Brennerautobahn droht der wichtigsten Verkehrsverbindung von Deutschland nach Italien am Samstag die nahezu vollständige Blockade - die Vorbereitungen zur Totalsperre laufen.
Am Abend wird der Deutsche Filmpreis in Berlin verliehen.
Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne: leah.nowak@ntv.de.
Von "Babo" bis "Aura": Suche nach Jugendwort 2026 beginnt
Welches Wort prägt aktuell die Sprache junger Menschen? Diese Frage stellt sich erneut: Der Verlag Pons Langenscheidt ruft Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren zur Einreichung von Vorschlägen für das "Jugendwort des Jahres 2026" auf. Gesucht werden Begriffe aus dem alltäglichen Sprachgebrauch junger Menschen - unabhängig davon, ob sie aus dem Deutschen, Englischen, Türkischen oder Arabischen stammen. Im vergangenen Jahr setzte sich "Das crazy" durch. Der Ausdruck wurde als eine Art "Allzweckwaffe der Sprachlosigkeit" beschrieben, vergleichbar mit einem neutralen "Okay". 2024 gewann "Aura" als Begriff für die Ausstrahlung einer Person.
Die Tradition des Jugendworts läuft seit 2008. Seitdem reichten die Gewinner von "Swag" über "Babo" bis zu "Cringe". Die Einreichungsphase für 2026 läuft nun rund einen Monat, anschließend folgt eine öffentliche Abstimmung. Die Kür des Siegerwortes erfolgt im Oktober bei der Frankfurter Buchmesse.
Rituale und Unglaube erschweren Ebola-Bekämpfung im Kongo
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo erschweren Angst, Misstrauen und traditionelle Rituale die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs. Hilfsorganisationen berichten, viele Menschen glaubten nicht an die Krankheit oder hielten sie für erfunden. Nach Schätzungen glaubt etwa ein Drittel der Menschen in der betroffenen Region Ituri, Ebola sei ein Mythos.
Zudem stoßen Quarantäne, Isolation und Sicherheitsvorgaben bei Beerdigungen auf Widerstand. Angehörige lehnen es oft ab, Kranke allein zu lassen oder auf traditionelle Abschiedsrituale zu verzichten. Helfer leisten deshalb intensive Aufklärungsarbeit von Tür zu Tür.
Kaum noch Hoffnung für zwei Vermisste in Laos-Höhle
Bei der Rettungsaktion in einer überfluteten Höhle in Laos gibt es kaum noch Hoffnung, zwei vermisste Goldsucher lebend zu finden. Nach Angaben des finnischen Höhlentauchers Mikko Paasi seien bereits rund 95 Prozent des Tunnelsystems durchsucht worden - bislang ohne Spur der Männer. Die Chancen, die Vermissten noch zu finden, seien "sehr gering".
Fünf eingeschlossene Goldsucher waren zuvor lebend entdeckt worden. Sie sitzen seit zehn Tagen in der Höhle in der Provinz Xaisomboun fest, nachdem heftige Regenfälle die Goldmine überflutet und einen Erdrutsch ausgelöst hatten. Die Rettung gilt wegen enger, überfluteter Tunnel und fehlender Sicht als äußerst gefährlich. Rettungskräfte überlegen nun, weiter Wasser abzupumpen oder die Männer tauchend aus der Höhle zu bringen.