Der Tag
29. Mai 2026
Fotomit Leah Nowak
Zum Archiv
16:55 Uhr

Rund 200 Aktivisten dringen auf Kraftwerksgelände in NRW ein

Rund 200 Aktivisten sind auf das Gelände des Kraftwerks Scholven in Gelsenkirchen eingedrungen. Wie die örtliche Polizei mitteilte, steht die Aktion offenbar in Verbindung mit dem Aktionstag des Klimacamps in Hamm. Eine Polizeisprecherin beschrieb die Lage vor Ort als "ruhig". Die Aktivisten hielten sich demnach auf dem Gelände auf und saßen dort teils auf dem Boden. Der Einsatz dauerte zunächst an.

Die Polizei prüfte mögliche Verstöße und Straftaten und stimmte weitere Maßnahmen ab, wie es hieß. Die Beamten waren demnach mit zahlreichen Kräften im Einsatz, um die Lage vor Ort abzusichern. Im Fokus stand dabei das Kraftwerk Scholven als Teil der kritischen Infrastruktur. Zuvor war es auch in Mülheim an der Ruhr zu Aktionen von Klimaaktivisten gekommen. Dort blockierten laut Dortmunder Polizei rund 120 Aktivisten die Zufahrt eines Stahlwerks. Zudem verschafften sich etwa 100 Menschen Zutritt zum Gelände eines metallverarbeitenden Betriebs, wo sie sich im Bereich von Gleisanlagen und auf einem Werksgebäude aufhielten. Das Klimacamp in Hamm läuft noch bis Dienstag im Lippepark, einem früheren Zechegelände. Die Protestaktion richtet sich nach Angaben der Klimaaktivisten gegen den von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche geplanten Ausbau neuer Gaskraftwerke.

Rund 200 Aktivisten dringen auf Kraftwerksgelände in NRW ein
16:20 Uhr

Aufregung in China: Shaolin-Mönch muss 24 Jahre in Haft

Ein früherer Abt des weltberühmten Shaolin-Klosters in China muss 24 Jahre ins Gefängnis. Das mittlere Volksgericht in Xinxiang befand Liu Yingcheng, besser bekannt unter seinem buddhistischen Namen Shi Yongxin, in erster Instanz wegen Unterschlagung, Veruntreuung von Geldern und Bestechlichkeit für schuldig. Zusätzlich zu der Haftzeit muss er 3,5 Millionen Yuan (derzeit etwa 443.300 Euro) Strafe zahlen, wie das Gericht in der Provinz Henan, wo auch der Shaolin-Tempel liegt, mitteilte. Shi trat dem Tempel 1981 bei und wurde 1999 zum Abt ernannt. Dem Gericht zufolge hatte er zwischen 2003 und 2025 seine Ämter als Abt des Tempels und Präsident der Shaolin-Stiftung ausgenutzt, um Gelder in Millionenhöhe zu veruntreuen.

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Diesmal kommt Shi Yongxin (links vorne) nicht ohne Strafe davon. (Foto: picture alliance / Hou Jianxun/HPIC/dpa)

Das Shaolin-Kloster im zentralchinesischen Henan wurde im Jahr 495 gegründet und ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern wegen seiner weltbekannten Kung-Fu-Tradition mittlerweile auch ein beliebtes Touristenziel. Staatliche Medien bezeichneten Shi auch als "CEO-Mönch", weil er mit kommerziellen Aktivitäten wie Kung-Fu-Shows und Fanartikeln das Shaolin-Kloster zu einer weltweiten Marke machte, was aber auch kritisch gesehen wurde. Shi wurde laut lokalen Medienberichten bereits vor etwa zehn Jahren beschuldigt, mehrere Kinder gezeugt und Gelder veruntreut zu haben. Damals verschwand er für einige Zeit aus der Öffentlichkeit. Eine Untersuchung sprach ihn später jedoch von den Vorwürfen frei.

Aufregung in China: Shaolin-Mönch muss 24 Jahre in Haft
15:50 Uhr

Stimmung gegen Grüne gemacht? Anklage nach Attacken auf hunderte Autos

Nach einer Serie von Bauschaum-Attacken auf hunderte Autos in vier Bundesländern sind drei Männer und eine Frau angeklagt worden. Das teilt die Staatsanwaltschaft in Ulm mit. Die Behörde wirft ihnen gemeinschaftliche Sachbeschädigung vor. Das Amtsgericht Ulm muss jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die Verdächtigen sind zwischen 18 und 21 Jahre alt. Einer hat sich zur Tat geäußert.

Laut Anklagebehörde sollen die jungen Leute in Blaubeuren, in Langenau, in Ulm, in Neu-Ulm, in Schönefeld (Brandenburg) sowie in Berlin an zahlreichen Fahrzeugen gezielt einen Schaden von mehr als 13.000 Euro verursacht haben. Dabei hatten die Angeschuldigten demnach die Abgasrohre der Fahrzeuge mit Bauschaum befüllt und einen Aufkleber mit der Aufschrift "SEI GRÜNER!" mitsamt eines Bildes des damaligen grünen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck am Fahrzeug angebracht. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass die vier von einem Auftraggeber gezielt angestiftet wurden, um durch diese Aktionen das Wahlverhalten der deutschen Bevölkerung vor der Bundestagswahl im Frühjahr 2025 zu beeinflussen.

Stimmung gegen Grüne gemacht? Anklage nach Attacken auf hunderte Autos
15:15 Uhr

Trump lässt massive Pferdestatuen für Millionen mit Gold überziehen

Die Regierung von Präsident Donald Trump gibt offenbar Millionen an Steuergeldern aus, um vier riesige Bronzepferde im Herzen der US-Hauptstadt in aller Eile mit extra dickem 23,75-Karat-Blattgold zu überziehen. Wie das US-Onlinemagazin "Notus" berichtet, stammt das Geld für diesen Eilauftrag vom National Park Service. Demnach gibt die Trump-Regierung derzeit rund 100 Millionen Dollar für allerlei Verschönerungsprojekte in Washington D.C. aus, damit die Hauptstadt pünktlich zur Feier des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli glänzt.

Dem Bericht zufolge stehen die vier massiven Pferdestatuen entlang der Straßen rund um das Lincoln Memorial und glänzen noch immer in der Sonne - so wie bei ihrer ersten Restaurierung in den 1970er Jahren. Doch ihre goldfarbene Beschichtung sei verblasst und fleckig, und ihre schweren Steinsockel rissig und verschmutzt. Die Trump-Regierung möchte demnach, dass sie rechtzeitig zu den Feierlichkeiten mit einem frischen Anstrich aus Gold glänzen. Daher habe der National Park Service Mitte April einen Auftrag im Wert von fünf Millionen Dollar an eine Vergoldungswerkstatt in Maryland vergeben, heißt es. Die Eile der Trump-Regierung, mit mehreren vergleichbaren Projekten bis zum 4. Juli fertig zu werden, treibt die Kosten in die Höhe. In vielen Fällen werden die Projekte auch ohne Ausschreibung vergeben. Kritiker sprechen von einer massiven Verschwendung von Steuergeldern.

Trump lässt massive Pferdestatuen für Millionen mit Gold überziehen
14:40 Uhr

Mann zerstört Haus mit Bagger, während Familie darin ist

In Pennsylvania eskaliert ein Streit zwischen Eheleuten auf schockierende Weise. Der 43-jährige Vater setzt sich nach einer Drohung in einen Bagger und beginnt, das gemeinsame Wohnhaus einzureißen - während die Ehefrau und zwei Kinder noch in dem Gebäude sind.

Mann zerstört Haus mit Bagger, während Familie darin ist
13:55 Uhr

Udo Lindenberg liegt im Krankenhaus

Rockmusiker Udo Lindenberg hat aus gesundheitlichen Gründen einen Termin in seiner Geburtsstadt Gronau abgesagt. Der 80-Jährige befinde sich derzeit in krankenhäuslicher Behandlung und werde auf ärztlichen Rat in den kommenden Wochen eine Auszeit nehmen, teilte die Brost-Stiftung als Veranstalterin mit.

Betroffen ist die geplante Veranstaltung "Udo Lindenberg & Friends" am Mittwoch in Gronau. Weitere Details zu seinem Gesundheitszustand wurden nicht genannt. Die Sonderausstellung „Udo L. – aus dem Pott ins Hotel“ im rock’n’popmuseum in Gronau soll dagegen wie geplant Anfang Juni starten.

Udo Lindenberg liegt im Krankenhaus
13:10 Uhr

Achterbahn bleibt senkrecht in 30 Meter Höhe stehen

In einem Freizeitpark im texanischen Galveston ist eine Achterbahn während der Fahrt in rund 30 Metern Höhe plötzlich stehen geblieben. Acht Schüler, die im Rahmen eines Schulausflugs im Park waren, saßen daraufhin in den Waggons fest.

Luftaufnahmen zeigten Einsatzkräfte direkt neben den Wagen auf der steilen Stahlkonstruktion der Bahn. Die Rettungskräfte sicherten die Jugendlichen und brachten sie nacheinander aus der blockierten Achterbahn in Sicherheit. Betroffen war die "Iron Charcoaster, die als höchste Achterbahn des Pleasure Pier gilt. Warum die Bahn stoppte, ist bislang unklar. Nach ersten Angaben wurde niemand verletzt.

Achterbahn bleibt senkrecht in 30 Meter Höhe stehen
12:15 Uhr

"Echtes Kultfoto" - Polizei "blitzt" Seniorin mit Rollator

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen eine Seniorin mit Rollator geblitzt. Die Radarkamera löste aus, weil ein Kastenwagen in einer Tempo 30-Zone im Kreis Euskirchen mit 42 Kilometern pro Stunde unterwegs war, wie die Polizei auf Instagram schilderte. "Doch genau im entscheidenden Moment lief eine Seniorin mit ihrem Rollator durchs Bild und sorgte unfreiwillig für ein echtes Kultfoto."

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Auch der Fahrer hatte Glück. (Foto: Polizei Euskirchen/dpa)

Beide - Fußgängerin und Fahrer - hätten ihren Weg danach unbeeindruckt fortgesetzt. "Der Fahrer müsste sich bei der Frau eigentlich bedanken", sagte ein Sprecher der Kreispolizei. Denn das Kennzeichen des Wagens sei durch den Rollator verdeckt worden, so dass der Fahrer oder die Fahrerin ungeschoren davonkam.

"Echtes Kultfoto" - Polizei "blitzt" Seniorin mit Rollator
11:50 Uhr

Acht-Stunden-Tag könnte zunächst nur im Büro fallen

In der Debatte um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes schlägt das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vor, den Acht-Stunden-Tag zunächst nur für Bürobeschäftigte aufzuweichen. Dort drohten keine besonderen Gesundheitsrisiken, sagte IW-Arbeitsmarktexperte Oliver Stettes.

Die Bundesregierung plant, die tägliche Höchstarbeitszeit von acht bis zehn Stunden durch eine wöchentliche Obergrenze zu ersetzen. Arbeitsministerin Bärbel Bas will dazu im Juni einen Gesetzentwurf vorlegen. Ziel sei mehr Flexibilität, insbesondere für Familien. Gewerkschaften lehnen die Pläne ab. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnte, das geltende Arbeitszeitgesetz schütze die Gesundheit der Beschäftigten.

Acht-Stunden-Tag könnte zunächst nur im Büro fallen
11:18 Uhr

Eingeschlossene in Höhle flehen: Dann "sind wir tot"

In Laos warten fünf Goldsucher in einer Höhle weiter auf ihre Bergung. Heftige Regenfälle hatten die Mine geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst. Kollegen, die sich retten konnten, schlugen Alarm. Zwei Menschen werden immer noch vermisst, bislang fehlt von ihnen jede Spur. Die Einsatzkräfte suchen weiter nach den Vermissten und arbeiten gleichzeitig daran, die bereits gefundenen Männer aus der Höhle herauszuholen. Aber die Zeit drängt. "Wenn wir nichts zu essen bekommen, gehen uns die Kräfte aus", flehen die Eingeschlossenen. "Wenn wir in zwei Tagen immer noch hier sind, sind wir tot."

Um den Weg nach draußen passierbar zu machen, versuchen die Retter, das Wasser abzupumpen. Experten warnen jedoch, dass neue, heftige Regenfälle die Lage schon bald dramatisch verschärfen könnten.

Eingeschlossene in Höhle flehen: Dann "sind wir tot"
10:36 Uhr

US-Regierung irritiert mit Alien-Video

Das Weiße Haus hat auf X ein Video veröffentlicht, in dem ein UFO einen Menschen "aufsaugt" und über einen Grenzzaun transportiert. Damit wirbt die US-Regierung für ihre neue Webseite aliens.gov, welche unter anderem ein Dashboard mit Daten zu Festnahmen von Migranten sowie eine Karte sogenannter "Alien-Arreste" zeigt. Zudem gibt es ein Hinweisportal der Einwanderungsbehörde ICE zur Meldung "verdächtiger Aliens". Die Seite spielt gezielt mit der Doppeldeutigkeit des englischen Begriffs "illegal aliens", der sowohl "Außerirdische" als auch "illegale Einwanderer" bedeuten kann.

In sozialen Netzwerken stieß die neue Webseite auf teils scharfe Kritik. Nutzer werfen der Regierung vor, Migranten zu entmenschlichen und politische Propaganda zu betreiben.

US-Regierung irritiert mit Alien-Video
10:15 Uhr

Acht Tote bei Chemie-Unfall in den USA - drei Vermisste

Die Zahl der Toten des Chemie-Unglücks in einer Papierfabrik im US-Bundesstaat Washington ist auf acht gestiegen. Drei weitere Menschen würden noch vermisst, sagte der Chef der örtlichen Feuerwehr bei einer Pressekonferenz. Die nun noch drei Vermissten seien vermutlich auch tot. Zuvor waren zwei Tote bestätigt worden.

Bei dem Unglück war am Dienstag ein riesiger Tank mit sogenannter Weißlauge geborsten, die in der Fabrik genutzt wird. In der Nähe des Tanks stehende Autos und Gebäude wurden durch die austretende chemische Lösung teilweise schwer beschädigt.

Acht Tote bei Chemie-Unfall in den USA - drei Vermisste
10:04 Uhr

Zahl der Arbeitslosen gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31.000 gestiegen. Im Vergleich zum April sinkt sie um 58.000. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Zahl der Arbeitslosen gestiegen
09:42 Uhr

Uber erlaubt ab sofort Tonaufnahmen bei Fahrten

Der Fahrdienstvermittler Uber ermöglicht es Fahrgästen in Deutschland ab sofort, Fahrten per Tonaufnahme zu dokumentieren. Die neue In-App-Funktion soll das Sicherheitsgefühl erhöhen und wird schrittweise bundesweit ausgerollt. Die Nutzung ist freiwillig und muss aktiv per Opt-in bestätigt werden. Fahrgäste starten die Aufnahme während der Fahrt manuell. Wird die Funktion bereits vor dem Einsteigen aktiviert, werden Fahrer darüber informiert und können die Fahrt ablehnen.

Uber betont, die Audioaufnahmen würden verschlüsselt und lokal auf dem Smartphone gespeichert. Weder Uber noch der Fahrgast könnten ohne weiteres auf die Dateien zugreifen. Die Aufnahmen werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht.

Uber erlaubt ab sofort Tonaufnahmen bei Fahrten
09:26 Uhr

153 Meter: Mann übertrumpft Rekord im Steineflitschen zwei Mal

In Wales hat ein Mann gleich zwei Mal hintereinander Steine rekordweit über das Wasser flitschen lassen. Dabei erreichte er eine Distanz von 153 Metern und übertraf damit den bisherigen Weltrekord von 121,8 Metern aus dem Jahr 2018 deutlich.

Mit seiner Leistung setzte er damit eine neue Bestmarke im Steineflitschen, auch wenn der Wurf bislang noch nicht offiziell als Guinness-Weltrekord bestätigt ist.

153 Meter: Mann übertrumpft Rekord im Steineflitschen zwei Mal
09:12 Uhr

Überwachungsbehörde prüft Europapartei der AfD 

Die für europäische Parteien zuständige Aufsichtsbehörde hat Hinweise auf mögliche Verstöße gegen EU-Grundwerte durch die Europapartei "Europa der souveränen Nationen" (ESN) geprüft, zu der auch die AfD gehört. Ein entsprechendes Schreiben wurde an die EU-Kommission sowie an Europaparlament und Rat der Mitgliedsstaaten übermittelt, wie ein Kommissionssprecher bestätigte.

Sollten sich die Hinweise erhärten und ein formelles Prüfverfahren eingeleitet werden, könnte der Partei die Registrierung als europäische Partei und damit auch EU-Fördermittel entzogen werden. Eine Entscheidung darüber steht noch aus, die Unterlagen werden laut EU-Kommission derzeit geprüft.

Überwachungsbehörde prüft Europapartei der AfD 
08:44 Uhr

Madonna sorgt mit Grindr-Video für Aufsehen

Popstar Madonna sorgt mit einer ungewöhnlichen Aussage im Rahmen der Promo für ihr neues Album "Confessions II" für Aufmerksamkeit. In einem Video für die Dating-App Grindr, das vorab vom US-Portal "Page Six" eingesehen werden durfte, wird die 67-Jährige nach dem "besten Liebhaber ihres Lebens" gefragt. Madonna antwortet zunächst mit der Einschränkung, sie werde nur Verstorbene nennen. Anschließend flüstert sie hinter vorgehaltener Hand "John F. Kennedy Jr.".

Die Verbindung zwischen der Sängerin und dem Sohn des früheren US-Präsidenten soll Ende der 1980er Jahre stattgefunden haben. Kennedy Jr. war damals unter anderem mit der Schauspielerin Christina Haag liiert, während Madonna mit Sean Penn verheiratet war.

Madonna sorgt mit Grindr-Video für Aufsehen
07:49 Uhr

Drei Jungs starten verrückte Tausch-Mission nach Kapstadt

Schaffen sie es mit einem Euro bis nach Südafrika? Nur in Unterhosen bekleidet und mit einem Euro in der Tasche stehen drei junge Männer in Köln. Die Regeln ihres Reise-Experiments sind einfach: Geld, das sie brauchen, um bis nach Kapstadt zu kommen, müssen Sie sich unterwegs verdienen. Also entweder tauschen oder sich erarbeiten. Sie wollen nicht fliegen, dürfen weder Ihre Social Media Reichweiten nutzen noch persönliche Kontakte. 

In einem Monat wollen Sie in Europa so viel Geld wie möglich verdienen, bevor Sie mit der Fähre nach Marokko übersetzen. Ob Sie es wirklich bis nach Kapstadt schaffen?

Drei Jungs starten verrückte Tausch-Mission nach Kapstadt
07:20 Uhr

"They walk among us" - Weißes Haus startet Alien-Website gegen Migranten

Die US-Regierung hat eine neue Webseite unter der Adresse "aliens.gov" veröffentlicht, die auf den ersten Blick wie eine Science-Fiction-Kampagne wirkt. Vor einem schwarzen Sternenhimmel und in grellgrüner Schrift heißt es dort unter anderem "Aliens" und "They walk among us". Erst beim Weiterlesen wird deutlich, dass nicht von Außerirdischen die Rede ist, sondern von Migranten ohne regulären Aufenthaltsstatus. Die Seite spielt dabei gezielt mit der Doppeldeutigkeit des englischen Begriffs "illegal aliens", der sowohl "Außerirdische" als auch "illegale Einwanderer" bedeuten kann.

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Migranten werden auf der Website als Bedrohung dargestellt, die "nicht hierher gehören". (Foto: https://www.whitehouse.gov/aliens/)

Kern der Seite ist ein Dashboard mit angeblichen Daten zu Festnahmen und Grenzübertritten. Eine Karte zeigt demnach "Alien-Festnahmen" im ganzen Land, ergänzt um Suchfunktionen nach Regionen und Vorwürfen. Auch ein Hinweisportal der Einwanderungsbehörde ICE ist eingebunden, über das Nutzer "verdächtige Aliens" melden sollen.

In sozialen Netzwerken stieß die neue Webseite auf teils scharfe Kritik. Nutzer werfen der Regierung vor, Migranten zu entmenschlichen und politische Propaganda zu betreiben. Andere lobten die Kampagne hingegen als konsequente Umsetzung der Migrationspolitik.

"They walk among us" - Weißes Haus startet Alien-Website gegen Migranten
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Schiitenmiliz lehnt die direkten Gespräche zwischen dem Libanon und Israel sowie ein unter Vermittlung der USA geschlossenes Waffenruhe-Abkommen ab, das Mitte April in Kraft trat. Für heute ist nun ein Besuch von libanesischen und israelischen Militärdelegationen im Pentagon angesetzt. An dem Treffen sollen ein Einsatzleiter sowie sechs Offiziere teilnehmen. Laut Armeekreisen soll die Delegation in Washington "die Notwendigkeit einer Waffenruhe betonen und den Plan der Armee für ein staatliches Waffenmonopol sowie die Ausweitung der staatlichen Autorität auf das gesamte Land vorstellen". Dreimal gab es in den USA in den vergangenen Wochen bereits direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon. Die vierte Runde steht am Dienstag an.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Die Bundesagentur für Arbeit legt die Arbeitsmarktbilanz für Mai vor. 

  • Das Statistische Bundesamt gibt die Inflationsrate für Mai bekannt.

  • In Limassol in Zypern wird das informelle Treffen der EU-Außenminister fortgesetzt.

  • Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar kommt eigenen Angaben zufolge mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zusammen, um über die Freigabe eingefrorener EU-Mittel für sein Land zu beraten. 

  • Der Hambacher Freiheitspreis geht an den polnischen Menschenrechtler Adam Bodnar - die Laudatio hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

  • Wegen einer Demonstration auf der Brennerautobahn droht der wichtigsten Verkehrsverbindung von Deutschland nach Italien am Samstag die nahezu vollständige Blockade - die Vorbereitungen zur Totalsperre laufen.

  • Am Abend wird der Deutsche Filmpreis in Berlin verliehen.

Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne: leah.nowak@ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:55 Uhr

Von "Babo" bis "Aura": Suche nach Jugendwort 2026 beginnt

Welches Wort prägt aktuell die Sprache junger Menschen? Diese Frage stellt sich erneut: Der Verlag Pons Langenscheidt ruft Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren zur Einreichung von Vorschlägen für das "Jugendwort des Jahres 2026" auf. Gesucht werden Begriffe aus dem alltäglichen Sprachgebrauch junger Menschen - unabhängig davon, ob sie aus dem Deutschen, Englischen, Türkischen oder Arabischen stammen. Im vergangenen Jahr setzte sich "Das crazy" durch. Der Ausdruck wurde als eine Art "Allzweckwaffe der Sprachlosigkeit" beschrieben, vergleichbar mit einem neutralen "Okay". 2024 gewann "Aura" als Begriff für die Ausstrahlung einer Person.

Die Tradition des Jugendworts läuft seit 2008. Seitdem reichten die Gewinner von "Swag" über "Babo" bis zu "Cringe". Die Einreichungsphase für 2026 läuft nun rund einen Monat, anschließend folgt eine öffentliche Abstimmung. Die Kür des Siegerwortes erfolgt im Oktober bei der Frankfurter Buchmesse.

Von "Babo" bis "Aura": Suche nach Jugendwort 2026 beginnt
06:35 Uhr

Rituale und Unglaube erschweren Ebola-Bekämpfung im Kongo

ARCHIV-25-05-2026-Demokratische-Republik-Kongo-Bunia-Vanny-Birungi-eine-Freiwillige-des-Roten-Kreuzes-spricht-waehrend-einer-oeffentlichen-Sensibilisierungskampagne-inmitten-des-Ebola-Ausbruchs-in-Bunia-zu-Menschen
Eine Freiwillige des Roten Kreuzes geht während einer öffentlichen Sensibilisierungskampagne inmitten des Ebola-Ausbruchs in Bunia von Haus zu Haus. (Foto: Moses Sawasawa/AP/dpa)

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo erschweren Angst, Misstrauen und traditionelle Rituale die Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs. Hilfsorganisationen berichten, viele Menschen glaubten nicht an die Krankheit oder hielten sie für erfunden. Nach Schätzungen glaubt etwa ein Drittel der Menschen in der betroffenen Region Ituri, Ebola sei ein Mythos.

Zudem stoßen Quarantäne, Isolation und Sicherheitsvorgaben bei Beerdigungen auf Widerstand. Angehörige lehnen es oft ab, Kranke allein zu lassen oder auf traditionelle Abschiedsrituale zu verzichten. Helfer leisten deshalb intensive Aufklärungsarbeit von Tür zu Tür.

Rituale und Unglaube erschweren Ebola-Bekämpfung im Kongo
05:55 Uhr

Kaum noch Hoffnung für zwei Vermisste in Laos-Höhle

Bei der Rettungsaktion in einer überfluteten Höhle in Laos gibt es kaum noch Hoffnung, zwei vermisste Goldsucher lebend zu finden. Nach Angaben des finnischen Höhlentauchers Mikko Paasi seien bereits rund 95 Prozent des Tunnelsystems durchsucht worden - bislang ohne Spur der Männer. Die Chancen, die Vermissten noch zu finden, seien "sehr gering".

Fünf eingeschlossene Goldsucher waren zuvor lebend entdeckt worden. Sie sitzen seit zehn Tagen in der Höhle in der Provinz Xaisomboun fest, nachdem heftige Regenfälle die Goldmine überflutet und einen Erdrutsch ausgelöst hatten. Die Rettung gilt wegen enger, überfluteter Tunnel und fehlender Sicht als äußerst gefährlich. Rettungskräfte überlegen nun, weiter Wasser abzupumpen oder die Männer tauchend aus der Höhle zu bringen.

Kaum noch Hoffnung für zwei Vermisste in Laos-Höhle