Das war Montag, der 30. März 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
der Wochenstart geht zu Ende. Uns beschäftigt weiter das Schicksal des Buckelwals vor der Ostseeküste, der laut Umweltministerium "agiler" wirken soll. Das Tier saß lange auf einer Sandbank fest, doch kurz vor 21 Uhr kam dann die Nachricht: Der Wal schwimmt wieder. Unklar aber noch: Wohin. Die Nachricht des Tages kommt allerdings von Kanzler Friedrich Merz. Während des Besuches des syrischen Übergangspräsidenten in Berlin formuliert er ein ambitioniertes Ziel. Innerhalb von drei Jahren soll ein Großteil der Geflüchteten in ihre Heimat zurückkehren.
Mit Donald Trump trommelt auch das US-Staatsoberhaupt wieder kräftig. Der US-Präsident verschärft den Ton gegenüber Teheran und droht mit der Vernichtung wichtiger Infrastruktur. Zugleich stellt das Weiße Haus eine baldige Einigung in Aussicht.
Und diese Themen waren heute ebenfalls wichtig:
Neue Corona-Variante "Cicada" breitet sich aus
Junge an Hamburger Schule niedergestochen - Zustand kritisch
Viele empfinden Männer gegenüber Frauen respektloser als früher
Berater-Honorare machen Karl-Heinz Rummenigge fassunglos
Damit entlasse ich Sie in die Nacht. "Der Tag" kehrt morgen in aller Frühe wieder zurück und wird Sie auf dem Laufenden halten.
Arnold Schwarzenegger erhält Ehrendoktortitel
Arnold Schwarzenegger hat an der Ulster University in Belfast einen Ehrendoktortitel erhalten - für seine Verdienste um den öffentlichen Dienst, den Umweltschutz und die Künste. Der 78-jährige Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien zeigte sich bei der Verleihung sichtlich bewegt. Er sagte Sky News zufolge, es sei "unglaublich", dass er nun mit diesem Titel ausgezeichnet werde.
Der Besuch hat für Schwarzenegger eine persönliche Bedeutung, die über die Verleihung der Ehrendoktorwürde hinausgeht. Er bezeichnete den Aufenthalt als eine Art 60-jähriges Jubiläum: 1966, damals 19 Jahre alt und noch vor dem Beginn seiner späteren Weltkarriere, reiste er erstmals für ein Bodybuilding-Turnier nach Belfast. Auch ein ikonisches Foto entstand damals, auf dem "Arnie" gleich zwei Frauen gleichzeitig in die Höhe hebt.
Nach Krankheitspause: Céline Dion kündigt Bühnen-Comeback an
Nach einer jahrelangen krankheitsbedingten Konzertpause hat Superstar Céline Dion ein Bühnen-Comeback angekündigt. "Dieses Jahr bekomme ich das schönste Geschenk meines Lebens", sagte die "My Heart Will Go On"-Sängerin an ihrem 58. Geburtstag in einem auf Instagram veröffentlichten Video. "Ich bekomme die Möglichkeit, euch zu sehen und wieder für euch zu performen, ab September in Paris."
Stromausfall legt mehr als 1000 Haushalte in NRW lahm
Mehr als 1000 Haushalte sind in Wuppertal-Barmen von einem stundenlangen Stromausfall betroffen. Das Problem besteht nach Angaben der örtlichen Feuerwehr seit den Mittagsstunden in den Quartieren Loh und Rott. Betroffen sind demnach zwölf Straßen.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bezifferte die Dauer des Stromausfalls in einer Warnmeldung vom Nachmittag mit mindestens sechs Stunden. Zwei Patienten, die mit strombetriebenen Sauerstoffgeräten beatmet werden, wurden nach Angaben der Feuerwehr vorsichtshalber in Krankenhäuser transportiert.
Israelisches Parlament billigt Gesetz zur Todesstrafe für verurteilte "Terroristen"
Das israelische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz zur Todesstrafe für verurteilte "Terroristen" gebilligt. Bei der dritten und abschließenden Lesung stimmten am Montag 62 Knesset-Abgeordnete für das von der rechtsextremen Koalitionspartei Otzma Jehudit eingebrachte Vorhaben, darunter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, 48 sprachen sich dagegen aus. Das Gesetz sieht die Einführung der Todesstrafe für palästinensische Straftäter vor, die Israelis aus "terroristischen" Motiven töten - nicht aber für Israelis, die einen Palästinenser töten.
73 Tote - Bewaffnete richten "Massaker" in Goldmine an
Im Südsudan haben Bewaffnete Regierungsangaben zufolge 73 Menschen in einer Goldmine getötet. Die Gewalttaten nahe der Ortschaft Jebel Iraq im Bundesstaat Central Equatoria seien am Samstag aufgrund eines Streits um den Goldabbau entbrannt, sagte Vizepräsident James Wani Igga. Mindestens 25 weitere Menschen seien bei dem "abscheulichen Massaker" verletzt worden, andere seien geflohen. "Während die Suche nach den Vermissten weitergeht, befürchten wir, dass die Opferzahlen noch steigen könnten", sagte Igga. Welche Gruppe hinter dem Angriff steckt, blieb weiter unklar.
Jahrhundertflut in Russland: Bahnbrücke von Wassermassen eingerissen
Heftige Regenfälle lösen im Süden Russlands eine schwere Flutkatastrophe aus. Straßen und Häuser werden zerstört, Tausende sind ohne Strom und Wasser. Trotz millionenschwerer Investitionen bricht der Hochwasserschutz zusammen.
Streifenhyäne, Schnee-Eule, Riesenotter - Sonderschutz für 40 Tierarten
40 wandernde Tierarten wie Hai, Gepard und Schnee-Eule sollen angesichts wachsender Bedrohungen künftig international strenger geschützt werden. Bei der 15. UN-Konferenz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) in der brasilianischen Stadt Campo Grande nahe dem Pantanal nahmen die Vertragsstaaten weitere Arten in die Schutzanhänge I und II auf. Diese verpflichten die Staaten - je nach Gefährdungsgrad - zu strengen Schutzmaßnahmen oder zu verstärkter internationaler Zusammenarbeit und umfassen nun mehr als 1200 Arten.
Milliarden Tiere wandern jedes Jahr teils über Kontinente und Ozeane hinweg – von Zugvögeln über Meeresschildkröten bis hin zu Walen. Viele dieser Arten sind bedroht. Zu den neu oder stärker geschützten Arten zählen unter anderem Geparden, Streifenhyänen, Schnee-Eulen, Riesenotter sowie mehrere Haiarten wie der Große Hammerhai.
San Cristóbal: Jugendlicher erschießt 13-jährigen Mitschüler
Ein bewaffneter Jugendlicher hat in Argentinien bei einem Angriff auf dem Schulgelände einen Mitschüler erschossen. "Ein 15-Jähriger betritt die Schule mit einer Schrotflinte, [...] verletzt zwei Mitschüler und tötet einen 13-jährigen Jungen", sagte der Gouverneur der Provinz Santa Fe, Maximiliano Pullaro.
Der Angriff ereignete sich am frühen Morgen an einer Schule in der Stadt San Cristóbal im Zentrum des Landes während einer Versammlung zum Hissen der Flagge. Der mutmaßliche Täter, nach Behördenangaben selbst Schüler, hatte die Waffe laut Medienberichten in einem Gitarrenkoffer verborgen in die Schule gebracht und eröffnete dann das Feuer. Zwei weitere Jugendliche wurden verletzt, befinden sich nach Angaben aus dem Umfeld der Behörden jedoch nicht in Lebensgefahr.
Vergewaltigungsprozess gegen Russell Brand verschoben
Der Strafprozess gegen den britischen Komiker Russell Brand wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe ist um vier Monate verschoben worden, wie unter anderem "The Telegraph" berichtet. Ursprünglich sollte der Prozessbeginn am 16. Juni in London beginnen. Bei einer Anhörung, bei der der Angeklagte nicht anwesend war, entschied der zuständige Richter jedoch, den Start auf den 12. Oktober zu verschieben.
Als Begründung führte der Richter an, dass das Gericht bei einem Prozessbeginn Mitte Juni kaum in der Lage wäre, die Verhandlung vollständig abzuschließen, und dass es zudem schwierig wäre, Geschworene zu finden, die über den Beginn der Sommerferien hinaus zur Verfügung stehen. Gleichzeitig verlängerte sich die erwartete Verfahrensdauer erheblich: War ursprünglich von rund fünf Wochen die Rede, rechnet das Gericht nun mit etwa zwei Monaten.
Triebwerk speit Feuer: Airbus A330 muss umkehren
Kurz nach dem nächtlichen Start in Sao Paulo explodiert das linke Triebwerk von Delta-Flug DL104. An Bord der Maschine bricht Unruhe aus, doch der A330 kehrt sicher um. Alle Passagiere bleiben aber unverletzt.
Karlsruhe: Mann stirbt durch Stromschlag auf Güterwaggon
In Baden-Württemberg hat ein 28-Jähriger beim Klettern auf einem abgestellten Güterwaggon einen tödlichen Stromschlag erlitten. Der Mann hatte am Samstag im Bereich des Rangierbahnhofs in Karlsruhe versucht, auf den Waggon zu gelangen, wie die Polizei mitteilte.
Es kam durch den Spannungsüberschlag zu einem Lichtbogen, durch den der 28-Jährige tödlich verletzt wurde. Bei einem Lichtbogen überspringt die Stromspannung die Luft und gelangt durch den Körper zum Boden.
Betrug bei der Führerscheinprüfung - Minikameras und Kopfhörer
Die Täuschungsversuche bei der Führerscheinprüfung werden nach Einschätzung des TÜV-Verbands häufig professionell organisiert. Bundesweit kämen in 36 Prozent der Fälle technische Hilfsmittel wie kaum sichtbare Ohrhörer, Mini-Kameras oder andere versteckte Kommunikationsgeräte zum Einsatz. In weiteren 17 Prozent wurden sogenannte Stellvertreter entdeckt, die die Prüfung für eine andere Person ablegen sollten.
Der TÜV-Verband fordert strengere Maßnahmen bei Betrugsversuchen, wie etwa eine Sperrfrist von neun Monaten bis zum nächsten Prüfungsversuch oder eine medizinisch-psychologische Untersuchung zur Überprüfung der Fahreignung. Zudem sollen rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, um Täuschungsversuche in besonders schweren Fällen, etwa in organisierten Zusammenhängen, künftig als Straftat zu werten, auch für Personen, die dabei Beihilfe leisten.
Oliver Kahn gewährt seltenen Einblick in Eheleben
Oliver Kahn postet auf Instagram normalerweise Throwback-Fotos aus seiner aktiven Zeit oder bezahlte Postings von Sponsoren. Wenn er private Einblicke in sein Leben gibt, ist er meist solo zu sehen. Höchstens ist sein Hund noch mit auf dem Bild. Doch nun hat der ehemalige Weltklassetorwart eine Ausnahme gemacht. Auf seinem Instagram-Kanal postete er ein Foto, das ihn beim Spaziergang mit seiner Frau Svenja zeigt.
Oliver Kahn ist seit 2011 mit der 13 Jahre jüngeren Svenja verheiratet. Kennengelernt hat er das Model, das wie er aus Karlsruhe stammt, zwei Jahre vorher bei einem Fußballspiel seiner ehemaligen Klubs Karlsruher SC und Bayern München. Das Paar hat zwei Kinder, die sie völlig aus der Öffentlichkeit heraushalten. 2011 kam Sohn Julian zur Welt. 2016 folgte eine Tochter, von der nicht einmal der Vorname bekannt ist.
Wildschweine bremsen mutmaßlichen Erpresser aus
Eine Rotte plötzlich die Straße kreuzender Wildschweine hat nahe Michelstadt in Südhessen einen mutmaßlichen Erpresser ausgebremst. Ganoven hätten seit Mitte März versucht, einen Geschäftsmann aus dem Odenwald zu erpressen, wie die Polizei mitteilte. Am späten Sonntagabend sollte dann die Geldübergabe erfolgen.
Im Zuge polizeilicher Maßnahmen konnten Ermittler dann einen zunächst mit seinem Auto flüchtenden Verdächtigen ausmachen und festnehmen. Bei seiner Flucht kollidierte er mit den Wildschweinen und konnte später im Rahmen der Fahndung gefasst werden. Der 33-Jährige verletzte sich bei dem Unfall leicht. Ebenso erhärtete sich den Angaben zufolge der Verdacht gegen einen 18-Jährigen, der ebenfalls vorläufig festgenommen wurde. Beide wurden nach polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen sie wird wegen versuchter Erpressung ermittelt.
Merz treibt Rückführung syrischer Flüchtlinge voran
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) strebt die Rückkehr von 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland an. "In der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre, das ist auch der Wunsch von Präsident Scharaa gewesen, sollen rund 80 Prozent der in Deutschland jetzt sich aufhaltenden Syrerinnen und Syrer zurück in ihr Heimatland kehren", sagte er auf einer Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin.
Kommission: Krankenkassen könnten Milliarden einsparen
Die Expertenkommission für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) schlägt Eingriffe in Milliardenhöhe vor, um steigende Ausgaben zu bremsen und neue Beitragserhöhungen zu vermeiden. Das Gremium legte in Berlin einen Bericht mit 66 Empfehlungen vor, die für nächstes Jahr ein Volumen von bis zu 42 Milliarden Euro ausmachen könnten. Dabei geht es um Maßnahmen bei den Einnahmen und Ausgaben der Kassen.
Das Sparpotenzial liegt damit höher als die für 2027 zu erwartende Finanzlücke von rund 15 Milliarden Euro, wie die Kommission erläuterte. Ein Großteil der Optionen könnte eine Finanzwirkung von 37 Milliarden Euro haben, ohne dabei die Versorgung zu beeinträchtigen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte das Gremium mit zehn Professorinnen und Professoren im vergangenen Herbst eingesetzt.
Zug erfasst Eisenstange und Schottersteine - Polizei warnt vor Sabotage
Eine Regionalbahn hat in einem südlichen Stadtteil von Köln mehrere auf der Bahnstrecke abgelegte Gegenstände erfasst. Darunter waren unter anderem eine Eisenstange, eine Blechplatte und Schottersteine, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Zug fuhr demnach mit etwa 140 Kilometern pro Stunde über die Gegenstände, es sei umgehend eine Schnellbremsung eingeleitet worden. Die rund 150 Fahrgäste blieben bei dem Unfall am Sonntagabend den Angaben nach unverletzt. Bahn und Schienen waren dagegen so stark beschädigt, dass der Zug aus dem Verkehr genommen wurde und die Strecke für mehrere Stunden gesperrt werden musste.
Mehrere Zeugen hätten zur selben Zeit Kinder in der Nähe der Gleise gemeldet, teilte die Bundespolizei weiter mit. Vor Ort hätten die Beamten aber niemanden mehr angetroffen. Immer wieder kommt es zu solch gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr. Die Bundespolizei warnt deshalb vor derart lebensgefährlichen Straftaten. Gleisanlagen seien keine Spielplätze - wer Hindernisse auf die Gleise lege, gefährde Reisende, Bahnmitarbeiter und auch sich selbst.
Experten: Buckelwal steht vor entscheidenden Stunden
Im Kampf um das Leben des in der Wismarer Bucht liegenden Buckelwals gehen Experten von mutmaßlich entscheidenden Stunden aus. Steigende Wasserstände in der Ostsee würden dem Tier am Montagnachmittag nochmals eine bessere Chance geben, sich selbst in Bewegung zu setzen, sagte der wissenschaftliche Chef des Deutschen Meeresmuseums, Burkhard Baschek, bei einer Pressekonferenz in Wismar.
"Es wird ein entscheidender Tag", fügte der federführend an der Rettungsaktion beteilige Experte hinzu. Alle wüssten um den "sehr schlechten Fitnesszustand des Wales", dieser werde von Tag zu Tag schwächer. Baschek verwies auf die deutlich reduzierte Atmung und den schlechten Hautzustand, außerdem habe der Wal Netzreste im Maul.
Container brennen plötzlich - Rauchwolke über Barcelona
Mehrere Container im Hafen von Barcelona fangen Feuer, auch ein in der Nähe befindliches Fahrzeug brennt. Dunkle Rauchwolken steigen über dem Hafen der spanischen Metropole auf. Die Feuerwehr bekommt den Brand unter Kontrolle, die Ursache ist jedoch noch unklar.
Raubüberfall geplant? "Ausbrecherkönig" muss vor Gericht
Der in Frankreich als "Ausbrecherkönig" bekannte Antonio Ferrara muss sich Ende April wegen eines geplanten Raubüberfalls in Deutschland vor einem belgischen Gericht verantwortlichen. Bei einer Anhörung am Strafgericht in Brüssel am Montag, an der auch Ferrara teilnahm, wurde der Prozess für die Zeit vom 20. bis 29. April angesetzt. Zu den Verdächtigen zählen mehrere bekannte Figuren des organisierten Verbrechens.
Ferrara war im Februar 2025 gemeinsam mit acht weiteren Verdächtigen im belgischen Eupen nahe der Grenze zu Deutschland festgenommen worden. Die Ermittler stießen bei Durchsuchungen auf ein Waffenarsenal mit sechs Sturmgewehren, sechs Handfeuerwaffen, Granaten, Sprengstoff und Uniformen. Der belgischen Staatsanwaltschaft zufolge planten die Verdächtigen einen bewaffneten Raubüberfall auf den Tresorraum eines Werttransportunternehmens in Bochum. Es habe so ausgesehen, "als ob der Angriff unmittelbar bevorstehe", sagte der Staatsanwalt Julien Moinil. Der aus Italien stammende Ferrara war in Frankreich wegen mehrerer Raubüberfälle sowie versuchten Mordes mehrfach zu Haftstrafen verurteilt worden. Zwei Mal gelangen ihm Ausbrüche aus dem Gefängnis, der jüngste erinnerte an das Szenario eines Actionfilms: 2003 befreite ihn ein zehnköpfiges Kommando mit Raketenwerfern aus einem Gefängnis im Großraum Paris. Ferrara hatte selbst die Gitter seiner Zelle gesprengt. Während er floh, hielten seine Komplizen die Wachtürme unter Beschuss.
Amok-Fahrer steuert Radlader durch Menge in China
Auf einem Markt im Westen Pekings hat ein Mann mit seinem Radlader mehrere Menschen getötet. Videos zeigen die Tat, Augenzeugen berichten von Toten. Chinesische Behörden geben keine Informationen zu dem Vorfall heraus, viele der Videos sind im Rahmen der Zensur bereits aus dem Internet verschwunden.
Chile will Gedenkstätte für Opfer deutscher Sekte Colonia Dignidad stoppen
Chiles rechtsgerichtete Regierung von Präsident José Antonio Kast will die geplante Enteignung für eine Gedenkstätte auf dem Gelände der früheren deutschen Sekte Colonia Dignidad stoppen. Mit dem Projekt sollte an die Opfer schwerer Verbrechen erinnert werden. Wohnungsbauminister Iván Poduje sagte, die Entscheidung solle rückgängig gemacht werden. Auf der Plattform X begründete er den Schritt am Sonntagabend (Ortszeit) unter anderem mit Unregelmäßigkeiten im bisherigen Verfahren, hinzu kämen "enorme finanzielle Kosten".
Die Colonia Dignidad liegt rund 400 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago de Chile. Der deutsche Laienprediger Paul Schäfer gründete dort 1961 eine abgeschottete Siedlung, in der Mitglieder ausgebeutet, Familien auseinandergerissen und Kinder missbraucht wurden. Während der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet (1973-1990) wurden dort zudem Regimegegner gefoltert und ermordet. 2005 stellte die Regierung die Siedlung unter Zwangsverwaltung. Heute wird das als Villa Baviera bekannte Areal auch touristisch genutzt.
Poduje sagte dem Fernsehsender T13, sein Ministerium habe "keine Befugnisse" und "nicht die Mittel" für die Umsetzung der Pläne. Ideologische Motive wies er in der Zeitung "La Tercera" zurück. Kritiker sehen darin eine politische Entscheidung zulasten der Aufarbeitung.
Mit Mini-Kamera zum Führerschein: Betrug auf Rekordniveau
Versteckte Ohrhörer, Mini-Kameras oder sogar Doppelgänger: Bei der Führerscheinprüfung wird immer raffinierter betrogen. Mehr als 4.200 Täuschungsversuche sind im vergangenen Jahr bei theoretischen Prüfungen registriert worden. Das geht aus den Daten des Tüv-Verbands hervor. Damit bleibt der Prüfungsbetrug nach starken Zuwächsen in den Vorjahren ein Problem, 2023 waren es 3.759 Fälle, 2024 4.198. "Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich der Prüfungsbetrug nach einem starken Anstieg in den Vorjahren auf einem hohen Niveau stabilisiert", sagte Fani Zaneta vom Tüv-Verband. Zugleich gebe es vermutlich ein großes Dunkelfeld, da nur ein Teil der Täuschungen entdeckt werde.
Auffällig ist der Einsatz technischer Hilfsmittel: In mehr als jedem dritten Fall (36 Prozent) kamen etwa Mini-Kameras oder kaum sichtbare Ohrhörer zum Einsatz. Auch Doppelgänger sind keine Seltenheit: In weiteren Fällen legten sogenannte Stellvertreter die Prüfung ab. Insgesamt sei inzwischen gut jeder zweite Betrugsversuch (52 Prozent) professionell organisiert, so der Tüv-Verband.
Gewitter, Schnee, Regen - Osterwoche startet wechselhaft
Ostern rückt näher, doch das Wetter zeigt sich zunächst wenig feierlich. Draußen bleibt es dank des ruppigen Windes ungemütlich. Am Himmel herrscht ein wildes Durcheinander aus Gewitter, Schnee und Regen. Freundlicher wird es erst zur Wochenmitte.
Lastwagen mit 40 Rindern auf A3 verunglückt
Ein mit rund 40 Rindern beladener Lastwagen ist auf der A3 bei Ransbach-Baumbach (Westerwaldkreis) verunglückt. Zunächst wurde die Autobahn Richtung Frankfurt für die Bergung gesperrt, so die Polizei. Es kam zu Staus im Berufsverkehr. Seit etwa 7.30 Uhr sei die Strecke wieder frei befahrbar, hieß es.
Der Transporter war am frühen Morgen aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und in einer Böschung hängen geblieben. Die Tiere waren nach wie vor im Transporter. Ein Mitarbeiter des Veterinäramts untersuchte die Tiere laut Polizei. Je nachdem, wie schwer sie verletzt seien, müssten sie möglicherweise notgeschlachtet werden, sagte der Sprecher. Laut den Verkehrsmeldungen des ADAC staute es sich bereits am frühen Morgen auf etwa zwei Kilometer hinter der Unfallstelle. Autofahrer mussten rund eine Stunde mehr Zeit einplanen.
Trump: US-Militär baut "gewaltigen Komplex" unter neuem Ballsaal des Weißen Hauses
Das US-Militär errichtet nach Angaben von Präsident Donald Trump einen "gewaltigen Komplex" unter dem im Bau befindlichen neuen Ballsaal des Weißen Hauses in Washington. "Er befindet sich im Bau. Wir kommen gut voran. Wir sind vor dem Zeitplan", sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) Journalisten an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. Der Ballsaal werde praktisch zu einer Hülle für den Bereich darunter.
Nähere Angaben zu dem unterirdischen Komplex machte Trump nicht. Informationen zu dem Vorhaben seien überhaupt erst durch eine "dumme Klage" an die Öffentlichkeit gelangt, sagte er. Trump hatte den Ostflügel des Weißen Hauses im Oktober abreißen lassen, um Platz für den Ballsaal zu schaffen. Dieser soll laut Trump Platz für tausend Gäste bieten. Inzwischen gibt der Präsident die Kosten mit 400 Millionen Dollar an - das Doppelte des ursprünglich geplanten Betrages.
Taiwans Oppositionsführerin reist vor Trump-Besuch nach China
Die Vorsitzende von Taiwans größter Oppositionspartei Kuomintang (KMT), Cheng Li-wun, wird nach Angaben ihrer Partei im April nach China reisen. Sie folge damit einer Einladung des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, teilte die KMT mit. Der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge wird Cheng vom 7. bis 12. April unter anderem Peking, Shanghai und die östliche Provinz Jiangsu besuchen. Cheng habe die Einladung gerne angenommen und hoffe auf eine friedliche Entwicklung der Beziehungen sowie eine Stärkung der Kooperation, hieß es weiter.
Cheng war im Oktober zur KMT-Vorsitzenden gewählt worden und strebt noch engere Beziehungen zu Peking an als ihr Vorgänger Eric Chu. Die Reise findet rund einen Monat vor dem geplanten Besuch von US-Präsident Donald Trump in der Volksrepublik statt. Sein Treffen mit Xi war wegen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran von Anfang April verschoben worden.
Buckelwal liegt noch immer vor Wismar im Wasser
Der an der Ostseeküste gestrandete Buckelwal hat sich nicht befreien können. Das Tier liege noch immer in der Bucht vor Wismar, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar. "Ja, der ist noch da. Die Situation ist noch so wie gestern." Das Tier habe sich nicht von der Stelle bewegt. Gleichzeitig gebe es nun weniger Wasser als am Sonntag. Das mache die Lage ein bisschen schwieriger.
Wie es nun weitergeht, konnte der Sprecher nicht sagen. Das müssten die Experten entscheiden, wenn sie sich ein Bild von der Lage gemacht haben. Der Buckelwal war in der vergangenen Woche zunächst auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand gestrandet. Von dort wurde er befreit. Wenig später setzte er vor Wismar erneut auf, schwamm sich kurz frei und setzte dann wieder fest. Der Gesundheitszustand des 12 bis 15 Meter langen Wals ist den Experten zufolge nicht gut.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
zum Wochenstart blicken wir unter anderem nach Berlin, wo Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa empfangen. In den Gesprächen dürfte es unter anderem um die Rückführung syrischer Flüchtlinge und den Wiederaufbau des im jahrelangen Bürgerkrieg schwer zerstörten Landes gehen. Der Besuch wird von Protesten begleitet.
Unterdessen steht US-Präsident Donald Trump an einem Scheideweg. Er muss entscheiden, ob die USA mit Bodentruppen im Iran eingreifen werden. Alle Entwicklungen können Sie in unserem Iran-Ticker verfolgen.
Das hält der Tag außerdem noch für uns bereit:
Um 14.00 Uhr legt das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zur Inflation im März vor. Der Iran-Krieg treibt nicht nur die Öl- und Gaspreise nach oben, sondern wird nach Einschätzung von Ökonomen die Teuerung insgesamt anschwellen lassen - zumindest vorübergehend.
Eine Expertenkommission legt erste Empfehlungen für eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen vor.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder besucht die USA.
In Frankreich wird im Prozess gegen den Kapitän des der russischen Schattenflotte zugerechneten Tankers "Boracay" ein Urteil erwartet.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bestreitet ab 20.45 Uhr in Stuttgart gegen Ghana einen weiteren WM-Test.
Mein Name ist Anne Renzenbrink und begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!
US-Kampfjets fangen Flugzeug über Trumps Anwesen ab
Ein ziviles Flugzeug ist in die Flugverbotszone rund um US-Präsident Donald Trumps Anwesen im Bundesstaat Florida eingedrungen und von Kampfjets abgefangen worden. Kampfflugzeuge vom Typ F-16 seien aufgestiegen, hätten Leuchtraketen abgefeuert und die Maschine letztlich sicher aus dem gesperrten Luftraum eskortiert, teilte das für die Luftabwehr zuständige Militärkommando (Norad) mit.
Bei dem Einsatz der Leuchtraketen - bisweilen auch Täuschkörper genannt - sei es darum gegangen, die Aufmerksamkeit des zivilen Piloten zu bekommen oder mit ihm zu kommunizieren, erklärte Norad. Die Raketen verbrennen demnach komplett und stellen keine Gefahr für Menschen am Boden dar. Das US-Militär macht keine Angaben dazu, wie viele Kampfjets an dem Einsatz beteiligt waren. Auch blieb unklar, um welche Art ziviles Flugzeug es sich bei dem Eindringling handelte.
Einbrecher stehlen Gemälde von Renoir, Cézanne und Matisse aus Museum
Maskierte Einbrecher haben aus einem Museum in Norditalien Gemälde von Renoir, Cézanne und Matisse gestohlen. Vier Diebe drangen in der Nacht zum 23. März in das Museum der Stiftung Magnani Rocca in Traversetolo bei Parma ein und entkamen mit den Kunstwerken, wie ein Polizeisprecher am Sonntag bestätigte. Demnach brachen sie die Eingangstür auf und flohen später durch den Park des Museums.
Die Täter hätten ihren Diebeszug "in weniger als drei Minuten begangen, ohne zu improvisieren, strukturiert und organisiert", erklärte ein Museumssprecher dem Fernsehsender SkyTG24. Weil die Alarmanlage losgegangen und sehr schnell Sicherheitsleute sowie die Polizei eingetroffen seien, hätten die Diebe jedoch schon nach kurzer Zeit flüchten müssen. Laut italienischen Medienberichten handelt es sich bei den gestohlenen Gemälden um das Bild "Die Fische" von Auguste Renoir, "Stillleben mit Kirschen" von Paul Cézanne und "Odaliske auf der Terrasse" von Henri Matisse.