Das war Dienstag, der 2. Oktober 2018
Liebe Leserinnen und Leser,
auch heute gab es einen tragischen Todesfall zu vermelden. Graciano Rocchigiani ist tot. Der ehemalige Weltmeister im Supermittelgewicht und im Halbschwergewicht starb mit 54 Jahren bei einem Autounfall in Italien.
Und das war heute sonst noch wichtig:
Worauf genau haben sich die Spitzen von Union und SPD in der Diesel-Frage geeinigt? Am Tag nach dem Koalitionstreffen stellen Verkehrsminister Scheuer und Umweltministerin Schulze Details vor. Angebote soll es demnach nicht für alle Diesel-Fahrer geben.
Nach längerem Ringen trennt sich Volkswagen von Rupert Stadler. Der Audi-Chef sitzt seit Juli in Untersuchungshaft. Nun verlässt er seinen Posten, da er sich auf seine "Verteidigung konzentrieren wolle", so der Konzern.
Die US-Amerikaner diskutieren über den Richterkandidaten Kavanaugh - hat er eine Frau sexuell belästigt oder gar versucht, sie zu vergewaltigen? Nun meldet sich ein früherer Studienfreund zu Wort. Was er sagt, dürfte Kavanaugh nicht gefallen.
Fähre aus Kiel mit 335 Menschen an Bord muss einen Notruf absetzen. Das litauische Militär berichtet von einer Explosion - doch die Reederei dementiert. Es handele sich um eine technische Panne. Verletzte gibt es nicht.
BMW bringt seit Langem wieder eine echte Weltpremiere auf eine Automesse. In Paris präsentieren die Münchner ihren neuen 3er. Nach sechs Jahren zeigt sich das Volumenmodell im neuen Kleid und zieht auch technisch mit der Konkurrenz gleich.
Ist sie es oder ist sie es nicht - "die schönste Frau der Welt"? Helene Fischers Anhänger sind sich ganz sicher und platzieren unter ihrem neuesten Instagram-Post die vollmundigsten Komplimente.
Am Tag der Deutschen Einheit pausiert "Der Tag". Am Donnerstag sind wir in alter Frische wieder für Sie da. Genießen Sie den Feiertag und bleiben Sie uns treu. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.
Alexander Gerst übernimmt Kommando auf der ISS
Auf der Internationalen Raumstation ISS schreibt der deutsche Astronaut Alexander Gerst am Mittwoch ein neues Kapitel europäischer Raumfahrtgeschichte: Als erster Deutscher und zweiter Europäer übernimmt der 42-Jährige das Kommando der ISS. Damit beginnt der zweite Teil von Gersts sechsmonatiger Mission auf der Raumstation - im Dezember wird der Raumfahrer der europäischen Weltraumagentur ESA wieder zur Erde zurückkehren.
Thema Missbrauchsvorwürfe: Trump bangt um US-Männer
US-Präsident Donald Trump hofft auf eine Bestätigung Brett Kavanaughs für einen Richterposten im Obersten Gericht durch den Senat. Die Situation in der sich sein Wunschkandidat befindet, beneidet er aber nicht. Angesichts der Missbrauchsvorwürfe gegen den Supreme-Court-Kandidaten sieht US-Präsident Donald Trump junge Männer in den USA generell gefährdet.
"Es ist eine beängstigende Zeit für junge Männer in Amerika", sagte Trump im Weißen Haus. "Man kann angeklagt werden, bevor man seine Unschuld bewiesen hat." Auf die Frage nach einer Botschaft an junge Frauen, sagte der Präsident: "Frauen geht es sehr gut."
Die Ermittler der Bundespolizei untersuchen derzeit Vorwürfe gegen Kavanaugh wegen sexueller Übergriffe, die auf seine High-School- und Studienzeit in den 1980er Jahren zurückgehen. Eine Frau wirft Kavanaugh versuchte Vergewaltigung vor. Er bestreitet die Vorwürfe.
Ratten kosten Stuttgarts Uni-Bibliothek 200.000 Euro
Die Universitätsbibliothek Stuttgart hat ein Rattenproblem, das nun teuer wird. Die Nager haben sich durch über 8000 Bücher gefressen und einen Schaden von 200.000 Euro verursacht.
"Etwa 200 Regalmeter Bücherregale waren so stark mit Rattenkot verseucht, dass sie entsorgt und ersetzt werden mussten", heißt es in einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung".
Mittlerweile haben Kammerjäger das Problem im Griff. Alle mögliche Zugänge für die Tiere wurde nach Angaben der Universität verschlossen.
Mann zersägt Schuppen des Nachbarn - vier Monate Haft
Wenn "Do it yourself" nach hinten losgeht: Der ehemalige Fondsmanager Arne Vigeland hatte im Jahr 2010 ein Grundstück auf der Insel Nesoya 19 Kilometer südwestlich von Oslo gekauft. Im Laufe der Zeit staute sich bei ihm der Ärger über einen jahrzehntealten Schuppen seiner Nachbarn auf, der auf sein Grundstück ragte. Als seine Nachbarn im Jahr 2014 verreist waren, griff er zur Säge und teilte das Gebäude in zwei Teile. Für die Aktion muss er nun ein Haftstrafe antreten.
Ein Berufungsgericht in Oslo befand den ehemaligen Fondsmanager Arne Vigeland der Sachbeschädigung schuldig und verschärfte die in erster Instanz verhängte Strafe sogar noch. Vier Monate Haft - dazu muss der 44-Jährige muss umgerechnet 81.000 Euro Entschädigung zahlen sowie Gerichts- und Versicherungskosten übernehmen.
Kurdischer Politiker Saleh ist Iraks neuer Staatschef
Der gemäßigte kurdische Politiker Barham Saleh ist Iraks neuer Präsident. Das Parlament in Bagdad wählte den 58-Jährigen mit 219 zu 22 Stimmen zum Staatschef. Der Posten ist im Irak traditionell einem Kurden vorbehalten, deutlich mehr Einfluss auf die Politik des Landes hat allerdings der Regierungschef.
Jüngster Facebook-Hackerangriff betrifft Millionen Europäer
Der letzte Hackerangriff auf Facebook betraf 50 Millionen konnten weltweit. Nun ist auch klar wie viele davon zu Europäern zählen.
Nach ersten Erkenntnissen sind es fünf Millionen Konten, sagte EU-Justizkommissarin Vera Jourova in Luxemburg. Sie mahnte das US-Unternehmen an, mehr für die Sicherheit der Daten seiner Nutzer zu tun.
Am Freitag hatte Facebook mitgeteilt, dass eine groß angelegte Hackerattacke auf das soziale Netzwerk verübt worden sei. Das Problem sei am Dienstag entdeckt und am Donnerstagabend behoben worden, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg.
Die Videos des Tages
Hirnhautentzündung - Berliner Clubbesucher gefährdet
Nach dem Besuch des bekannten KitKatClubs in Berlin ist ein Gast an einer bakteriellen Hirnhautentzündung erkrankt. Nach ersten Erkenntnissen kam es in dem Techno-Club zur Ansteckung mit der Meningokokken-Meningitis.
Menschen, die den Club am Samstag besucht hatten, sollten sich "unverzüglich vorbeugend behandeln" lassen. "Bitte suchen Sie sofort ihre Hausärztin, ihren Hausarzt oder die Rettungsstelle eines Krankenhauses auf", teilte das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf mit.
Die Ansteckung erfolge über Flüssigkeiten aus dem Mund- und Rachenraum. "In der Regel ist dazu ein sehr enger Kontakt nötig. Die vorbeugende Behandlung besteht üblicherweise aus der Einnahme eines Antibiotikums", hieß es.
Symptome seien starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost, Schwindel und Nackensteifigkeit. Innerhalb weniger Stunden könne sich ein lebensbedrohliches Krankheitsbild entwickeln.
Päckchen mit Gift beim Pentagon eingegangen
Beim Pentagon in Washington ist ein eingegangenes Päckchen positiv auf das Gift Rizin getestet worden. Die Poststelle des US-Verteidigungsministeriums befindet sich in einem gesonderten Gebäude nahe dem bekannten fünfeckigen Bau.
Das FBI und die Pentagon Force Protection haben weitere Untersuchungen eingeleitet. Rizin ist ein hochgiftiges Gemisch, das aus dem Rizinussamen gewonnen wird. Es wurde bereits bei mehreren terroristischen Attacken verwendet.
Polizei warnt vor Betrugsmasche "Formularfalle"
Im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg erhalten derzeit viele Unternehmen Faxe von unbekannten Betrügern.
Die Faxe erwecken den Eindruck, dass es sich um behördliche Schreiben handelt. Darin würden Empfänger aufgefordert, ein Formular zu unterschreiben und 498 Euro zu zahlen. Aufgrund der dreijährigen Laufzeit der Verträge könnten allerdings Kosten von insgesamt 1494 Euro entstehen.
Die Polizei empfiehlt, das Formular auf keinen Fall zu unterschreiben. Die behauptete gesetzliche Pflicht dazu bestehe nicht. Es handele sich offenkundig um eine "Formularfalle".
Prozess gegen Nürburgring-Geschäftsmann geht doch weiter
Das eingestellte Strafverfahren gegen einen einstigen Nürburgring-Finanzvermittler muss wieder aufgerollt werden.
Neun Jahre nach der spektakulär gescheiterten Finanzierung für den zu groß geratenen Freizeitpark an der Rennstrecke in der Eifel hat das Oberlandesgericht Koblenz nun die Neuauflage beschlossen.
Das Landgericht Mainz hatte im Mai 2018 die Einstellung des Verfahrens beschlossen, weil es zu den zwei angeklagten mutmaßlichen Urkundenfälschungen im Ausland gekommen sei. Dort greife deutsches Recht nicht.
Dabei ging es um zwei ungedeckte Schecks über 99 Millionen Dollar. Der Prozess platzte am sechsten Verhandlungstag, weil die Beweislage laut Gericht zu dünn war und erst ein Schlüsselzeuge in den USA vernommen werden sollte. Für den neuen Ring-Vergnügungspark mit Kosten von rund 330 Millionen Euro musste einst das Land Rheinland-Pfalz mit Steuergeld einspringen.
Polizei eskortiert acht Schwäne bei Spaziergang zum Fluss
Ungewöhnlicher Geleitschutz: Die Polizei hat eine Schwanenfamilie in Göttingen auf ihrem Weg zum Fluss Leine begleitet. Die beiden ausgewachsenen Schwäne und ihre sechs Kleinen waren einer Passantin aufgefallen, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin rief sie am Vormittag die Beamten zur Hilfe.
Diese beobachteten die Schwanen-Familie dann bei ihrem Ausflug. "Selbstbewusst trottete die stolze Familie gemächlichen Schrittes weiter über die Godehardtstraße", beschrieben sie den Einsatz. Vierzig Minuten später glitten die Schwäne dann elegant ins Wasser.
Johnson attackiert Mays Brexit-Plan
Ja, Großbritanniens Ex-Außenminister Boris Johnson ist kein Anhänger der neuen Brexit-Pläne seiner ehemaligen Chefin Theresa May. Auf dem Parteitag der Konservativen hat er sie daher auch wieder verbal scharf attackiert.
Mays Strategie sei "gefährlich und unbeständig", sagte Johnson in Birmingham. Der Plan der Regierungschefin bedeute eine "politische Demütigung".
"Dies ist nicht das, wofür wir gestimmt haben. Das ist eine Schande", sagte Johnson. Seine 35-minütige Rede, die von Witzen und bissigen Kommentaren durchsetzt war, wurde mehrmals von Lachern und Jubelrufen aus den Reihen der Delegierten unterbrochen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Dschihadistennetzwerk in 17 Gefängnissen ausgehoben
Spanische Behörden haben ein Netzwerk zur Rekrutierung und Radikalisierung von Dschihadisten in 17 Gefängnissen des Landes ausgehoben. Wie das Innenministerium in Madrid mitteilte, identifizierte die Guardia Civil in den Haftanstalten 25 mutmaßliche Sympathisanten der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat.
Das Netzwerk soll keinen "konkreten Attentatsplan" gehabt haben. Seine Mitglieder hätten Streit mit dem Gefängnispersonal gesucht. Bei einigen Gefangenen steht in den kommenden Wochen die Haftentlassung an. Die Justiz muss nun entscheiden, ob sie auf freien Fuß kommen oder im Gefängnis bleiben müssen.
Für Aquarien - Deutscher stiehlt Meerwasser in Italien
Gestern haben Diebe einen ganzen Weinberg illegal abgeerntet, heute sind es tausende Liter Meerwasser. Ein Deutscher hat sie in Italien entwendet. Damit wollte er Aquarien in Deutschland befüllen, teilte die Polizei in Triest mit. Der 48-Jährige war vergangene Woche mit einem Laster mit 24 Zisternen, die insgesamt 24.000 Liter fassen konnten, in der Hafenstadt vorgefahren.
Ein Bürger hatte den Mann beim Abpumpen beobachtet und die Polizei alarmiert. Die forderte den Deutschen auf, das Wasser wieder ins Meer zu kippen. Der Mann bekam eine Strafe von 1549 Euro.
Rapper Kollegah gibt sich nach Echo-Skandal reumütig
Zusammen mit Farid Bang sorgte Rapper Kollegah bei der diesjährigen Echo-Preisverleihung für einen Eklat. Auf dem ausgezeichneten Album "Jung, brutal, gutaussehend 3" befanden sich Textzeilen, die als antisemitisch eingestuft wurden.
Nach der heftigen Kritik setzt sich Kollegah mit der Kunstform "Battle-Rap" deutlich intensiver auseinander. Unter anderem besuchte er im Juni dieses Jahres das KZ Auschwitz in Polen. Ihm sei dadurch bewusst geworden, dass die Zeilen "verletzend" waren. "Der Besuch in Auschwitz hat mich sehr verändert", erklärt der Musiker dem "Stern".
Die Wortspielereien in den Songs seien es nicht wert, "wenn damit Menschen oder Gefühle beleidigt werden". Und auch die Begriffe "Auschwitz" und "Holocaust" werde er in seinen Songs nie mehr benutzen.
Ramelow: Ostdeutsche werden fast täglich verletzt
Kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit klagt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow über den Umgang der Deutschen miteinander. Dieser ist nach Ansicht des Linken-Politikers bis heute "oftmals verheerend". "Auf der emotionalen Seite erleben die Menschen im Osten nahezu täglich Verletzungen." Diese machten immer wieder die Erfahrung, sich "für alles" rechtfertigen zu müssen, sagte Ramelow den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Die Menschen im Osten würden länger arbeiten, weniger Lohn erhalten und müssten sich dann noch anhören, sie seien "undankbar". "Es geht aber nicht um Dankbarkeit, sondern um Respekt", so Ramelow.
Feuer auf Ostseefähre - 335 Menschen an Bord
Nach einer vermeintlichen Explosion im Maschinenraum ist auf einer Fähre in der Ostsee ein Feuer ausgebrochen. An Bord befinden sich 335 Menschen. Die Fähre fährt unter litauischer Flagge und befindet sich derzeit vor der Küste der russischen Stadt Kaliningrad. Gestartet war die Fähre von Kiel aus.
450.000 Euro veruntreut - Kassiererin verurteilt
Weil sie mehr als 450.000 Euro veruntreut hat, hat das Landgericht Lübeck eine Kassiererin zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die 59-Jährige hatte gestanden, zwischen Mai 2009 und März 2014 mit 1100 fingierten Gutschriften Geld aus der Kasse eines Autozubehörhandels entnommen zu haben.
Die Frau sagte vor Gericht aus, dass sie nach dem Tod ihres Ehemannes hohe Schulden gehabt und sich nicht anders zu helfen gewusst habe.
Schichtwechsel
Meine Kollegin Franziska Türk hat sich in den Feierabend verabschiedet, "Der Tag" wird natürlich fortgesetzt. Bei Fragen und Anregungen können Sie sich nun an mich wenden. Mein Name ist Michael Bauer und bis zum späten Abend werde ich Sie mit Nachrichten aller Art versorgen.
Über den Autor
EuGH: Ermittler dürfen auch bei Diebstahl an Handydaten
Auch bei weniger schweren Straftaten wie Taschendiebstahl dürfen Behörden laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs in bestimmten Fällen auf persönliche Handydaten zugreifen - sofern das nicht zu einer starken Beeinträchtigung des Privatlebens der Betroffenen führt. Das entschieden die Richter in Luxemburg.
Hintergrund ist der Raub einer Brieftasche in Spanien. Um den Dieb zu ermitteln, hatte die Polizei dort den Zugang zu den Identifikationsdaten jener Menschen beantragt, die in den zwölf Tagen nach dem Raub mit dem gestohlenen Handy angerufen worden waren.
Eltern vergessen Fünfjährige am Flughafen
Ein allein und orientierungslos umherirrendes Mädchen hat am Stuttgarter Flughafen für Aufregung gesorgt. Trotz mehrerer Durchsagen konnten seine Eltern zunächst nicht wiedergefunden werden, sodass es ins Revier des Flughafens in Leinfelden-Echterdingen gebracht wurde.
Dort rief dann auch wenig später die Mutter an: Die Familie war demnach aus dem Urlaub zurückgekehrt und hatte die restliche Heimreise mit zwei Fahrzeugen angetreten. Laut Polizei gingen wohl beide Elternteile davon aus, dass die Tochter im Wagen des anderen saß. Die Fünfjährige wurde letztlich wohlbehalten vom Vater abgeholt.
Paul McCartney radelt durch Hochzeitsfotoshooting
An ihren sprichwörtlich schönsten Tag im Leben werden sich Jen Roscoe und Steve Gregg aus Kanada wohl sowieso ewig erinnern. Beatles-Legende Paul McCartney hat die Hochzeit des frisch vermählten Paars aus Winnipeg aber noch ein Stückchen unvergesslicher gemacht. Er radelte mit seinem Fahrrad unbeabsichtigt durch das Fotoshooting des Brautpaars, berichtet der Sender CBS Manitoba.
McCartney hatte am Tag zuvor ein Konzert in Winnipeg gegeben und wollte die Stadt erkunden, als er auf das Brautpaar traf. "McCartney schüttelte unsere Hände, gratulierte, machte ein paar schnelle Fotos mit uns und dann war er auch schon wieder weg", so der überraschte Bräutigam. "Natürlich war er danach das Gesprächsthema des Tages."
Fall Maria - 57-Jähriger nach Deutschland ausgeliefert
Fünf Jahre lang waren Maria H. aus Freiburg und ihre 40 Jahre ältere Internetbekanntschaft verschwunden. Doch nachdem die mittlerweile 18-Jährige vor wenigen Wochen wieder zurück nach Hause kam, konnte auch ihr Begleiter in Italien festgenommen werden.
Nun ist der aus Nordrhein-Westfalen stammende Mann nach Deutschland ausgeliefert worden, wo er in den kommenden Tagen befragt wird. Er war jahrelang international wegen Kindesentzugs und sexuellen Missbrauchs gesucht worden. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.
Physik-Nobelpreis geht an drei Laserphysiker
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an Arthur Ashkin aus den USA sowie an Gérard Mourou aus Frankreich und Donna Strickland aus Kanada. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaft zeichnete die Wissenschaftler für ihre bahnbrechenden Erfindungen im Bereich der Laserphysik aus. Mehr dazu lesen Sie hier.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Säureopfer bekommt 250.000 Euro Schmerzensgeld
Das Säureopfer Vanessa Münstermann hat 250.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen bekommen. Das entschied das Landgericht Hannover. Anfang 2016 war die damals 27 Jahre alte Kosmetikerin von ihrem Ex-Freund mit Schwefelsäure übergossen worden. Ihre linke Gesichtshälfte wurde zerstört. Der jetzt 35 Jahre alte Täter war bereits zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Mehr zu dem Fall lesen Sie hier.
"Wurstkartell": Wursthersteller muss Millionen zahlen
Im Verfahren um das sogenannte Wurstkartell hat das Oberlandesgericht Düsseldorf den westfälischen Wursthersteller Wiltmann zu einer Geldbuße von 6,5 Millionen Euro verurteilt. Das Unternehmen habe zwölf Jahren lang mit rund 20 anderen Herstellern Preiserhöhungen abgestimmt, sagte der Vorsitzende des 6. Kartellsenats. Wiltmann ist einer von 22 Herstellern, gegen die das Bundeskartellamt 2014 Geldbußen in Höhe von insgesamt 338 Millionen Euro verhängt hatte.
In der Staatskasse kam jedoch nur weniger als ein Drittel der Summe an - einige Firmen hatten ein Schlupfloch gefunden, die sogenannte Wurstlücke. Sie lösten die von Geldbußen betroffenen Tochterfirmen auf und kamen als Mutterkonzern ungeschoren davon. Während Wiltman Einspruch gegen die Buße eingelegt hatte, akzeptieren andere Firmen die Bußgelder oder erreichten eine Einstellung des Verfahrens.
Hamburger Polizei rettet Pony aus Pool
Der Ausflug eines Ponys in Hamburg endete nasskalt in einem Pool: Das Tier war bereits am Freitag mit sechs anderen Pferden aus einer Koppel ausgebrochen und schließlich durch eine Plane in den Pool im Garten eines Einfamilienhauses gefallen. Dort stand es dann bis zum Hals im Wasser.
Um das Pony aus seiner misslichen Lage zu befreien, pumpte die herbeigerufene Feuerwehr einen Teil des Wassers ab und führte das Tier schließlich über eine eigens errichtet Treppe aus dem Becken. Auch die anderen ausgebüxten Pferde konnten eingefangen werden.
Drei britische Minister wohl für neues Brexit-Referendum
Nicht nur viele Briten wünschen sich ein zweites Brexit-Referendum. Auch mehrere Regierungsminister wollen angeblich mit einer zweiten Abstimmung den endgültigen Brexit verhindern. Das sagte der konservative Abgeordnete Phillip Lee laut "Spiegel" am Rande des Parteitags der konservativen Torries.
"Ich vermute, dass es eine beträchtliche Anzahl von Kollegen gibt, die das Argument für ein zweites Referendum sehen können. Ich kenne drei Minister, die das tun", sagte er demnach. Um welche Minister es sich dabei handelt, sagte er aber nicht.
Liebespaar nimmt Taxi - Ehemann sitzt am Steuer
Das ist richtig dumm gelaufen: Im kolumbianischen Santa Marta wollte sich ein Pärchen, das seit über einem Jahr heimlich eine Affäre laufen hatte, mit einem Taxi zu einem Hotel fahren lassen. Also bestellten sich die beiden ein Uber - und bekamen einen Riesenschreck, als sie auf der Rückbank Platz genommen hatten. Denn am Steuer saß kein geringerer als der Ehemann der Frau.
Die wusste offenbar nicht, dass ihr Mann mit dem Uber-Account eines Freundes Fahrten übernimmt. Nachdem sich die drei erkannt hatten, soll es lokalen Medienberichten zufolge eine Schlägerei zwischen Ehemann und Affäre gegeben haben. Andere Medien, die "Newsweek" zitiert schreiben, das Liebespaar sei vor der Wut des Ehemannes geflüchtet. Eines ist aber sicher: die Affäre hat ein Nachspiel, zumindest für den Freund des Ehemannes. Weil es Uber-Fahrern verboten ist, andere unter ihrem Account fahren zu lassen, verliert dieser nun seine Lizenz.
Zahl der Tsunami-Toten steigt auf über 1200
Das Ausmaß der Katastrophe durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami in Indonesien wird erst nach und nach sichtbar. Die Zahl der Todesopfer steigt immer weiter; die Nationale Katastrophenbehörde spricht nun von mindestens 1234 Toten. Unter den Trümmern von Häusern und im Schlamm werden aber noch viele weitere Todesopfer vermutet.
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Bären töten Minenarbeiter in Alaska
In einer Silbermine in Alaska haben eine Bärin und zwei Jungtiere einen 18-jährigen Arbeiter zerfleischt. Die Attacke soll sich am Morgen an der Mine Greens Creek auf der Insel Admiralty im Südosten des US-Staates ereignet haben. Dort werden Silber, Zink, Blei und Gold gefördert.
Die Angreifer wurden laut des TV-Senders KTUU getötet. "Bären sind regelmäßige Besucher der Mine", zitiert der Sender einen Unternehmenssprecher von Hecla Greens Creek. "Doch dies war das erste Mal seit Öffnung der Mine vor fast 30 Jahren, dass eine Begegnung mit einem Bären in eine Verletzung irgendwelcher Art mündete."
Schlagzeilen am Morgen
Anti-Terror-Einsatz in Nordfrankreich
Rund 200 Polizisten haben im Kampf gegen den Terrorismus in Nordfrankreich eine religiöse Vereinigung und die Wohnorte von mehreren Verantwortlichen durchsucht. Sie werden verdächtigt, terroristische Organisationen unterstützt zu haben.
Ob bei der Polizeiaktion in Grande-Synthe in der Nähe des Ärmelkanals Menschen festgenommen wurden, ist noch unklar. Fast 250 Menschen kamen in Frankreich in den vergangenen Jahren durch islamistischen Terror ums Leben.
Zwischenfall mit Kriegsschiffen aus den USA und China
Im Südchinesischen Meer hat sich ein Zwischenfall zwischen einem US-Kriegsschiff und einem Kriegsschiff der chinesischen Marine ereignet. Der chinesische Zerstörer habe sich dem US-Zerstörer "USS Decatur" mit "zunehmend aggressiven Manövern" bis auf 45 Meter genähert, erklärte ein Sprecher der US-Marine. Die "USS Decatur" habe ihren Kurs ändern müssen, um eine Kollision zu verhindern.
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34 tote Bibelschüler nach Tsunami entdeckt
Nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Indonesien haben Helfer eine weitere grausige Entdeckung gemacht: In den Trümmern einer zerstörten Kirche auf der Insel Sulawesi wurden 34 tote Bibelschüler gefunden. Die Opferzahl könnte noch steigen, weil zunächst 86 Bibelschüler als vermisst gemeldet wurden, sagte eine Sprecherin des indonesischen Roten Kreuzes.
Die Bibelschüler kamen im Jonooge Church Training Centre im bergigen Bezirk Sigi Biromaru südöstlich der Stadt Palu ums Leben. Die Kirche wurde nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag von einer Schlammlawine verschüttet.
Hitlergruß und Messer-Angriff auf Journalisten
Ein Reporter des "Naumburger Tageblatts" ("NT") ist laut der Zeitung von Jugendlichen mit einem Messer attackiert worden. Der Journalist habe in Naumburg in Sachsen-Anhalt gerade in sein Auto steigen wollen, als die drei Jugendlichen ihm den Stinkefinger gezeigt und in Richtung seines Autos gespuckt hätten.
Als der Mann die Jugendlichen zur Rede stellen wollte, zeigte einer von ihnen laut "NT" den Hitlergruß, der andere stieß dem Reporter ein Messer in den Bauch. Der Journalist liegt demnach im Krankenhaus, Organe wurden durch den Messerstich jedoch nicht getroffen. Die Polizei ermittelt gegen die Jugendlichen.
Studienfreund wirft Kavanaugh Alkohol-Lüge vor
Wie groß ist das Alkoholproblem des umstrittenen US-Richterkandidaten Brett Kavanaugh? Ein früherer Studienfreund hat diesem nun vorgeworfen, vor dem Senat über seinen früheren Alkoholkonsum gelogen zu haben. Kavanaugh habe "nicht die Wahrheit gesagt, als er die Möglichkeit leugnete, dass er jemals vom Trinken einen Blackout hatte und als er das Ausmaß und die Häufigkeit seines Trinkens heruntergespielt hat", sagte Chad Ludington.
Bereits am Sonntag hatte der heutige Professor an der North Carolina State University dem Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht vorgeworfen, betrunken "kampflustig und aggressiv" gewesen zu sein.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,
in der Nacht hat die Regierung Kompromisse in zwei ihrer großen Streitfragen gefunden: Union und SPD haben sich auf ein Einwanderungsgesetz geeinigt, das dem Fachkräftemangel entgegenwirken soll. Und sie haben im Diesel-Streit einen Maßnahmen-Katalog erarbeitet, um Fahrverbote zu verhindern. Beides wird uns sicher auch noch heute beschäftigen. Ansonsten stehen diese Themen auf der Agenda:
Ex-Außenminister Johnson will mit einer Rede vor Anhängern am Rande des Parteitags der britischen Konservativen die Brexit-Pläne von Premierministerin May attackieren.
Nach dem Nobelpreis für Medizin wird heute der Nobelpreis für Physik vergeben.
Wir schauen weiter auf die Entwicklungen nach der Festnahme von sieben mutmaßlichen Rechtsterroristen aus der Chemnitzer Szene.
Im Kabinett geht es unter anderem um die Fortsetzung der Bundeswehr-Beteiligung an der Bekämpfung des IS und der Stabilisierung des Iraks.
Das Oberlandesgericht Düsseldorf verkündet das Urteil im sogenannten Wurstkartellprozess gegen den Wursthersteller Wiltmann.
Die Volkswagen-Aufsichtsräte setzen ihre Gespräche über die Zukunft von Audi-Chef Stadler fort.
Sollen Ermittler auch bei Straftaten wie Raub Zugriff auf Handy-Verbindungen bekommen? Das klärt heute der Europäische Gerichtshof.
Mexiko gedenkt mit einem Marsch der bis zu 300 Toten des Tlatelolco-Massakers gegen Studenten vor 50 Jahren.
Ein Säure-Opfer hat den Täter auf 250.000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Dazu wird heute ein Urteil erwartet.
Damit starten wir in diesen windigen, kalten und regnerischen Dienstag. Bei Fragen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an franziska.tuerk@nachrichtenmanufaktur.de.
Tief "Jessika" bringt Schmuddelwetter
Nach dem launischen Wochenstart gestern klopft heute bereits das nächste Tief an. "Jessika" rauscht durch und bringt neben vielen Wolken auch einen starken bis stürmischen Wind mit, besonders im Norden und Osten unseres Landes. Bereits am Vormittag breiten sich von der Eifel bis rauf nach Schleswig-Holstein Regenwolken aus. Ansonsten beginnt der Tag zunächst noch mehrheitlich trocken. Höchstens in Richtung Alpen ist es wolkiger und es regnet etwas. Oberhalb von rund 800 Metern fällt Schnee. Später ist es dafür im Süden Bayerns öfter trocken. Von der Nordsee her klingt der Regen ebenfalls ab. Im großen Rest geht es hingegen überwiegend trüb und nass durch die zweite Tageshälfte. Also: den Regenschirm oder die Regenjacke heute besser nicht vergessen.
Die Temperaturen halten sich auf der eher unterkühlten Seite bei 7 Grad am Erzgebirge und 10 Grad in Brandenburg und Sachsen sowie an den Alpen und in der Eifel. Am mildesten wird es noch am Rhein bei bis zu 15 Grad. Dabei sind an der Küste und auf den Gipfeln vom Harz bis runter ans Erzgebirge Sturmböen drin. Die weiteren Aussichten: in der Nacht und morgen bleibt es in der Nordosthälfte sehr windig bis stürmisch. Und auch wettermäßig geht es erst einmal wechselhaft und eher kühl durch den Tag der Einheit bei maximal 10 bis 19 Grad. Anschließend wird es ruhiger und milder. Am Donnerstag bei 12 bis 20, am Freitag bei 16 bis 23 Grad. Damit wünsche ich Ihnen einen guten Start in den Tag und einen entspannten Feiertag. Ihr Björn Alexander