Montag, 26. März 2018Der Tag bei n-tv

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Volker Petersen
22:43 Uhr

Das war Montag, der 26. März 2018

98598580.jpg

(Foto: picture alliance / Peter Kneffel)

Falls Sie sich fragen, wie die lustigen brandenburgischen Namen zustande kommen - ein Leser schreibt mir gerade, dass liege daran, dass die Gründer eben selbst auch Humor hatten. Das scheint mir gerade bei "Schabernack" plausibel, einem Ortsteil von Meyenburg. Oder die Namensgeber wollten eigentlich ins ferne Amerika, blieben dann aber in Brandenburg hängen und gründeten dort Neu Boston und Philadelphia. Aber des erklärt immer noch nicht, wie es zur Gründung des Ortes Busendorf kam. Wie auch immer, diese Themen stießen heute auf besonders großes Interesse:

So, wie Steven Tyler ziehe ich mich nun clean zurück. Gute Nacht!

 

22:11 Uhr

Razzia bei BDK-Chef Schulz

99383318.jpg

Schulz.

(Foto: picture alliance / Martin Schutt)

Seit dem vergangenen Jahr sind die Polizeigewerkschaften selbst ins Visier von Ermittlern geraten. Es geht um den Verdacht, dass Gewerkschafter sich von der Polizeiarbeit teilweise freistellen ließen, dann aber auch dieser verringerten Dienstverpflichtung nicht ausreichend nachkamen. Unter diesem Verdacht steht auch der Chef des Bundes der Kriminalbeamten (BDK), André Schulz. Laut "Spiegel" gab es bei ihm am Morgen eine Razzia. Ermittler seien um sechs Uhr in der Frühe bei ihm zuhause in Hamburg aufgeschlagen, zwei Stunden später durchsuchten sie die Geschäftsstelle des BDK in Berlin. Schulz hatte vereinbart, ab Januar 2014 nur noch zu 50 Prozent als Kriminalhauptkommissar bei der Polizei Hamburg zu arbeiten.

21:35 Uhr

Weißes Haus dementiert "Stormy-Daniels"-Aussagen

101045344.jpg

Clifford in der TV-Sendung "60 Minutes".

(Foto: picture alliance / Uncredited/CB)

Als Pornodarstellerin nennt sich Stephanie Clifford "Stormy Daniels" - mit ihrem großen Interview lässt sie Washington erzittern. Das Weiße Haus reagiert nun. Mit einem Dementi: Der Präsident habe die Vorwürfe immer wieder entschieden und deutlich bestritten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Raj Shah, in Washington. Trump glaube nicht, dass die Aussagen der Darstellerin aus dem Interview richtig seien, fügte er hinzu. Es gebe nichts, was die Behauptungen von Daniels bestätige.

21:10 Uhr

Darum nahm Dänemark Puigdemont nicht fest

Nach der Festnahme Puigdemonts in Norddeutschland kommen Fragen auf. Zum Beispiel, warum eigentlich nicht schon die dänische Polizei den einstigen katalanischen Regionalpräsidenten festnahm. Es habe keine Gelegenheit dazu gegeben, heißt es nun von den Beamten des Königreichs.

  • Sie hätten erst am Sonntagvormittag erfahren, dass sich Puigdemont überhaupt in Dänemark aufhalte, teilte die Reichspolizei der Nachrichtenagentur Ritzau mit. Der Hinweis sei von der deutschen Polizei gekommen.
  • Erst zehn Minuten, bevor Puigdemont über die Grenze gefahren sei, habe man gewusst, in was für einem Auto er unterwegs sei. "Dadurch war es praktisch unmöglich für die dänische Polizei, Carles Puigdemont festzunehmen, bevor er die Grenze nach Deutschland überquerte", erklärte die Polizei. 
20:41 Uhr

So heiter leben die Brandenburger

*Datenschutz

Danke an den "Tagesspiegel" für diese Grafik, das treibt doch dazu an, Radtouren mal nach Ortsnamen zu planen. Wie wär's mit einer Fahrt von Neu Boston nach Philadelphia? Von Ohnewitz nach Calau? Oder doch lieber von Ranzig nach Kotzen?

20:33 Uhr

Sprengstoff-Chemikalien in Heim sichergestellt

In einer Obdachlosenunterkunft in Bayern entdeckt die Polizei Chemikalien - pikant: man könnte mit ihnen Sprengstoff herstellen.

  • Drei Männer und eine Frau seien im Zuge der Ermittlungen in Schweinfurt festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei.
  • Bei drei Verdächtigen habe sich der Verdacht erhärtet, dass sie mit den Stoffen in Verbindung stehen könnten. Gegen sie werde wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz ermittelt.
20:02 Uhr

Puigdemont bleibt in Gewahrsam

101061944.jpg

Dieser abgedunkelte Van verließ das Amtsgericht am Abend - ob Puigdemont darin saß, ist unbekannt.

(Foto: picture alliance / Frank Molter/)

Was erwartet wurde, ist eingetreten: Der einstige katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont bleibt in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Neumünster hat eine sogenannte Festhalteanordnung ausgesprochen. Früheren Berichten ging es nur um Formalia - etwa die Feststellung, ob es sich wirklich um Puigdemont handelt. Die Entscheidung über eine Auslieferung an Spanien soll erst nach Ostern fallen.

Mehr dazu hier.

19:42 Uhr

May: Bis zu 130 Menschen russischem Nervengift ausgesetzt

101064086.jpg

May hat's zurzeit auch nicht leicht.

(Foto: picture alliance / Tom Nicholson)

Durch den Anschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal könnten mehr als 130 Menschen dem verwendeten Nervengift ausgesetzt worden sein. Das sagte britische Premierministerin Theresa May im Parlament im London. Demnach haben die britischen Behörden Informationen, wonach Russland in den vergangenen zehn Jahren Forschungen zum Einsatz von Nervengiften anstellte. Wahrscheinlich sei es dabei um Tötungen gegangen, sagte May.

19:20 Uhr

USA verhandeln nun doch mit China

AP_17090746132056.jpg

Navarro.

(Foto: AP)

Seit vergangenen Freitag gelten in den USA Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus China - doch nun gibt es offenbar doch noch Verhandlungen. Das teilt der Handelsberater des US-Präsidenten, Peter Navarro gegenüber einem TV-Sender mit.

  • Finanzminister Steven Mnuchin und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer verhandelten mit ihren chinesischen Kollegen, um bestehende Differenzen auszuräumen, hieß es.
  • Die USA werfen China unter anderem vor, sich widerrechtlich Technologie von amerikanischen Firmen anzueignen. "Wir sind dort hoffnungsvoll, dass China mit uns daran arbeiten wird, einige dieser Praktiken grundlegend anzugehen," so Navarro.

Mehr zum Handelskonflikt hier.

18:49 Uhr

War Anschlag Ursache für Stromausfall in Berlin?

Gegen Mittag fällt in Teilen Berlins der Strom aus - was zunächst wie eine Panne aussah, könnte auch ein Anschlag gewesen sein. Denn nun ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

  • Darin bekennt sich eine Gruppe mit dem Namen "Vulkangruppe NetzHerrschaft zerreißen" dazu, eine "große Menge Kabel" angezündet und "gezielt Kabel durchtrennt" zu haben.
  • Dadurch sollten etwa das Militär, die Flugbereitschaft der Bundesregierung und mehrere Großkonzerne geschädigt werden, welche die Kabel nutzen.
  • Seit Montagmittag waren 6500 Berliner Haushalte und 400 Gewerbekunden im Norden des Stadtteils Charlottenburg ohne Strom. "Wir rechnen damit, dass die betroffenen Haushalte bis mindestens ein Uhr am Dienstag vom Strom sind", sagte Olaf Weidner, Pressesprecher von Stromnetz Berlin. Der Brand unterhalb einer Brücke habe acht Kabelsysteme zerstört.

Mehr dazu hier.

18:11 Uhr

Mann verbrennt beim Schlachten

Beim Schlachten von Hühnern und Tauben hat sich ein Mann in Baden-Württemberg tödliche Verbrennungen zugezogen.

  • Wie die Polizei mitteilt, hatte der Rentner in seinem Garten in Schrozberg die Tiere gerupft und zum Abbrennen von Federkeilen eine brennbare Flüssigkeit eingesetzt.
  • Dabei griff die Substanz auf die Kleidung des 77-Jährigen über und verbrannte ihn am Samstag. Seine Ehefrau fand den Mann und alarmierte den Notarzt.
  • Dieser konnte nur noch den Tod feststellen. Ein Fremdverschulden kann laut Polizei ausgeschlossen werden.
17:40 Uhr

Ist Kim Jong Un in China?

*Datenschutz

Wenn Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un einen Freund im Ausland hat, dann ist es China. Nun gibt es Gerüchte, der Diktator sei in Peking. Bei einem hochrangigen Besucher aus Nordkorea in der chinesischen Hauptstadt könnte es sich um Kim handeln, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf "informierte Kreise".

  • Ob es sich bei dem geheimnisvollen Besucher tatsächlich um Kim Jong Un handelt, konnte nicht bestätigt werden. Chinas Außenamtssprecherin Hua Chunying sagte nur, ihr lägen keine Informationen dazu vor.
  • Im Internet kursierte ein Video von einem Konvoi mit einer Motorrad-Garde vom Bahnhof in Peking, der streng mit Soldaten und Polizisten gesichert war. Auch gab es Fotos von einer Ehrengarde am Bahnsteig. Der Ursprung der Aufnahmen konnte nicht geklärt werden.

Mehr dazu hier.

17:21 Uhr

Polizei nimmt Cyber-Gangster fest - Milliardenbeute

Etliche Bankgeschäfte kann man heute schon übers Internet machen - und selbst Bankräuber brauchen eine Filiale nicht mehr zu betreten. Das zeigt der Fall einer Cyberbande, die über die Jahre mehr als 100 Banken in 40 Ländern ausgeräumt haben sollen. Den Chef der Bande hat nun die spanische Polizei in Alicante festgenommen.

  • Fast fünf Jahre lang hatte die Bande nach Angaben von Europol die Banken mit schädlicher Software angegriffen. Die Software war unter den Namen Carbanak und Cobalt bekannt geworden. Dabei machten sie eine Beute von bis zu zehn Millionen Euro pro Raub.  
  • Die Methode war simpel: Die Bande schickte sogenannte Phishing-Mails mit einem schadhaften Anhang an Bankmitarbeiter. Sobald jemand diese öffnete, installierte sich die Software auf dem Server der Bank. Die Kriminellen hatten so Zugriff zu Konten und Geldautomaten. 
  • An den von der spanischen Polizei geleiteten Ermittlungen waren auch das amerikanische FBI, Ermittler aus Rumänien, Weißrussland und Taiwan beteiligt. Europol hatte die Aktion koordiniert, die auch von Software-Unternehmen unterstützt worden war.
16:42 Uhr

Verspäteter Raucher springt auf Zug-Trittbrett

Eben schnell eine rauchen, das plante ein Bahnpassagier im Bahnhof Klanxbüll. Dort hielt seine Bahn zwischen Westerland und Husum, der 49-Jährige steckte sich den Tabakstengel an und nahm einen Zug. Die Bahn hingegen nahm Abschied und setzte sich in Bewegung. Spontan und vermutlich nicht ohne eine gewisse Panik warf der Mann die Zigarette weg und setzte eine bahnbrechende Idee zur Lösung seines Problems um: Er sprang aufs Trittbrett der hinteren Lok. Sein zügiges Handeln war erfolgreich: Die Tür ging auf. Laut Polizei war das Glück - andernfalls wäre er wohl vom Trittbrett geweht worden.

16:11 Uhr

Ikea-Geldbote überfallen - RAF unter Verdacht

Nach dem Überfall auf einen Geldtransporter bei Ikea in Köln prüfen Ermittler Parallelen zu Raubüberfällen, die drei untergetauchten Ex-RAF-Terroristen zur Last gelegt werden.

  • Das LKA in Hannover ermittelt federführend gegen die ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette.
  • Die früheren Linksterroristen sind seit Jahrzehnten untergetaucht. Das Trio wird wegen einer Serie von Raubüberfällen in Norddeutschland gesucht.
  • Eine Kölner Polizeisprecherin sagte, bisher deute nichts auf einen Zusammenhang der Taten hin: "Aber wir stehen im Austausch mit den Kollegen des LKA und ermitteln in alle Richtungen."
16:00 Uhr

Abschiebungen gelingen oft nicht

Dass es mit den Abschiebungen nicht so läuft, wie es das Gesetz eigentlich vorsieht, haben wir schon oft berichtet. Nun gibt es neue Zahlen: Ende 2017 lebten 65.000 Menschen im Land, die abgeschoben werden sollen. Ein Jahr zuvor waren es nur 38.000.

  • Dies liege unter anderem an der fehlenden Kooperationsbereitschaft der Herkunftsländer, ihre Staatsangehörigen zurückzunehmen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.
  • Die Betroffenen versuchten zudem, sich den Verfahren etwa durch Ortswechsel zu entziehen. Teils fehlten Pässe oder Passersatzpapiere.

Mehr dazu hier.

15:35 Uhr

Jugendliche fahren auf Zugpuffern mit

17716273.jpg

Zugpuffer sind eigentlich eher nicht für Mitfahrer gedacht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Warum Leichtsinn sprichwörtlich mit Jugendlichkeit in Verbindung gebracht wird, haben drei Heranwachsende in Sachsen verdeutlicht. Sie fuhren auf den Puffern eines Zuges mit. Die Polizei erwischte die drei an der Station Zwickau-Pölbitz. Zwei von ihnen entwischten den Beamten, der Dritte, ein 13-Jähriger, hatte extra eine Kamera dabei. Da liegt die Vermutung nahe, dass er den Ritt filmen wollte.

15:20 Uhr

14 EU-Staaten weisen russische Diplomaten aus

*Datenschutz

Da haben sich offenbar einige Regierungen abgesprochen: Nicht nur Deutschland und die USA, auch viele weitere Staaten weisen russische Diplomaten aus. Laut dem Präsidenten des Europäischen Rates, Donald Tusk, sind es insgesamt 14 in der Europäischen Union.

15:04 Uhr

USA weisen 60 russische Geheimdienstmitarbeiter aus

Jetzt geht's Schlag auf Schlag: Nach Deutschland weisen nun auch die USA russische Geheimdienstmitarbeiter aus. Allerdings nicht nur vier, sondern gleich 60. Außerdem werde das russische Konsulat in Seattle geschlossen, hieß es vom Weißen Haus. Hintergrund ist auch hier der Giftanschlag auf Sergej Skripal. Mehr dazu hier.

14:48 Uhr

Entscheidung über Puigdemont nicht vor Ostern

ec704caaf3299ebca896d6ff242a70ee.jpg

Derzeit soll sich Puigdemont in der JVA Neumünster.

(Foto: dpa)

Die große Politik ist über das beschauliche Schleswig hereingebrochen - das dortige Oberlandesgericht muss über Carles Puigdemont entscheiden, den einstigen katalanischen Regionalpräsidenten. Doch das wird wohl nicht mehr vor Ostern passieren, sagt eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holsteins nun.

14:45 Uhr

Deutschland weist vier russische Diplomaten aus

51788554.jpg

Vier Diplomaten sollen die Botschaft am Berliner Boulevard Unter den Linden verlassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Fall um den Giftanschlag auf den einstigen Doppelagenten Skripal in Großbritannien hat nun auch Folgen in Deutschland. Die Bundesregierung werde vier russische Diplomaten ausweisen, berichten mehrere Medien, darunter die "Süddeutsche Zeitung". Die Betroffenen hätten einen "nachrichtendienstlichen Hintergrund" heißt es dort. Der Schritt werde mit der Solidarität zu Großbritannien begründet sowie einer fehlenden Bereitschaft Russlands, über Chemiewaffeneinsätze aufzuklären.

Mehr dazu hier.

14:28 Uhr

Wie auf dem Mars: Sahara-Sand färbt Schnee orange

*Datenschutz

Es sieht so aus, als würden Wintersportler auf dem Mars Skifahren. Hinter dem orangefarbenen Schnee steckt nicht etwa Photoshop, sondern Sand aus Afrika. Ein Sturm in der Sahara transportierte am Wochenende Staub und Sand nach Osteuropa und färbte den Schnee in Teilen Russlands, Bulgariens, Rumäniens und der Ukraine orange. Was wie ein Vorbote der Apokalypse aussieht, ist in Wirklichkeit ein wiederkehrendes Phänomen. Im Schnitt kommt es alle paar Jahre vor.

14:10 Uhr

Mann verletzt britischen Polizisten mit Schwert

0c906c5e07b7b84c3238d8a37f13f492.jpg

Der Schwert war etwa einen Meter lang.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Ein 23-jähriger Mann hat in Manchester einen Polizisten mit einem Schwert verletzt. Das Opfer erlitt Verletzungen im Gesicht und am Rücken, konnte aber inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bei dem Vorfall habe es sich nicht um einen Terroranschlag gehandelt, teilte die Polizei mit. Die genauen Hintergründe seien noch unklar. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, als sie den bewaffneten Mann gesehen hatten. Bei der Festnahme wehrte sich der 23-Jährige erheblich. Die Polizei lobte den "immensen Mut" ihres Kollegen.

13:49 Uhr

Bochumer Messerstecher war Mitschüler des Opfers

Nach der Messerattacke auf einen 15 Jahre alten Jugendlichen in Bochum ermitteln die Behörden weiter die Hintergründe. Der mutmaßliche 16-jährige Täter und sein Opfer seien Schüler derselben Bochumer Gesamtschule gewesen, sagte ein Staatsanwalt.

  • Die beiden Teenager waren am Freitag in einer Gruppe von 20 bis 25 Jugendlichen in einem Park aneinandergeraten.
  • Worum es bei dem Streit ging, ist noch unklar. Die Auseinandersetzung eskalierte zu einer Massenschlägerei, in deren Verlauf der 16-Jährige plötzlich ein Messer gezückt und den 15-Jährigen niedergestochen haben soll.
  • Der Verdächtige ist in Haft. Der Syrer kam laut Polizeimitteilung in eine Jugendstrafanstalt.

Deutschlandweit hatten zuletzt Messerangriffe von Jugendlichen für Erschütterung gesorgt. Am Samstag wurde eine 24-Jährige in Burgwedel bei Hannover lebensgefährlich verletzt, mutmaßlich von einem 17-Jährigen.

13:21 Uhr

Blog meldet Fake-Terroranschlag in Mannheim

Das "Rheinneckarblog" hatte am Sonntag einen Text über einen angeblichen Anschlag mit vielen Toten in Mannheim publiziert.

  • Der Bericht beschäftigt nun die Staatsanwaltschaft Mannheim. Sie prüft, ob ein Anfangsverdacht für eine Straftat besteht.
  • Der Redaktionsleiter des Blogs, Hardy Prothmann, erklärte in einem Beitrag am Montag: "Wir haben Fake News veröffentlicht, die morgen schon Realnews sein könnten." Die "Story" sei vollständig erfunden.
  • "Wir wollten definitiv keine Massenpanik erzeugen, wohl aber Aufmerksamkeit - für mögliche Bedrohungslagen, aber auch für Fake News."
12:50 Uhr

Maas erklärt Holocaust-Überlebenden seinen Auschwitz-Satz

15d744a49980fcbe8bec39742eca95f0.jpg

Am Sonntag besuchte Heiko Maas die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

(Foto: imago/photothek)

Außenminister Heiko Maas hat am zweiten Tag seines Israel-Besuchs in Jerusalem rund 30 Holocaust-Überlebende getroffen.

  • Dabei erklärte der SPD-Politiker auch den viel beachteten Satz aus seiner Antrittsrede, dass er wegen Auschwitz in die Politik gegangen sei.
  • Weil er in der Schule keine Antworten auf seine Fragen zum Holocaust bekommen habe, habe er angefangen, sich mit seiner eigenen Familiengeschichte zu befassen. "Ich habe nach einem Widerstandskämpfer in meiner Familie gesucht, aber ich habe keinen gefunden. Es waren alles nur Mitläufer", sagte er.
  • "Ab da habe ich angefangen, mir Gedanken darüber zu machen, was ich selber tun kann und welchen Beitrag ich selber heute liefern kann, dass es so etwas nie wieder gibt."
12:16 Uhr

Türkische Zeitung zeigt Merkel in Nazi-Uniform

imago82501954h.jpg

"Es ist unerträglich, dass Merkel mit ihrer Nazi-Mentalität zu jeder Gelegenheit die Türkei kritisiert", schrieb "Yeni Akit" neben dem Bild.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die regierungsnahe türkische Zeitung "Yeni Akit" hat auf ihrer Titelseite eine Fotomontage von Bundeskanzlerin Angela Merkel als Nazi abgedruckt.

  • Das Blatt warf der Bundesregierung vor, "Terrorgruppen" Schutz zu gewähren und für zwei griechische Soldaten eingetreten zu sein, die seit Anfang März in der Türkei wegen Verletzung eines Sperrgebiets inhaftiert sind.
  • Nachdem Merkel ihre "sehr große Besorgnis" über die Entwicklungen in der Türkei geäußert hatte, schrieb "Yeni Akit" unter dem Titel "Diese Mentalität bereitet uns Sorge", auch sie sei "besorgt" über die Politik Merkels.
  • Insbesondere warf das Blatt der Kanzlerin vor, den "Terrorismus" der Gülen-Bewegung sowie der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) zu unterstützen und Anschläge auf Moscheen in Deutschland nicht zu verurteilen.
11:43 Uhr

Riesenspinne krabbelt aus Rucksack auf München-Flug

riesenkrabbenspinne.png

Die Spinne soll an eine Privatperson vermittelt werden. Freiwillige vor!

(Foto: Zoll München)

Eine ziemlich große Spinne hat in einem Flugzeug nach München für Aufregung gesorgt. Die Riesenkrabbenspinne reiste als blinder Passagier im Rucksack eines aus Australien kommenden Paares mit, wie der Münchner Zoll mitteilte. Bereits im Flugzeug hatte das Pärchen die Spinne im Rucksack bemerkt. In München kümmerten sich dann zu Hilfe gerufene Zöllner um die Riesenkrabbenspinne. Das Tierchen soll nun an Liebhaber zur Pflege vermittelt werden.

11:18 Uhr

Puigdemont will kein Asyl in Deutschland

c5427b2f06597167fc223122c4a322a0.jpg

Tausende Demonstranten fordern in Barcelona die Befreiung politischer Gefangener.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Der in Deutschland festgenommene frühere katalanische Regierungschef Carles Puigdemont will seinem Anwalt zufolge kein politisches Asyl in der Bundesrepublik beantragen. Der 55-Jährige habe keine entsprechenden Pläne, sagte sein Anwalt Jaume Alonso-Cuevillas im katalanischen Rundfunk. Puigdemont soll im Tagesverlauf einem Amtsrichter in Neumünster vorgeführt werden.

Mehr zur Verhaftung von Puigdemont lesen Sie hier.

10:45 Uhr

BKA sucht mutmaßlichen Kinderschänder

BKA1.jpg

Wer kennt diesen Mann?

(Foto: BKA)

Das Bundeskriminalamt (BKA) fahndet wegen des Verdachts des schweren Kindesmissbrauchs öffentlich nach einem bislang unbekannten Tatverdächtigen.

  • Er soll zwei Jungen im Alter von etwa sieben und zehn Jahren mehrfach sexuell missbraucht haben.
  • Den Ermittlern liegen demnach mehr als 3800 Bild- und Videodateien vor, die den Missbrauch in mindestens zwölf Fällen zeigen.
  • Der Verdächtige soll die Bilder auch über das Internet verbreitet haben. Die Aufnahmen entstanden den Ermittlungen zufolge vermutlich seit Oktober 2014 und wurden im vergangenen Dezember auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet veröffentlicht.

Hinweise nimmt das Bundeskriminalamt Wiesbaden unter der Telefonnummer 0611/55-18444 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

10:28 Uhr

Präsidentenwahl in Ägypten hat begonnen

0abb537dfc9da6da9fa8cf73d2ded2ba.jpg

Obwohl sie keine Wahl haben, stehen viele Ägypter Schlange, um an der Wahl teilzunehmen.

(Foto: dpa)

Die Präsidentenwahl in Ägypten hat begonnen, doch der Sieger steht schon vorher fest.

Etwa 60 Millionen Ägypter sind bis Mittwoch zur Wahl eines neuen Staatschefs aufgerufen. Die annähernd 14.000 Wahllokale im bevölkerungsreichsten Land der arabischen Welt seien geöffnet, berichtete das Staatsfernsehen. Es gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Zur Wahl stehen der autoritäre und von der mächtigen Armee unterstützte Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi sowie der Politiker Mussa Mustafa. Er gilt als Alibi-Kandidat, damit der Präsident nicht alleine antreten muss. Es wird mit einem sehr deutlichen Sieg für Al-Sisi gerechnet.

10:04 Uhr

Lebenserwartung steigt weiter

98388959.jpg

(Foto: picture alliance / Jens Wolf/dpa)

Die Lebenserwartung in Deutschland ist erneut angestiegen.

  • Bei neugeborenen Jungen liegt sie bei 78 Jahren und vier Monaten, bei neugeborenen Mädchen beträgt sie 83 Jahre und zwei Monate, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
  • Damit erhöhte sich die Lebenserwartung für beide Geschlechter um jeweils zwei Monate im Vergleich zur vorhergehenden Erhebung von 2013/2015.
  • Auch für jetzt lebende ältere Menschen hat die Lebenserwartung weiter zugenommen.
09:29 Uhr

Französischer Politiker zu Polizistentod: "Großartig!"

4b6b729dd4c20a0ca34b5d4c31f039f9.jpg

Frankreich trauert um seinen Helden.

(Foto: imago/PanoramiC)

Der 45-jährige Polizist Arnaud Beltrame hatte sich bei dem Anschlag in Südfrankreich am Freitag in die Hand des islamistischen Terroristen begeben, um andere Geiseln zu retten. Dabei hat er sein Leben gelassen. Das ganze Land feiert den Mann als Helden. Fast das ganze Land.

  • Ein linksgerichteter französischer Politiker ist wegen eines provokanten Tweets zum Tod des Polizisten festgenommen worden.
  • Stéphane Poussier, erfolgloser Kandidat der Linkspartei La France Insoumise bei der Parlamentswahl 2016, wurde in Dives-sur-Mer in der Normandie wegen der "Rechtfertigung von Terrorakten" in Gewahrsam genommen. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 100.000 Euro.
  • Er hatte auf Twitter geschrieben: "Immer wenn ein Polizist erschossen wird (...) denke ich an meinen Freund Rémi Fraisse." Der junge Umweltaktivist war 2014 bei Protesten gegen ein Staudammprojekt im Süden Frankreichs von einer Tränengasgranate der Polizei getötet worden. Poussier fügte hinzu, diesmal sei es ein Polizeioberst gewesen. "Großartig!" Und zusätzlich bedeute das: "Ein Wähler für (Präsident Emmanuel) Macron weniger."
08:51 Uhr

Geisterfahrer baut Unfall in Tunnel und fährt weiter

Ein Geisterfahrer hat auf der B24 bei Lahnstein in Rheinland-Pfalz einen Unfall verursacht und dann Fahrerflucht begangen. Der ältere Mann fuhr zunächst in falscher Fahrtrichtung in einen Tunnel hinein, kurz darauf streifte er einen anderen Wagen. Verletzt wurde dabei niemand. Der Falschfahrer setzte seine Fahrt fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Weil eine Zeugin sich das Kennzeichen des Unfallverursachers gemerkt hat, konnte dieser kurz danach ermittelt werden. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen Unfallflucht und Straßenverkehrsgefährdung erstellt.

08:25 Uhr

Uber verkauft sein Südostasien-Geschäft an Grab

b2a9e27d72b7870ba7cb596b06c8d9fc.jpg

In der Region hat Grab mehr aktive Nutzer als Uber.

(Foto: REUTERS)

Der Fahrdienstvermittler Uber beendet den kostspieligen Kampf um Marktanteile in Südostasien mit dem Verkauf seiner dortigen Geschäfte.

  • Das Unternehmen veräußert sein Südostasien-Geschäft an Grab und erhält dafür eine Beteiligung von 27,5 Prozent an dem dortigen Rivalen.
  • Das US-Unternehmen hat sich in der jüngeren Vergangenheit bereits aus diversen Märkten zurückgezogen, in denen die lokale Konkurrenz relativ stark war.
  • In Südostasien habe Uber bislang 200 Millionen US-Dollar im Jahr ausgegeben, um es mit Grab und einem weiteren Anbieter in der Region, PT Go-Jek Indonesia, aufzunehmen, sagten Informanten.
07:58 Uhr

Frau baut Unfall mit 2,2 Promille und Handy am Steuer

Stark betrunken und noch dazu am Steuer mit dem Handy beschäftigt - so hat eine 49-jährige Autofahrerin in Bayern einen Unfall gebaut. Dabei hatte die Frau Glück im Unglück und blieb unverletzt. Sie fuhr ihren Wagen auf einer Bundesstraße bei Kulmbach in Franken auf gerader Strecke erst gegen die Leitplanke und schleuderte dann auf die Gegenfahrbahn und wieder zurück. Polizisten erklärte sie nach dem Totalschaden ihres Autos, dass sie durch ihr Handy abgelenkt gewesen sei. Die Beamten bemerkten Alkoholgeruch - und stellten einen Wert von 2,2 Promille fest.

07:28 Uhr

Deutscher Gleitschirmflieger stirbt in Österreich

Wir starten in den Tag mit einer traurigen Nachricht. Ein deutscher Gleitschirmflieger ist am Sonntag in Österreich tödlich verunglückt. Beim Landeanflug in Bezau in Vorarlberg klappte der Schirm in einer Höhe von 20 Metern aus unbekannter Ursache plötzlich zusammen. Daraufhin ist der 38-Jährige ungebremst auf dem Landeplatz aufgeschlagen. Zum Unglückszeitpunkt herrschten leicht böige Winde. Der Mann aus dem Raum Stuttgart hinterlässt eine Frau und drei minderjährige Kinder.

07:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und liebe Leser! Wie Sie bestimmt schon wissen, wurde der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont gestern in Deutschland festgenommen. Unabhängigkeitsbefürworter sind empört. Tausende fordern in Barcelona die Befreiung "politischer Gefangener". Wir sind gespannt, wie es weitergeht.  

Was wird heute sonst wichtig?

  • Bundesjustizministerin Katarina Barley empfängt Vertreter von Facebook zum Datenskandal um Cambridge Analytica.
  • Bundesaußenminister Heiko Maas ist heute in Israel und in den palästinensischen Gebieten. Geplant sind Treffen mit Netanjahu und Abbas. Es ist einer der wichtigsten Antrittsbesuche des neuen Außenministers. Maas hat die Verbesserung der zuletzt angeschlagenen Beziehungen mit Israel zu einem der Schwerpunkte seiner Amtszeit erklärt.
  • Heute findet außerdem ein EU-Spitzentreffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan statt. Die EU will erneut ihre Kritik am Umgang der türkischen Regierung mit Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten vorbringen und über regionale und internationale Fragen wie den Syrien-Konflikt reden.
  • In Ägypten beginnt die Präsidentenwahl. Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi gilt mangels ernst zu nehmender Konkurrenten schon vor der Wahl als sicherer Sieger.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche!

06:46 Uhr

Der Frühling will schon wieder weg

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander

Guten Morgen zum Start in die neue Wetterwoche. Und die macht leider nicht da weiter, wo die alte aufgehört hat. Denn nach dem Frühlingserwachen am Wochenende drehen jetzt die Tiefdruckgebiete wieder auf und sorgen für einen spürbaren Dämpfer. Bereits heute sind neben freundlichen Abschnitten schon wieder Schauer unterwegs, die im Bergland in Schnee übergehen. Das passiert in den Mittelgebirgen oberhalb von etwa 500 Metern. Richtung Alpen liegt die Schneefallgrenze bei rund 800 Metern. Die Temperaturen erreichen nämlich maximal noch zwischen 4 Grad an der See und bis zu 12 Grad am südlichen Oberrhein. Und auch die kommenden Tage sind wechselhaft oder wolkig und zum Teil leider auch sehr nass. Hier die Details mit dem Trend zum Osterwochenende. Ihr Björn Alexander