Montag, 05. April 2021Der Tag

Heute mit Linn Rietze und Heidi Ulrich
22:33 Uhr

Das war Montag, der 5. April 2021

Liebe Leserinnen und Leser, hoffentlich hatten Sie trotz der Beschränkungen schöne Osterfeiertage. Ich verabschiede mich in den Feierabend, möchte Ihnen aber nicht die Schlagzeilen des Tages vorenthalten:

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Arbeitswoche.

22:13 Uhr

US-Finanzministerin fordert globale Mindeststeuer für Konzerne

Die ehemalige Regierung unter US-Präsident Donald Trump hat Bemühungen um eine globale Mindeststeuer für internationale stets abgelehnt - aus Sorge, dass US-Konzerne dadurch schlechter gestellt würden. Die neue Regierung unter dem Demokraten Joe Biden dagegen spricht sich klar für eine solche Abgabe aus. Dafür arbeiteten die USA laut FInanzministeriun Janet Yellen mit der G20-Gruppe führender Volkswirtschaften zusammen, um einen dahingehenden Konsens zu finden.

Das Ziel sei es, sich im Umgang mit den Konzernen nicht gegenseitig zu unterbieten. "Zusammen können wir eine globale Mindeststeuer nutzen, um sicherzustellen, dass die Weltwirtschaft basierend auf gleichen Wettbewerbsbedingungen für internationale Unternehmen floriert und Innovation, Wachstum und Wohlstand ankurbelt", sagte Yellen in einem Vortrag.

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21:45 Uhr

Bewaffnete befreien 1800 Häftlinge in Nigeria

Bewaffnete Angreifer haben mehr als 1800 Häftlinge aus einem Gefängnis im Süden Nigerias befreit. Wie die Strafvollzugsbehörde mitteilte, wurde das Gefängnis in der Stadt Owerri im südlichen Bundesstaat Imo von schwer bewaffneten Männern attackiert. Die Angreifer zündeten den Angaben zufolge Sprengsätze, um in die Haftanstalt einzudringen, und lieferten sich Schusswechsel mit den Gefängniswärtern. Ein Sprecher der Gefängnisbehörde in Imo konnte zunächst nicht sagen, wie viele Häftlinge genau entkamen.

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    Die nach Unabhängigkeit strebende Bewegung Indigenous People of Biafra (IPOB) bereitet sich offenbar auf Kämpfe vor.

    (Foto: picture alliance/AP Photo)

    Nigerias Präsident Muhammadu Buhari verurteilte den Angriff auf das Gefängnis als "Terrorakt". Er forderte die Sicherheitskräfte auf, die Häftlinge und ihre Befreier zu fangen. Der Gouverneur des benachbarten Bundesstaat Abia verhängte zum Schutz der Bewohner eine nächtliche Ausgangssperre in zwei Städten.
  • Unklar war zunächst, wer hinter der Tat stand. Imo gehört zu einer Region im Süden Nigerias, die seit Langem durch Konflikte mit der Volksgruppe der Igbo geprägt ist. Die nach Unabhängigkeit strebende Bewegung Indigenous People of Biafra (IPOB) hatte zuletzt Internetvideos veröffentlicht, auf denen Dutzende ihrer Kämpfer beim Training zu sehen waren. Nach Kämpfen mit Soldaten hatten die Behörden Anfang des Jahres eine Ausgangssperre in Teilen von Imo verhängt.
21:23 Uhr

AKK wirbt für "Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz"

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird am Dienstag in Berlin den neuen "Freiwilligen Wehrdienst im Heimatschutz" vorstellen. Damit solle das Interesse junger Menschen an einem einjährigen Dienst in der Bundeswehr geweckt werden, teilte das Ministerium der CDU-Politikerin mit. Es solle eine Verwendung in den Streitkräften angeboten werden, "die nach der Grund- und Spezialausbildung möglichst im regionalen Lebensumfeld" der zukünftigen Soldatinnen und Soldaten liege.

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Das Pilotprojekt steht unter dem Motto "Dein Jahr für Deutschland".

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Pilotprojekt steht unter dem Motto "Dein Jahr für Deutschland". Es sei ein Angebot vor dem Einstieg ins Berufsleben, vor dem Beginn von Studium und Ausbildung, während einer beruflichen Veränderung oder während einer gewählten beruflichen Auszeit, hieß es in der Mitteilung, um zunächst einen "zeitlich befristeten, sinnvollen Dienst" in den Streitkräften zu leisten und anschließend flexibel in der Reserve.

20:55 Uhr

Erdogan wirft Ex-Admiralen Drohung mit Putsch vor

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat einer Gruppe von mehr als Hundert pensionierten Admiralen, die eines seiner Mammut-Bauprojekte kritisiert hatten, die indirekte Drohung mit einem Staatsstreich vorgeworfen. Die Verantwortung von Admiralen im Ruhestand bestehe nicht darin, in öffentlichen Erklärungen "Anspielungen auf einen Staatsstreich zu machen", sagte Erdogan in einer Rede in Ankara. Kein pensionierter Staatsdiener "hat das Recht, einen solchen Weg einzuschlagen".

  • In einem Land, dessen Geschichte mit Staatsstreichen gespickt sei, könne ein weiterer Putschversuch durch eine Gruppe pensionierter Admirale "niemals akzeptiert werden", sagte Erdogan auch. Die türkische Justiz hatte zuvor zehn pensionierte Admirale nach der Veröffentlichung des offenen Briefes festnehmen lassen. Gegen sie seien Haftbefehle erlassen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Ankara mit.
  • Insgesamt 104 pensionierte Admirale hatten sich in dem Brief kritisch zu Erdogans ehrgeizigstem und auch umstrittenstem Infrastrukturprojekt, dem "Istanbul-Kanal", geäußert. Die türkische Regierung plant eine alternative Schifffahrtsstraße zum Bosporus und den Dardanellen, den Meerengen zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer.
20:31 Uhr

15 Fahrzeuge in Unfall auf A3 verwickelt

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Was den Unfall verursachte, ist bislang nicht bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa/Wiesbaden112.de)

Bei einem Unfall auf der Autobahn 3 im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis nahe der Stadt Idstein sind mindestens 15 Fahrzeuge zusammengestoßen. Nach ersten Erkenntnissen gibt es mindestens drei Verletzte, wie die Polizei am Abend mitteilte. Die Unfallursache war ebenso wie die Schwere der Verletzungen bei den Beteiligten zunächst unbekannt.

19:59 Uhr

Katy Perry rasiert sich nicht mehr

Eltern von kleinen Kindern kennen das Problem: Ob essen, duschen oder schlafen - vieles ist nur noch rudimentär möglich, wenn man sich gleichzeitig um ein Baby kümmern muss. Popstars wie Katy Perry bilden da keine Ausnahme. Wie die US-Sängerin und Mutter einer sieben Monate alten Tochter nun in der jüngsten Ausgabe der US-Castingshow "American Idol" verraten hat, gerät auch bei ihr so einiges in Vergessenheit - wie etwa das Rasieren der Beine.

"Deine Stimme ist ein spirituelles Erlebnis", lobte "Idol"-Jurorin Perry die Kandidatin Cassandra Coleman nach deren Performance. Dann fügte sie hinzu, "als frisch gebackene Mutter" nicht mehr so viel Zeit zur Verfügung zu haben. "Also habe ich damit aufgehört, mir die Beine zu rasieren." Warum die Musikerin das so öffentlich erzählte? Bei Colemans Gesang habe sich das Beinhaar der 36-Jährigen auf Anhieb aufgestellt und sie "am ganzen Körper" erschaudern lassen.

Katy Perry und Hollywood-Star Orlando Bloom wurden im August 2020 Eltern der kleinen Daisy Dove.

19:34 Uhr

Jordanischer Prinz will sich Einschränkungen widersetzen

Zwischen dem jordanischen König Abdullah II. und seinem Halbbruder Hamsa bin Hussein kriselt es. Der Prinz, dem Abdullah eine Verschwörung und versuchte Destabilisierung des Landes vorwirft, steht nach eigenen Angaben unter Hausarrest. Klein beigeben will er jedoch nicht - er kündigte Widerstand gegen die ihm auferlegten Beschränkungen an. "Ganz sicher werde ich nicht gehorchen, wenn man mir sagt, dass ich nicht hinausgehen oder twittern oder mit dem Volk in Kontakt treten und dass ich nur die Familie sehen darf", sagte der 41-jährige ehemalige Kronprinz in einer Tonaufnahme, die von Oppositionellen verbreitet wurde.

  • Der Prinz gilt zwar nicht als unmittelbare Bedrohung Abdullahs, der sich auf einen loyalen Sicherheitsapparat stützt. Er pflegt aber Kontakte zu Regierungskritikern in der Bevölkerung.
  • Die Monarchie gilt bisher als einer der stabilsten Staaten im Nahen Osten. Jordanien ist wichtiger Ansprechpartner europäischer Staaten und ein zentraler Verbündeter der USA in der Region. Die USA und weitere Staaten stellten sich am Sonntag hinter Abdullah.
  • Dessen Regierung und das Militär hatten Hamsa am Sonntag überraschend öffentlich ermahnt, Handlungen zu unterlassen, die die Sicherheit und Stabilität Jordaniens gefährdeten. Hamsa, dem Abdullah bereits vor Jahren den Rang des Thronfolgers entzogen hatte, habe dabei mit ausländischen Kräften zusammengearbeitet. Das Militär nahm nach eigenen Angaben eine Reihe einflussreicher Personen fest.
19:05 Uhr

Fieber und "starker Husten": Körper von inhaftiertem Nawalny baut wohl weiter ab

Der im Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny beklagt eine weitere Verschlechterung seines Gesundheitszustands. Man habe ihm 38,1 Grad Fieber sowie "starken Husten" attestiert - seinen vor einigen Tagen begonnen Hungerstreik werde er trotzdem fortsetzen, schrieb Nawalny auf Instagram. Bereits drei seiner Mitgefangenen seien wegen Tuberkulose in ein Krankenhaus gebracht worden.

  • Schon seit Längerem berichtet der Oppositionspolitiker, der in einem Straflager rund 100 Kilometer östlich von Moskau inhaftiert ist, über starke Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen in einem Bein. Am vergangenen Mittwoch erklärte Nawalny, aus Protest gegen mangelnde medizinische Versorgung in einen Hungerstreik getreten zu sein.
  • Nawalny war im Februar in einem viel kritisierten Prozess zu einer mehrjährigen Straflager-Haft verurteilt worden. Die russische Justiz wirft ihm vor, in einem früheren Strafverfahren gegen Meldeauflagen verstoßen zu haben, während er sich in Deutschland von einem Mordanschlag mit dem Nervengift Nowitschok erholte.
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18:29 Uhr

Britische Polizei beschlagnahmt 27 Hunde

In der Corona-Pandemie ist Hundediebstahl in Großbritannien zunehmend zum Problem geworden. Da viele Menschen sich im Lockdown ein Haustier wünschen, wittern kriminelle Banden ein Geschäft mit gestohlenen Tieren. Nun hat die Polizei in England nach mutmaßlichen Diebstählen 27 Hunde beschlagnahmt und drei Verdächtige zeitweise festgenommen.

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Immer häufiger entdeckt die Polizei in England gestohlene Hunde (Symbolbild).

(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

  • Die 54-Jährige sowie zwei Teenager im Alter von 14 und 16 Jahren seien am Donnerstag wegen des Verdachts auf Diebstahl und Tierquälerei gestellt worden, aber während der laufenden Ermittlungen zunächst wieder freigelassen worden, teilte die Polizei am Montag laut einem BBC-Bericht mit.
  • Acht der Hunde könnten Welpen sein, die am Fundort in der englischen Grafschaft Essex auf die Welt gekommen sein könnten, hieß es. Man ermittle nun, ob die Tiere - darunter mehrere Terrier sowie eine französische Bulldogge und ein Rottweiler - tatsächlich gestohlen wurden und wem sie gehören.
18:03 Uhr

Brinkhaus will "Staatswesen modernisieren"

Schon seit einigen Wochen spricht sich Ralph Brinkhaus für eine "Jahrhundertreform" und "vielleicht sogar eine Revolution" in Deutschland aus - nun fordert der Unions-Fraktionschef vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Corona-Krise erneut eine Reform des Staatswesens. Dieses stamme "aus einer anderen Zeit" und habe "uns gut und lange getragen", schrieb Brinkhaus in einem Osterbrief an die Unionsabgeordneten. Jedoch habe die Pandemie gezeigt, "dass das System nicht nur unter Krisenbedingungen an seine Grenzen gerät."

  • "Die Verfahren, Abläufe und Abstimmungen sind, wenn es darauf ankommt, zu schwerfällig - und im Grunde auch innovationsfeindlich", kritisierte Brinkhaus in dem Schreiben. Es müsse daher darum gehen, "die erforderlichen Lehren zu ziehen und das Staatswesen zu modernisieren". Viele "sehr überlegenswerte Reformideen" lägen dafür bereits vor.
  • Brinkhaus räumte ein, dass die Stimmung in der Union angesichts der schwachen Umfragewerte und der jüngsten Affären derzeit schlecht sei. "Wichtig ist aber, dass wir eine starke Gemeinschaft bleiben", mahnte der Fraktionschef zur Einigkeit. "Das wird uns die Kraft geben, Kritik nicht bloß wiederzugeben oder gar zu verstärken, sondern hart an pragmatischen Lösungen zu arbeiten."
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17:40 Uhr

Dutzende Tote nach Fährunglück

Immer wieder kommt es auf den Flüssen Bangladeschs zu tödlichen Schiffsunglücken - Schuld daran sind laut Experten hauptsächlich schlechte Sicherheitsstandards. Bei einem Unfall sind nun mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Fähre mit mehr als 50 Passagieren an Bord sei am Sonntag auf einem Fluss in der Nähe der Hauptstadt Dhaka gesunken, nachdem ein Frachtschiff hineingeprallt sei, sagte der Chef der inländischen Wassertransportbehörde Bangladeschs. Die meisten Leichen seien nun geborgen worden.

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Die meisten Leichen wurden im Laufe des Tages geborgen.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Das Bergungsteam aus Marine, Küstenwache, Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz habe 18 Stunden gebraucht, um die Fähre an Land zu schleppen. Nach Behördenangaben wurden insgesamt 33 Menschen als vermisst gemeldet. Einige hätten es aber geschafft, an Land zu schwimmen. Die Polizei versuchte nach eigenen Angaben, das Frachtschiff ausfindig zu machen - bisher erfolglos. Fahrlässigkeit des Kapitäns soll den Unfall verursacht haben.

17:06 Uhr

Norweger scheitert bei Flucht vor Quarantäne - auf Skiern

Um einer verpflichtenden Corona-Quarantäne zu entgehen, hat ein Norweger am Wochenende zu einem besonders kreativen Mittel zum Zweck gegriffen: Auf Skiern versuchte er, die Grenze zwischen Schweden und Norwegen zu überqueren. Allerdings musste der 50-Jährige von Rettungskräften aus einer misslichen Lage befreit werden, nachdem er in den Bergen von schlechtem Wetter überrascht wurde. "Insgesamt hatte er noch etwa 40 Kilometer vor sich", sagte ein Rettungshelfer.

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Knapp 40 Kilometer vor seiner Ankunft wurde der Norweger in den Bergen von schlechtem Wetter überrascht.

(Foto: picture alliance / Hinrich Bäsemann)

  • Der Mann habe nach Norwegen reisen wollen, um dort nach Papieren zu suchen und dann nach Schweden zurückkehren, wo er sich um ein Bauprojekt kümmern müsse.
  • Die Einsatzhelfer übergaben den Mann der Polizei, weil er die von der Regierung verhängten Corona-Auflagen missachtet hatte. Den Regeln zufolge hätte er bei der Einreise nach Norwegen einen negativen Corona-Test mit sich führen und zehn Tage in Quarantäne in einem Hotel verbringen müssen.
  • "Das gilt sogar für einen norwegischen Staatsbürger", sagte ein Beamter des norwegischen Bezirks Trondelag. Der 50-Jährige befinde sich nun in einem Hotel in Quarantäne. Nach Angaben des Rettungshelfers ist er "wütend" über den Vorfall und hat sich nicht für seinen Fehltritt entschuldigt.
16:30 Uhr

Iran nimmt mutmaßlichen Mossad-Spion fest

Ein mutmaßlicher iranischer Mossad-Spion ist im Iran verhaftet worden. Das gab der Leiter des Geheimdienstbüros in Täbris im Nordwesten des Irans laut Nachrichtenagentur Tasnim bekannt. Außerdem seien weitere "Agenten ausländischer Geheimdienste" in Täbriz und Umgebung identifiziert und festgenommen worden. Tasnim gab in dem Bericht keine weiteren Details an. Israel gilt seit der islamischen Revolution vor 42 Jahren als Irans Erzfeind Nummer eins.

  • Immer wieder gibt es Berichte über Festnahmen, Verhaftungen und auch Hinrichtungen von iranischen Agenten, die angeblich für den israelischen Geheimdienst Mossad oder den US-Geheimdienst CIA gearbeitet haben. Die iranischen Angaben lassen sich niemals unabhängig überprüfen. Sowohl die Verhaftungen als auch Gerichtsprozesse werden geheim gehalten.
  • Im Juli letzten Jahres wurde Mahmud M. hingerichtet, weil er dem Mossad und der CIA angeblich militärische Geheiminformationen geliefert hatte. Der Mann soll die US-Amerikaner auch über die Aufenthaltsorte von General Ghassem Soleimani und andere iranische Kommandeure informiert haben. Soleimani, einer der wichtigsten Kommandeure der iranischen Revolutionsgarden, wurde im Januar 2020 in der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem US-Angriff getötet.
16:03 Uhr

Nach Überdosis: Fans sollen für US-Rapper DMX beten

Mit Hits wie "X Gon' Give It To Ya" und Filmen wie "Born 2 Die" an der Seite von Jet Li erreichte DMX Anfang der 2000er-Jahre internationale Bekanntheit. Mittlerweile sorgt der US-Rapper allerdings nur noch aufgrund seines Drogenkonsums für Schlagzeilen. Seit vergangenem Freitag liegt er wegen einer Überdosis im Krankenhaus - er soll einen Herzinfarkt erlitten haben. Seine Familie bittet deshalb in einem Statement, für den 50-Jährigen zu beten.

"Am Freitagabend, den 2. April 2021, wurde unser Bruder, Sohn, Vater und Kollege DMX, dessen bürgerlicher Name Earl Simmons ist, in das White Plains Krankenhaus in New York eingeliefert. Dort wurden ernsthafte gesundheitliche Probleme festgestellt", heißt es in der Erklärung, aus der US-Medien zitieren. Die Familie bittet Fans des Musikers, "Earl/DMX und uns in eure Gedanken, Wünsche und Gebete einzubeziehen".

Welche Drogen ihn ins Krankenhaus gebracht haben, ist bislang unklar. DMX hat aber bereits mehrfach öffentlich gemacht, unter anderem süchtig nach Kokain und Crack gewesen zu sein. Der Vater von 15 Kindern hat bereits mehrere Entzüge hinter sich.

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15:30 Uhr

Schreie in Wohnung lösen Polizeieinsatz aus

Ein leidenschaftlicher Gamer hat in einem Mehrfamilienhaus in Mutterstadt (Rheinland-Pfalz) für einen skurrilen Polizeieinsatz gesorgt. Ein Anwohner hatte am Sonntagabend laute Schreie aus der Nachbarwohnung gehört und Schlimmes befürchtet - er verständigte die Polizei. Als die Beamten jedoch vor Ort eintrafen, stellten sie fest, dass sie es nicht etwa mit einem Fall häuslicher Gewalt zu tun hatten oder jemand Hilfe brauchte.

Stattdessen hatte der 13-jährige Nachbarjunge ein Computerspiel gespielt und sich dabei in ziemlich lautstarke Begeisterung gesteigert. Nach der Ermahnung, jetzt etwas leiser beim Monster-Abballern zu sein, konnte er weiterspielen.

15:05 Uhr

Papst erinnert an Menschen in Pflegeheimen

Papst Franziskus hat sein öffentliches Mittagsgebet am Ostermontag besonders den alten und kranken Menschen sowie den Bewohnern von Pflegeheimen gewidmet. Gerade diesen Menschen wolle er ein Zeichen der Hoffnung und Ermutigung senden, sagte er. Der Papst sprach sein Gebet an einem Pult stehend aus der Bibliothek des Apostolischen Palastes. Es wurde auch online übertragen. Wegen der strengen Corona-Schutzmaßnahmen waren so gut wie keine Pilger in Rom. In seiner Osterbotschaft am Sonntag hatte Franziskus vor wenigen Zuhörern im Petersdom mehr Anti-Corona-Impfungen für ärmere Länder gefordert. Außerdem warnte er vor Kriegen und Wettrüsten in der Welt.

14:44 Uhr

Justin Bieber überrascht Fans mit Gospel-Album

Besondere Osterüberraschung für die Fans von Justin Bieber: Gut zwei Wochen nach der Veröffentlichung seines aktuellen Albums "Justice" am 19. März hat der kanadische Sänger am Ostersonntag eine neue EP auf den Markt gebracht. "Freedom" heißt das Extended-Play-Album, auf dem sechs neue Tracks zu hören sind - darunter der Titelsong "Freedom", an dem der 27-Jährige gemeinsam mit Musikproduzent Beam gearbeitet hat. Zuordnen lassen sich die Songs allesamt dem Gospel-Genre - perfekt für die Osterfeiertage.

Die Veröffentlichung seines neuen Werks gab Bieber mit mehreren Screenshots auf seinem Instagram-Account bekannt.

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14:09 Uhr

Schiffer soll Polizisten an Bord festgehalten haben

Der Fahrer eines niederländischen Frachtschiffs soll einen Polizisten auf dem Main bei Großwallstadt mehr als eine Stunde lang nicht von Bord gelassen haben. Die Wasserschutzpolizei hatte bei einer Kontrolle am Freitag mehrere Verstöße festgestellt, weshalb ein Beamter an Bord ging, teilte die bayerische Polizei mit. Der Schiffsführer habe sich aber "unkooperativ" verhalten und keine Dokumente vorzeigen wollen. Obwohl der Polizist ihm die Weiterfahrt verbot, sei der Schiffer von der Schleuse Wallstadt weitergefahren und habe den Polizisten mitgenommen. Erst nach 70 Minuten habe das Schiff bei der nächsten Schleuse gestoppt, wo der Polizist dann von Bord ging. Der Niederländer muss sich nun wegen des Vorwurfs der Freiheitsberaubung und Verstößen gegen das Schifffahrtsrecht verantworten.

14:05 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich hoffe, Sie hatten entspannte Osterfeiertage. Meine Kollegin Heidi Ulrich verabschiedet sich nun in den Feierabend. Ich versorge Sie aber weiterhin bis zum späten Abend mit Nachrichten. Sie können mich unter linn.rietze@nachrichtenmanufaktur.de erreichen.

13:45 Uhr

In 100 Städten fordern Friedensaktivisten Abrüstung

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Am Ostermarsch in Berlin beteiligten sich am Samstag Hunderte Menschen - unter Corona-Bedingungen.

(Foto: imago images/epd)

In rund 100 deutschen Städten haben in diesem Jahr Ostermarsch-Aktionen stattgefunden. Pandemiebedingt seien die Friedensdemonstrationen teils auf der Straße und, teils virtuell erfolgt, teilte das "Netzwerk Friedenskooperative" mit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten die Senkung der Rüstungsausgaben, den Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot und den Stopp von Rüstungsexporten. Sie forderten Abrüstung, "damit eine Umverteilung der Gelder in zivile Bereiche, für bessere medizinische Versorgung, Bildung und soziale Gerechtigkeit stattfinden kann", sagte Kristian Golla vom Netzwerk. Viele Teilnehmer hätten mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl einen grundlegenden Politikwechsel gefordert, hieß es.

13:17 Uhr

Abbas ist auf dem Weg nach Deutschland

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist auf dem Weg nach Deutschland, um sich einer medizinischen "Routineuntersuchung" zu unterziehen. Während seines Besuchs werde der 86-Jährige auch Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen, hieß es aus dem Umfeld des Präsidenten. Abbas verließ Ramallah im Westjordanland an Bord eines Hubschraubers.

12:52 Uhr

Frau stürzt in Allgäuer Alpen in den Tod

In der Nähe des bayerischen Ortes Immenstadt ist eine 53-Jährige bei einer Bergwanderung in den Allgäuer Alpen tödlich verunglückt. Sie sei am Sonntagmittag mit ihrem Mann vom Steineberg in Richtung Mittagberg unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Beim Abstieg auf dem vereisten Schneefeld sei sie etwa 150 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Bergwacht schickte einen Hubschrauber, der die Frau ins Krankenhaus brachte. Dort starb sie wenige Stunden später an ihren Verletzungen.

12:32 Uhr

Borissow schlägt Expertenregierung vor

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Der 61-Jährige regiert Bulgarien mit einer Unterbrechung seit 2009.

(Foto: dpa)

Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow hat nach der Parlamentswahl vorgeschlagen, eine Expertenregierung einzusetzen. "Ich schlage euch Frieden vor - lasst uns Experten einsetzen und bis Dezember die Verantwortung übernehmen, die (Corona-)Pandemie zu bewältigen, damit es wieder aufwärts geht", sagte Borissow. Seine bürgerliche Partei GERB erhielt laut amtlichem Zwischenergebnis gut 25 Prozent der Stimmen. Sie bleibt stärkste politische Kraft, braucht aber neue Koalitionspartner.

Fünf andere Parteien und Bewegungen, darunter drei Protestparteien, dürften ins Parlament einziehen. So wurde die Protestpartei "Es gibt so ein Volk" von TV-Moderator und Kabarettist Slawi Trifonow den vorläufigen Zahlen zufolge mit rund 19 Prozent überraschend zweitstärkste Kraft. Trifonow gehört zu den prominentesten Corona-Leugnern in Bulgarien. Es sieht nach einer komplizierten Regierungsbildung aus, weil die teils verfeindeten Parteien kaum Berührungspunkte haben - abgesehen davon, dass die Sozialisten und die drei Protestparteien Borissow absetzen und die Korruption effektiver bekämpfen wollen.

Update 16:08 Uhr: Die Sozialisten haben Borissows Angebot abgelehnt, sich gemeinsam mit der GERB an einer Expertenregierung zu beteiligen. "Unsere grundsätzliche Haltung ist eine Anti-GERB-Koalition", sagte Parteichefin Kornelia Ninowa.

11:51 Uhr

Fahrer und Beifahrer wechseln offenbar Plätze bei Tempo 100

Auf einer Autobahn in den Niederlanden hat ein Mann seinen 15-jährigen Neffen ans Steuer gelassen - und dann offenbar während der Fahrt den Platz mit ihm getauscht. Auf dem Fahrersitz sei zunächst "ein hübsches Jungengesicht mit rosigen Wangen" gesehen worden, schrieb die Rotterdamer Verkehrspolizei. Nach der Aufforderung zu folgen, sei der Wagen zurückgeblieben, aber wenig später gestoppt worden. "Wir mussten lachen, denn der Fahrer war plötzlich um 20 Jahre gealtert und hatte einen kräftigen Bart bekommen", so die Polizei. Der Onkel sei bei seiner Behauptung geblieben, nur er sei gefahren - auch dann noch, als ihm Aufnahmen der Polizei-Dashcam vorgeführt wurden, die seinen Neffen am Steuer zeigten. "Zaubertrick hin oder her, ein Fahrerwechsel bei Tempo 100 auf der A20 ist wohl eine der größten Dummheiten, die man machen kann", schrieb die Polizei. Der Mann müsse sich nun vor Gericht verantworten.

11:21 Uhr

Mutmaßlicher Mafia-Boss beim Oster-Essen gefasst

Bei einem Oster-Essen mit der Familie hat die Polizei auf Sizilien einen mutmaßlichen Mafia-Boss festgenommen. Mehrere Medien berichten, es handele sich um Giuseppe Calvaruso. Er soll der Anführer des Mafiaclans von Pagliarelli sein. Laut der Nachrichtenagentur Ansa hatte sich der Verdächtige eigentlich vor einiger Zeit nach Brasilien abgesetzt. Doch vor dem Osterfest habe es ihn zurück in die Heimat in die Gegend von Palermo gezogen. Die Carabinieri hätten noch vier andere Männer festgenommen, heißt es in Medienberichten. Den Verdächtigen würden unter anderem Erpressung, Körperverletzung und Entführung zur Last gelegt.

11:01 Uhr

Anklage wirft Netanjahu Machtmissbrauch vor

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Der Regierungschef erschien persönlich vor Gericht. Vor dem Gebäude protestierten Gegner Netanjahus.

(Foto: dpa)

Im Korruptionsprozess gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Staatsanwaltschaft dem 71-Jährigen Machtmissbrauch vorgeworfen. Dieser habe die Regierungsmacht unter anderem dazu genutzt, "unzulässige Vorteile von Eigentümern großer Medien in Israel zu verlangen", sagte die leitende Staatsanwältin Liat Ben-Ari vor Beginn der Zeugenbefragungen. Er habe damit seine eigenen Interessen vorantreiben wollen, "auch bei seinem Bestreben, wiedergewählt zu werden". Netanjahu ist wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue angeklagt. Er wird unter anderem beschuldigt, der Telekommunikationsfirma Besek Gefälligkeiten im Gegenzug für eine positive Berichterstattung auf der zu dem Konzern gehörenden Nachrichtenwebsite "Walla" gewährt zu haben. Netanjahu weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet sich als Opfer einer politischen "Hexenjagd".

10:28 Uhr

Dutzende Tote durch Erdrutsche und Fluten auf Indonesien

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Soldaten und Polizisten helfen Anwohnern über eine überflutete Straße auf der Insel Timor.

(Foto: dpa)

Starker Regen hat zu Sturzfluten und Erdrutschen auf mehreren indonesischen Inseln und Osttimor geführt. In Indonesien kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde mindestens 66 Menschen ums Leben. In Osttimor wurden den Behörden zufolge bislang 21 Tote verzeichnet. Dutzende Menschen werden noch vermisst.

  • Auf der indonesischen Insel Flores versanken kleine Ortschaften regelrecht im Schlamm, Bäume wurden entwurzelt und Häuser stehen unter Wasser.
  • Auf der Insel Lembata wurden ganze Teile von Dörfern durch Schlammlawinen einen Berghang hinuntergerissen. Tausende Menschen flohen in Notunterkünfte.
  • Die südostasiatischen Inselgruppen werden während der Regenzeit immer wieder von verheerenden Erdrutschen und Sturzfluten heimgesucht. Erst im Januar waren bei Sturzfluten in der indonesischen Stadt Sumedang auf der Insel Java 40 Menschen gestorben.

09:57 Uhr

Athen besteht auf Reparationen für Zweiten Weltkrieg

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Das am 10. Juni 1944 von einem anonymen deutschen Soldaten aufgenommene Foto zeigt deutsche SS-Truppen in dem geplünderten griechischen Dorf Distomo, kurz nachdem 218 Einwohner als Racheakt für die Aktivitäten der Partisanen in der Gegend hingerichtet wurden.

(Foto: dpa)

Der deutsche Angriff auf Griechenland im Zweiten Weltkrieg ist morgen genau 80 Jahre her. Kurz vor dem Jahrestag fordert die griechische Regierung erneut Verhandlungen über Reparationszahlungen. "Die Frage bleibt offen bis zur Erfüllung unserer Forderungen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Nazi-Deutschland hatte Griechenland und Jugoslawien am 6. April 1941 überfallen. Bis 1944 verübten SS und Wehrmacht in Griechenland zahlreiche Massaker.

Eine griechische Parlamentskommission schätzte die Summe für die Kriegsschäden im Land auf mindestens 289 Milliarden Euro - inklusive einer Zwangsanleihe, die Griechenland der Deutschen Reichsbank während des Krieges gewähren musste. Für die Bundesregierung ist das Reparationsthema mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag über die außenpolitischen Folgen der deutschen Einheit von 1990 abgeschlossen. In dem Vertrag zwischen der Bundesrepublik, der DDR und den vier ehemaligen Besatzungsmächten USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien sind Reparationen aber nicht ausdrücklich erwähnt. Außerdem waren viele von Nazi-Deutschland angegriffene und besetzte Staaten wie Griechenland und Polen an den Verhandlungen darüber nicht beteiligt.

09:20 Uhr

LG produziert bald keine Handys mehr

LG Electronics
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Das südkoreanische Unternehmen LG Electronics gibt seine verlustbringende Smartphone-Sparte auf. Die Produktion und der Verkauf seiner mobilen Endgeräte werden eingestellt, teilte der Elektronik-Konzern mit. Der Verwaltungsrat habe den Schritt gebilligt. Die Stilllegung des "Geschäfts mit Mobiltelefonen" werde voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein. Es sei eine strategische Entscheidung gewesen, sich aus dem Bereich "mit unglaublich starker Konkurrenz" zurückzuziehen. Das Unternehmen wolle künftig seine Ressourcen auf Wachstumsbereiche wie etwa Teile für Elektrofahrzeuge und Robotertechnik konzentrieren. LGs Rückzug aus dem Smartphone-Geschäft hatte sich seit längerem angedeutet. Die Sparte wies seit Jahren einen operativen Verlust aus. In der ersten Jahreshälfte von 2013 war LG noch zum drittgrößten Handy-Hersteller der Welt aufgestiegen, hinter Samsung und Apple. Doch unter anderem durch Soft- und Hardware-Fehler bei den Spitzenmodellen rutschte die Marke in der Gunst der Käufer immer weiter ab.

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08:50 Uhr

Bericht: Kliniken betreiben immer mehr Outsourcing

Die Krankenhäuser in Deutschland lagern einem Medienbericht zufolge immer mehr Aufgaben in Servicegesellschaften aus. Danach haben sich die Personalausgaben in ausgelagerten Bereichen zwischen 2010 und 2018 mehr als verdoppelt, von knapp zwei auf vier Milliarden Euro, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Ihr Anteil an allen Personalaufwendungen der Kliniken stieg demnach von vier auf sechs Prozent und damit um 50 Prozent. Besonders hoch sei der Anteil der ausgelagerten Personalkosten in Berlin (17,4 Prozent) und Bremen (16,6 Prozent).

Der Linken-Gesundheitsexperte Harald Weinberg kritisierte die Entwicklung scharf. "Das Outsourcing gehört zu den gravierendsten Fehlentwicklungen in den Krankenhäusern", sagte er. Dies diene allein dem Unterlaufen von Tarifverträgen und der Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und der Entlohnung.

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08:20 Uhr

Karl Lauterbach lagert zu Hause über 100 Fliegen

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Ein Teil der Fliegensammlung.

(Foto: Karl Lauterbach/dpa)

In letzter Zeit ist Karl Lauterbach ohne sein früheres Markenzeichen - die Fliege - zu sehen gewesen. Weggeschmissen hat er seine Sammlung aber nicht. Mehr als 100 Fliegen hat er noch zu Hause - eingemottet in Kartons. Und manchmal verschenkt er eine - als Souvenir. Tragen will er sie aber nicht. "Fliegen sind aus der Mode", sagt der 58-jährige SPD-Politiker. "Ich hab sie viele Jahre getragen, das stammte sogar noch aus meiner Studentenzeit. Aber irgendwann war das komplett aus der Zeit gefallen. Meine Kinder haben mir das gesagt, aber mir hat's auch selbst nicht mehr gefallen." Außerdem hätten vor allem viele junge Menschen die Fliege in Krisenzeiten als unpassend empfunden, erklärte er letzte Woche in einem RTL-Interview. Schließlich werden Fliegen sonst meist bei Feiern getragen. "Wir haben eine Krise nach der anderen und es gibt wenig zu feiern", sagte er.

07:39 Uhr

Riesenkaninchen überlebt Wurf in Zoo

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Bei dem Kaninchen in Landau handelt es sich um einen sogenannten Deutschen Riesen, diese Tiere können zwischen 7 und fast 12 Kilo wiegen. Zu sehen ist hier allerdings ein anderes Exemplar.

(Foto: picture alliance / blickwinkel/W. Layer)

Ein Riesenkaninchen ist in Landau in der Pfalz offenbar von zwei Frauen mitsamt Transportkorb in ein Dromedargehege eines Zoos geworfen worden - und hat den anschließenden Aufprall nach einem fünf Meter weiten Flug überlebt. Das Tier habe sich dabei am Abend des Ostersonntags eine blutende Wunde am Schwanz zugezogen, teilte die Polizei mit. Weitergehende Untersuchungen müssten klären, ob eine Fraktur vorliege. Der Zoodirektor sei verständigt worden und habe sich um das Kaninchen gekümmert. Bei den Tätern handelt es sich ersten Erkenntnissen nach um zwei Frauen, die nach Angaben von Zeugen mit dem Auto am Zoo vorbeifuhren, und dann den Korb ins Gehege warfen. Gegen die mutmaßlichen Täterinnen wurde eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet.

07:12 Uhr

Chadwick Boseman posthum mit Filmpreis geehrt

"Black Panther"-Star Chadwick Boseman ist in den USA posthum mit einem wichtigen Filmpreis ausgezeichnet worden. Der amerikanische Schauspielerverband SAG wählte Boseman, der im vergangenen August mit 43 Jahren an Krebs gestorben war, bei einer virtuellen Show zum Gewinner in der Kategorie "Bester Darsteller" für seine Rolle in dem Drama "Ma Rainey's Black Bottom".

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Szene aus "Ma Rainey's Black Bottom".

(Foto: picture alliance / Everett Collection)

06:43 Uhr

Florida droht Umweltkatastrophe durch Abwasser

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Das Reservoir nahe der ehemaligen Mine.

(Foto: AP)

Im US-Bundesstaat Florida läuft Abwasser aus dem Becken einer stillgelegten Phosphatmine und Düngemittelfabrik aus. In der Plastikverkleidung des Abwasserbeckens ist ein Leck, das sich weiter vergrößert. Das Wasser ist vor allem mit Phosphor und Stickstoff belastet. Es droht eine Überschwemmung. Die Behörden haben die Evakuierung von mehr als 300 Häusern im Bezirk Manatee südlich von Tampa angeordnet, während Einsatzkräfte Abwasser aus dem Becken abpumpen. Umweltschützer warnen, das Eindringen des Abwassers ins Meer könnte eine gefährliche Algenblüte zur Folge haben, die Meereslebewesen ersticken lasse. Auch Auswirkungen für den Tourismus werden befürchtet. Bei einer Überschwemmung könnte Abwasser auch in Speicher laufen, in denen Phosphorgips, ein Abfallprodukt der Düngemittelproduktion, gelagert wird. Phosphorgips gilt wegen seines Gehalts an Radon-Isotopen als radioaktiv. Außerdem enthält es giftige Metalle wie Arsen, Blei und Quecksilber.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:20 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Hoffentlich hatten Sie bisher schöne Feiertage. Viele werden an diesem Ostermontag einfach mal ausspannen, andere müssen arbeiten, und wieder andere gehen zu den Ostermärschen der Friedensbewegung. Die sind im Laufe des Tages in vielen Städten bundesweit geplant. In Hamburg zum Beispiel steht der Ostermarsch unter dem Motto, "wer Frieden will, muss abrüsten". Da wir schon bei den Osterterminen sind: Um 12 Uhr spricht Papst Franziskus in Vatikanstadt das Angelusgebet. Abseits davon stehen heute noch diese Termine an:

  • Die britische Regierung will neue Regeln für Großveranstaltungen und internationale Reisen nach dem Lockdown verkünden.
  • Gegen 16:30 Uhr geht in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota der Prozess gegen den Ex-Polizisten Derek Chauvin wegen des Todes von George Floyd weiter.
  • Um 9:30 Uhr beginnt in Jerusalem die Vernehmung von Zeugen im Korruptionsprozess gegen Israels Ministerpräsident Netanjahu.
06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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