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Vorwürfe nicht vom Tisch 21-Jähriger lässt Klage gegen Spacey fallen

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(Foto: picture alliance / Matthias Balk)

Der US-Schauspieler Kevin Spacey ist von einem 21-Jährigen wegen sexueller Übergriffe verklagt worden. Nun zieht dieser die Klage zurück, ohne Angabe von Gründen. Doch damit ist das Verfahren für Spacey nicht vorbei.

Die Zivilklage wegen eines "unsittlichen Angriffs und Körperverletzung" gegen den US-Schauspieler Kevin Spacey ist fallen gelassen worden. Verschiedene Medien berichten, dass der junge Mann, der die Klage eingereicht hatte, sie freiwillig zurückgezogen habe. Gründe dafür nannte er nicht. Der Anwalt des heute 21-Jährigen bestätigte das gegenüber CNN.

Der damals 18-Jährige hatte dem ehemalige "House of Cards"-Star vorgworfen, ihn mit mehreren alkoholischen Getränken bestochen zu haben und anschließend minutenlang seine Genitalien gestreichelt zu haben. Aufgrund der psychischen Folgen dieses sexuellen Übergriffs hatte der junge Mann den Schauspieler auf Schadenersatz verklagt.

Die Anwälte des Schauspielers hatten zuvor offenbar versucht, die Glaubwürdigkeit des Klägers in Frage zu stellen. Sie unterstellten dem jungen Mann zuletzt, Textnachrichten gelöscht zu haben, die Spaceys Unschuld bewiesen hätten.

Spacey muss sich dennoch vor dem Gericht in Nantucket, im US-Bundesstaat Massachusetts, verantworten. Das parallel laufende Strafverfahren wegen der Übergriffe, werde "dennoch fortgesetzt". Das bestätigte eine Sprecherin des Bezirksstaatsanwalts der "New York Times". 

Scotland Yard befragt Spacey

Laut einem Bericht des "Guardian" sind Ermittler von Scotland Yard ebenfalls in die USA gereist und befragten Spacey zu weiteren Vorwürfen. Scotland Yard habe den Schauspieler wegen Ansprüchen von sechs mutmaßlichen Opfern befragt, heißt es.

Erstmals waren 2017 waren Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey aufgekommen. Damals hatte der Schauspieler Anthony Rapp behauptet, dass der Schauspieler ihn im Alter von 14 Jahren belästigt hatte. Hinzu kamen etwa 30 weitere Anschuldigungen. Der 59-Jährige bestreitet die Taten und plädiert auf nicht schuldig.

Quelle: ntv.de, joh/spot