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US-Rapper in Schweden verurteilt ASAP Rocky bleibt trotz Schuldspruchs frei

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ASAP Rocky heißt mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der US-Rapper ASAP Rocky prügelt während eines Tourstopps in Stockholm auf einen Mann ein - angeblich zur Selbstverteidigung. Dass er deshalb festgenommen wird, stößt in den USA auf Unverständnis. Doch die schwedische Justiz bleibt hart.

US-Rapper ASAP Rocky ist in Schweden wegen einer Straßenschlägerei zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er und zwei mitangeklagte Begleiter einen jungen Mann in Stockholm geschlagen und getreten haben, als dieser am Boden lag.

Sie hätten sich nicht in einer Situation befunden, in der sie sich lediglich selbst verteidigt hätten. Die Tat sei jedoch nicht so schwerwiegend gewesen, dass sie dafür ins Gefängnis müssten, urteilte das Gericht. Das Opfer erhält Entschädigung. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Monate Gefängnis gefordert.

ASAP Rocky war nach einem Monat Untersuchungshaft am vergangenen Wochenende entlassen worden und in die USA zurückgekehrt. Er und zwei seiner Begleiter hatten sich in Schweden wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen. Ende Juni hatten sie den Mann in Stockholm auf offener Straße zusammengeschlagen - aus eigenen Angaben, nachdem sie von ihm länger belästigt und bedrängt worden waren.

Unterstützung von Trump und Kanye West

ASAP Rocky befand sich ursprünglich wegen eines zweitägigen Hip-Hop-Festivals in Schweden, als sich der Vorfall ereignete. Kanye West und Kim Kardashian hatten versucht, ihrem Freund zu helfen, indem sie ihre Verbindungen zum Weißen Haus nutzten.

US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin tatsächlich mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven telefoniert. Stockholm wies dabei auf die Unabhängigkeit der schwedischen Justiz hin. Die Regierung dürfe sich nicht in juristische Belange einmischen. In Schweden seien vor dem Gesetz alle gleich. Das gelte auch für Rapper.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa/AFP

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