Unterhaltung

Urban trifft auf Pop "Alles lebt" bei Adel Tawil

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"Alles lebt" kommt mit frischen musikalischen Ideen.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Popsänger Adel Tawil spannt seine Fans nicht länger auf die Folter: Der 40-Jährige veröffentlicht sein drittes Soloalbum namens "Alles lebt". Der frischgebackene Vater will seine Fans diesmal mit einem ganz neuen Sound überraschen.

Adel Tawil ist seit seiner Zeit bei "Ich + Ich" nicht mehr aus der deutschen Popmusik wegzudenken. Die erste Singleauskopplung "Tu m'appelles" mit Peachy liefert seit dem 12. April einen kleinen Einblick in sein drittes Studioalbum. "Alles lebt" enthält 14 Songs und kommt dabei vollkommen ohne Autotune aus. Es liefert außerdem einen interessanten Mix aus Urban und Popmusik. "Der Anspruch an dieses Album war, einen neuen Sound zu finden, der für mich eine Entwicklung, einfach das nächste Level darstellt", sagt Tawil.

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Der Berliner hat sich weiterentwickelt. Die Geburt seines ersten Kindes hat den einst scheinbar ewigen Teenager erwachsen werden lassen. Das spiegelt sich auch in seinen Songs wider. Im Lied "Neues Ich" verarbeitet der Künstler die Geburt seines ersten Kindes: "Das war so ein ehrfurchtsvoller Moment. Als das Kind dann da war, herrschte absolute Ruhe. Da hätte kein Wort gepasst", beschreibt Tawil seine Gefühle. Auf seinem neuen Album widmet er sich auch gesellschaftskritischen Themen wie Fremdenfeindlichkeit ("Wohin soll ich gehen") und übermäßigem Konsum ("Katsching"). Zu letzterem Song wird es definitiv ein Musikvideo geben, sagt Tawil.

"Ein eiskalter Schauer"

Tawils vorheriges Album "So schön anders" stand unter keinem guten Stern. Kurz vor der Fertigstellung zog sich der Sänger einen schweren Halswirbelbruch zu. Er überlebte nur knapp und kam glücklicherweise ohne eine dauerhafte gesundheitliche Beeinträchtigung davon.

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Als Tawil und sein Team auf Hawaii am neuen Album arbeiteten, schien es so, als ob auch die Produktionsphase von "Alles lebt" von einem schrecklichen Ereignis überschattet wird: "Wir wollten morgens an den Strand. Auf einmal klingelten die Handys und wir bekamen eine Nachricht: 'Attention. Missile Threat. Seek Shelter. This is not a drill.' ('Achtung. Raketenbedrohung. Schutz suchen. Das ist keine Übung')", erzählt Tawil. Als er und sein Team zwei Urlauber gefragt hätten, ob sie mehr Informationen hätten, wurden sie erst recht in Panik versetzt. Die Amerikaner sagten zu ihnen: "Fucking Trump is starting World War 3" ("Der verdammte Trump fängt den dritten Weltkrieg an").

"Da lief mir ein eiskalter Schauer den Rücken herunter. Ich dachte: Das kann jetzt nicht sein, ich will eine Familie gründen", erinnert sich Tawil. Die Crew ging schließlich nicht nur von einem Raketenangriff aus, sondern von einer Atombombe. Dass es sich lediglich um einen Fehlalarm handelte, erfuhr Tawil 38 Minuten später. Die aufrüttelnde Erfahrung verarbeitet der Sänger im Song "Atombombe".

Natürlich hat Adel Tawil mit "Hawaii" auch noch einen potenziellen Sommerhit im Gepäck. Seine Fans dürften also mehr als gespannt auf die Albumveröffentlichung sein.

Quelle: ntv.de, imi