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Die "Lord of the Flies"-Story Ansturm auf Rechte von wahrer Geschichte

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1963 wurde die Geschichte "Lord of the Flies" des Autors William Golding das erste Mal verfilmt. 1988 zum zweiten Mal.

(Foto: Two Arts Ltd.)

"Herr der Fliegen" ist 1954 ein erfolgreicher Roman. Doch die Geschichte von gestrandeten Jungen weicht von den tatsächlichen Begebenheiten ab. Die wahre Story, die Rutger Bregman aufschreibt, soll nun auf die Leinwand gebracht werden. Filmstudios kämpfen um die Rechte.

Bekannt wurde die Geschichte erst vor kurzem als "Der wahre Herr der Fliegen", nun soll das ungewöhnliche Schicksal einer Gruppe auf einer einsamen Insel gestrandeten Kinder aus den 1960er-Jahren verfilmt werden. Die Rechte an der Geschichte seien an New Regency gegangen, den Produzenten von "The Revenant - Der Rückkehrer" und "12 Years a Slave", teilte der Autor der Geschichte, Rutger Bregman, auf Twitter mit.

Dank seines Interesses für William Goldings Klassiker "Herr der Fliegen" (Lord of the Flies) hatte der niederländische Historiker die wahre Geschichte der sechs Schuljungen aus Tonga, die gemeinsam ein Fischerboot geklaut hatten, damit gekentert waren und 15 Monate auf einer einsamen Pazifik-Insel überlebten, ausgegraben und darüber ein Buch geschrieben.

In Wahrheit kein gewaltsames Ende

Im Gegensatz zu Goldings Fiktion von 1954, die in einer Gewaltorgie endet, arbeiteten die echten jungen Robinsons friedlich zusammen, organisierten gemeinsam ihr Überleben und blieben Freunde. Unter dem Titel "The real Lord of the Flies" berichtete Bregman Anfang Mai in der britischen Zeitung "The Guardian", wie er den australischen Kapitän fand, der die Jugendlichen zufällig entdeckte und rettete.

Der Artikel wurde rund acht Millionen Mal gelesen und sorgte für ein regelrechtes Wettrennen der Filmstudios um die Rechte. Nach gemeinsamen Beratungen mit dem Kapitän und vier der Schiffbrüchigen hätten sie sich für New Regency entschieden, weil die Firma zugesagt habe, bei dem Film auf "kulturelle Authentizität" zu achten, so oft es geht mit örtlichen Teams zu arbeiten und die überlebenden Schiffbrüchigen anzuheuern, schrieb Bregman.

"Nach 50 Jahren haben sich die Überlebenden endlich wiedergefunden, und die Welt wird ihre Geschichte hören", erklärte er und fügte hinzu: "Wir alle freuen uns schon auf den Tag, an dem wir uns auf dem Roten Teppich wiedersehen."

Quelle: ntv.de, jaz/AFP