Unterhaltung

"Nichts als eine Schlampe" Barr schockiert mit #MeToo-Aussage

imago83457601h.jpg

Die eigentlich so lustig wirkende Roseanne Barr hat einige ziemlich krude Ansichten, mit denen sie auch nicht hinter dem Berg hält.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Roseanne Barr hat offenbar nichts aus der Vergangenheit gelernt. Wieder sorgt sie mit einem skandalösen Statement in einer US-Talkshow für Aufruhr. Ihre Meinung zu den Frauen der #MeToo-Bewegung ist hart und wenig nachvollziehbar.

In der Auftaktfolge der US-amerikanischen ABC-Sendung "The Candace Owens Show" schockierte Schauspielerin Roseanne Barr mit ihrer Meinung über die führenden Frauen der #MeToo-Bewegung. Die seien für sie nämlich nichts anderes als "Schlampen", sagte sie in dem einstündigen Interview.

*Datenschutz

In den Augen der 66-Jährigen sei klar, dass die vermeintlichen Opfer von Harvey Weinstein und Co. bewusst ihre weiblichen Reize eingesetzt hätten, um an Jobs in der Traumfabrik zu kommen. Die Anklägerinnen "geben vor, keine sexuellen Gefallen gegen Geld eingetauscht zu haben", so Barr. Wären sie wirklich so schockiert über die Avancen gewesen, hätten sie umgehend die Flucht aus dem Hotelzimmer ergriffen, ist sie sich sicher. Sie seien aber geblieben, weil sie sich gedacht haben: "'Vielleicht gibt er mir ja einen (...) Job'. Nun, dann seid ihr nichts anderes als eine Schlampe."

Immer wieder verbale Ausfälle

Barr hatte kurz nach ihrem TV-Comeback mit "Roseanne" durch einen rassistischen Tweet für Aufruhr und ihren Rausschmiss gesorgt. "Hätten die Muslimbruderschaft und Planet der Affen ein Baby, würde es aussehen wie Valerie Jarrett", lautete ihre Twitter-Hetze gegen Barack Obamas langjährige Beraterin. Die Folge: Zuerst wurde "Roseanne" abgesetzt, dann das Spin-off "Die Conners" ersonnen, in der Barrs Figur kurzerhand einer Medikamenten-Überdosis zum Opfer fiel.

Das gefiel Frau Barr natürlich so gar nicht. Nach der US-Premiere der neuen Sitcom gab sie zusammen mit ihrem langjährigen Freund, dem bekannten Rabbiner Shmuley Boteach, ein Statement dazu ab. Darin hieß es unter anderem: "'Roseanne' war die einzige Show im Fernsehen, die sich direkt mit den tiefen Rissen befasste, die das Gefüge unserer Gesellschaft bedrohen." Konkret habe die Serie die Botschaft befördert, dass Liebe und Respekt für die Persönlichkeit des jeweils anderen das Wichtigste seien, hieß es weiter. Und die Show habe eine starke Frau in einer führenden Rolle gefeiert, erklärte Barr, "etwas, von dem wir in unserem Land mehr brauchen".

Auch nach wiederholten Entschuldigungen, die von Herzen gekommen seien, sei der Sender nicht bereit gewesen, über einen "bedauernswerten Fehler" hinwegzusehen: "Es ist jedoch die Kraft der Vergebung, die unsere Menschlichkeit ausmacht", stand in dem Statement geschrieben, bevor Barr sich über die Absetzung ihrer Show beklagte. Auf Twitter drückte sich die Schauspielerin dann etwas direkter aus: "Ich bin nicht tot, Bitches!!!!", schrieb sie dort.

Quelle: n-tv.de, nan/spot

Mehr zum Thema