"Der kriegt sogar die Eier frisiert"Bauer hat Frau - für immer!
Finale? Von wegen! "Bauer sucht Frau" geht weiter. Im echten Leben. Nahezu alle Pärchen in dieser Staffel scheinen sich nicht nur gesucht, sondern auch gefunden zu haben. Für heute, morgen und in alle Ewigkeit.
"Was für ein Happy End" - Moderatorin Inka Bause nahm uns am Ende die Worte aus dem Mund. Über das Liebesfeuerwerk, das in dieser "Bauer sucht Frau"-Staffel abgebrannt wurde, haben wir ja schon vor Freude einen geistigen Lambada getanzt. Doch das Finale toppte wirklich noch einmal alles. Jetzt wird nicht nur geknutscht, gekuschelt und gefummelt, was Gerhards Zähne, Martins Bett und Volkers Hände hergeben. Jetzt wird geheiratet!
Offiziell gab es in der Abschlussendung zwar "nur" einen Antrag. Doch wer könnte daran zweifeln, dass schon bald alle unsere Bauern unter der Haube sein werden - so oft, wie da die Worte "für immer" gefallen sind: Jenny wird bei ihrem Martin selbstredend genauso "für immer bleiben" wie Anja bei ihrem Johannes. Und natürlich gehören auch Willy und seine Rosi "für immer zusammen". Dass dies ein - definitiv immer währender - Fakt ist und nicht bloß von Inka Bause so daher gefaselt war, bestätigten unsere Turteltäubchen mehrfach selbst. Nicht nur Rosi kann sich "durchaus vorstellen, hier für immer zu leben", auch Jenny hat "das Gefühl, für immer jetzt hier zu sein". Das ist natürlich noch etwas ungewohnt, "aber ich hab ja Martin."
Was Martin dem Teddy voraus hat
Genau! Und der Martin hat sie - mitsamt ihren duften Malen-nach-Zahlen-Hundebildern überm und ihrem Lieblingskissen und Teddy im Bett. Das heißt, Moment: Der Zottelbär muss natürlich jetzt, da ein neuer Mann in Jennys Leben getreten ist, das Revier im Schlafzimmer räumen, wie Martin gewohnt bestimmt zu verstehen gab: "Den können wir ja bei Tag drauf lassen und bei Nacht finden wir einen anderen Platz." Das hat gesessen. Doch letztendlich zeigte sich die Bäckereifachverkäuferin auch einsichtig: "Jetzt hab' ich ja Martin, und jetzt knuddel ich den halt." Klingt logisch, zumal Jenny erkannt hat: "Der Teddy kann halt nicht so viele Sachen wie Martin halt."
Was genau der Martin dem Teddy im Bett voraus hat, sollte allerdings mal lieber nicht Jennys Vater mitkriegen. Ehe sich der Niedersachse und seine Frau nach ihrem Hofbesuch wieder vom Acker des schüchternen Schwaben machten, nordete der Städter den Bauern in bester Patriarchen-Manier ein: "Du passt auf sie auf, ja", nahm er den 29-Jährigen ins Gebet, während er seine Arme über dessen Schultern legte. Aber klar doch, wenn der Martin kein Beschützertyp ist, wer denn dann?
Gut, wenn man eine Ziege hat
Dabei hat es Holger und Silke - so vertraut sind wir ja wohl inzwischen, dass wir Jennys Eltern beim Vornamen nennen dürfen - bestimmt ganz prima auf dem Bauernhof gefallen. Zwar guckte die Frau Mama beim Ausflug in den Stall zunächst ein wenig angewidert drein, doch als dann die Kuh neben ihr mal eben einen dicken Strahl absetzte, hatte auch Silke sicht- und hörbar ihren Spaß. Holger fand das sogar so super, dass er am liebsten gar nicht mehr aufgehört hätte, das erste Mal in seinem Leben Kühe zu streicheln. Und als Martin ihm dann auch noch die einzige Ziege im Stall zeigte, hat nicht nur er, sondern haben wir alle etwas gelernt. "Die reinigt die Luft", erläuterte der Schwabe die Anwesenheit des Zickleins, das damit als Vorposten gegen die Rindergrippe dienen soll. "Jetzt weiß ich auch, warum ich zu Hause nicht krank werde", schlussfolgerte Holger mit Blick auf Frau und Tochter scharfsinnig. Auf die Idee, Frau und Ziege auszutauschen, kam er zum Glück nicht.
Ausgetauscht haben dafür Willy und Rosi so Einiges: Seine Klamotten im Schrank gegen ihre, einen "Willy"-Anhänger in Herzform gegen ein "Ich liebe Dich" und - wir wagen es uns kaum zu sagen -womöglich auch Körperflüssigkeiten, die nicht beim Knutschen allein entstehen. Jedenfalls teilten der Ackerbauer und die einstmals "robuste Rheinländerin", die mittlerweile zur "liebevollen Köchin" mutiert ist, erstmals das Bett miteinander. Und: "Zum ersten Mal in seinem Leben erwacht der 49-Jährige mit einer Frau in seinem Arm", um erfreut festzustellen, dass seine Angebetete "wirklich aus Fleisch und Blut" ist. Aber hallo, unsere Rosi ist doch wohl mal zu 120 Prozent aus Fleisch. Und Blut.
Dass sogar Willys und Rosis Zahnbürsten (fast) gleich aussehen, kann nichts anderes als ein Omen sein: "Na, wenn das mal nicht passt mit uns, dann weiß ich net", deutete die Rheinländerin dieses wahrlich geradezu übersinnliche Zeichen. Da ist es nur konsequent, dass sie nun schließlich mit Sack und Pack bei ihm einziehen wird.
Weise Worte
Genau das ist auch Anjas Plan bei Biobauer Johannes. Sie kommt jedoch weniger mit Sack und Pack als mit - noch werdendem - Kind und Kegel. Das Kinderzimmer hat sie schon mal ungefragt bestellt, so dass der Bärchen-Lampenschirm, den Johannes als Überraschung gedacht hatte, leider für die Tonne ist.
Doch im Vergleich zu dem Geständnis, das der Bauer seiner Auserwählten noch zu machen hatte, war das ohnehin Pillepalle. Ja, anders als manche seiner Berufskollegen hatte Johannes schon vor Anja mal eine Frau im Bett, mit der Folge, dass auch er nun Vater wird. Die Lageristin musste das "erst mal sacken" lassen. "Doch der verliebte Odenwälder findet die richtigen Worte", erklärte uns Inka Bause, ehe Johannes zu diesen ansetzte: "Weischt, Anja, es is' halt so: Fürs Leben gibt's ka Drehbuch." Mal ehrlich, wer hätte sich von diesen weisen Worten nicht überzeugen lassen. Und so fiel die 28-Jährige ihm dann auch erleuchtet um den Hals. Bleibt zu hoffen, dass sie keinem Hallodri aufgesessen ist, denn, so wird gemunkelt, Johannes soll die Frau, die sein Kind erwartet, eiskalt abserviert haben. Wir bleiben dran!
"Sehr nahe" am Traummann
Dran bleibt mit Sicherheit auch Milchbauer Volker. Er hat sich schließlich bis über beide Ohren in Schuhverkäuferin Verena verknallt. Vor allem ihre blauen Augen trieben ihn so weit ins Delirium, dass er schon wirres Zeug faselte: "Jede Sekunde ohne dich ist für mich eine Ewigkeit." Auch Verena hat sich in den Ostfriesen verguckt, doch irgendwie wurde man bis zum Schluss das Gefühl nicht los, dass ihre Uhr ein wenig anders tickt. Dann etwa, wenn sie meinte, dass Volker ihrem Traummann "schon sehr nahe" komme.
So war es dann auch vor allem Volker, der von ihr getröstet werden musste, und nicht umgekehrt, als Verenas Hofwoche zu Ende ging. "Ich werd' sterben", schluchzte der 28-Jährige am Bahnsteig. Doch die Schuhverkäuferin beschwichtigte ihn sanft: "Nein." Als Volker schließlich selbst dann noch an ihr dran hing, als sie bereits in den Zug gestiegen war, wirkte Verena beinahe schon genervt. Aber, ach was, diese Beziehung ist bestimmt auch für immer.
"Schöne Schamhaar-Frisur"
So wie - täterätä - selbstverständlich und insbesondere bei Marcel und Katja. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet bei diesem Paar womöglich schon bald die Hochzeitsglocken läuten? Zunächst sah das jedenfalls noch ganz anders aus. "Rüpelhaft", fand Katja den Umgang mit den Schafen, die Marcel am Hinterbein zur Schur schleifte. Doch vielleicht wurde Katja wie wir von Inka Bause beruhigt: "Dem Tier tut das nicht weh." Na, dann ist es ja gut - und so hatte die Kellnerin am Ende doch ihren Spaß, als es dem Schafsbock nicht nur an die Wolle ging. "Der kriegt sogar die Eier frisiert - schöne Schamhaar-Frisur", freute sie sich, ehe sie auf den Schafen zurück in den Stall ritt.
Ob es dann letztlich im Kanu, bei der Kutschfahrt, am Lagerfeuer vor dem Zelt oder bei einem der vielen gemeinsamen Gläser Sekt so gefunkt hat, dass Katja ihren Zweizentner-Mann inzwischen "Spätzchen" ruft, wissen wir nicht. Was wir jedoch wissen, ist, dass er mit seinem Heiratsantrag bei ihr voll ins Schwarze getroffen hat. "Möchtest du meine Frau werden?", wollte Marcel inmitten seiner Schafe wissen, meinte damit aber Katja. "Ja", antwortete die zur Bäuerin gewordene Bayerin, brach in Tränen aus und fiel ihrem Ehemann in spe um den Hals. Denn, so teilte sie uns mit, bei Marcel hat sie das Gefühl, endlich angekommen zu sein. "Das wird lange halten." Eben ganz einfach: "Für immer."