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"Ich öffne meine Augen, nur um Dich zu sehen": Mit einem Liebeslied wirbt Beyoncé für Tidal.
"Ich öffne meine Augen, nur um Dich zu sehen": Mit einem Liebeslied wirbt Beyoncé für Tidal.(Foto: REUTERS)
Montag, 06. April 2015

"Mit dir sterben": Beyoncé kurbelt Tidal an

Die neue Plattform ist eine Art Kampfansage an die Musikindustrie: Mit Tidal wollen prominente Popstars die Online-Vermarktung ihrer Hits selbst in die Hand nehmen. Mit einer Liebeserklärung legt sich Beyoncé für das Projekt mächtig ins Zeug.

Popdiva Beyoncé Knowles hat ihren Fans eine ungewöhnliche Osterüberraschung bereitet - und damit zugleich einem womöglich revolutionären Projekt ihres Mannes auf die Sprünge geholfen. Die Sängerin veröffentlichte in dem bislang wenig bekannten Musik-Streamingdienst Tidal ein exklusives Stück, das ihrem Gatten Jay-Z zum Hochzeitstag gewidmet ist.

Geschäftstüchtiges Paar: Beyoncé (r.) und ihr Ehemann Jay-Z (Archivbild).
Geschäftstüchtiges Paar: Beyoncé (r.) und ihr Ehemann Jay-Z (Archivbild).(Foto: REUTERS)

Damit die Fans der Künstlerin den Wink mit dem Zaunpfahl nicht verpassen, präsentierte Beyoncé am Wochenende auf ihrer offiziellen Facebook-Seite parallel dazu einen 15 Sekunden langen Ausschnitt aus dem Lied. An dessen Ende verweist sie auf den kostenpflichtigen Musikdienst, der von ihrem Mann mitgegründet wurde. Beyoncé und Jay-Z sind seit Anfang April 2008 verheiratet.

Streaming in Künstlerhand

In dem Video zu "Die With You" (deutsch etwa: "Mit dir sterben") ist Beyoncé am Klavier zu sehen, wie sie lächelnd in die Kamera blickt und Liedzeilen singt wie: "Ich öffne meine Augen, nur um dich zu sehen, ich lebe, nur um mit dir zu sterben."

Jay-Z hatte Tidal Ende März bei einer prominent besetzten Pressekonferenz vorgestellt - unter anderem unterstützt von Beyoncé selbst, Popstar Madonna und dem Elektroduo Daft Punk. Zahlreiche Künstler agieren als Gesellschafter des Angebots. Unter listen.tidalhifi.com bietet der Dienst neben Beyoncés Beitrag auch exklusive Songs von Madonna, Alicia Keys und Rihanna. In den vollen Genuss des Angebots kommen Nutzer allerdings erst nach Anmeldung.

Das Projekt ist ehrgeizig und könnte im Musikgeschäft nach Ansicht von Beobachtern noch hohe Wellen schlagen: Die an Tidal beteiligten Stars bringen damit erstmals einen von ihnen selbst kontrollierten Streamingdienst auf den Weg. Das Angebot soll der Konkurrenz von Spotify und anderen Diensten die Stirn bieten.

Hinter Spotify steht eine Reihe von Schwergewichten der Musikindustrie. Das Projekt wird von Großinvestoren aus der Finanzbranche unterstützt. Zuletzt war eine milliardenschwere Übernahme des Streamingdienstes Spotify durch Google im Gespräch. Diese Pläne scheinen sich allerdings zerschlagen zu haben.

Quelle: n-tv.de