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Massive Kritik am neuen Album Beyoncé streicht behindertenfeindliches Wort

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Bislang hat sich Beyoncé nicht persönlich zu der Kritik geäußert.

(Foto: picture alliance / Chris Pizzello/Invision/AP)

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Millionen Menschen hören das neue Album von Popstar Beyoncé rauf und runter. Doch ein Song sorgt für massive Kritik: Von "Heated" fühlen sich viele Menschen mit Behinderung beleidigt. Die 40-jährige Sängerin lenkt ein. Viele Betroffene bleiben trotzdem frustriert zurück.

Popstar Beyoncé hat bestätigt, dass sie ein beleidigendes Wort für Menschen mit körperlicher Behinderungen aus ihrem neuen Album "Renaissance" streicht. "Das Wort wird ersetzt", teilte ein Sprecher der Sängerin mit. "Es wurde nicht absichtlich in verletzender oder herabwürdigender Art und Weise eingesetzt." Von Beyoncé selbst liegt noch keine Stellungnahme vor.

In dem Song "Heated", den Beyoncé gemeinsam mit dem kanadischen Sänger Drake geschrieben hatte, fällt am Ende zweimal das Wort "Spast", das auch in Deutschland oftmals abwertend im Zusammenhang mit Menschen genutzt wird, die an einer zerebralen Bewegungsstörung leiden. Unter anderem Hannah Diviney, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzt, und die Wohltätigkeitsorganisation Scope, hatten auf den Zusammenhang aufmerksam gemacht. Sie sprachen von einem "Schlag ins Gesicht", weil man die gleiche Diskussion erst vor einem Monat schon einmal geführt habe, wie Diviney in der BBC erklärte.

Die bekannte US-Sängerin Lizzo hatte das Wort ebenfalls in ihrem Song "Grrrls" verwendet. Mitte Juni erklärte sie, dass sie ihren Liedtext geändert habe, nachdem sie auf die Bedeutung des Wortes aufmerksam gemacht wurde. Sie stellte klar, dass sie "abfällige Sprache" niemals unterstützen wolle. Als "fette schwarze Frau in Amerika" sei sie selbst schon mit so vielen "schmerzlichen Worten" beleidigt worden, dass sie sehr genau um die Kraft solcher Ausdrücke wisse.

Das sei eine bedeutsame und fortschrittliche Reaktion von Lizzo gewesen, kommentierte Diviney die Situation in der BBC. Deswegen sie auch "müde und frustriert, dass wir diese Konversation so schnell schon wieder führen".

Für Popstar Beyoncé ist es nicht die erste Kritik, das ihr neues Album auslöst. Sängerin Kelis hatte ihr zuvor bereits unterstellt, ungefragt einen Teil ihrer Musik geklaut zu haben. In dem Song "Energy" verwendet Beyoncé demnach einen Ausschnitt ihres Liedes "Get Along With You". In einem Instagram-Video erklärt Kelis wütend, dass sie nicht gefragt worden sei. "Warum hat niemand den Anstand, mich anzurufen und zu sagen: 'Hey, wir würden gerne deine Aufnahme benutzen'?", fragt sie unter anderem.

Quelle: ntv.de, chr/spot

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