Unterhaltung

First Husband of the United States Bill Clinton, heute ganz in Taubenblau

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Drei oder zwei Knöpfe? Und trägt der First Husband sein Jacket geschlossen oder offen?

(Foto: dpa)

Wenn der US-Präsident vor die Welt tritt, dann sitzt sein Anzug natürlich, aber keiner verliert ein Wort darüber. Was seine Frau Michelle dagegen trägt, ist großer Bestandteil der Berichterstattung. Wie es wohl bei Hillary und Bill werden könnte?

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Die Damen in Blau: Zwischen Clinton und Merkel scheint die Chemie zu stimmen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Was wäre, wenn eine Frau Präsidentin der Vereinigten Staaten werden würde und ihr Mann stünde neben ihr, winkend, lächelnd, gut angezogen? Gar nicht mal so unwahrscheinlich, das Ganze, denn Hillary Clinton könnte ja die erste Frau sein, die dieses Amt bekleidet. Damit wäre Bill Clinton der erste Mann, der das Amt des "First Husband" innehätte und der dann das Damenprogramm mit Angela Merkels Mann Joachim Sauer absolvieren "müsste". Zum Glück leben wir ja in aufgeklärten Zeiten und aus dem Damen-Programm wurde ein Begleit-Programm. Übrigens ist der Clinton-Fall wirklich ein spezieller Fall: Noch kein Präsident der Vereinigten Staaten ist je wieder in das Weiße Haus gezogen, obwohl seine Amtszeit vorüber war. Auch da würden die Großeltern Clinton, sollte Hillary denn gewählt werden und ihren Konkurrenten Donald Trump übertrumpfen, ein Exempel statuieren. 

Während Hillary sich nun aber um die Geschicke und vor allem die Missgeschicke in der Welt und in ihrem eigenen Land kümmern muss, wird Bill Clinton ebenfalls ein strammes Programm durchziehen müssen. Darüber zu spekulieren, wie das dann aussehen könnte, ist noch zu früh. Was wir aber genau wissen, ist, dass eines nicht passieren wird: Bill Clinton wird nicht auf seine Kleidung seine Oberarme oder seine Frisur reduziert werden. Wetten?

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Die Zeiten ändern sich, die Rollen auch.

(Foto: AP)

Selbst eine so großartige, intelligente, studierte und beruflich erfolgreiche Frau wie Michelle Obama hätte, wenn sie es denn tun würde, immer wieder Dinge über sich lesen können wie: "Die Oberarme der First Lady sind zwar perfekt in shape, aber bei diesem Anlass hätte sie doch ein leichtes Jäckchen überziehen sollen." Als Tipp dann in der nächsten Ausgabe: "So trainieren Sie wie Michelle Obama." Aber auch die Haare waren und sind ein ständiges Thema, an dem Frauen gemessen werden: "First Lady mit neuer Frisur - steht ihr der Pony?" "Und in der nächsten Ausgabe dann: "Pony günstiger als Botox", oder "So findet Barack die neue Frisur seiner Frau", oder: "Ehekrise im Weißen Haus?" Immerhin bedeutet eine neue Friseur bei Frauen ja auch immer gleich so etwas wie ein neuer Lebensabschnitt.

Es changiert von Bleu ins Schwarze

Wir sind schon soo gespannt, wie das bei Bill Clinton und Hillary ablaufen wird. Von Ehekrise können diese beiden ein Lied, ach was, ein ganzes Gesangsbuch singen. Wir freuen uns auf die Schlagzeilen: "Monica Lewinskys Bruder absolviert Praktikum im Weißen Haus", gepaart mit den Beobachtungen: "Hillarys Augenringe und Bills häufige Besuche in einer Klinik - was ist da los?"

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Die Clintons passen sogar zur Ballon-Deko - oder war es umgekehrt?

(Foto: REUTERS)

Schön wäre es, wenn wir uns über die Oberarme von Bill Clinton hermachen könnten, das wird allerdings kaum möglich sein. Da geht schon besser: "Sein schmalgeschnittener, taubenblauer Anzug korrespondiert hervorragend mit seinem silbernen Haar", oder: "Hat der FHOTUS (First Husband Of The United States) etwas an den Augen machen lassen?", oder: "Bill Clintons haariges Geheimnis: Er benutzt "Silver-Shimmer-Conditioner".

Ganz ehrlich, werden wir je einen Text lesen wie diesen: "Gestern betrat Bill Clinton, der Mann der Präsidentin, federleichten Schrittes die Bühne, um seine Frau zu unterstützen. Seine staatsmännische Erscheinung wurde davon unterstrichen, dass er einen gleichzeitig edlen und doch nicht übertrieben teuren Look wählte, mit dem er den Stil seiner Frau subtil unterstrich. Sicher hat Clinton nicht solche Pluspunkte wie die definierten Oberarme der ehemaligen First Lady aufzuweisen, aber seine Frisur ließ alle Zweifler verstummen. Der 42. Präsident der Vereinigten Staaten macht kein Geheimnis daraus, dass er seinen fantastischen Look nur einem zu verdanken hat - seinem Stylisten. Dieser wurde verpflichtet, sich nur noch um Bill zu kümmern - was ein Francois Hollande kann, kann ein Bill Clinton erst recht.

Nachdem der Stylist in einem unbedachten Moment ausgeplaudert hatte, von welchem Designer Bills Anzug am letzten Wochenende stammt, stehen die Telefone bei T.H. und in allen großen Kaufhäusern inklusive Versandhandels nicht mehr still. Der Anzug, dessen Farbe je nach Lichteinfall von einem Mittelblau ins Nachtblau (Nachtblau ist das neue Schwarz!!) changiert, war binnen Minuten ausverkauft.

Das Einstecktuch harmonierte perfekt mit Hillarys Kostüm. Es soll ein Geschenk sein und beim besten Willen ist nicht herauszufinden, woher das Tuch stammt. Den Rat, die Passform seines Jackets etwas länger als üblich anfertigen zu lassen, hat Clinton befolgt. Übrigens sowohl er als auch sie. Wir dürfen gespannt sein, was Kanzlerin Merkel und ihr Mann in zwei Wochen zu der Typveränderung des First Couples sagen werden. Zwei Dinge noch: Schmuck trägt Clinton kaum, aber wir sehen Ehering und Uhr (Harry Winston??) und - ein strahlendes Gebiss. Die Zähne sind doch der wahre Schmuck eines Herrn von Welt, der etwas auf sich hält, finden Sie nicht, verehrte Leser?"

Quelle: ntv.de, qz.com

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