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"Glauben" und "Sisi" Cannes feiert RTL-Serien

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Die Serie "Sisi" feiert in Cannes Weltpremiere.

(Foto: RTL / Lukas Šalna)

Unterschiedlicher könnten sie kaum sein. Doch auf dem TV-Festival "Canneseries" stehen sie beide im Fokus: die Serien-Neuauflage von "Sisi" und das auf Drehbüchern von Ferdinand von Schirach basierende Justizdrama "Glauben", das gleich in mehreren Kategorien nominiert ist.

Das Filmfestival in Cannes kennt jeder. Doch in Zeiten, in denen Streamingdienste dem Kino oftmals schon den Rang ablaufen, mausert sich seit 2018 auch das TV-Festival "Canneseries" an der Côte d’Azur zur festen Größe. Derzeit ist die diesjährige Ausgabe im vollen Gange. Und im Rampenlicht stehen dabei auch zwei Serien aus deutschen Landen.

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Das "Cannesseries" hat sich als TV-Festival etabliert.

(Foto: imago images/Xinhua)

So feiert am Montagabend die zunächst sechsteilige Serie "Sisi" auf dem Festival Weltpremiere. Zu sehen sein wird sie Ende 2021 beim heute noch TVNOW genannten Streamingdienst, der künftig unter dem Namen RTL+ firmiert. Die Free-TV-Ausstrahlung ist später bei RTL geplant.

"Sisi" aus "moderner Perspektive"

"Sisi" hat sich kein geringeres Ziel gesetzt, als dem Kult der alten Romy-Schneider-Streifen neues Leben einzuhauchen. "Unser Ziel war es, die Geschichte von Sisi neu zu beleben, aber anders zu erzählen - aus einer modernen Perspektive", erklärt der Bereichsleiter Fiction RTL Deutschland, Hauke Bartel, hierzu. "Deshalb freue ich mich sehr, hier in Cannes nicht nur die Weltpremiere von 'Sisi' zu feiern, sondern schon jetzt anzukündigen, dass die spannende Geschichte um die österreichische Kaiserin in eine zweite Staffel bei RTL+ und RTL geht", fährt er fort.

Im Mittelpunkt der ersten Staffel stehe "die Liebesgeschichte von zwei jungen Menschen zwischen persönlichem Verlangen und politischen Zwängen, zwischen Macht und Verletzlichkeit", heißt es in der Ankündigung der Serie. Die Rolle von Kaiser Franz Joseph I. spielt Jannik Schümann. In Schneiders Fußstapfen als Kaiserin Sisi tritt Newcomerin Dominique Devenport. Auch Désirée Nosbusch ist mit von der Partie - als Erzherzogin Sophie, Sisis gefürchtete Schwiegermutter.

Besonderes Debüt

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Die Hauptfiguren in "Ferdinand von Schirach - Glauben": Dr. Schlesinger (Peter Kurth) und Azra (Narges Rashidi).

(Foto: RTL / MOOVIE / Stephan Rabold)

Neben "Sisi" dürfte in Cannes auch die siebenteilige Serie "Ferdinand von Schirach - Glauben", die schon im Juli auf dem internationalen Filmfest in München Weltpremiere feierte, jede Menge Beachtung erfahren. Schließlich ist das Justizdrama die einzige deutsche Produktion, die auf dem Festival in Frankreich mehrfach nominiert ist. Die Serie nach Original-Drehbüchern von Bestsellerautor von Schirach darf unter anderem auf eine Auszeichnung in den Kategorien "Best Series", "Best Performance", "Best Music" und "Best Screenplay" hoffen.

Mit "Glauben" gibt der ehemalige Strafverteidiger und heutige Schriftsteller Ferdinand von Schirach ein besonderes Debüt: Zum ersten Mal verfasste er ein Drehbuch als alleiniger Autor. Inspiriert wurde er dabei von einem Justizskandal, der in den 90er-Jahren die Stadt Worms erschütterte. Schirach wirft in seiner Aufarbeitung ein Licht auf gesellschaftliche Entwicklungen wie die Verlagerung von öffentlichen Debatten in die sozialen Medien, wo oftmals Empörung, Hass und Hysterie regieren.

In den Hauptrollen der Serie sind Peter Kurth und Narges Rashidi zu sehen. Die Ausstrahlung ist bereits für Herbst auf TVNOW / RTL+ geplant. Im Anschluss läuft die Serie auf Vox. Ob "Glauben" auch in Cannes abräumt, erfahren wir dagegen schon früher. Die Festival-Preise werden am Mittwoch vergeben.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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