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Vorwürfe von Collien FernandesChristian Ulmens Anwälte gehen gegen Berichterstattung vor

01.04.2026, 20:13 Uhr
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Der Schauspieler Christian Ulmen sieht sich derzeit massiven Vorwürfen durch seine Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. (Foto: picture alliance / Soeren Stache/dpa)

Schauspieler Christian Ulmen wehrt sich juristisch gegen den "Spiegel". Das Magazin hatte die von Collien Fernandes erhobenen Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann veröffentlicht. Drei Aspekte in der Berichterstattung bemängeln die Anwälte des 50-Jährigen.

Der Schauspieler Christian Ulmen hat im Streit um die Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes nun die angekündigten rechtlichen Schritte eingelegt. Mit Schriftsatz vom Dienstag habe Ulmens Rechtsanwalt einen Antrag auf einstweilige Verfügung gegen den Verlag des Magazins "Der Spiegel" eingereicht, teilte das Oberlandesgericht Hamburg mit. Wann darüber entschieden werde, sei noch nicht abzusehen. Laut Gericht wurde dem "Spiegel" mit einer Frist die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Vor diesem Hintergrund sei nicht bereits in den nächsten Tagen mit einer Entscheidung zu rechnen.

Der "Spiegel" hatte zuerst über Vorwürfe der Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Mann berichtet, die sie auch in Spanien zur Anzeige brachte. Dabei ging es unter anderem um das Erstellen von Fake-Profilen in ihrem Namen und das Verbreiten pornografischer Aufnahmen, die den Anschein erwecken sollten, es handele sich um die Schauspielerin. Das Nachrichtenmagazin zitiert Fernandes mit: "Mir wurde über Jahre mein Körper geklaut." Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt wegen des Vorwurfs der Nachstellung. Ulmen bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Anwälte Ulmens gehen laut dem Gericht gegen drei Aspekte in der "Spiegel"-Berichterstattung vor. Das Medium solle es unterlassen, "durch mehrere Äußerungen in der Berichterstattung den Verdacht zu erwecken und/oder erwecken zu lassen, der Antragsteller habe Deepfake-Videos, die seine frühere Ehefrau Collien Fernandes zeigen, hergestellt und verbreitet". Darüber hinaus dürfe nicht weiter der Verdacht erweckt werden, Ulmen habe gegenüber Fernandes "wiederholt körperliche Übergriffe und Körperverletzungen begangen und sie schwer bedroht". Der dritte Aspekt bezieht sich auf einen Gerichtstermin vor dem Bezirksgericht in Palma de Mallorca im März 2026, zu dem nur Fernandes erschienen war.

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe gibt es bundesweit eine große Diskussion über digitale und sexualisierte Gewalt gegen Frauen - und breite Medienberichterstattung darüber. Tausende Menschen zog es bei Demonstrationen auf die Straße, etwa in Hamburg für mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt.

Quelle: ntv.de, fzö/AFP/dpa

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