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Barde mit der rauchigen Stimme Countrysänger Kenny Rogers ist tot

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Kenny Rogers verabschiedete sich Ende 2017 von der Bühne.

(Foto: AP)

Sechs Jahrzehnte begeistert Kenny Rogers sein Publikum mit Hits wie "The Gambler" oder "Islands in the Stream". Vor drei Jahren verabschiedet sich der Countrystar, der sich auch an heikle Themen wagte, von der Bühne. Nun ist der Musiker im Alter von 81 Jahren gestorben.

Der Country- und Popmusiker Kenny Rogers ist tot. Wie seine Familie auf Twitter mitteilte, starb der dreifache Grammy-Gewinner im Alter von 81 Jahren in Sandy Springs im US-Bundesstaat Georgia. Die Karriere des US-Sängers von Hits wie "The Gambler", "Lady" oder "Lucille" umfasste sechs Jahrzehnte. Rogers sei am späten Freitagabend "friedlich zu Hause, an natürlichen Ursachen und (...) umgeben von seiner Familie" gestorben, schrieb die Familie.

Seine erste Single "That Crazy Feeling/We'll Always Have Each Other" hatte Rogers laut Musikmagazin "Rolling Stone" bereits 1957 veröffentlicht, damals noch als Kenneth Rogers. 2013 wurde er in die "Country Music Hall of Fame" aufgenommen. Grammys erhielt er für seine Hits und Performances 1977, 1979 und 1987. Hinzu kamen 19 Nominierungen für den weltweit wichtigsten Musikpreis.

Letztes Konzert im Oktober 2017

In seiner vor allem in den USA sehr erfolgreichen Karriere, die ihn mit Countrymusik-Ikonen wie Dolly Parton und Willie Nelson zusammenführte, verkaufte Rogers mehr als 120 Millionen Alben. Im Oktober 2017 verabschiedete sich der Country-Barde mit dem weißen Bart und der rauchigen Stimme mit einem furiosen Konzertfinale an der Seite von Kollegen wie Parton und Lionel Richie in den Ruhestand.

Rogers wurde 1938 im texanischen Houston als viertes von acht Kindern geboren. Neben dem Country spielte er auch Jazz, Rock, Pop und Folk, schrieb Bücher, arbeitete als Schauspieler, Fotograf - und spielte sogar mal professionell Tennis. Berühmt ist der 80er-Jahre-Song "Islands in the Stream", den die Bee Gees für Rogers schrieben.

Anders als viele seiner Kollegen beschwor der Sänger in seinen Liedern aber nicht ausschließlich das konservative Heile-Welt-Image, sondern nahm sich auch heiklen Themen wie Rassismus, Vergewaltigung oder dem Leid der Kriegsveteranen an. Rogers war fünfmal verheiratet. Sein ältester Sohn ist über 50. Mit seiner fünften Frau Wanda Miller hat Rogers vor rund 17 Jahren noch einmal Zwillinge bekommen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa