Unterhaltung

Let's Dance - Show 3 "Das ist geiles Tanzen, was ich da seh!"

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Heimsen 30 Punkte ein: Rúrik Gíslason und seine Renata (instagram/ LetsDance)

Rúrik Gíslason heimst 30 Punkte ein, Jan Hofer tappst sich in die Herzen der Zuschauer und Simon Zachenhuber hat es in der dritten Show besonders schwer. Ausgetanzt hat jemand, der in dieser Woche eigentlich überzeugte. Sind die Diskussionen und Widerworte Schuld am Aus?

"Mach das bitte jede Woche! Es ist so schön, hier zu sitzen und zu denken: was für eine sensationelle Performance! (…) Ey, das ist geiles Tanzen, was ich da seh!", lobt Llambi Rúrik Gíslason, der in dieser Woche im lässigen Rockabilly-Look mit seiner Renata einen Jive zum Besten gibt, dass man ihm die Zehnerkellen im Grunde auch gleich mit nach Hause geben kann. "Let's Dance"-Fans wissen: Es ist nicht zu früh, eine solche Prognose zu wagen, aber möglicherweise wissen wir spätestens seit Show 3, wer in dieser Staffel den Pokal gewinnt. Gíslason legt die Latte verdammt hoch, oder wie Motsi sagt: "Wir haben den ganzen Abend gewartet und es hat sich wirklich gelohnt".

Das Motto in dieser Woche: "Born in ..." Getanzt wird zu einem Song aus dem jeweiligen Geburtsjahr der Promis. Bei "Prince Charming" Nicolas Puschmann ist das vollkommen nebensächlich. Der Sympath könnte auch zu "Schnappi, das kleine Krokodil" tanzen. Es würde dennoch harmonieren. Dieses Mal auf der Agenda: Ein Slowfox, der bei der Jury für Gänsehaut sorgt und für Motsi sogar "Out of the World" ist - natürlich auch dank seiner "wundervollen Choreografie". Das Schöne ist zu sehen, wie dankbar auch die Profitänzer sind, wenn die harte Arbeit sich in guten Punkten auszahlt.

"Ich komme mir vor wie ein Idiot!"

Gemausert aber hat sich vor allem sie: Auma Obama. Hatte man anfangs ein bisschen das Gefühl, die Germanistin könnte es bei "Let's Dance" schwerhaben, hat sie bereits in der vergangenen Woche mit einer feurigen Salsa bewiesen, dass derlei Sorgen unbegründet sind. In Show 3 tanzt sie zwar einen "etwas schwerfälligen" Slowfox, aber ihre Eleganz und die Anmut, die sie ausstrahlt, machen die kleinen Patzer locker wett.

Tanzen ist nicht Perfektion oder Verbissenheit. Tanzen ist Leidenschaft und die Lust, seinen Körper zu bewegen und zu spüren. Deswegen ist es auch nicht so wichtig, ob Jan Hofer wieder tapsig unterwegs ist. Wenn der Ex-Tagesschausprecher über das Parkett schlawinert, geht einem das Herz auf. Auch RTL-Urgestein Kai Ebel liegt punktemäßig eher im unteren Drittel und sein vertanzter Paso Doble hat tatsächlich eher was von "Toblerone", aber der Sportreporter weiß zu unterhalten und hat mit seiner Art "heimliche Fans" sicher.

Schwer hatte es in dieser Woche Simon Zachenhuber. Der Boxer erfuhr mitten im Training, dass der geliebte Familienhund verstorben ist - 13 Jahre lang sei er ein treuer Begleiter gewesen. Zachenhuber vergießt bittere Tränen und sagt entschuldigend: "Ich komme mir vor wie ein Idiot!" Wen die Traurigkeit packt, der darf weinen. Auch Männer dürfen weinen. Kein Mann sollte jemals glauben, sich für seine Tränen schämen oder entschuldigen zu müssen. Dass Zachenhuber den "ersten Barfußtanz des Jahres" dann dennoch so solide abliefert, spricht für sein Kämpferherz.

Auch Valentina Pahde ist eine Kämpferin. Aber sie ist ein My zu "verbissen" und meint, ihre tolle Leistung aus der Vorwoche wiederholen zu müssen. Klar, das setzt einen natürlich unter Druck. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass eine Rumba "ein wahnsinnig schwieriger Tanz" ist. Die Jury meint, ihr habe dieses Mal "die Weichheit" gefehlt, aber dennoch: Das ist Mäkeln auf hohem Niveau.

"Ich bin mein eigener Endgegner!"

Übrigens: Wenn Sie mal richtig schlechte Laune haben, schauen Sie sich einfach irgendwas von Ilse DeLange an! Die Musikerin ist eine unheimliche Frohnatur und strahlt dabei eine solche Lebensfreude aus, dass man sie nicht nur für ihren Cha-Cha-Cha, sondern gleich für ihre ganze liebevolle Art am liebsten herzen möchte. Ähnlich gute Laune versprüht zwar auch Lola Weippert, obschon auch sie sich viel Druck macht und zugibt, ihr eigener "Endgegner" zu sein.

Die Show verlassen muss in dieser Woche Senna Gammour. Hatte sie in den Vorwochen von der Jury sprichwörtlich Kloppe bezogen, war dieses Mal so vieles stimmig. Gammour trug ein wunderschönes Kleid, sie tanzte einen Slowfox mit sehr guten Soloteilen und während des gesamten Auftritts freute man sich für sie und dachte: Ha, jetzt hat sie den Dreh raus, jetzt zeigt sie es allen Kritikern! Super, Senna! Aber schon kurz danach kippte das freudige Gefühl.

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Gammour sagt, sie sei eine starke Frau, aber Stärke zeigt sich nicht in schnippischen Reaktionen. Die Zuschauer sind vor allem ob ihrer gefühlt ewigen Diskussionen genervt. Vielleicht meint sie, Llambi die Stirn oder Paroli bieten zu müssen, aber letztlich steht sie sich damit nur selbst im Weg. Man hätte sich so gewünscht, ihre weiche Seite zu sehen, denn damit hätte sie nicht einmal den Hauch ihrer starken Persönlichkeit eingebüßt. Im Gegenteil.

"Sei nicht so hart mit dir!", meint Jorge. Das ist nicht nur ein gutgemeinter Rat, das sollte im Grunde für jeden Menschen ein Stück weit auch ein Lebensmotto sein.

"Let's Dance" ist immer freitags um 20.15 Uhr bei RTL zu sehen.Zudem ist die Sendung jederzeit auch bei TVNOW abrufbar. Weitere Informationen zur Show gibt es bei RTL.de

Quelle: ntv.de

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