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Netflix verfilmt Klassiker neu Devrim Lingnau soll neue "Sisi" werden

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Devrim Lingnau ist 22 und soll demnächst Kaiserin Elisabeth von Österreich verkörpern.

(Foto: dpa)

Die Geschichte der Kaiserin Elisabeth von Österreich, besser bekannt als die von Romy Schneider verkörperte "Sissi", ist einer der deutschsprachigen Filmklassiker schlechthin. Netflix verfilmt den Stoff demnächst neu und gibt nun seine Wahl für die Hauptrolle bekannt.

Netflix traut sich an einen absoluten Klassiker des deutschen Kinos und Fernsehens heran: Der Streamingdienst verfilmt das Leben der österreichischen Kaiserin Sisi neu. Die Hauptrolle soll die Schauspielerin Devrim Lingnau übernehmen, die damit der legendären Romy Schneider folgt. Die sechsteilige Streamingserie über Elisabeth von Österreich hat den Arbeitstitel "The Empress". Zuschauer kennen die 1998 geborene Devrim Lingnau unter anderem aus dem Kinodrama "Auerhaus" (2019) und Gastauftritten in Krimireihen wie "Unter Verdacht" oder "Der Kriminalist".

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Lingnau mit ihrem künftigen Filmpartner Philip Froissant.

(Foto: dpa)

Die zweite Hauptrolle als Kaiser Franz Joseph I. übernimmt Philip Froissant. Der 26-Jährige ist demnächst schon im Netflix-Thriller "Schwarze Insel" zu sehen. Netflix schreibt über die Sisi-Story: "Es ist die große Liebesgeschichte zwischen Elisabeth und Franz, die im Mittelpunkt der Erzählung steht. Elisabeth wird erzählt als junge Frau, die ihrer Zeit voraus war und gegen die starren Regeln des 19. Jahrhunderts und des Hofes rebellierte."

Dem Publikum im deutschsprachigen Raum wird man das kaum erklären müssen - die "Sissi"-Film-Trilogie aus den 50er Jahren ist einer der größten Kino- und Fernsehklassiker überhaupt. Die bei der Premiere im Jahr 1955 erst 17-jährige Romy Schneider verkörperte die Kaiserin von Österreich an der Seite von Karlheinz Böhm. Die beiden Fortsetzungen "Sissi - die junge Kaiserin" und "Sissi - Schicksalsjahre einer Kaiserin" entstanden in den Jahren darauf. Die Filme setzen voll auf prachtvolle Kostüme und feiern etliche Klischees des Lebens bei Hofe. Dabei war die Bezeichnung "Sissi" mit zwei "s" historisch nicht korrekt. Die echte Elisabeth wurde "Sisi", also nur mit nur einem "s" genannt.

Vorbild "The Crown"?

Prachtvolle Kostüme und opulente Ausstattung ist auch bei der nun kommenden Netflix-Serie zu erwarten - wie etwa bei der derzeitigen Erfolgsreihe "The Crown", die das Leben der britischen Monarchin Elizabeth II. seit ihrer Jugend und Krönung in den 50er Jahren zeigt. Der Streaming-Anbieter hat sich aber den Ruf erarbeitet, stärker in die Tiefe zu gehen und Geschichten anders zu erzählen, als man es vom Fernsehen gewohnt ist. Bei "The Crown" etwa wird das königliche Dasein auch als goldener Käfig erkennbar.

Die Dreharbeiten der Produktionsfirma Sommerhaus sollen den Angaben zufolge im Frühjahr 2021 beginnen. Bei Netflix an den Start geht der Sechsteiler voraussichtlich im Frühjahr 2022. Showrunner, also federführende Autorin und Planerin, ist Katharina Eyssen ("Zeit der Geheimnisse"). Regie führen Katrin Gebbe ("Pelikanblut") und Florian Cossen ("Mitten in Deutschland: NSU"). Sie konzentrieren sich auf die ersten Monate nach Sisis Ankunft am Wiener Hof.

Im April dieses Jahres waren entsprechende Pläne von Netflix erstmals bekanntgeworden. Damals waren die Besetzung und weitere Details noch unbekannt gewesen. Das Leben von Elisabeth von Österreich-Ungarn (1837-1898) wurde bereits mehrfach verfilmt. Im ZDF lief etwa 2009 eine Verfilmung ("Sisi") mit der Italienerin Cristiana Capotondi als Kaiserin und David Rott als ihr Mann. Eine Netflix-Produktion könnte aber ein viel größeres Publikum erreichen, da die Serie vermutlich weltweit zu sehen sein wird.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa