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Prozession in London Die Royals marschieren mit dem Sarg der Queen

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Im Schatten des Sarges lief die Königsfamilie vom Buckingham-Palast nach Westminster Hall.

(Foto: REUTERS)

Die Trauerfeiern für die verstorbene Queen haben nun endgültig auch London erreicht. In einer festlichen Prozession wird der Sarg von Elizabeth II. vom Buckingham-Palast nach Westminster Hall gebracht. König Charles III. schreitet ebenso nebenher wie seine Geschwister und die Söhne William und Harry.

London steht ganz im Zeichen der Trauer um die Queen: Die Prozession, mit der der Sarg der verstorbenen Königin vom Buckingham-Palast in Richtung Parlament gebracht wurde, startete pünktlich um kurz vor 15.30 Uhr deutscher Zeit.

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Charles III. führte die Prozession an.

(Foto: via REUTERS)

In dem Geleitzug lief der neue König Charles III. ebenso wie seine Geschwister Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward und seine Söhne Prinz William und Prinz Harry. Weiterhin gehörten Annes Sohn Peter Philips und ihr Ehemann Tim Laurence sowie der Herzog von Gloucester, ein Cousin der Queen, und der Earl von Snowdon, ihr Neffe, zum Trauerzug. Charles' Gattin Königin Camilla sowie die Ehefrauen von William, Harry und Edward - Prinzessin Kate, Herzogin Meghan und Gräfin Sophie - fuhren in Autos dem Sarg hinterher.

Nach knapp 40 Minuten erreichte der Zug die Westminster Hall. Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, führte hier durch einen kurzen Gottesdienst. In dem ältesten Teil des Parlaments bleibt der geschlossene und mit der royalen Standarte bedeckte Sarg in den kommenden Tagen aufgebahrt.

Menschenmassen in London

Die Zuschauerbereiche entlang der Route des Trauerzugs waren komplett mit Menschen gefüllt. Schon Stunden vor Beginn der Prozession waren Tausende Trauernde und Schaulustige ins Zentrum der britischen Hauptstadt geströmt. Die Menschen säumten den Vorplatz des Palastes sowie die Prachtstraße The Mall und füllten das Regierungsviertel. In Londons Innenstadt waren zahlreiche Sicherheitskräfte im Einsatz.

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Die Brüder William und Harry schritten Seite an Seite - Harry jedoch nicht in Uniform.

(Foto: REUTERS)

Bei dem Trauerzug wurden alle Details genau bedacht. So waren etwa die Blumen für den Kranz auf dem Sarg der Königin handverlesen. Es handelt sich um weiße Rosen, weiße Dahlien und eine Auswahl aus Blattwerk wie Kiefern aus der königlichen Residenz Balmoral in Schottland sowie Klebsamen, Lavendel und Rosmarin aus dem Garten von Schloss Windsor. Auf einem samtenen Kissen thronte die Imperial State Crown genannte Krone, die Elizabeth traditionell zur Parlamentseröffnung trug.

Der Sarg wurde auf einer Lafette transportiert, die Träger stammen aus dem Regiment der Queen's Company 1st Battalion Grenadier Guards. An der Zeremonie nahm auch eine Ehrengarde aus drei Offizieren und 101 Soldaten der königlichen Leibgarde teil. Die berühmte Glocke Big Ben schlug zu jeder Minute des Zugs ein Mal. Im Hyde Park wurden Salutschüsse abgegeben. Eine Armeekapelle spielte Trauermusik von Beethoven, Mendelssohn und Chopin.

An der Prozession nahmen auch viele Pferde teil. Die Tiere hatten zuvor ein spezielles Training erhalten, wie der Sender Sky News berichtete. Besonders im Fokus standen dabei demnach laut schreiende Menschen an der Wegstrecke sowie Fahnen und Blumen, die womöglich von den Trauernden geworfen werden.

Zahlreiche Helfer im Einsatz

Der Sarg der Queen bleibt bis zum frühen Montagmorgen, dem Tag des Staatsbegräbnisses, aufgebahrt. Rund um die Uhr werden Hunderttausende Menschen erwartet, die sich an ihm von der Monarchin verabschieden wollen. Sie müssen jedoch mit Wartezeiten von bis zu 30 Stunden rechnen. In der Nacht zum Mittwoch harrten bereits viele Menschen am Parlament aus. Hilfsorganisationen versorgten sie mit heißen Getränken und Snacks.

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Der erwartete Ansturm an Trauernden ist auch für die britische Regierung eine logistische Herausforderung. Wie das zuständige Kulturministerium mitteilte, werden durchgängig mehr als 1000 Freiwillige, Security-Mitarbeiter und Polizisten entlang der Warteschlange im Einsatz sein. Hinzu kommen Hunderte Sanitäter, erwachsene Pfadfinder sowie 30 Vertreter verschiedener Religionen. Auch zwei Gebärdensprachen-Dolmetscher sollen verfügbar sein.

Entlang der Strecke stehen nicht nur Erste-Hilfe-Zelte, sondern auch 500 mobile Toiletten. Verschiedenfarbige Armbänder zeigen den Platz in der Warteschlage an - falls die Anstehenden mal kurz verschwinden wollen oder Essen kaufen.

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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