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Von U2 bis Nipplegate Die Tops und Flops der Super-Bowl-Shows

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Sie dürfen in diesem Jahr ran: Maroon 5.

(Foto: imago/MediaPunch)

Maroon 5 rocken in diesem Jahr die Halbzeit beim Super Bowl. Sie treten damit in durchaus prominente Fußstapfen. Doch in der Vergangenheit war nicht alles Gold, was glänzt. Wir küren die 5 besten Halftime-Shows - und die 5 schlechtesten.

Lange war spekuliert worden, doch inzwischen ist klar: Maroon 5 spielen am Sonntag beim Super Bowl LIII in der Halbzeitpause. Sie sind damit Nachfolger von Justin Timberlake, der voriges Jahr der Hauptact war.

Schon seit Anfang der 1990er geben sich die Megastars beim Super Bowl die Klinke in die Hand: Michael Jackson, Paul McCartney, die Rolling Stones, Bruce Springsteen, Madonna, Beyoncé oder sogar die Blues Brothers sind schon in der Halbzeit aufgetreten. Wir haben uns alle Shows angesehen und unsere ganz persönliche Bestenliste zusammengestellt.

Die 5 schlechtesten Halftime-Shows aller Zeiten

Flop 5: Janet Jackson

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Unvergessen: die "Nipplegate"-Show von Janet Jackson und Justin Timberlake.

(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Es war der Super Bowl XXXVIII am 1. Februar 2004 in Houston - der Abend des berühmten "Nipplegate". Justin Timberlake entblößt "ganz aus Versehen" eine Brust von Janet Jackson. Mehr ist von dieser Show nicht hängengeblieben. Mehr Sehenswertes oder Hörenswertes war auch nicht dabei. Die Show wirkt völlig langweilig und nach dem Aufblitzen des Nippels konnte sich sowieso niemand mehr konzentrieren. Gut, dass es damals noch kein Twitter gab. Leider wird diese Show auch immer wieder nur auf den Skandal reduziert. Deshalb lieber schnell vergessen!

Flop 4: Katy Perry

Die Halbzeitshow von Super Bowl XLIX 2015 in Phoenix gilt zwar als die mit der höchsten Einschaltquote überhaupt - rund 120 Millionen Zuschauer sollen dabeigewesen sein. Aber in einer Welt von hartem Kontaktsport und mit extrem viel körperlicher Action passten die tanzenden Haie und Surfbretter in Pastellfarben überhaupt nicht ins Bild. Alles viel zu kitschig für eine Liga wie die NFL. Aber es ist auch verständlich, warum die Liga auf Katy Perry setzte: über 100 Millionen Follower bei Twitter, 67 Millionen bei Facebook und 73 Millionen bei Instagram. Albern war die Show trotzdem.

Flop 3: Madonna

Super Bowl XLVI in Indianapolis, am 5. Februar 2012. Zu diesem Zeitpunkt war Madonna schon 53 Jahre alt. Blöd nur, dass sie sich auf der Bühne aufreizender bewegen musste als Rihanna oder Ariana Grande, die etwa halb so alt sind. Dazu kam dann auch noch, dass Rapperin M.I.A. bei dem Auftritt den Stinkefinger zeigen musste. Es gibt sicher Schlimmeres als das. Aber allen Beteiligten sollte klar sein, dass die NFL und die US-Bevölkerung ziemlich empfindlich bei solchen Gesten sind.

Flop 2: Black Eyed Peas

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Lieblos und schlecht gesungen: die Black Eyed Peas 2011.

(Foto: imago stock&people)

Der Super Bowl XLV fand 2011 im Cowboys Stadion statt - vor 103.000 Zuschauern. Ein Rekord. Sie alle mussten diesen furchtbaren Auftritt über sich ergehen lassen. Warum sich die Black Eyed Peas überhaupt für den Super Bowl "qualifiziert" haben, ist vielen bis heute schleierhaft. Die Show war lieblos, schlecht gesungen, langweilig performed. Als dann noch Sängerin Fergie mit Slash von Guns N' Roses "Sweet Child O' Mine" kreischte, war auch der letzte Funken Hoffnung weg.

Flop 1: The Who

Am 7. Februar 2010 spielten The Who in der Halftime von Super Bowl XLIV in Miami. Das war 46 Jahre nach der ersten Band-Gründung. Das muss zwar nichts Schlechtes sein, siehe Rolling Stones oder Paul McCartney. Aber The Who spielen dann doch mindestens eine Liga tiefer. Außerdem stimmte der Sound überhaupt nicht und Musik und Gesang waren total asynchron. Pete Townshend und Roger Daltrey hatten sogar zugegeben, noch nie ein Footballspiel oder eine Halftime Show gesehen zu haben. Das hat man dann auch gemerkt.

Die 5 besten Halftime-Shows aller Zeiten

Top 5: Super Bowl XXV

Am 27. Januar 1991 war das Tampa Stadium Spielort - die Zeit war aber fast noch wichtiger. Wenige Tage zuvor begann die Operation "Desert Storm", also der Zweite Golfkrieg. Deshalb lief diese Show auch nicht live in der Pause, sondern "live on tape" hinterher. Stattdessen sendete ABC in der Pause eine Sondersendung zum Kriegseinsatz. Über 3500 Kinder verschiedener Herkunft haben die Show bestritten. Viele waren auch Tochter oder Sohn eines Soldaten im Krieg. Am Schluss sangen alle zusammen mit Disney-Figuren und den New Kids On The Block! Klingt heute vielleicht kitschig. Aber süß war es trotzdem.

Top 4: Prince

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Definitiv ein Highlight: Prince 2007 im strömenden Regen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Wieder mal war Miami Schauplatz. Im Sunshine State ging an diesem 4. Februar 2007 aber fast die Welt unter. Es regnete wie aus Eimern, als Prince in der Pause von Super Bowl XLI auftreten sollte. Ihm war das egal. Er sagte sogar zu seinem Manager: "Kannst du es noch stärker regnen lassen?" Prince zog seine Show klatschnass durch. Sein "Purple Rain" im Regen von Miami schrieb Musikgeschichte.

Top 3: Bruno Mars

Der Super Bowl XLVIII am 2. Februar 2014 war etwas ganz Besonderes - er fand in New York statt. Normalerweise darf ein Open-Air-Super-Bowl nur in Städten stattfinden, in denen im Februar die Durchschnittstemperatur bei 10 Grad liegt. Hier wurde eine Ausnahme gemacht. Die Show von Bruno Mars war dann ein unglaublicher Kraftakt an Musik. Ein irres Drumsolo zu Beginn, ein Hauch von Motown in der Mitte, eine Erinnerung an James Brown danach und dann noch die Red Hot Chili Peppers - mit Anthony Kiedis oben ohne. Da passte alles: Das Licht, das Feuerwerk über dem Stadion - und als dann Bruno Mars "Just The Way You Are" sang und US-Soldaten aus aller Welt ihre Familien grüßten, war das schon rührend.

Top 2: Bruce Springsteen

"Put your chicken fingers down and turn the TV up". Das schreit der Boss beim Super Bowl XLIII am 1. Februar 2009 in Tampa in die Kameras. Eigentlich könnte Bruce Springsteen jedes Jahr in der Halftime-Show auftreten, denn niemand sonst passt so gut zu diesem American way of life. Das Intro zur Show mit den NFL-Spielern macht schon unglaublich heiß auf den Auftritt. Man sieht Bruce Springsteen und seiner E-Street Band an, dass sie sich richtig wohlfühlen und alle Energie in dieses 12-Minuten-Konzert packen.

Top 1: U2

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U2 schrieben 2001 beim Super Bowl Geschichte.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Es war der 3. Februar 2002 - Superdome New Orleans. Super Bowl XXXVI. An sich sind U2 schon Grund genug für eine klasse Halftime-Show. In diesem Fall standen die USA aber noch ganz unter dem Eindruck der Anschläge vom 11. September 2001. Gerade mal fünf Monate nach dem Terror machten U2 genau das Richtige: eine einfache, aber aussagekräftige Show. Alle Namen der Opfer der Anschläge wurden auf einer Leinwand gezeigt. Als Bono dann bei "Where The Streets Have No Name" seine Jacke öffnete und im Innenfutter eine USA-Flagge zu sehen war, flossen auch beim härtesten Kerl Tränen. Besser gehts nicht!

Gindorf und die NFL

Matthias Gindorf ist Football-Fan, seit die Buffalo Bills viermal in Folge den Super Bowl verloren. Er berichtet über die NFL - auch aus den Stadien. In seinem Blog beimfootball.de geht es um den Blick auf die Liga und die Spiele, mit Interviews und Expertentalks.

Quelle: n-tv.de