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"Er HASST seinen Vater" Ex-Affäre rechnet mit Donald Trump Jr. ab

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"Er wollte sogar ein Baby mit mir haben", sagt Aubrey O'Day über Donald Trump Junior.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die US-Wahlen haben eine hässliche Seite der Trump-Familie offenbart. Eine mutmaßliche Affäre von Donald Junior fühlt sich daher ermutigt, öffentlich über ihn und seine Geschwister auszupacken. Mit ihr soll der älteste Präsidentensohn auch seine Ex-Frau betrogen haben.

Donald Trump ist für seine aufbrausende, cholerische Art bekannt. Wenn der scheidende US-Präsident es auf etwas oder jemanden abgesehen hat, kennt er bei seinen Angriffen keine Schamgrenze und keine Gnade. Offenbar fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, denn dieses Verhalten lässt sich in den Nachwehen der Präsidentschaftswahl nun immer öfter auch bei seinem ältesten Sohn, Donald Trump Junior, beobachten.

So rief der 42-Jährige seinen Vater etwa zum "totalen Krieg" gegen den angeblichen Wahlbetrug auf. Der republikanischen Partei warf der amtierende CEO der Trump Organization zudem vor, absolut untätig zu sein und vor dem "Medien-Mob" einzuknicken. "Die rückgratlose republikanische Partei ist verschwunden, und jeder, der nicht kämpft, sollte mit ihr gehen", polterte er.

Eine, die diese Trump'schen Tiraden nicht mehr ertragen kann, ist Aubrey O'Day. Die US-Sängerin, die 2011 an Donald Trumps TV-Show "The Celebrity Apprentice" teilgenommen hatte, soll eine Affäre mit Don Junior gehabt haben, während dieser noch mit seiner Ex-Frau Vanessa Haydon verheiratet war. Seit Wochen setzt sie sich in den sozialen Medien für den demokratischen Herausforderer Joe Biden und dessen Vize-Präsidentin Kamala Harris ein, teilt öffentlich gegen den Trump-Clan aus - und plaudert dabei ordentlich aus dem Nähkästchen.

Sex auf dem Besprechungstisch

Ihre Indiskretionen rechtfertigte sie in ihrem ersten Tweet Ende Oktober damit, dass Trump die Wahlkampfdebatte auf die "Zerstörung von Familien" reduziert habe. Dies ermutigte sie offenbar, es ihm gleichzutun. So begann sie ihre Abrechnung mit den Worten: "Don Jr. HASST seinen Vater." Warum das so sei, wisse sie genau, weil er ihr ständig davon erzählt habe, orakelte O'Day - ohne allerdings bisher die Auflösung zu liefern.

Doch damit nicht genug. Donald Juniors jüngeren Bruder Eric knöpft sie sich ebenfalls vor. Er habe mit der ehemaligen Miss Universe Sex auf dem Besprechungstisch von "The Apprentice" gehabt, "während er mit seiner jetzigen Frau zusammen war", behauptet O'Day. In späteren Tweets wirft sie Eric Trump zudem vor, "der Witz der Familie" zu sein. Und auch Donald Juniors Schwester Ivanka bekommt ihr Fett weg. Sie sei "insgeheim eine Lesbe", die sich als Beraterin im Weißen Haus aber trotzdem nicht um Frauenrechte schere, poltert O'Day. "Keiner dieser Leute ist unschuldig, Arschlöcher und Lügner zu sein!", schreibt O'Day. Einige der Tweets hat sie aber mittlerweile wieder gelöscht.

"Für ein bisschen Macht"

Auf die Frage eines Twitter-Nutzers, ob sich ihr Ex immer so aufführe wie zurzeit, antwortete die 36-Jährige vor wenigen Tagen: "Nicht, als wir verliebt waren. Er ist jetzt hoch im Kurs, aber ich denke, tief im Inneren hasst er, was aus ihm geworden ist." Don Junior nehme entweder zu viel Adderall (ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Bekämpfung von ADHS, Anm. der Red.) oder führe einen "inneren Konflikt." Früher sei er "brillant und mutig" gewesen, aber "für ein bisschen Macht" sei er nun zu all dem geworden, was er zuvor "gefürchtet und gehasst" habe. Ohne ins Detail zu gehen, verrät die Sängerin, damals mit ihm Drogen genommen zu haben.

Auch jetzt, nach der Wahlniederlage, teilt die 36-Jährige immer wieder gegen die Trump-Familie aus. Bei Twitter reagierte sie auf einen Artikel im Magazin "Politico". In diesem wurde dargelegt, wie der finanzielle Flügel der Kampagne unter Leitung von Donald Junior und seiner derzeitigen Freundin, Kimberly Guilfoyle, unterdurchschnittlich abgeschnitten haben soll. O'Day kommentierte dies mit einem sich übergebenden Smiley und verlinkte zudem ihren Ex in dem Tweet.

"Er wollte ein Baby mit mir"

Die Reaktionen auf O'Days Enthüllungen fallen unterschiedlich aus. Die meisten Twitter-User können gar nicht genug bekommen von den vielen kleinen Anekdoten. Als Antwort auf einen Tweet, in dem sie gefragt wird, warum sie mit ihren Enthüllungen nicht in eine Talkshow gehe, schreibt sie: "Ich weiß viel zu viel. Sie wollen nicht verklagt werden."

Viele Trump-Fans glauben der "Wrecking Ball"-Sängerin, die behauptet, sie und Donald Junior seien "sehr verliebt" und "wie Seelenverwandte" gewesen, dagegen kein Wort. Ein Nutzer schreibt gar: "Aubrey ... du bist wahnhaft. Hat er dich jemals seinen Freunden vorgestellt oder nur um 2 Uhr morgens angerufen? Viele Leute würden eine Stripperin vögeln, aber niemand wird eine heiraten oder sich in sie 'verlieben'. Vielleicht gibst du einfach nur tolle Blowjobs?"

Am heutigen Montagmorgen antwortete die Sängerin darauf: "Ich gebe definitiv tolle Blowjobs ... aber er hat mich absolut geliebt und wollte sogar ein Baby mit mir haben (wie gesagt, ich habe Belege), also bin ich mir ziemlich sicher, dass du derjenige bist, der wahnhaft ist."

Was an den Anschuldigungen, die O'Day fast täglich verbreitet, dran ist, ist bislang unklar. Die vermeintlichen Belege für ihre Behauptungen hat sie nicht veröffentlicht. Es ist also durchaus möglich, dass sie die Gunst der Stunde nutzt, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und der Trump-Familie mit intimen Details und Negativ-Schlagzeilen zu schaden. Doch ob ihre Tweets nun stimmen oder nicht - unterhaltsam sind sie auf jeden Fall.

Quelle: ntv.de, lri

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