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Vorfall beim GassigehenEx-Prinz Andrew von bewaffnetem Mann mit Sturmhaube bedroht

07.05.2026, 18:54 Uhr
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Der Vorfall soll Andrew zutiefst erschüttert haben. (Foto: IMAGO/Spotlight Royal)

Wegen seiner Verstrickung in den Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist der frühere britische Prinz Andrew tief gefallen. In der Nähe seines neuen Wohnsitzes muss er nun offenbar in größter Not vor einem Mann flüchten.

Andrew Mountbatten-Windsor wurde von einem vermummten Mann in der Nähe seines neuen Wohnsitzes bedroht, als er mit seinen Hunden Gassigehen war. Der Mann wurde kurz darauf festgenommen, wie britische Medien berichten. Der Mann habe eine Angriffswaffe bei sich getragen, berichtet "The Daily Telegraph" unter Berufung auf die örtliche Polizei. Der Vorfall soll Andrew zutiefst erschüttert haben.

Demnach soll der mit einer Sturmhaube maskierte Mann gestern Abend gegen 19.30 Uhr Ortszeit schreiend aus einem Fahrzeug gesprungen und auf Andrew im ländlichen Sandringham zugestürmt sein. Daraufhin seien Andrew und ein Mitglied seines privaten Sicherheitsteams zu ihrem in der Nähe stehenden Wagen geeilt. Anschließend soll der Mann ihnen nachgerannt sein. Andrew und sein Sicherheitsmann seien dann in ihrem Wagen davongerast, berichtet die britische Boulevardzeitung "Daily Mirror".

Nach dem Eintreffen der Polizei habe der maskierte Mann versucht zu fliehen. Wegen unerlaubten Waffenbesitzes und eines Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung wurde er festgenommen und zur Vernehmung abgeführt. Der Vorfall werde nicht als terroristischer Akt eingestuft, berichtet die Zeitung weiter unter Berufung auf die Polizei. Zeugenaussagen wurden aufgenommen, auch der Ex-Prinz und sein Personenschützer seien befragt worden.

Den Angaben der britischen Medien zufolge fand der Vorfall auf öffentlichem Gelände in der Nähe des Sandringham Royal Parkland statt. Der Ort des Geschehens ist nicht weit von Marsh Farm entfernt, dem Anwesen, in das Andrew nach seinem Auszug aus der Royal Lodge im vergangenen Jahr umgezogen war.

Der in Ungnade gefallene zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II. verlor seinen Anspruch auf staatlich finanzierten Polizeischutz, als ihm 2022 im Zuge eines Zivilprozesses mit Virginia Giuffre der königliche Titel "Seine Königliche Hoheit" aberkannt wurde. Die inzwischen verstorbene Virginia Giuffre erhob gegen Andrew den Vorwurf, er habe Sex mit ihr gehabt, als sie noch minderjährig war.

Die entsprechende Zivilklage wurde ohne Schuldeingeständnis beigelegt. Der Bruder von König Charles III. bestreitet die Anschuldigungen bis heute vehement, zahlte aber Berichten zufolge mehrere Millionen Pfund zur Beilegung des Rechtsstreits. Im Zuge seiner Verstrickung in den Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein wurden Andrew schließlich sämtliche königlichen Titel aberkannt.

Andrew wurde zudem im Februar 2026 wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch von der Polizei verhaftet und nach einem stundenlangen Verhör wieder entlassen. Der Ex-Prinz wird beschuldigt, während seiner Zeit als britischer Handelsgesandter zwischen 2001 und 2011 vertrauliche Dokumente an Epstein weitergegeben zu haben.

Quelle: ntv.de, gut

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