Unterhaltung

Wertvolle Oasen im AlltagMottos machen müde Menschen munter

24.03.2018, 11:14 Uhr
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Mit Kopfreisen lassen sich die Batterien im Alltag schnell wieder aufladen. (Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)

Wer hat schon das Geld, eine teure Weltreise zu buchen, um dem Alltag zu entfliehen? Eine kleine Kopfreise kann sich dagegen jeder leisten. Kleiner unbezahlbarer Vorteil: Sie findet im Hier und Jetzt statt - und die ganze Familie kann sie mitgestalten.

Ausgelutscht nach einem harten Arbeitstag? Das einzige Ziel die Couch? Das geht auch anders: Die Stunden am Abend mit kleinen Tricks richtig genutzt, vergeht sogar die härteste Arbeitswoche wie im Flug.

Ist der Sommerurlaub schon gebucht? Oder es gibt ein Wunschziel, das leider nicht so bald zu erreichen ist, weil die Reise dorthin zu teuer ist? Umso besser. Es gibt ja bekanntlich nichts Schöneres, als die Vorfreude. Kopfreisen bewirken wahre Wunder. Wie das geht? Man sucht sich ein Reiseziel und dann legt man los - Bücher, DVDs, Musik - zu vielen Zielen gibt es ein reichhaltiges Angebot. Die ganze Familie kann sich einbringen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ist ein Motto einmal gesetzt, überlegt jeder, was er oder sie gerne zum Thema beitragen möchte: Eine Doku raussuchen, vielleicht etwas Sprachunterricht, der über das schlichte "Bonjour, Hola, Salaam, Shalom" hinausführt? Manche Länder können sogar mit völlig neuen Sportarten dazu beitragen, Sie wieder munter zu machen.

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Die Altstadt von Jerusalem. (Foto: REUTERS)

Wie wäre es mit einer kleiner Beispielreise? Schon mal an Israel gedacht? Abseits aller politischen Konflikte ist das kleine Land ein Sehnsuchtsziel für viele - ob Religion oder Kultur, ob Strände oder jahrtausendealte Städte - Israel lockt viele Besucher an und während die Vorbereitungen für die einen tatsächlich mit dem Studium der Bibel anfangen, bietet für andere YouTube Einblicke in die moderne Kampfkunst Krav Manga.

Filme in Originalsprache

Wer weder für das eine, noch für das andere zu haben ist, der kann es sich lümmelnd vor dem Fernseher gemütlich machen. Gemeinsam Filme oder Serien in Originalsprache mit Untertiteln zu sehen, macht einen TV-Abend zum Event. Nicht nur die USA können unterhaltsame Familienserien produzieren. In Israel läuft derzeit "Die Schöne und der Bäcker". Amos verdient als einfacher Bäcker und Illustrator sein Geld, Noa ist ein internationaler Megastar. Als sich die Wege der Beiden kreuzen, knistert es gewaltig. Wer es ernster und politischer mag: "Hatufim - In der Hand des Feindes" (auch bekannt als "Prisoners of War") ist eine der erfolgreichsten israelischen Fernsehserien. Sie wurde von Gideon Raff kreiert und erzählt vom Schicksal dreier israelischer Soldaten, die im Libanon in Gefangenschaft geraten. Die Serie war die Blaupause für die US-amerikanische Erfolgsserie "Homeland". Gesprächsstoff ist garantiert.

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Falafel sind nicht exklusiv israelisch, sondern typisch für die gesamte arabische Küche. (Foto: REUTERS)

Kinder basteln oder malen sicherlich gerne etwas. Auch hierfür gibt es reichlich Vorlagen im Internet. Vielleicht findet sogar ein gemeinsamer Museumsbesuch Anklang. Das Jüdische Museum in Berlin ist auf jeden Fall ein Muss, zumindest für Berliner. Für andere, sobald sich die Gelegenheit ergibt. Hobbyköche möchten sicherlich gerne ein landestypisches Gericht ausprobieren. Wie wäre es mit Spinatsalat mit Datteln und Mandeln? Mit Datteln, Feigen, Mandeln und Granatäpfeln zu kochen bedeutet, nicht nur die Geschmacksnerven auf Reisen zu schicken. Dass die moderne israelische Küche auch für die Augen ein Hochgenuss ist, weiß jeder, der Yotam Ottolenghis Kochbibel "Jerusalem" einmal durchblättert hat.

Mit dem Gaumen und den Augen reisen

Wussten Sie, dass Israel hervorragende Weine hat? Schon zur Zeit Abrahams und Moses, 2000 bis 1300 v. Chr., wurden Weine an den ägyptischen Hof geliefert. Unter den Römern fanden sie den Weg bis nach Europa. Vielleicht hat auch jemand ein Faible für die passende Tischdekoration. Ein Olivenzweig vom Land der Träume, etwas Schilf, Papyrus oder Binsen zusammen mit ein paar Zweigen Oleander kann eine Erinnerung und eine Vorahnung sein.

Ob Israel oder ganz andere Ziele - Kopfreisen bringen uns nicht nur einem Wunschziel näher, sondern auch einander. Denken Sie an Indien mit Bollywood und Yogakursen, Großbritannien mit seinen herrlich lakonischen Filmen und Cream Tea, Italien mit Pizza, Pasta und alten Fellini-Filmen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und vielleicht begeistert sich nicht nur die Familie, sondern auch die Nachbarn und Freunde für ein Motto. Es gibt Leute, die sagen: "Geh nie alleine essen", wenn man im Leben vorankommen und die Karriereleiter emporklettern möchte.

Mottos und Kopfreisen machen den Kopf frei. Sie helfen vorausreisen und Neues entdecken. Die eigentliche Reise wird damit nochmals schöner.

Quelle: ddi

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