Unterhaltung

"Lächerlichste Klage überhaupt" Freizeitpark zieht gegen Swift vor Gericht

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Landete mit "Evermore" ihr achtes Nummer-eins-Album: Taylor Swift.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Gerade erst landet Taylor Swift mit "Evermore" auf Platz eins der Charts, nun handelt sich die Sängerin für ihr Album eine Klage ein. Ein Freizeitpark im US-Bundesstaat Utah zieht gegen Swift vor Gericht. Sie soll Schadensersatz in Millionenhöhe zahlen. Viele Kritiker sprechen von einem PR-Stunt.

Popstar Taylor Swift könnte bald vor Gericht landen. Ein Freizeitpark aus dem US-Bundesstaat Utah klagt nun, weil der Titel des neuesten Albums dem Park geschadet haben soll. Wie unter anderem die Zeitung "The Salt Lake Tribune" und die britische BBC berichten, werfe der 2018 eröffnete "Evermore Park" in Pleasant Grove Swift vor, dass sie eine Markenrechtsverletzung begangen habe. Das neueste Album der 31-Jährigen trägt den Namen "Evermore".

Laut den Gerichtsdokumenten behaupte "Evermore Park"-Chef Ken Bretschneider, dass eine Verwechslung des Albums und des Parks unter anderem für Verwirrung gesorgt habe. Google habe die Suchergebnisse für den Freizeitpark nach hinten verschoben. Der Albumtitel verstoße außerdem gegen die Merchandise-Designs des Parks. Auch seien die Besucherzahlen auf der Website nach Veröffentlichung des Albums im Dezember eingebrochen. In der Klage werde Schadensersatz in Millionenhöhe gefordert.

Die Anwälte der Sängerin hätten unterdessen unter anderem erklärt, dass es "keine Grundlage" für die Anschuldigungen gebe. Das Albumcover unterscheide sich "völlig" von der Marke des Freizeitparks. Swift verkaufe auch "keine kleinen Dracheneier, Aufnäher oder kleine Drachen-Reittiere".

"Solltet euch über freie Werbung freuen"

Wie viele andere Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche hat der Freizeitpark im US-Bundesstaat Utah während der Corona-Pandemie finanzielle Schwierigkeiten. In einem Tweet vom 18. Januar schrieb Park-Chef Bretschneider: "Evermore ist noch nicht pleite, aber 2020 (Covid) war ein sehr hartes Jahr." Man habe sich "mit echten finanziellen Problemen befassen" müssen und hoffe "auf ein besseres 2021".

Im Internet werfen viele Menschen dem Freizeitpark aufgrund dieses Tweets vor, mit der Klage gegen Swift nur Aufmerksamkeit erregen und Geld erschleichen zu wollen. "Die lächerlichste 'Klage' überhaupt", schreibt ein Twitter-Nutzer etwa. Ein anderer schreibt: "Ich lebe seit knapp 40 Jahren in Utah und habe noch nie von diesem Ort gehört. Wir haben zu Hause herzlich über die Behauptung gelacht, es 'schade eurem Geschäft'. Ihr solltet euch über die freie Werbung freuen." Ein weiterer erinnert den Freizeitpark daran, dass es vor seiner Gründung 2018 bereits eine Band gab, die den Namen "Evermore" trägt.

Swift hatte "Evermore" überraschend kurz vor Weihnachten veröffentlicht. In der Erscheinungswoche landete die Sängerin damit direkt an der Spitze der US-Charts, wie "Billboard" damals berichtete. Demnach hatte sich das Album zum Start hochgerechnet rund 329.000 Mal in den USA verkauft. Es ist die Fortsetzung zu dem Album "Folklore", das Swift im Juli ebenfalls ohne Vorankündigung veröffentlicht hatte. Es verkaufte sich bis Ende Oktober über eine Million Mal und wurde damit in den USA zum bestverkauften Album des Jahres.

"Evermore" ist Swifts achtes Nummer-eins-Album. Nur zwei Frauen konnten bisher den Thron häufiger erklimmen - Barbra Streisand mit elf und Madonna mit neun Alben.

Quelle: ntv.de, lri/spot

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