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Mitbegründer des Studio Ghibli "Heidi"-Regisseur Takahata ist tot

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Isao Takahata wurde in Europa vor allem durch die Serie "Heidi" berühmt.

(Foto: dpa)

Er zählt zu den berühmtesten Regisseuren und Produzenten von Animefilmen: der Japaner Isao Takahata. Sein Werk "Die letzten Glühwürmchen" rührt zu Tränen, bekannt wurde er aber auch mit der Zeichentrickserie "Heidi". Nun stirbt er an Krebs.

Der japanische Altmeister des Zeichentrickfilms Isao Takahata ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren in einem Krankenhaus in Tokio an Lungenkrebs, wie das von ihm mitbegründete Studio Ghibli mitteilte.

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Als sein bestes Werk gilt der international bekannte und preisgekrönte Zeichentrickfilm "Die letzten Glühwürmchen", der schonungslos die Schrecken des Krieges thematisiert und vom verzweifelten Kampf zweier Kinder um das nackte Überleben zum Ende des Zweiten Weltkrieges erzählt. Takahatas jüngster Film "Die Legende der Prinzessin Kaguya" wurde 2015 für den Oscar in der Kategorie "Bester animierter Spielfilm" nominiert.

In Europa ist Takahata daneben vor allem für die Zeichentrickserie "Heidi" bekannt. Die Kultserie, an deren Schöpfung auch bereits der spätere Oscarpreisträger Hayao Miyazaki beteiligt war, entstand in den 70er-Jahren. Für ihr Alpenmärchen nach den Büchern von Johanna Spyri hatten Myazaki und Takahata genau recherchiert. In Europa hatten sie die Schweizer Berge, Frankfurter Bürgerhäuser und den Hauptbahnhof skizziert und zu Hause sorgfältig nachgezeichnet.

Hohe Ehren auch in Europa

Der 1935 in der japanischen Provinz Mie geborene Takahata studierte französische Literatur und begann seine Karriere beim Zeichentrickstudio Toei Animation. Dort begegnete er Miyazaki, dem heute legendären Zeichentrick-Regisseur, mit dem er 1985 das weltberühmte und Oscar-gekrönte Studio Ghibli gründete, das Filme wie "Prinzessin Mononoke" und "Chihiros Reise ins Zauberland" produziert hat.

In Takahatas langer Karriere entstanden rund 20 Filmwerke, darunter der von ihm produzierte Animefilm "Nausicaä aus dem Tal der Winde" (1984) und der Film "Die Schlacht der Marderhunde in der Heisei-Zeit - Pom Poko" von 1994.

Takahata war daneben auch politisch aktiv und übte Kritik an der Politik des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, der die pazifistische Nachkriegsverfassung ändern und Japan zu einer größeren militärischen Rolle verhelfen will.

Takahata wurde in seiner Karriere mehrfach geehrt. So erhielt er 2015 den Ordre des Arts et Lettres, einen Verdienstorden des französischen Kulturministeriums, für seine langjährige Zusammenarbeit mit französischen Animatoren und das Übersetzen von französischen Gedichten ins Japanische.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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