"Ich muss mich übergeben"Rosalía bricht Auftritt ab

Sie gehört zu den Popstars der Stunde. Und so hat die Spanierin Rosalía Mitte des Monats eine ausgiebige Tournee durch Europa angetreten. Ihre Show in Mailand endet nun jedoch vorzeitig und anders als erhofft: Die 33-Jährige bricht das Konzert ab.
Spätestens seit ihrem vor knapp einem halben Jahr veröffentlichten Song "Berghain" kommt an Rosalía niemand mehr vorbei. Der außergewöhnliche Popsong mit dem Namen des Berliner Kultclubs im Titel, an dem auch Islands Vorzeige-Enfant-terrible Björk und der US-Musiker Yves Tumor mitwirkten, mauserte sich zum viralen Hit. Allein bei Youtube verzeichnet der zugehörige Clip bis heute fast 40 Millionen Abrufe.
Wenig später brachte die in Barcelona geborene Spanierin mit "Lux" ihr viertes Studioalbum heraus. Das kletterte auch in den deutschen Charts bis auf Platz zwei beinahe ganz nach oben.
Mitte März hat die 33-Jährige mit Shows in Frankreich eine zugehörige Tournee gestartet. Über Zürich in der Schweiz führte sie diese nun nach Italien, wo sie am Mittwoch einen Auftritt im Mailänder Unipol Forum absolvierte. Doch die Show verlief anders, als es sich die Sängerin und sicher auch ihre Fans in der Halle gedacht hatten. Rosalía musste das Konzert mittendrin abbrechen. Ein Video, das auf einem Fan-Account bei X hochgeladen wurde, hält die Szene fest, in der die Musikerin den Besucherinnen und Besuchern ihre schwere Entscheidung mitteilt.
"Mir geht es wirklich schlecht"
"Ich habe versucht, die Show zu spielen. Seit Beginn bin ich krank", offenbart Rosalía dem Publikum. "Ich hatte eine richtig heftige Lebensmittelvergiftung und habe versucht, bis zum Ende durchzuhalten, aber mir geht es extrem schlecht", fährt sie fort, während sie ihre rechte Hand auf ihren Bauch legt.
"Ich muss mich hinter der Bühne übergeben. Ich möchte wirklich die beste Show abliefern, aber ich liege hier auf dem Boden rum, während ich mein Bestes gebe", erklärt die Sängerin, die zunächst noch die Hoffnung äußert, weitermachen zu können. "Ich werde alles geben, was ich kann. Aber es kann sein, dass wir aufhören müssen, wenn ich körperlich einfach nicht mehr kann. Mir geht es wirklich schlecht", schenkt sie den Fans reinen Wein ein.
Nach einem Umschnitt ist zu sehen, dass es Rosalía aber schließlich wirklich nicht möglich war, das Konzert regulär zu Ende zu spielen. Mit gequältem Gesichtsausdruck winkt sie in die Menge - und verlässt schlussendlich die Bühne.
Auch Auftritte in Deutschland
Im vergangenen Jahr hatte Rosalía gegenüber dem "Billboard"-Magazin gestanden, dass Tourneen nicht zu den Lieblingsaspekten ihres Berufs zählen. "Ich mag Tourneen nicht. Ich stehe gern auf der Bühne und liebe meine Fans, deshalb mache ich es. Aber ich liebe es auch, zu Hause zu sein, Ruhe zu finden, zu lesen, zu kochen, ins Fitnessstudio zu gehen, Gewichte zu stemmen und zu schlafen. Das macht mich wirklich glücklich. Ich brauche nicht viel", plauderte sie aus.
Die Sängerin ergänzte: "Wenn man reist, ist es viel anstrengender. Psychisch ist es immer eine Herausforderung. Aber ich weiß auch, dass es andere Berufe gibt, die viel komplexer und herausfordernder sind, und ich bin so dankbar, dass ich Musikerin sein kann."
Gleichwohl hat sich Rosalía für die kommenden Monate ein hartes Tournee-Programm auferlegt. Ihre Europa-Reise soll sie noch in Städte wie Lissabon, Barcelona, Amsterdam und Antwerpen führen. In Deutschland sind Shows in Köln und Berlin geplant. Am 5. und 6. Mai steht sie dann in der Londoner O2 Arena auf der Bühne.
Danach gönnt sich Rosalía zwar knapp einen Monat Pause. Dann jedoch geht es auch schon weiter mit Konzerten in den USA, Kanada, Südamerika und Mexiko.