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"Dschungelcamp" - der Auftakt "Ich würd' jetzt gern so 'n Hoden essen"

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Da sind'se - die Camper.

Sie springen aus luftiger Höhe, überschreiten Grenzen. Der Weg in den Dschungel ist steinig und schwer. Doch das neue Habitat schockiert: Was, das kleine Ding ist das Camp? Auf diesen Stress erstmal eine saftige "Milchtitte".

"Ich würd' jetzt gern so 'n Hoden essen", sagt Negroni mit flatterndem Herzen. Alles wäre jetzt besser, als an einem Bungee-Seil hängend in die Dunkelheit zu springen. Der Weg in den Dschungel ist kein Zuckerschlecken, Nahtoderfahrungen lauern wie die Ratten, und damit herzlich willkommen zur 12. Staffel des "Dschungelcamps".

Alles bisschen viel auf einmal. Reizüberflutung. Mit offener Gusche sitzt man vor der Glotze und muss die neuen Parteigenossen und ulkig Zurechtgeschnippelten erstmal auf sich wirken lassen. "Jeder glaubt, dass ich hab gestorben, aber ich hab nur dicken Bauch und geiles Nippelpiercing", klärt Youngblood, der Leibhaftige, den Spectator auf.

Erbarmen ist was für Muschis

Wie jedes Jahr müssen die Dschungelaner im Camp überhaupt erstmal ankommen - wenn möglich lebend. Dafür werden sie von Kampfhundstreichler Ranger Rick, ("der in seinem Leben nur einmal gelacht hat - als Lassie gestorben ist") aus ihren Luxuskojen gepfiffen und auf direktem Wege in den Hubschrauber verfrachtet. Mangiapane, der mit seinem dunklen Haar und seinen dunkel geschminkten Augen Reminiszenzen an Fußhupentätschler Mooshammer weckt, ist noch ganz schläfrig und sieht aus wie "Schrubber-Ella". Doch Erbarmen ist was für Muschis: "Come on, guys! Hurry up!" … and shuttet gefälligst euer mouth, sonst raucht's im Saloon.

Traumatisierende Bilder flackern auf: Transgender-Model Farfalla wird als "Einzigste" im Morgenmantel aus dem Spa gerissen, Tattis Gesicht erstarrt, "Menschenfreund" Ansgar wird unsanft von seinem O-Saft getrennt und keiner, wirklich NIEMAND darf sich von seinen Liebsten verabschieden.

Rabiat requiriert treten die Überrumpelten den Weg in die Walachei an. Wer in welcher Gruppe wie viele Tode stirbt, sei es, weil er aus schwindelerregender Höhe Fallschirm springt oder auf einem Tümpel kentert, ist nicht von Bedeutung: Sie haben überlebt. Alle. Leider.

Als frotzelnder Sonnenkönig fragt man sich von seinem häuslichen Thron aus, was da bloß für halbgare Kämpfer im Dschungel ausgesetzt werden. Sydney schwitzt, Tina York stirbt fast, vor allem die Operierten und "Ledrigen" sind fix und fertig auf der Bereifung. Viel Botox, nix Sport.

Ein Loch des Grauens

Mangiapanes Camp-Enttäuschung sprengt jede Party: "Das kleine Ding, das ist das Camp?" Nützt ja alles nix, erstmal Feuer machen. Ansgar, mit Bjarne Mädel-Gedächtnisfriese lobt den "Teamchef" fürs Zündeln, der aber ist nach der Klosichtung auf 180: "Die Toilette ist 'ne Vollkatastrophe - ein Loch des Grauens."

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Filmszene aus dem aktuellen Film von James Cameron.

Während die eingetrudelten Campis sich über die Bettenanzahl mokieren, leiden die noch Abtrünnigen Höhlenqualen. Sie dürfen die Nacht mit - jahaaa! - pimpernden Ratten verbringen und dann, oh Schreck, muss Farfalla auch noch in der Finsternis der ollen Ödnis pullern. "Wo is'n hier das Klo? Ich seh nichts! Ah, ich hab's!" Schnell hinsetzen und volle Lotte vorbei pieseln. Läuft bei Giuliana.

Natürlich ist an Tag Eins die Laune noch lieblich. Man bauchpinselt sich gegenseitig und stellt einander vor: "Hallo, ich bin die Sandra und stinke nach Rattenpipi". Niemand zickt rum. Spätestens in der "Dschungelschule", der ersten Prüfung für alle, hätte es ruhig den ersten ausgedehnten Brechreiz geben dürfen.

Lecker Fischabfälle und Krokoschniedel

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Wo liegt nochmal Griechenland?

(Foto: MG RTL D / Stefan Menne)

Eine Essensprüfung steht an. Schön rummanschen im blutigen Kamelschädel und sich das Hirn, von dem Daniele behauptet, es sei größer als das seine, munden lassen. David, der alte Rosenheinrich zieht gnadenlos durch, Daniele pfeift sich ein Stück Straußenfuß ein, Ochsenknecht schwärmt von ihrem Krokoschniedel und Tatti (Gsell) beißt herzhaft in ihre "Milchtitten".

Anette Frier tunkt ihre Schnute in ein schleimiges Becken und die Bikinimiezen Farfalla und Kattia klettern extra in einen Bottich mit Fischabfällen, um hinterher, erstens, ordentlich abzustinken und zweitens, zu zeigen, was genau sie damit gemeint haben, als sie sagten, "nicht die hellsten" zu sein. Geografiekenntnisse? Na gerne doch. Berlin befindet sich in Deutschland. Und Griechenland? Ähm, also Griechenland müsste demnach auch - genau!!! - in Deutschland sein.

"So viele schöne Frauen hier!"

Schön, wenn man sich nach so einem aufregenden Tag den Mief vom ermatteten Leib waschen kann. Bisschen einseifen und Hintern gucken, "Oh", sagt Friedrich, "so viele schöne Frauen hier!" Und das Allerschönste: Die ersten Möpse bahnen sich ihren Weg ins Freie. Farfalla gewährt freie Sicht, natürlich nur mit Hoppla-Gestus.

Doch Gewitterwolken ziehen auf im Paradies. Hierarchie-Ablehner Ansgar ist enttäuscht vom abendbrotlichen Känguru-Schwanz. Sieht unschön aus, ist zu lang, zu blutig, mit Haaren dran. "Eingeschnappt" macht er die Schotten dicht und verspielt Sympathiepunkte. Dabei ist der Schwanz mindestens so lecker wie der watschelnde Entenhintern von Moderator Hartwig. Spätestens an Tag neun, wenn die ausgemergelten Camper zu "Herren der Fliegen" mutieren, könnte Hartwig seine saftig aussehende Kehrseite zum Verhängnis werden. Ich mein ja nur...

Morgen: Hat Farfalla wieder daneben gepullert? Trägt Mangiapane in der Dschungelprüfung seinen Maiskolben-Badeanzug? Ist Ansgar noch angefressen und die wichtigste Frage überhaupt: Tina, gehts dir noch prima?

Quelle: n-tv.de

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