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Preis für "Leaving Neverland" Jackson-Clan empört über Emmy-Ehrung

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Soll zwei Kinder sexuell misshandelt haben: Der King of Pop.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Enthüllungs-Doku "Leaving Neverland" erhebt schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson. Die Familie des verstorbenen Sängers streitet jedoch alle Aussagen der beiden mutmaßlichen Opfer ab. Dass der Streifen nun einen Emmy bekommen hat, halten sie für "eine absolute Farce".

Zu den zahlreichen Produktionen, die am vergangenen Samstag bei den Creative Arts Emmys ausgezeichnet wurden, zählte auch die diskutierte Enthüllungsdokumentation "Leaving Neverland". Die HBO-Produktion erhebt schwere Missbrauchsvorwürfe gegen den 2009 verstorbenen Michael Jackson und erhielt den Emmy in der Kategorie "Herausragende Dokumentation oder nicht-fiktionales Spezial". Ein Umstand, der den Jackson-Clan nun zu einem zynischen Kommentar hat hinreißen lassen, wie die US-Seite "Entertainment Tonight" berichtet.

So sei es "eine absolute Farce, dass ein Film, der komplett erfunden ist, in der nicht-fiktionalen Emmy-Kategorie ausgezeichnet wird", zitiert die Seite aus einem Statement der Angehörigen des King of Pop. "Kein noch so kleiner Beweis unterstützt diese komplett einseitige, sogenannte Dokumentation." "Leaving Neverland" berufe sich stattdessen ausschließlich auf die Aussagen zweier Personen und deren Familien.

Besagte Personen sind James Safechuck und Wade Robson, die in der Doku detailreich von Misshandlungen durch Michael Jackson berichten, als sie selbst noch Kinder waren. Der Regisseur des Zweiteilers, Dan Reed, dankte den beiden während seiner Rede am Samstag.

Quelle: n-tv.de, lri/spot

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